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Am Ende der Straße

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / MaleSlash
Alice Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Xerxes Break
17.03.2013
29.05.2013
5
24.967
 
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17.03.2013 5.248
 
„Geliebt zu werden macht uns stark. Zu lieben macht uns mutig.“
[Laotse]










Vorsichtig balancierte Gilbert die große Einkaufstüte mit Essen in der rechten Hand, während seine linke die Sechserpackung Plastikflaschen umklammert hielt. Die dünne Folie schnitt ihm in die Finger, aber er versuchte, keine Miene zu verziehen und ignorierte den Schmerz. Neben ihm mühte sich Oz gerade damit ab, seinen eigenen Rucksack und Gilberts Reisetasche zu tragen. Gemeinsam ließen sie den Impala auf dem Parkplatz des heruntergekommenen Motels stehen und schleppten sich zu dem winzigen Apartment des billigen Motels, das sie für diese Nacht gemietet hatten.

Als sie an der nicht sehr robust aussehenden Holztür ankamen, wechselte Gilbert vorsichtig die Tüte in die andere Hand und kramte mit der freien in seiner Manteltasche nach dem Schlüssel. Ungeduld und Müdigkeit machten ihn gereizt und er verfluchte sich innerlich für seine eigene Schusseligkeit, weil er den Schlüssel nicht auf Anhieb fand.

Oz stellte währenddessen die schweren Taschen auf den Boden und rieb sich die schmerzenden Arme. Belustigte beobachtete er, wie der Mann neben ihm immer verärgerter wurde, wie sich dessen Augenbrauen zu einer tiefen Furche zusammen zogen und seine Lippen nur noch ein dünner Strich waren. Schon lustig, dass ein Erwachsener so ausrasten konnte wegen einer solchen Kleinigkeit. Alter Choleriker, dachte sich Oz, dann hörte er neben sich ein leises Kratzen.

Neugierig suchte er den Boden nach der Ursache des Geräusches ab und fand sie in Form einer kleinen, weißen Katze, die an einem der mickrigen Baumstämme kratze, die vor dem Apartmentkomplex standen. Langsam ging Oz in die Hocke, darauf bedacht, möglichst keine allzu schnellen Bewegungen zu machen um die Katze nicht zu erschrecken. Dann lockte er sie an, indem er seine Finger vor ihren Augen rieb und leise mit der Zunge schnalzte.

Das Tier schien sehr zutraulich zu sein, denn sofort schnupperte sie an seinen Fingern und kam dann langsam auf ihn zu getapst. Vorsichtig nahm er sie hoch und kraulte ihr über den Kopf. Dann stand er wieder auf und drehte sich zu Gilbert um.

„Sieh mal, Gil, ist sie nicht niedlich?“, zirpte er fröhlich und nahm zufrieden wahr, wie die Katze anfing zu schnurren.

Als sein großer neuer Freund keine Antwort gab, hob Oz verwirrt seinen Blick, nur, um einen vollkommen erstarrten Gilbert zu sehen, dem die Panik förmlich ins Gesicht geschrieben stand. Wie eine Eisstatue stand er da, so blass wie die Hauswand, auf dem einen Arm immer noch die Lebensmittel und die Wasserflaschen, in der anderen Hand den Schlüssel, der schon im Schloss steckte. Allerdings zitterte die Hand so heftig, dass er niemals in der Lage sein würde, den Schlüssel umzudrehen.

Verwundert beobachtete Oz die Szenerie, als ihm ein Licht aufging.

„Sag bloß...Gil...du hast Angst vor Katzen?“

Als keine Antwort kam, wagte er einen Selbstversuch und ging, die Katze vor sich her haltend, einen Schritt auf Gilbert zu, der sofort zurück wich und noch eine Spur bleicher wurde.

Diese Reaktion war Oz genug Beweis und er schaffte es gerade noch so, die Katze los zu lassen, bevor er einen heftigen Lachanfall bekam und buchstäblich nach Luft ringen musste. Die Reise mit Gilbert versprach wirklich lustig zu werden, so viel stand fest.





„Das ist überhaupt gar nicht lustig!“, schnaubte Gilbert, während er die Tüte und das Wasser auf dem kleinen Tisch abstellte, der in ihrem Zimmer stand.

Oz, der gerade erst zur Tür rein kam, krümmte sich immer noch vor Lachen und schien sich gar nicht mehr einzukriegen. Achtlos ließ er ihre beiden Taschen einfach auf den Boden fallen und knallte die Tür hinter sich zu.

„Hab dich nicht so, Gil, jeder hat doch so seine Ängste“, gluckste er unschuldig und setzte sich auf eins der beiden Betten. Dann sah er seinen Begleiter an. „Willst du nicht langsam mal deinen Mantel und deinen Hut ausziehen? Ist doch viel zu warm...“

Ergeben seufzte Gilbert noch einmal, ehe er sich tatsächlich aus seinem schwarzen Mantel schälte und den Hut abnahm. Sorgfältig legte er beides auf den Stuhl, der neben dem Tisch stand und kramte dann in der Plastiktüte nach der Packung Zigaretten, die er sich gekauft hatte.

