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Secrets

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Achilles Davenport Connor Kenway OC (Own Character)
19.03.2013
22.08.2018
67
71.627
8
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19.03.2013 566
 
Unruhe herrschte im sonst so friedlichen Davenport.
Connor kehrte gerade von einem eher erfolglosen Jagdausflug zurück, als Norris, der oftmals ziemlich zerstreute Mienenarbeiter und die anderen männlichen Bewohner der Siedlung wild gestikulierend auf ihn zustürmten.
Er hielt inne und wartete, bis sie ihn erreicht hatten.
„Was ist denn los?“, fragte er. „Wieder ein paar Rotröcke?“
„Nicht ganz.“, ließ Godfrey, einer der Holzfäller, verlauten. „Rotröcke sind es, aber diesmal sind sie nicht hier, um uns zu schikanieren.“
„Es scheint, als wollen sie jemanden am Fluss hinrichten.“, fuhr Norris fort.
„Was?“
Nun wurde Connor hellhörig. Rotröcke, die in der Siedlung ihr Unwesen trieben und dann auch noch jemanden hinrichten wollten? Das konnte nichts Gutes bedeuten.
„Bringt mich sofort zu ihnen!“
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren setzte sich die Gruppe wieder in Bewegung, und Connor folgte ihnen. Sie hatten ihn am Waldrand angehalten, dementsprechend war es ein gutes Stück zu laufen, bis sie den Fluss erreichten. Trotz dieses Umstands konnte er die Rotröcke schon hören, bevor er genau ausmachen konnte, wo sie sich befanden.
Nur wenige Minuten später sah er dann aber das, was die anderen beobachtet hatten. Drei Rotröcke waren auf der anderen Seite des Flusses gerade dabei, einen Gefangenen zum Ufer zu führen.
„Habt Dank, Freunde, ab hier übernehme ich.“, sagte Connor und lief weiter, steuerte jedoch nicht direkt auf seine Feinde zu. Die anderen verlangsamten ihren Schritt und versteckten sich hinter ihm. Connor wusste, dass er im Notfall auf sie zählen konnte, doch würde es wahrscheinlich nicht dazu kommen. Drei Rotröcke waren seine leichteste Übung.
Im Schutz des hohen Ufergrases näherte er sich der Gruppe Engländer. Sie sprachen nicht viel, doch der Fluss war an dieser Stelle sehr tief und die Strömung stark, weshalb er nur wenige Worte verstand. Connor näherte sich dem Wasser und schlug den Weg zu einer Brücke ein, an der er sich über den Fluss hangelte. Die anderen Männer rückten näher an den Fluss, blieben jedoch auf Abstand. Er duckte sich wieder ins hohe Gras und näherte sich weiter den Rotröcken, sodass er nun verstehen konnte, was dort vor sich ging.
Anscheinend hatte der Gefangene einige der Rotröcke in einem Fort getötet, weshalb er jetzt im Fluss ertränkt werden sollte. Im Großen und Ganzen klang das recht plausibel für Connor, doch fragte er sich, von welchem Fort sie sprachen und warum die Hinrichtung ausgerechnet hier vollzogen werden sollte.
Als nächstes betrachtete er den Gefangenen. Keine Waffen, keine Rüstung. Nur ein einfaches, abgetragenes Baumwollhemd und eine Hose, die oberhalb des Knies abgerissen worden war. Blut klebte an beidem, und dem Hemd fehlte ein Ärmel zur Hälfte. Der Gefangene schien verletzt zu sein.
Mit diesem Wissen plante er nun sein Einschreiten. Zwischen ihm und seinem Ziel lagen etwa fünf Meter. Hinter ihnen befand sich ein kleiner Hügel, wo er dann nur noch anderthalb Meter entfernt war, und dorthin konnte er unbemerkt gelangen. Er wollte zunächst versuchen, das Töten zu vermeiden.
Jedoch musste er sich beeilen. Während er sich seinen Plan zu Recht gelegt hatte, hatte er aus dem Augenwinkel beobachtet, wie die Rotröcke ihre Vorbereitungen abschlossen.
Nun banden sie dem Gefangenen ein Gewicht an die Füße, es würde nur noch wenige Augenblicke dauern, bis sie zur Tat schreiten würden.
Connor schlich geduckt zu dem Hügel und brachte sich in Position. Er atmete noch einmal durch und sortierte seine Worte im Kopf. Als letztes richtete er sich zu seiner vollen Größe auf.
„Halt.“
                              *
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