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London Heartbeats

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Gen
20.03.2013
10.04.2021
81
748.631
5
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20.03.2013 3.080
 
Hallo alle zusammen! Schön, dass ihr auf unserer FF gelandet seid….*Raketeeeee* Wir stellen uns mal eben vor, auch wenn ihr das auf unserer Page nachsehen könnt!
Mein Name ist Madita, ihr könnt mich aber auch Maddy oder wie die WG-Mädels auch Madds nennen. Ich bin ** Jahre alt *hehe* und mag Bücher und das Meeresrauschen.  Mein Zwilling heißt Jess, sie wird sich im nächsten kapitel näher vorstellen, denke ich, aber sie ist ** Jahre alt und mag Taylor Swift und Eulenbilder.  Zur kurzen Erklärung, ehe ihr als erste Frage stellt, warum wir uns Zwillinge nennen: Wir sind beste Freundinnen, KEINE Schwestern, aber wir fühlen uns wie welche! Und da wir eine seltsame und manchmal echt beunruhigende Gedankenverbindung haben nennen wir uns Zwilling oder mittlerweile auch schon Klone! Also nicht verwirren lassen!  So, nun aber zum Wesentlichen:
Den Teil könnt ihr überspringen:
Wir behalten keinerlei Rechte an den One Direction Sachen, nur an unseren eigenen Ideen und der Storyline! Uns gehören NATÜRLICH nicht die 1D-Songrechte….Hoffe, das langt jetzt….

Soooo, noch ein wenig zur Story: Fragt, wenn ihr Verständnisprobleme habt *Gott, Schule färbt tatsächlich ab :D* und ansonsten….genießt es, habt Spaß *NICHT ZU VIEL :D* und schreibt fleißig Reviews, wenn euch unsere Geschichte gefällt!  Ansonsten….nun ja…kanns losgehen! Vieeeel Spaß, euer Maddy-Twin.


Kapitel 1- The beginning of our story…


„Und hat Josh sonst noch etwas gesagt!?“, fragte Jess unsere Freundin Franzi. Franzi schüttelte den Kopf und kaute schnell noch ihr Stück Brot zu Ende, ehe sie es hinunter schluckte und Jess die Frage richtig beantwortete.
„Nein, er meinte nur, er hätte zu viel um die Ohren, als dass er sich um mich kümmern könnte zurzeit.“ Ich sah von meinem Buch auf und sah sie ärgerlich an.
„Bei aller Liebe, Franzi, aber wenn Josh sich wirklich für dich interessiert, dann sollte er nicht solche Kommentare abgeben!“ Jess sah mich gespielt überwältigt von der Seite an.
„OH GOTT! Sie ist aus ihrer Traumwelt zurück! Ein Wunder!“ Ich rümpfte die Nase und schnitt ihr eine Grimasse. Sie gab sie mir zurück und ich lachte, ehe ich mich wieder an Franzi wandte und sie ernst ansah.
„Franzi, wenn ich dir einen Rat meines Professoren geben darf. Den reibt er uns immer unter die Nase!?“
„Ja?“, fragte Franzi neugierig und beugte sich vor. Ich konzentrierte mich und sah sie ernst an.
„Ein Elefant im Porzellanladen ist nicht so schlimm, wie ein Igel in der Kondom-Fabrik!“ Jessica verzog angewidert das Gesicht und Franzi prustete los.
„Madds, sag nicht immer so schmutzige Sachen!“, ermahnte mich Jess, die zu meiner Rechten saß. Ich zuckte mit den Schultern.