Oz hatte Recht, es war wirklich noch zu warm für einen Mantel, aber es war eine alte Gewohnheit, ihn ständig zu tragen, was vielleicht auch daran lag, dass man in Seattle besser immer einen an hatte, wenn man das Haus verließ. Der Regen konnte so plötzlich kommen, dass selbst ein kurzer Gang zum nächsten Supermarkt zu einem Wettlauf gegen eine erbarmungslose Erkältung werden konnte.

Ein wenig vermisste Gilbert diesen heftigen Platzregen sogar, obwohl er auch das milde und freundlichere Klima der Küste zu schätzen wusste, das immer noch herrschte, obwohl es schon später Nachmittag war. Und es war ihm auch lieber, bei strahlendem Sonnenschein Auto zu fahren, als bei heftigem Regen.

Noch während er sich eine Zigarette anzündete, öffnete er das kleine Fenster und lehnte sich an die Wand, damit der Rauch nach außen abziehen konnte. Die laue Abendluft strich ihm über die Haut und fuhr unter seine Kleider, hinterließ eine angenehme Gänsehaut auf seinen Armen und breitete sich dann im ganzen Raum aus. Eine Weile lang ignorierte er Oz' stechenden Blick und schloss stattdessen genießerisch die Augen, während er das begehrte Nikotin einatmete. Aber nach drei Zügen wurde es ihm zu unangenehm, so aufmerksam beobachtet zu werden.

„Ist was?“, fragte er etwas unwirscher, als beabsichtigt, aber er war müde und gereizt und das Adrenalin von vorhin steckte noch in seinen Knochen. Er gestand es sich also zu, ein wenig überzureagieren.

„Nichts, nichts“, antwortete Oz mit einem dämlichen Grinsen im Gesicht. „Ich habe mir nur gerade gedacht, dass du eigentlich viel netter bist, als du aussiehst.“

Vor Überraschung verschluckte sich Gilbert am nächsten Zug aus seiner Zigarette und musste heftig Husten. Tränen brannten in seinen Augen, aber er schaffte es, sie zurück zu drängen.

„Ahhh?“, keuchte er nur, als er sich wieder halbwegs beruhigt hatte.

Oz kicherte verlegen und rieb sich an der Nase.

„Ja...obwohl du wirklich ziemlich schnell aus der Haut fährst, hast du zum Beispiel extra das Fenster geöffnet und dich daneben gestellt, aus Rücksicht auf mich und meine Lungen. Und vorhin im Supermarkt hast du genau darauf geachtet, dass du nur gesunde Sachen kaufst, anstatt billigeres Fast Food.“

Gilbert spürte, wie ihm die Schamesröte ins Gesicht stieg und er musste den Blick von Oz abwenden, um sich nicht vor Verlegenheit zu verstecken. Obwohl das Bedürfnis danach trotzdem blieb.

„Das war doch nur, weil...“, setzte er an, brach aber ab, als er merkte, dass er keine wirkliche Begründung hatte und dass Oz den Nagel auf den Kopf getroffen hatte.

Besagter kleiner Junge lachte jetzt herzlich.

„Dafür musst du dich doch nicht genieren“, sagte er bestimmt und seine Augen glänzten vor Freude. „Ich finde das total cool von dir! Es ist schon ziemlich lange her, dass sich jemand so Sorgen um mich gemacht hat.“

Etwas in seiner Stimme ließ Gilbert aufhorchen und den Blick heben. Neugierig forschte er in den grünen Augen seines Gegenüber nach Anhaltspunkten. Irgendetwas, mit dem er das ungute Gefühl begründen könnte, das ihn bei Oz' letzten Worten beschlichen hatte. Aber er fand in der hellen Farbe nur aufrichtige Offenheit und wirkliche Freude.

Sie schienen mit den Lippen des Jungen mit zu lachen und Gilbert spürte, wie sich auch auf sein Gesicht ein kleines Lächeln schlich. Zum ersten Mal seit dem Moment, in dem er beschlossen hatte, fürs Erste bei Oz zu bleiben, war er sich absolut sicher, richtig gehandelt zu haben.

Kurz nachdem sie von der Landstraße auf den Highway abbogen, ließen sie an der nächsten Tankstelle den Ersatzreifen ersetzen und bei der Gelegenheit fragte Gilbert, wo genau Oz den hin wollte. Los Angeles, hatte er gesagt, da wohnt Alice, meine Freundin. Und da hatte Gilbert aus einem Bauchgefühl heraus eine Entscheidung getroffen.

