Mingo- Liebe ohne Grenzen

von Paradiso
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Domenico Manuel di Loreno Maya Fischer Michele Domingo di Loreno
24.03.2013
09.11.2015
9
11404
 
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Authors note:  Ich habe die Bücher der Reihe Maya und Domenico gelesen und mich in sie verliebt! Leider bin ich noch nicht bis zum Ende gekommen, aber ich habe jetzt schon eine Schwäche für Mingo, Domenicos Zwillingsbruder entwickelt (auch wenn er in der eigentlichen Buchreihe stirbt) und habe mir überlegt, wie die Geschichte aussehen würde, wenn Maya nachdem sie gesehen hat das Domenico in Italien eine Freundin (Angel) hat sich mehr auf Mingo eingelassen hätte und doch noch bemerkt hätte, dass sie ihn liebt. In meiner umgeschriebenen Fassung der Geschichte ist Mayas Vater jedoch nicht wie in der Reihe so "spießig" nennen ich es mal. Maya ist auch nicht  so ordnungsorientiert und lässt sich auf mehr "Gefahren" ein. Die Zwillinge sehen aus wie im Buch auch. Eine nähere Beschreibung wird wahrscheinlich noch inneralb der Geschichte folgen.

So, jetzt aber zum ersten Kapitel, dem Prolog. Ich hoffe es enttäuscht euch nicht und gefällt euch. Viel Spaß beim Lesen, weitere Kapitel werden Folgen!





Auf Jennys Geburtstagsfeier war einfach alles perfekt.
Überall über uns waren bunte Lichter. Es vermittelte eine schöne Atmosphäre, in der man sich fast wohlfühlte. Aber eben auch nur fast.
Für Jenny mag das alles ein Traum sein. Ihre erste richtige Geburtstagsfeier. Doch für mich war das alles andere als schön.

Ich bin hier nach Italien gekommen, um Domenice zu finden.
Um mit ihm zu reden, Zeit zu verbringen und vor allem um zu gucken, ob es ihm gut ging.

Doch er ignorierte mich, aus einem mir unbekannte Grund.

Ich hätte erwartet, dass- trotz seiner früheren komischen Verhatensweisen- er irgendwie froh ja glücklich gewesen wäre, wenn er mich gesehen hätte.

Doch ihm wäre es scheinbar lieber gewesen, wenn ich in Deutschland auf Abstand geblieben wäre.

Ich konnte es absolut nicht nachvollziehen.
Hatte er mich denn nicht auch so sehr vermisst, wie ich ihn?
Fehlte ich ihm in all der Zeit nicht?
Ich hatte es immer angenommen, doch jetzt....
Ich beschloss mir erstmal was zu Essen zu holen. Das Buffet war perfekt. Es war an alles gedacht worden, jeder wurde hier satt ohne etwas zu essen, was er nicht mochte!

Ich nahm mir einen Teller und nahm mir was zu Essen.
Ich schielte nach rechts um nach weiteren Leckereien Ausschau zu halten, als ich Domenico sah. Er war wunderschön!
Ich wunderte mich nur kurz, dass er hier alleine am Buffet stand, wo er doch sonst immer von allen Seiten von Mädchen umzingelt wurde.

Ich nutzte meine Chance, solang sie vorhanden war und pirschte mich näher an ihn heran.
Er sah mich natürlich nicht, da er mit dem Rücken zu mir stand und konzentriert auf sein Teller starrte, auf dem er gerade ein paar Plätzchen lud.

Ich stand jetzt direkt neben ihn und wollte mir ein paar Plätzchen nehmen, als ich erkannte, dass neben mir gar nicht Domenico stand.

Es war Mingo! Mingo, sein Zwillingsbruder, der ihm zum Verwechseln ähnlich sah. Doch das Nietenarmband und das darunter befestigte Messer verrieten, dass dies eindeutig nicht Domenico war.

Erschrocken wich ich ein paar Schritte zurück und stieß in meiner Hektik mein Becher voller Sprite um, sodass alles auf Mingo fiel.

"Shit!" war das einzige was ich mitbekam, von dem was er murmelte, anscheinend hatte er mich noch gar nicht bemerkt.

"Warte, ich wisch das schnell weg! Das tut mir furchtbar leid! Wirklich, ich bin echt so trottelig!"

Mit hochrotem Kopf nahm ich einige Servietten und drückte sie Mingo in die Hand, während ich den Tisch abputzte.

Erst jetzt sah er hoch und schien mich wahrzunehmen.

"Wer..."

"Ich bin Maya!"

"Wir... kennen uns doch oder?"

"Jaaah... Ich war die, die im Schlafanzug zu euch gekommen ist. Kurz nachdem Domenico die Laterne zertrümmert hat! In Deutschland!"

"Ahh jaa! Ich erinner mich!"

Seine Miene hellte sich auf.

"Tut mir leid, wegen dem T-Shirt!"

"Ach was... halb so schlimm... Passiert mir andauernd!"

"Hm.."

Ich nahm erleichtert meinen Teller und setzte mich ins Haus an einen freien Tisch. Es war der einzig freie.

Ich wollte gerade losessen, als ich Mingo wieder bemerkte. Er stand schüchtern vor mir, unschlüssig, ob er mit der Sprache rausrücken sollte oder nicht.

"Darf... darf ich mich zu dir setzen? Würde es dir was ausmachen?"

"Ehm.. nein, quatsch, setz dich!"

Ich rückte ein wenig zur Seite und machte Platz für ihn.

"Die andern", Mingo sah zu den anderen Gästen draußen, "gehen alle weg, wenn ich kommen. Haben Angst vor mir und so. Glauben alle ich tue den was.."

"Hmm.."

Ich wusste nichts darauf zu antworten. Ich konnte diese Menschen gut verstehen... in gewisser Weise.

"Und du?"

"Was?"

"Hast du Angst vor mir?"

Er sah mich hoffnungsvoll an. Er war ganz anders, als man denken würde.
Irgendwie... nett! "Du darfst ganz ehrlich sein!" Und seine Augen verloren ein wenig Glanz und er sah weg.

"N-nein. Du bist eigentlich echt nett!"

Das schien ihn aufzumuntern.

"Meinste wirklich?"

"Ja!"

"Mingo? Mingo?"

"Shit, Brüderchen kommt", brummte Mingo.

"Mingo! Und... Maya? Shit Mingo, verzieh dich, hau ab! Via, Via!!"

Die beiden stritten und diskutierten, bis Mingo schließlich wegging, ohne mir noch einen Blick zuzuwerfen.

Ich starrte Domenico vorwurfsvoll an.
Musste das sein?

Der Einzige, mit dem ich ein halbwegs vernünftiges Gespräch angefangen hätte, wurde weggeschickt.

Domenico hingegen sah mich nicht mehr an.
Er drehte sich um und ging einfach weg.
Review schreiben