„Jess, irgendwie muss sie es ja lernen!“ Meine Freundin boxte mich angewidert lachend in die Seite und ich hob abwehrend die Hände:
„Gut, ist ja gut! Nein, Franzi, aber was er eigentlich sagt ist: Entweder konsequent oder inkonsequent, aber das ewige Hin und Her hört auf!“ Franzi runzelte die Stirn. „Ja gut, das bezieht sich dann meistens auf das Lernen unserer Texte, aber das Grundgerüst betrachtend ist der Spruch nicht mal so fehl am Platz!“
„Wieso? Weil ihr den Text wirklich nicht lernt!?“
„Nein, weil Josh sich endlich mal-“
„Who let the juice out, it was Freezle, the fridge, brrrr, brrr, brrr, brrr, brrr, brrrrrrr!“, unterbrach mich plötzlich Jess, die aufgestanden, zum Kühlschrank gegangen war und nun von mir aus gesehen hinter Franzi stand. Sie hielt Orangensaft in der Hand, während sie im Chamäleon-Pyjamaanzug  auf ihre Eigeninterpretation von „Who let the dogs out“ tänzelte oder besser gesagt wippte. Ihre Nerdbrille, die sie nur in der Wohnung anzog und die Hundeschluppen trugen nicht gerade zur Ernüchterung der Umstände bei! Ich hatte mich hinter Franzi hervor gebeugt, sodass ich zum Kühlschrank gucken konnte und Franzi hatte sich umgedreht. Während ich düster drein blickend den Kopf schüttelte, nahm Franzi es mit Humor und begann leise zu kichern. Ich nahm schnell den letzten Schluck meines schwarzen Morgenkaffees, beschloss, dass ich wach genug war und mich umziehen gehen sollte und stand mitsamt meinem Buch unter dem Arm auf. Jess kam freudig auf mich zugetänzelt, doch ich parcourte mich an ihr vorbei. Ich flüchtete aus der Küche auf den langen, mit Lichterketten- & Sternen verhangenen Wohnungsflur hinaus und wollte gerade in mein Zimmer gehen, um mich umzuziehen, weil ich immer noch meine knappen Surfershorts und das tiefer Ausschnitt Top anhatte, als es an der Türe klingelte.
„Ich geh schon!“, rief ich, ohne meine in der Küche giggelnden *kichernden*und singenden Freundinnen zu beachten. Als ich die Tür öffnete, kam mir ein Sonnenstrahlen entgegen, wie es nur einer erzeugen konnte. Sofort vergaß ich mein Buch. Es war Brian, unser Nachbar. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass Brian nicht einfach nur heiß war! Nein, er war ein Hollister-Model, eins von denen, die selbst bei ca. -40° draußen vorm Laden in knappen Badeshorts stehen und dich mit einem Schmachtlächeln angrinsen, dass du gar nicht anders kannst, als Unmengen an Geld zu verschwenden, nur um einen triftigen Grund zu haben, um nochmal an ihnen vorbei zu laufen. Heute hatte Brian wieder dieses Lächeln aufgesetzt und ich fragte mich schon panisch, wie viel mich der kommende Bücherrausch kosten würde. Zudem hatte er eine dieser Tom Tailor Hosen an, die einen verdammt knackigen Hintern machten und dieses verdammte Karoshiert, ließ seinen Bizeps deutlicher zur Geltung kommen, als ich es mir gewünscht hätte. Jedoch wurde ich aus meiner Gedankenwelt gerissen, als er seinen Blick langsam auf mein Dekolleté senkte, jedoch höflich, nicht gaffend, was mich an mein Top erinnern ließ und ich schnellte mit meinem Buch zu meinem Ausschnitt hoch, um letzteren zu verdecken.
„Hi. Brian, was gibt’s?“, fragte ich so gelangweilt wie möglich, doch das brachte ihn noch mehr zum Lächeln. Dann gab er mir ein Päckchen, das ich bis dato noch gar nicht bemerkt hatte.
„Hi, Maddy, das Päckchen wurde bei mir abgestellt und ich dachte mir, ehe da was falsch verstanden wird…“
„Klar…Danke, Brian.“, sagte ich mit einem zugegeben zuuuu freundlichen Lächeln!
„Keine Ursache!“ Gott, bei diesem Lächeln konnte man glatt über den schlimmen Akzent hinweg sehen!, dachte ich und zog langsam die Türe zu, jedoch wartete ich, bis er sich umdrehte. Ich lugte durch den letzten Spalt hindurch, bis er sich zur Tür umdrehte.