Er hatte den Überraschten gemimt und etwas gesagt wie So ein Zufall, genau da wollte ich auch hin! Oz hatte es ihm abgekauft und für Gilbert hatte es keinen Unterschied gemacht, weil er sowieso kein festes Reiseziel hatte und es ihm egal war, auf welchen Horizont er zu fahren würde, solange das Ende nicht Seattle war.

Die Frage, wer genau die Benzinkosten decken und die Übernachtungen zahlen würde, hatte sich für Gilbert von Anfang an erübrigt, weil er als Nightray-Erbe praktisch reich war und Oz anscheinend kein Problem damit hatte, sich einladen zu lassen. Im Gegenteil, er schien es sogar richtig zu genießen und hatte vorhin im Supermarkt eine erstaunlich enervierende Art gehabt, das Abendessen zu wählen. Fast so wie -

Gilberts Lächeln verblasste und er merkte, wie er wieder in seine deprimierten Gedanken abdriftete, die ihn schon die ganze Zeit über zu verfolgen schienen, wie ein Schwarm lästiger Fliegen. Einerseits schämte er sich für seine Flucht, aber auf der anderen Seite hätte er einfach nicht gewusst, was er in Seattle hätten tun sollen. Er konnte Break nicht mehr unter die Augen treten, das stand für ihn fest. Ein Tapetenwechsel und ein kurzer Trip nach Los Angeles würden ihm vielleicht ja ganz gut tun.

Mit einem leichten Seufzen klinkte er sich aus seinen Gedanken aus. Zu viel Grübeln würde jetzt auch nichts mehr bringen. Stattdessen löschte er seine Zigarette und warf sie achtlos aus dem Fenster. Er hob seine und Oz' Tasche vom Boden auf und warf den Rucksack seinem Mitfahrer zu.

„Willst du zuerst duschen,?“, fragte er und hievte seine eigene Tasche auf das zweite Bett.



oOo



Ein entspanntes Seufzen kam über Gilberts Lippen, als er sich auf das Bett legte, nur dem Rauschen der Dusche aus dem angrenzenden Badezimmer und dem leisen Geplänkel der Nachrichten aus dem kleinen Fernseher zuhörte. Er konnte es kaum mehr erwarten, selbst unter das erfrischende Wasser zu steigen, der Staub und der Schweiß der Straße hafteten unangenehm an ihm und er freute sich darauf, wieder sauber zu sein.

Gerade wollte er sich eine zweite Zigarette anzünden, da wurde er auf einen Nachrichtenbeitrag aufmerksam, der gerade von einer monoton leiernden Sprecherin vorgelesen wurde.
Es wurde ein ihm vertrauter Name erwähnt und sofort griff er nach der Fernbedienung, die neben ihm auf der Decke lag, und stellte den Ton lauter.

Noch während des Beitrags spürte er, wie die Panik in ihm hoch kroch und einer Spinne gleich ihre Fäden um sein Herz webte.

Das war schlecht. Das war sehr schlecht.



oOo



Das warme Wasser der Dusche hatte etwas Reinigendes und Oz genoss es in vollen Zügen, unter dem Strahl zu stehen und zu spüren, wie alles einfach weg gespült wurde. Im Abfluss verschwand es, alles, was ihm Sorgen machte, alles, was ihm weh tat, alles, was ihn traurig machte. Und er hoffte inständig, dass er es nie wieder sehen musste.

Aber so lief das im Leben nicht und irgendwann musste Oz den Wasserhahn abstellen und aus der engen Duschkabine steigen. Tropfnass besah er sich im Spiegel und staunte nicht schlecht.

Seine Augen wirkten irgendwie lebendiger als er sie je gesehen hatte und auf seinen Lippen lag immer noch das kleine Lächeln, das er die ganze Zeit trug seit er mit Gilbert unterwegs war. Dieser Mann schien ihm gut zu tun. Auf eine Art und Weise, wie Oz es nie von einem vollkommen Fremden erwartet hätte. Immerhin redeten sie kaum über Persönliches.

Oder...doch. Doch, eigentlich redeten sie nur über Persönliches.

Sie hatten sich über ihre Lieblingsfilme unterhalten (Gilbert schien erstaunlich viele zu kennen), über ihre Lieblingsmusik, ihre Lieblingsserien, ihre Lieblingsbücher. Sie hatten festgestellt, dass sie die gleiche Begeisterung für asiatisches Essen teilten und es auf den Tod nicht ausstehen konnten, in der Schlange am Supermarkt zu stehen.

Hin und wieder war bei einem bestimmten Thema ein dunkler Schatten über Gilberts Gesicht gehuscht und hatte seine goldenen Augen trüb werden lassen, aber der Mann erzählte nie davon und Oz fragte nicht nach (er wollte eigentlich auch gar nicht wisse, was Gilbert mit harmlosen Zitronenbonbons verband...). So wie auch Gil nicht fragte, warum Oz nie die Schule erwähnte oder von Freunden erzählte. Das war die stille Abmachung, die sie von Anfang an getroffen hatten.

