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Gegenstrom

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
20.03.2013
17.07.2013
13
10.808
1
Alle Kapitel
20 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
20.03.2013 655
 
(sorry dass es etwas kürzer geraten ist, hoffe trotzdem es gefällt euch... sollte jedenfalls viele Fragen klären ,) und es ist ws das vorletzte chap.. würde mich sehr über ein jedes review freuen =) hf)



Als ich wieder wach wurde, musste man mich erstmal auf den neuesten Stand bringen. Wie ich erfuhr, wurde Sam behelfsmäßig verarztet. Seine Blutung hatte inzwischen aufgehört, aber er schien nach wie vor auf schwach auf den Beinen. Wie sich herausstellte war es eine Stichwunde an seiner Schulter. Sam konnte sich erinnern wie er gefesselt aufwachte, in einem eher dunklen, kühlen und lauten Raum. Wahrscheinlich unter Deck, die Maschinenräume des Schiffes. Er dachte erst er sei alleine, befreite sich mit Geduld und Technik von seinen Fesseln und als er von zwei Aufpassern überrascht wurde, versuchte er sie zu überwältigen. Beim Kampf bekam er allerdings die Stichwunde ab. Er flüchtete aus dem Raum, rannte alle Treppen nach oben, die er fand. Irrte quer durch das Schiff, durch alle Türen, zu den Kabinen. Als er sie leer auffand, irrte er weiter. Er rannte und rannte. Bis Sam mich schließlich völlig ausgelaugt und am Ende seiner Kräfte mich mit seinen Armen auffing. Der Rest ist mir dann ja bekannt...


Jetzt wartete mein liebster aller Cops mit den anderen seines Teams vor dem Zimmer, in dem um das Leben von Jules gekämpft wurde. Und um das Leben ihrer Kinder.
Sam saß da, und wirkte unwirklich. Nicht mein Sam, wie ich ihn damals das erste Mal gesehen hatte. Als ich gerade in mein neues Appartement gezogen war. Da hatten seine gletschereis blauen Augen geleuchtet, er wirkte trainiert, voller Energie – mitreißend. Jetzt waren seine Arme auf seinen Beinen aufgestützt, seine Augen trüb. Eher wie ein scheues Reh, das jeden Moment reiß aus nehmen würde.
Er sah kurz auf. Wollte wohl ein Danke hervorbringen, sein Blick streifte Greg, Ed, blieb an Spike hängen. Es kam kein Laut hervor, alle schwiegen.
Ich hatte inzwischen wieder einen fühlbaren Blutdruck. Ja, ich wirkte geradezu energiegeladen, überschlug meine Beine und wippte nervös mit dem Fuß. Mit meinen Augen stierte ich zu Parker, und er lächelte aufmunternd so gut er konnte. Er war einfach unersetzbar.

Ich wollte zu einer Frage ansetzen. Doch der Sarge wusste längst, was meine Augen schrieben. „Die kanadische Küstenpolizei hat anfangs jeder unserer Worte angezweifelt, und dann über die Zuständigkeiten zu streiten begonnen.“ Es waren die ersten Worte, die seit einer gefühlten Ewigkeit durch den Gang flogen. Alle Augen waren auf ihn gerichtet. Greg sah nur mich an. „Ed hat denen ziemlich zugesetzt.“ Es schien als würden seine Mundwinkel sich sanft heben, ein zaghaftes Lächeln. Ich warf dem Glatzkopf einen kurzen Blick zu. Keine Regung. „Die Küstenwache lenkte schließlich ein. Per Flugzeug kamen wir aus Kanada raus, bis zu einer südlicheren Stelle der amerikanischen Ostküste. Von dort wurden wir per Schiff zu eurem Kreuzer gebracht. Ich musste unterschreiben, dass die volle Verantwortung für alle Kosten an uns gehen, falls ein Irrtum vorliegen sollte.“
Ich nickte und glaubt ihm jedes Wort.
Gott, segne dich Jules. Greg erklärt mir, dass sie es war, die ihr Team so früh informiert hatte.

„Es ist ein freiwilliger Einsatz. Wie Greg schon erklärte, wollte keiner die Verantwortung übernehmen.“
Mein Blick wanderte vom Sarge zu Wordy, der mir nett entgegen lächelte.
„Als ich erfuhr, was los war-“ Mir entging nicht wie er kurz, aber doch merkbar zu Ed blickte, scheinbar dankend. „-klarerweise bin ich da mitgekommen. Wenns was zum Zupacken gibt, bin ich dabei.“ Er lächelte. Wir lächelten alle leicht.

Irgendwie fühlte ich alle Schuld auf meinen Schultern, aber niemand war offen gegen mich vorgegangen. Keiner hatte ein böses Wort gegen mich verloren. Im Gegenteil, als sie erfuhren, dass Ray gegangen war… da hatte Wordy mich spontan in die Arme genommen.
Und nun saß ich hier, Sam saß so nahe an meiner Seite. Die anderen, alle waren hier. Warteten auf ein Familienmitglied. Und ich fühlte mich irgendwie zugehörig. Es war eine Familie, eine ganz besondere.
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