„Oh, mein, Goooootttttttt!“, flüsterte ich leise wie zu einem Seufzer verzogen und schloss daraufhin schnell die Türe denn Brian drehte sich fragend um, denn er hatte mich anscheinend gehört.Der Hintern war 1A gewesen. Ich schloss die Türe, atmete kurz grinsend und boxte mit den Fäusten triumphierend in die Luft. Als ich mich umdrehte, quiekte ich erschrocken auf, weil meine beiden besten Freundinnen anklagend in der Küchentüre zum Flur hin standen und mir deutliche Blicke zuwarfen. Ich ließ meine Arme sinken und räusperte mich. Dann sah ich auf das Päckchen:
„Ein Päckchen füüüürr…sieh mal einer an für dich, Franzi! Lass das bloß keinen Vernachlässigungstrostkaktus oder gar einen Jämmerlich-Liebesbeweis-Rosenstrauß von einem gewissen Josh sein!“ Ich drückte ihr im Vorbeigehen das Paket in die Hände und begab mich dann in mein Zimmer, um mich umzuziehen, als wäre nichts gewesen. Ich lief bis zur zweiten Türe links, hinter der mein Zimmer lag und schloss hinter mir ab. Was war denn bitte noch erlaubt, wenn man nicht einmal einem Hollisterhottie hinterher schauen dürfte, weil er einen Knackarsch hatte! War ja nicht so, als dass mich die Hexen von Mac Beth jetzt in die Verdammnis schicken würden! Ich grinste über den Gedanken an drei alte Waschweiber, die plötzlich in der Küche auftauchten und irgendetwas flüstern würden von wegen: „Du kommst in die Hölle, Maddy, wenn du nicht sofort aufhörst dem Burschen auf das Hinterteil zu stieren!“…Ja…so ungefähr würde das wohl ablaufen….Und ich würde trotzdem weiter stieren!

Auf dem Campus war nicht sonderlich viel los gewesen, außer, dass mein Lieblingsdozent Rutherford bei unserer Theaterprobe von Viel Lärm um Nichts (Shakespeare) von seinem Podest geplumpst war und danach den Kommentar „Selbst die Professoren sind der Schwerkraft unterlegen. Waldmannsheil, Studenten!“ abgegeben hatte. Ich glaube, er hatte eine Gehirnerschütterung oder Ähnliches davon getragen, dem Kommentar nach zu urteilen….Ansonsten verlief die Probe recht normal und wir hatten den restlichen Tag keine Vorlesungen mehr und somit frei. Ich beschloss mir einen Kaffee bei Starbucks gleich bei uns um die Ecke zu holen, dann nach Hause zu gehen und meinen Arbeitsfreien Tag mit einer Staffel Borgias zu verherrlichen, um bei Francois Arnaud (Gebt das hier mal bei Google Bilder ein:  Francois Arnaud Harry Styles (die ersten beiden Bilder), wird noch wichtig. )alias Cesare Borgia dahin zu schmelzen. Denn, wenn meine Freundinnen eins nicht ausstehen konnten, wenn sie dabei waren, war, wenn ich mir meine historisch romantischen Serien ansah, zu denen nun leider auch mal The Borgias gehörte. Deshalb konnte ich diese Serien nur in Ausnahmefällen im Wohnzimmer auf dem Flachbildfernseher anschauen. Ich lief schon freudig die ersten drei Stockwerke unseres Treppenhauses hinauf und dachte schon mit Vorfreude an Cesare Borgia, als meine Freude vehement gemildert wurde. Auf der Fußmatte vor unserer Wohnung stand Adam. Ich schloss kurz die Augen und blieb stehen.
„Bei Jane Austen und John Lennon…BITTE NICHT!“ Ich atmete tief ein, sah zu Adam und lief schnell zur Tür, um aufzuschließen, jedoch ohne Blickkontakt herzustellen, denn das war bei Adam gefährlich! Er konnte alles schneller als Redeaufforderung verstehen, als man denken wollte. Doch es war zu spät.