Diese eine Grenze zwischen Problemen und Freuden nicht zu überschreiten.

Weiterhin so zu tun, als wäre das Leben vollkommen in Ordnung, obwohl es das offensichtlich nicht war.

Erst, als ihm so kalt wurde, dass er unkontrolliert zitterte, begann Oz sich abzutrocken. Dann schlüpfte in seine bequeme Jogginghose und den Kapuzenpulli. Er warf einen letzten Blick in den Spiegel, hängte das benutzte Handtuch über die Heizung und vergewisserte sich, dass er nichts vergessen hatte. Bevor er die Tür öffnen wollte, um zurück in das Apartmentzimmer zu gehen, zögerte er.

Nicht, dass er Angst vor Gilbert gehabt hätte. Im Gegenteil, der junge Mann war wirklich freundlich gewesen und Oz hatte schon nach kurzer Zeit Vertrauen zu ihm gefasst. Aber es war trotzdem eine merkwürdige Situation, in die er da geraten war, vor allem, weil Gilbert so nett zu ihm war. Er fuhr ihn sogar extra nach Los Angeles (dass das nicht Gilberts eigentliches Ziel gewesen war, hatte Oz schon an der Reisetasche gesehen, die sein Begleiter mitgenommen hatte. Niemand, wirklich niemand fuhr mit so einer kleinen Tasche von Seattle nach Los Angeles). Was für einen Grund hatte er dazu?

Der Erwachsene war für Oz schlicht und ergreifend ein Buch mit sieben Siegeln und das machte ihn furchtbar nervös. Normalerweise konnte er die Menschen in seiner Umgebung relativ schnell durchschauen, aber Gilbert war so...so anders als alle, die Oz bis jetzt getroffen hatte. Und das überforderte ihn fast ein wenig.

Energisch schüttelte Oz den Kopf, ehe er die Klinke nach unten drückte und das Bad verließ. Er hatte sich vor langer Zeit angewöhnt, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie waren. Und seine Anpassungsfähigkeit hatte ihn schließlich noch nie enttäuscht.

„Ich bin fertig, du kannst jetzt -“, begann er, als er das Zimmer betrat, hielt aber inne, als er keine Spur von Gilbert fand. Er lag weder auf seinem Bett, wo Oz ihn zuletzt gesehen hatte, noch saß er auf dem kleinen Plastikstuhl vor dem Tisch.

Suchend sah Oz sich in dem Raum um, aber das Einzige, das er bemerkte, war, dass der Fernseher lief und gerade eine Nachrichtensprecherin über das Verschwinden des Millinoärssoh- oh.
Oh.

Angst schwappte über ihn hinweg wie eine der Wellen an der kalifornischen Küste und ließ ihn zur Salzsäule erstarrt stehen.

Langsam, ganz langsam, begriff er, was passiert sein musste.

Gilbert hatte ganz sicher den Beitrag gehört. Und war dann aufgesprungen um...um was zu tun?!

Oz glaubte zu ersticken. Ob es Panik war oder nur eine schier endlose Furcht, konnte er nicht genau sagen, er wusste nur, dass etwas auf seinen Brustkorb drückte und es ihm unmöglich machte, gleichmäßig Luft zu holen. Heftig begann er zu keuchen, dann zu husten und schließlich taumelte er stolpernd ein paar Schritte nach vorne und wäre sicher hingefallen, hätte ihn nicht eine starke Hand von hinten am Kragen gepackt und aufrecht gehalten.

„Schockiert?“, zischte eine vertraute Stimme und als Oz den Kopf leicht zur Seite neigte, erkannte er Gilbert hinter sich, der wohl die ganze Zeit neben der Tür auf ihn gewartet haben musste, um seine Reaktion bezüglich des Berichts abzuwarten.

Seine Augen schienen ihn aufzuspießen, wie aus Gold geschmiedete Messer, um seine Mundwinkel spielte ein bedrohliches Grinsen, das eher an das Zähnefletschen einer Raubkatze erinnerte, und zum ersten Mal hatte Oz richtige Angst vor Gilbert.

Bevor er aber auch nur Schlucken konnte, wurde er von dem Größeren unsanft durch den Raum geschleift und auf die Bettkante geschmissen, wo er sitzen blieb, instinktiv zusammengekauert, während sich Gilbert vor ihm aufbaute.



oOo



Absolut außer sich vor Wut knirschte Gilbert mit den Zähnen, so laut, dass es in seinen eigenen Ohren knackte und Oz vor ihm noch mehr schrumpfte. Als hoffte er, wenn er sich nur klein genug machen könnte, würde Gilbert ihn vielleicht übersehen. Aber da hatte er sich gewaltig getäuscht, so leicht würde er nicht davon kommen!

„Ich...“, begann der Kleine leise, aber Gilbert unterbrach ihn sofort mit einer unwirschen Geste.

„Halt die Klappe, ich bin überfordert!“, fauchte er gereizt und begann, im Zimmer auf und ab zu laufen, die Hände hinter dem Rücken gefaltet und wie in Trance. Er spürte Oz' ängstliche Blicke auf sich, aber er war im Moment einfach viel zu aufgebracht, um sich darum zu kümmern.

In seinem Kopf turnten die Gedanken eine äußerst schwierige Choreographie und ihm war so schwindelig davon, dass er alles um sich herum nur wie benommen wahrnahm.

„Ha!“, schrie er auf einmal und wedelte wild mit den Armen in der Luft herum. „Hast du eine Ahnung, was das eben für ein Gefühl war?! Da einfach auf diesem bescheuerten Bett zu sitzen und vollkommen ahnungslos den Nachrichten zu folgen, bis es irgendwann heißt, Oz Vessalius sei verschwunden.“

Er schnaubte so aufgeregt, dass er für einen Moment keine Luft mehr bekam und sich erst räuspern musste, bevor er seine Stimme wieder unter Kontrolle hatte.

Ves-sa-li-us“, wiederholte er noch einmal und betonte jede Silbe des Namens, als wäre er eine giftige Schlange. „Der verdammte Oz Vessalius, Sohn von Zai Vessalius, dem vermutlich reichsten Mann in ganz Montana!“ Verzweifelt rieb er sich die Schläfen.

„Hör zu, ich kann -“, setzte Oz erneut an, aber wieder wurde er von Gilbert unterbrochen.

„Du sollst die Klappe halten, habe ich gesagt!“, schrie er ihn an, packte ihn am Kragen und zog ihn hoch, bis ihre Gesichter nur noch Zentimeter von einander entfernt waren. „Sei ehrlich. Hattest du vor, irgendwann mal mir gegenüber so nebenbei zu erwähnen, dass du ein verdammter vermisster Millionärssohn bist?!“

Gilbert konnte sich nicht daran erinnern, jemals so wütend gewesen zu sein. Noch nie, niemals, hatte er dieses lodernde Feuer in seinem Inneren gespürt, noch nie so intensiv rot gesehen, wie in eben jenen Augenblicken, in denen er Oz am Kragen gepackt hielt und das Bedürfnis zurückdrängen musste, den Jungen kräftig zu schütteln.

Hatte er auch nur im Entferntesten daran gedacht, was es für Gilbert bedeutete, mit einem als vermisst gemeldeten Millionärssohn unterwegs zu sein? In welche verdammten Schwierigkeiten er ihn dadurch gebracht hatte, ihm das zu verschweigen? Nein, hatte er nicht, das erkannte Gilbert an Oz' zerknirschtem Gesichtsausdruck und an den Tränen, die sich in den Augenwinkeln des Kleien sammelten.

„Ich...es...es tut mir leid“, schluchzte Oz schließlich mit zitternder Stimme, und da endlich legte sich Gilberts Wut ein wenig. Langsam ließ er seinen Begleiter los, ging ein paar Schritte rückwärts und setzte sich auf die Kante seines eigenen Bettes.

Verzweifelt fuhr er sich immer wieder durch die Haare, während er langsam ruhiger wurde.

Die Stille, die sich zwischen ihnen ausgebreitet hatte, wurde nur hin und wieder von Oz' leisen Schluchzern unterbrochen, und mit jedem Mal wuchsen die Schuldgefühle in Gilbert und schoben somit endgültig die Wut beiseite, die wie ein Dornengestrüpp in seinem Inneren gewuchert hatte.

Langsam stand er auf und runzelte besorgt die Stirn, als er sah, wie Oz bei der Bewegung zusammen zuckte und versuchte, von ihm weg zu rutschen. Die Schuld biss in seinen Magen wie ein hungriges Tier, und hinterließ einen fahlen Geschmack auf seiner Zunge. Hatte er nicht schon genug Menschen in seinem Leben verletzt?

„Es tut mir leid“, flüsterte er leise, weil er es nicht mehr wagte, die Stimme zu heben.

Er wusste ja selbst, dass er manchmal ziemlich furchteinflößend sein konnte, wenn er so wütend wurde. Und dass er dann keine Kontrolle mehr über sich selbst und seine Worte hatte. Er hätte sich besser beherrschen müssen, anstatt sein Temperament mit ihm durchgehen zu lassen. Aber jetzt war es zu spät und er konnte die einmal ausgesprochenen Worte nicht mehr zurück nehmen. Genau so, wie er auch seine Liebeserklärung an Break nicht mehr zurück nehmen konnte.

Er fühlte sich schrecklich. Und er wollte sich gar nicht ausmalen, wie es Oz jetzt erging.

Aber der Kleine überraschte ihn, denn er schniefte noch einmal, wischte sich mit dem Ärmel über die Augen und hob dann endlich seinen Blick.