„Hallo Maddy-„
„Für dich immer noch Madita, Adam! Auch wenn’s auf Englisch schwierig sein mag auszusprechen!“ (Zur Erklärung: Wir kamen nicht aus England!)
„Klar, sorry, das wollte ich ….das war keine Absicht. Ist so eine Gewohnheit, die Mitbewohner meiner Freundin als meine Freunde anzusehen!“
„Hm.“, sagte ich und dachte: `Ich bin nicht dein Freund oder sonst irgendetwas!`
„Hör mal, weißt du, ob Jess zu Hause ist? Ich habe geklingelt und es ist keiner gekommen.“ Ja, wieso nur!?, dachte ich und wollte innerlich stöhnen und betrat die Wohnung. Hinter mir fiel die Türe ins Schloss. Ich hing Jacke und Tasche an meinen Haken der Garderobe und wollte hinter mir die Wohnungstüre abschließen, als ich plötzlich Adam neben mir stehen sah und panisch aufschrie. Wieso war er hier!? Hatte ich ihn nicht draußen lassen wollen!? Er lächelte entschuldigend auf mein Schreien hin und ich sah ihn fragend an.
„Was wird das, wenn ich fragen darf, Adam!?“
„Ich warte, bis Jessica kommt hier, wenn ich darf.“, sagte er, wie selbstverständlich.
„Gut….Warte du nur, ich kann für nichts….ich kann nicht mit Sicherheit sagen, wann sie kommt, also stell dich auf eine lange Wartezeit ein…Oder willst du nochmal solange nach Hause und sie sagt dir dann Bescheid, wann du kommen kannst?!“
„Nein, nein, das geht schon, ich bin gut im Ausharren.“ ICH ABER NICHT!, wollte ich schreien, doch ich beherrschte mich. Dann murmelte ich vor mich hin:
„Ich hoffe sie kommt bald, weil ich noch einiges mit ihr besprechen muss bezüglich der Wohnung.“  Und dachte nur: JA, bring deinen Idioten von Freund nicht in meinen Sendebereich, er stört meine Frequenz…oder besser gesagt INTELLIGENZ! Deren Quotient sank nämlich jede erbärmliche Minute, die ich mit Adam dieselbe Luft teilte. Ich ging in die Küche und machte MIR den zweiten Kaffee innerhalb von zehn Minuten!!! Einer würde nicht reichen für die nächsten zwei Stunden, in denen Jess noch weg bleiben würde!  Als der Kaffee fertig war, zog ich meine Chucks aus und lief ohne ein weiteres Wort oder gar ein Kaffeeangebot an Adam ins Wohnzimmer und stellte die zweite Staffel Borgias an. Dann pflanzte ich mich auf die große Couch mit den vielen Kissen. Adam stellte sich interessiert hinter mich und die Couch und beobachtete das Geschehen auf dem Bildschirm. Die Rückerzählung der ersten Staffel lief an.  
„Borgias? Ist das nicht dieser kranke Film über den Inzest einer Tochter und deren Vater?“ Ich zuckte schmerzlich zusammen. Innerhalb von zehn Sekunden hatte sich Adam endgültig in mein Gedankenexil verbannt und aus dem würde er wohl erst wieder frei kommen, wenn es pinke Uran Utahs regnete! Jedoch war ich noch so loyal, dass ich Leute einigermaßen nett auf ihre Fehler hinwies.