Da war nichts Zerbrochenes in seinen Augen. Nicht der kleinste Riss oder das kleinste Loch. Sie waren noch so fest und so ganz wie von Anfang an. Als hätte er schon Schlimmeres durchgemacht...

„Ist...ist schon okay“, sagte er, fast war seine Stimme nur noch ein schwaches Hauchen, und genau daran erkannte Gilbert, dass es eben nicht 'schon okay' war. „Hehe, das ist nicht ganz so gelaufen, wie ich erhofft hatte“, lachte Oz leise und rieb sich verlegen an der Nase.

Fassade, blinkte es in Gilberts Kopf. Das ist alles nur eine riesengroße Fassade.

Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus wie ein mit Helium gefüllter Ballon, der immer weiter aufgeblasen wurde aber nie zu platzen schien. Irgendwann griff Gilbert nach der Fernbedienung, die immer noch auf seinem Bett lag, und schaltete den Fernseher aus. Dann ließ er sich zurück auf die Bettkante sinken und blieb gekrümmt sitzen.

Er schaffte es nicht, Oz in die Augen zu sehen und er wusste, dass auch Oz den Blick abgewandt hatte. Leise räusperte er sich, bevor er mit einer Nadel aus Worten den Ballon zerplatzen ließ.

„Das wäre jetzt wohl der richtige Augenblick, mir alles zu erzählen“, sagte er fest.

„Warum sollte ich?“, fragte Oz sofort bitter und presste die Lippen aufeinander, wie um zu demonstrieren, dass er schweigen würde.

Erst zuckte Gilbert unschlüssig mit den Schultern, weil ihm kein vernünftiger Grund einfallen wollte, warum sie plötzlich die Grenze überschreiten sollten, aber dann wurde ihm etwas klar. Nämlich, dass Oz Angst hatte. Angst davor, zurückgewiesen zu werden. Und dass er vielleicht deshalb geschwiegen hatte und jetzt so aussah, als würde er sein Todesurteil erwarten.

„Naja...wenn ich schon einen minderjährigen Flüchtling weiter durch halb Kalifornien mitnehmen soll, will ich zumindest wissen, auf wessen Seite ich im Falle einer Konfrontation stehen muss“ antwortete er mit einem ganz kleinen spöttischen Grinsen.

Er wusste, dass Oz die Parallele zwischen ihrer momentanen Situation und einem schlechten Roadtrip-Movie erkennen würde, und er wurde für seinen Kommentar mit einem winzigen Lächeln seitens besagten Flüchtlings belohnt.

„Wenn es zu einer Konfrontation kommt, sagst du?“, hakte Oz nach und er schien erst jetzt so richtig zu begreifen, was Gilbert ihm eigentlich mitteilen wollte, denn seine Augen weiteten sich überrascht. „Heißt das, du...“, er stockte, als würde er sich selbst nicht zugestehen, diese Hoffnung zu behalten, und schluckte dann heftig. „...willst bei mir bleiben?“

Gespielt gleichgültig verschränkte Gilbert die Arme vor der Brust und überschlug seine Beine.

„Hab im Moment eh nichts besseres zu tun.“

Hätte er es in diesem Augenblick gewagt, den Blick zu heben, er hätte das hellste Strahlen über Oz' Gesicht gleiten sehen, das je über die Züge eines kleinen Jungen gezogen wäre. Aber er schämte sich noch zu sehr für seinen Wutausbruch und so konnte er sich nur im Nachhinein vorstellen, wie Oz auf seine Worte reagiert hatte.

Und was ihn schließlich dazu bewegt hatte, einen Schritt nach vorne zu machen und die Grenze zu überschreiten.

„Mein Vater hat mich immer gemieden“, begann er vorsichtig, ein leichtes Zittern in der Stimme, „aber anfangs dachte ich, das läge einfach nur daran, dass ich nicht gut genug war.“

Er machte eine Pause und hob den Blick, als suche er Bestätigung, aber als Gilbert keine deutliche Reaktion zeigte, schluckte er noch einmal, zog die Knie an seinen Körper und umschlang sie mit beiden Armen, bevor er weiter redete.

„Also habe ich gelernt. Gott, was habe ich alles gelernt. Stundenlang bin ich in meinem Zimmer gesessen und habe Bücher gewälzt. Es hat mir nichts ausgemacht, meine Zeit ausschließlich damit zu verbringen, immerhin ging ich nie auf eine richtige Schule oder hatte Freunde.“

„Aber es war alles sinnlos. Es hat einfach nichts gebracht. Egal, wie sehr ich mich angestrengt habe, mein Vater schien mich einfach nicht wahrzunehmen, mich sogar zu hassen. Er konnte, nein, wollte mich einfach nicht akzeptieren.“

Er stoppte, unterbrach sich selbst, als würde er nach den richtigen Worten kramen. Als er weiter sprach, verkrampften sich seine Hände im Stoff seiner Hose und seine Stimme klang rau und ausgetrocknet.