„Nicht ganz, Adam…Die Borgias sind-“  
„Ach genau, die Fußballerfamilie! Wusste gar nicht, dass du so auf Keep up with the Kardashians für Jungs guckst! Abge-“
„STOPP! AUFHÖREN!“, schrie ich lauthals, sprang auf und sah ihn erbost an. Sein Blick war leicht perplex, aber immer noch penetrant genug, um auf ihn einschlagen zu wollen. „Ich KANN mir beim besten Willen diesen Mist nicht mehr anhören! 1. Junge, lies mal zur Abwechslung ein Buch, auch wenn es Peter der Hase (englisches Kinderbilderbuch) ist, Hauptsache irgendein BUCH! 2. Um GOTTES WILLEN, vergleiche nie wieder eine der historisch politisch geprägtesten Pontifexfamilien mit den ….Kardashians! Lass es einfach! Und 3. Und das ist das Wichtigste: Sei nicht-“
In just diesem Moment öffnete sich nach einem Schlossgeräusch die Wohnungstür und Franzi kam kurz darauf herein geschneit. Ich streckte die Hände zum Himmel und rief: „ALLMÄCHTIGER, DIE HÖLLE IST DOCH NICHT LEER, EINIGE TEUFEL SIND NOCH DORT UND DAS GUTE HAT NOCH PLATZ! SHAKESPEARE HATTE ERSTMALS UNRECHT! GEPRIESEN SEI MAC BETH!“ Ich schnappte mir die DVD aus dem DVD-Player, umarmte Franzi dankbar  und verließ fluchtartig das Zimmer, um das meinige aufzusuchen. Als ich fast an meiner Zimmertüre angelangt war, trat Franzi zurück auf den Flur und zischte mir hektisch zu:
„Maddy! MADDY…!“ Ich drehte mich genervt um und starrte meine zwei Jahre ältere Freundin fragend an, was sie dazu veranlasste, zu mir geflitzt zu kommen. „Hör zu, Maddy, was hast du getan?! Adam ist ja total aufgelöst!“
„Ihm die Realität gegeigt.“
„Die Realität ge-…du meinst die Meinung gegeigt!“, korrigierte sie mich irritiert und redete durchgehende im Flüsterton.
„Nein, meine Meinung IST in diesem Fall die Realität!“ Franzi stöhnte leise.
„Maddy, ich hasse den Typen auch, aber…wir müssen ihn respektieren!“ Ich stieß hämisch Luft aus.
„Solche Idioten habe ich nicht zu respektieren, die habe ich zu IGNORIEREN!“, antwortete ich hektisch im Flüsterton zurück.
„Tu es für Jessica! Sie ist zurzeit in einer schwierigen Phase!“
„Schwierige Phase!? HA! Das Mädel hat heute Morgen gesungen und mir Vorwürfe gemacht UND kaum Stress mit ihren Semesterarbeiten! Bis auf ihren mangelhaften Freund geht alles rundherum rund bei ihr! Außerdem musst DU, Madame, mir hier schon mal gar keine Vorträge halten, dein Freund Josh TOPPT ….DAS im Wohnzimmer sogar noch! Bei deinem Typen zählt das Motto: Einmal drin, überall drin!“ Ich sah sie anklagend an, drehte mich um und ging in mein Zimmer. Zuerst legte ich die Borgias-DVD zurück in den DVD und CD-Schrank, dann nahm ich mir meinen IPod mit Kopfhörern und ließ mich aufs Bett fallen, nachdem ich „Fuck you“ von Lily Allen angemacht hatte. Ich starrte kopfüber aus dem Fenster, die dank des Altbaus groß und lang waren und konnte gerade noch die Baumkronenspitzen der Hyde Parkbäume auf der anderen Straßenseite sehen. Wir hatten ein Riesenglück mit unserer Altbauwohnung direkt neben dem Hyde Park gehabt, denn in London eine solche Wohnung zu bekommen war verdammt schwer! Doch das war jetzt nicht wichtig. Wichtig war, dass ich meinen tag irgendwie noch zum Positiven wenden musste…doch nun, da Adam hier war würde das recht schwierig werden.

Man riss mir die Kopfhörer so aus den Ohren, dass Ed Sheeran plötzlich verstummte und ich empört die Augen aufriss und mich aufsetzte. Neben meinem Bett stand meine beste Freundin, Jess. Sie sah nicht gerade zufrieden aus….gelinde gesagt! Sie hatte noch ihre Jacke an, was bedeutete, dass Adam ihr sofort von unserer kleinen…“Auseinandersetzung“ berichtet hatte….Gedankenexil!