„Also habe ich es einfach irgendwann akzeptiert.“

Etwas an diesem Satz gefiel Gilbert nicht. Es war nicht so, als wäre es vollkommen unsinnig, was Oz sagte. Oder als wäre es falsch, schlecht. Im Gegenteil, es hörte sich vernünftig an. Wenn man die Menschen um sich herum nicht ändern konnte, musste man seine Einstellung zu ihnen ändern.

Aber...so wie Oz das sagte, mit dieser tonlosen, leeren Stimme, der verkrampften Körperhaltung und dem gesenkten Blick...klang es so, als wäre er davor weg gelaufen.

Es klang, als hätte er nicht akzeptiert, dass sein Vater ihn abwies, sondern vielmehr so, als würde er akzeptieren, dass er abweisenswert war. Es klang wie eine Ausrede, wie eine Flucht davor, der Ignoranz seines Vaters entgegentreten zu müssen.

Aber wer war Gilbert schon, um über einen Flüchtenden urteilen zu können?

„Was hat sich geändert?“, fragte er mit unverhohlener Neugier.

Überrascht blinzelte Oz.

„Wie meinst du das?“

Zögernd legte sich Gilbert die Worte im Mund zurecht, bevor er sie langsam über seine Zunge rollen ließ.

„Naja, du sagst, du hast es akzeptiert, aber trotzdem bist du jetzt von zuhause weg gelaufen. Irgendetwas muss sich also geändert haben. Man läuft nicht einfach so weg...“

„Was sich verändert hat...“, wiederholte Oz die Worte leise und starrte nachdenklich an die Decke, den Kopf in den Nacken gelegt. Dann legte sich ein zartes Lächeln auf seine Lippen und sein Blick wurde weich. „Ich selbst, denke ich, habe mich verändert. Oder...oder, besser gesagt, sie hat mich verändert...“

„Ich habe Alice auf einer Buchausstellung getroffen, wir haben Adressen ausgetauscht, Briefe geschrieben, uns in den Ferien getroffen, und irgendwann auf der Straße zwischen Montana und Kalifornien habe ich mich wohl in sie verliebt.“

„Das hat mich mutig gemacht. Mutig genug, um mich von meinem Vater loszureißen, mich nicht mehr nur über seiner Meinung von mir zu definieren, sondern auch darauf zu achten, wie mich andere sehen und wie ich selbst mich gerne sehen würde.“


„Und weißt du was? Das hat tatsächlich funktioniert! Und es war Alices Liebe zu mir, die mich letztendlich stark genug gemacht hat, einfach zu gehen. Also habe ich vor drei Tagen meine Sachen gepackt, Alice geschrieben, dass ich kommen würde und bin gegangen.

Ein glückliches Grinsen huschte über sein Gesicht. Stolz durchtränkte seine gesamte Mimik. Stolz auf die Entscheidung, die er selbst getroffen hatte.

„Auch, wenn mein Vater eine Vermisstenanzeige aufgegeben hat, es ist ihm egal, wo ich bin. Es wird ihm auch egal sein, ob ich wieder komme, und deshalb werde ich weg bleiben. Ich habe genug Geld, eine gute Schulausbildung und die wundervollste Freundin auf dieser Welt. Ich bin verliebt, ich bin alt genug, um allein zu leben, und ich bin glücklich mit meiner Entscheidung. Aber vor allem bin ich frei“, schloss er mit Hingabe und Leidenschaft in der Stimme.

Gilbert glaubte ihm jedes Wort.

So wie Oz von der Liebe sprach, wie er über sich selbst sprach, wie seine Augen bei jedem einzelnen Wort heller wurden, sein Lächeln tiefer und alles an ihm weicher, so absolut ehrlich waren seine Gefühle und Empfindungen, und Gilbert glaubte ihm jedes Wort.

Break hatte ihm mal gesagt, dass es einen stark machte, für jemanden zu leben. Aber dass es noch viel stärker machen würde, zu wissen, dass es jemanden gab, der für dich lebt.

Und in diesem Moment begriff Gilbert diese Worte zum ersten Mal wirklich.

Oz kicherte ungehalten. „Haha, schon komisch, wie ich hier von der Liebe rede...du musst mich für vollkommen blöd halten, immerhin bin ich erst sechzehn und sage solche großen Dinge.“

Beruhigend schüttelte Gilbert den Kopf. Dann stand er auf und stellte sich vor seinen Schützling. Erleichtert stellte er fest, dass Oz nicht mehr vor ihm zurück zuckte und einem spontanem Gefühl folgend, strich er ihm über den Kopf.

„Keine Sorge, ich halte dich nicht für blöd“, sagte er, „Im Gegenteil. Für dein Alter bist du ziemlich weise, das denke ich. Und ... danke, dass du mir das alles erzählt hast.“

Vorsichtig lächelte er ihn an, und als Oz das Lächeln erwiderte, wusste er, dass es gut gewesen ist, ihn nach seiner Geschichte zu fragen. Manche Dinge mussten einfach ausgesprochen werden, manche Gespräche geführt werden, um voranschreiten zu können.