„Was gibt’s?“
„Wieso kannst du ihn nicht akzeptieren, Maddy!?“
„Weil dein Freund es nicht verdient hat, akzeptiert zu werden, Jess!“
„DU GIBST IHM JA NOCH NICHT EINMAL EINE CHANCE!“, rief Jess aufgebracht. Ich sprang auf und zeigte mit dem Finger in Luftlinienrichtung Wohnzimmer.
„ich habe ihn in unsere Wohnung gelassen, ihn nicht wieder verscheucht und ihn Borgias mit gucken lassen, aber wenn er dann über eine meiner Lieblingsserien herzieht-“
„Ahhhh, daher weht der Wind! Adam mag deine Serie nicht und deswegen ist er bei dir unten durch!“
„Nein, Jess, ich geben deinem Freund keine Chance, weil ich der Meinung bin, dass du jemand besseren verdienst!“
„Das lass mal schön noch mich entscheiden!“
„Solange er aus meinem Radar bleibt, mit Vergnügen!“ Sie nickte, immer noch leicht wütend und finster dreinblickend.
Ich schwieg.
Sie schwieg.  Und dann hielt ich es nicht mehr aus.
„Ist er noch im Wohnzimmer?“, fragte ich mit leicht versöhnender Stimme und sah sie bedauernd an.
„Ja. Er bleibt heute, hat er gesagt.“ WIE ICH DIESEN TYP HASSTE!!!!!!!!! Aber es war JESS Typ!
„Bestellt ihr etwas?“ Sie nickte.
„China Chao. Wir wollen uns zusammen einen Film ansehen. Franzi guckt mit. Bist du auch dabei?“ Ich atmete tief ein, doch dann nickte ich ergebend.
„Von mir aus…Aber nur unter einer Bedingung!“ Sie zog die Augenbrauen hoch, wie nur sie es konnte und sah mich durch ihre blaugrünen Augen fragend an.
„Die da wäre?!“
„ER ZAHLT!“ Sie lachte spöttisch.
„So was hatte ich mir schon beinahe gedacht…naja, das wird er wohl noch können!“ Ich zog erstaunt und mit einem wohlwollenden Grinsen die Augenbrauen hoch. Also war Jess, doch nicht vollends verloren!
„Welchen Film sehen wir uns an?“
„Die Frau in Schwarz. Vielleicht kommt Brian ja rüber, wenn er dich schreien hört!“, sagte sie lachend und wir verließen mein Zimmer.
„Ich und schreien!? Verwechselst du mich da nicht mit jemandem?“
„Franzi? Die schreit sicherlich nicht, Josh kommt j-….oh…“ Ich riss erschrocken die Augen auf und starrte sie entsetzt an.
„Sag nicht, dass das wahr ist!“ Sie nickte bedauernd.
„Er hat angerufen und meinte, er hätte heute Abend noch Zeit, aber dass er Morgen sein Praktikum bei Hamptons anfangen müsse!“
„Nicht sein Ernst!“
„Denkst du, ich finde das cool!? Ich freue mich schon auf seine anzüglichen Kommentare! Was glaubst du, warum wir die Frau in Schwarz gucken und nicht etwa American Pie!?“ Ich lachte.
„Okay…ein Abend! Aber nur EIN Abend! Danach brauch ich zwei Wochen Pause von euren Freunden!“ Sie nickte verständnisvoll und wir liefen in die Küche, um alles vorzubereiten. Damit war mein Borgia-Genusstag dann wohl gänzlich für die Hunde….


Tadaaaa, das erste Kapitel! Ich hoffe…oder besser gesagt: Wir hoffen, dass ihr Spaß an unserer FF gefunden habt und weiter lesen werdet. :) Lasst uns doch einfach eure Meinung da *hihihi*, das würde uns sehr freuen. Und wer weiß, vielleicht sind wir dann besonders fleißig! :) Ansonsten, von mir frohe Ostern schon mal an euch alle und bis zum 3. Kapitel von mir und bis zum 2. Von meinem Zwilling, byeeeeeee, euer Maddy-Twin. :)* Winke Winke*
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