Es war dieser Moment, in dem Gilbert seine Finger immer noch um Oz' blonde Strähnen wickelte, als er sich zum ersten Mal seit seiner Abreise vor nichteinmal zehn Stunden wünschte, er könnte mit Break reden. Über das, was er gesagt hatte und über das, was Break zu sagen gehabt hätte, auch wenn es vielleicht weh tun würde.

Und er wusste, dass er dieses Gespräch nur hinaus zögerte, dass seine Flucht irgendwann zu Ende war, er zurückkehren würde und sich Allem stellen musste.

Aber noch fühlte sich Gilbert nicht mutig genug.



oOo



„Hey...Gil...“, flüsterte Oz leise in das dunkle Zimmer hinein und Gilbert konnte hören, wie die Decke raschelte, als sich Oz in seinem Bett umdrehte. Er konnte auch den stechenden Blick spüren, der sich jetzt in seinen Rücken bohrte, durch seine eigene Decke hindurch.

„Mhm...“, brummte er, zu müde, um seine Lippen zu einem ordentlichen Satz zu öffnen, geschweige denn, sich überhaupt einen ordentlichen Satz auszudenken.

„Glaubst du eigentlich an Schicksal?“

„Wie meinen?“, hakte Gilbert nach, weil er sich einfach nicht zusammen reimen konnte, was diese Frage nachts um halb zwölf für einen Sinn hatte. Oder was er antworten sollte.

„Naja, glaubst du, es war Schicksal, dass wir uns getroffen haben? Immerhin hätte dein Reifen ja nicht kaputt gehen müssen. Und ich hätte nicht zu genau dem Zeitpunkt auf genau der Landstraße laufen müssen.“ Er stockte kurz, dann fügte er noch spöttisch hinzu: „Und natürlich hättest du nicht zufällig auch nach L.A. fahren müssen.“

Ertappt zuckte Gilbert zusammen, als er begriff, dass Oz seine Lüge durchschaut hatte. Beschämt zog er sich die Decke bis zur Nase hoch, obwohl sein rotes Gesicht dadurch natürlich nicht aufhörte zu brennen.

„Ob Schicksal oder nicht“, brummte er nach ein paar Schweigesekunden schläfrig, „ändern würde sich eh nichts mehr...also hör auf, solche dämlichen Fragen zu stellen und schlaf einfach.“

In der Finsternis der Nacht und hinter den geschlossenen Vorhängen klang Oz' Kichern lauter, als es tagsüber geklungen hätte.

„Das ist der Gil, den ich kenne...“

Ein genervtes Zucken huschte über Gilberts Augenbraue, aber auch das wurde von der Dunkelheit verschluckt.



„Hey...Gil...“, flüsterte Oz ein zweites Mal.

„Was ist denn, verdammt noch mal?!“, zischte Gilbert zurück, jetzt endgültig zu müde um seine Wut zu unterdrücken.

„Morgen erzählst du mir deine Geschichte, 'kay?“

Erschrocken schlug Gilbert die Augen auf. Sein Herz schlug drei Frequenzen schneller und Adrenalin rauschte so plötzlich durch seinen Körper, dass er einen Moment lang nicht atmen konnte.

„Du willst...meine Geschichte hören?“, keuchte er verwirrt. Er hatte eigentlich damit gerechnet, dass sie die Grenze zwischen sich erneut ziehen würden.

„Ja“, sagte Oz bestimmt.

„A-aber...warum?!“, stammelte Gilbert vollkommen überfordert.

„Weil du...bei mir...bleibst...“; flüsterte Oz zurück, „Lass uns...unseren eigenen Film...drehen...“

Eine jähe Welle von Zuneigung durchflutete Gilbert. Zuneigung für den kleinen Jungen, der mit ihm im Zimmer lag und über die Dunkelheit hinweg zu leuchten schien. So intensiv war sie, dass er fast weinen wollte, vor Rührung und berührt sein.

„Okay“, sagte er stattdessen bloß, obwohl Oz ihn schon nicht mehr hören konnte, und schlief mit einem dösigen Lächeln auf den Lippen ein.



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Bitteschön, Kapitel 2 :) Hab lange daran gefeilt und bin eigentlich sogar ganz zufrieden damit...ist mit knapp 12 Seiten auch das längste Kapitel, das ich je geschrieben habe xDD
Ich kann übrigens jetzt offiziell verkünden, dass der Three-Shot zum Four-Shot geworden ist *wurde von Plotbunnys überrant* Freut euch also über ein Kapitel mehr *gg*
Reviews sind willkommen, aber das wisst ihr ja ;)
Noch einen schönen Tag!
Jolly ~
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