Verbindung mit Hindernissen

GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Hige Kiba Toboe Tsume
17.03.2013
09.11.2014
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17.03.2013 834
 
Warum? Warum ausgerechnet ihr Rudel? Immer wurde ihr Rudel von Schmerz und Pein heimgesucht. Egal ob es sich um Krankheiten, Naturkatastrophen oder Hungersnöte handelte. Sie waren diejenigen, die davon betroffen waren. Aber wenigstens konnten ihre Brüder und Schwestern endlich ihre wohlverdiente Ruhe finden. Ob sie wohl im Paradies waren? Vielleicht würde sie es eines Tages erfahren. Doch heute noch nicht. Jetzt musste sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen und sich ein neues Leben aufbauen. Dafür benötigte sie jedoch den Schutz eines Rudels, welches sie ja nun nicht mehr hatte. Also musste sie schnell eines finden, das sie aufnahm. Zögerlich verließ Ishizu den Bau, in dem sie bis jetzt ihr ganzes Leben lang gelebt hatte. Sie betrachtete die Ecke, die liebevoll mit Fellen ausgekleidet war. Dort hatten sie immer geschlafen und ihre Mutter hatte ihr und ihren Geschwistern Geschichten vom Paradies erzählt. Einer anderen Ecke der Höhle haftete noch immer der wunderbare Geruch des Fleischen an, welches die Jäger immer mitgebracht hatten. Nun war alles tot. Keiner erzählte mehr Geschichten oder jagte. Nicht einmal sie. Sie hatte die letzten Tage in Trauer verbracht und war so nicht dazu gekommen um Nahrung zu suchen. Aber wenn sie ehrlich sein sollte, sie hatte gar keinen Hunger. Die Trauer und die Angst saßen noch immer zu tief. Das durfte sie jedoch nicht davon abhalten sich einen neuen Weg zu suchen. Also atmete sie noch einmal tief ein und verließ die Höhle. Gleich als sie draußen war empfing sie eiskalter Wind und Schneegestöber. Warum hatten ihre Vorfahren ihren Bau auch aus einer Steppe errichtet. So war er nicht nur leicht zugänglich für Feinde, er war außerdem auch nicht gut gegen die Naturgewalten gewappnet. Dach was soll´s? Das war jetzt nicht länger ihr Problem. Ohne sich noch einmal um zu sehen ging sie weiter in die Steppe hinaus. Und wo sollte sie jetzt hin? Sie hatte keine Ahnung und wo sich ein anderes Rudel befand konnte sie auch nicht sagen. Also lief sie einfach der gerade aufgehenden Sonne entgegen. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass sie dort finden würde was sie suchte. Leider wusste sie nicht, ob sie sich darauf verlassen sollte. Lange lief sie einfach nur gerade aus, ohne den Blick vom Horizont abzuwenden. Wo nur sollte sie hin? Langsam merkte sie auch, wie sie immer schwächer wurde und schließlich zusammenbrach. Sie hätte sich vorher doch Nahrung suchen sollen. Es wat töricht von ihr gewesen nichts zu essen. Das hatte sie nun davon. Wahrscheinlich würde sie nun elendig in dieser trostlosen Landschaft verhungern oder erfrieren. Was auch immer es was, sie würde es eh nicht mehr spüren, denn sie merkte, wie sie immer schläfriger wurde. Langsam konnte sie auch nicht mehr ihre Augen offen halten und so schloss sie diese. Es war ihr auch sowieso egal.

"Wann gib´s endlich wieder was zu essen? Ich verhungere", beschwerte sich Hige und rannte den Anderen hinterher. "Wo willst du denn in dieser Einöde Beute finden?", fragte ihn Tsume sarkastisch und rannte ungehindert weiter. "Oh nein, es scheint mir schon als hätte ich zuletzt etwas vor einer Ewigkeit zwischen die Zähne bekommen", maulte der braune Wolf weiter. "Sie endlich still und hör auf zu meckern!", knurrte ihn Tsume nur ein weiteres Mal an. Konnte dieser verfressene Typ nicht einmal an was anderes denken, als an´s Essen? Wahrscheinlich nicht, denn er fing gleich wieder an von Fleisch zu reden. Er sollte endlich seine Klappe halten. Es war schließlich nicht so, dass die anderen keinen Hunger hatten. Kiba und er hatten in der letzten Zeit am wenigsten gefressen, um zu sichern, dass Toboe auch die schwere Reise überstand. So waren sie schon jetzt sehr geschwächt und wenn sie in der nächsten Zeit keine Beute finden würden konnte dies ihr Ende bedeuten. "Sagt mal", begann Toboe zögerlich, "könnt ihr das da drüben auch sehen?" Wahrhaftig. Unweit von ihnen konnten sie etwas im Schnee ausmachen. Wenn sie Glück hatten war es der Kadaver eines verendeten Tieres. Ohne weiter Zeit zu verlieren steuerten sie auf die Stelle zu und wurden überrascht. Denn dort fanden sie kein totes Beutetier, sondern eine kleine braune Wölfin.

http://www.deviantart.com/art/Proud-Timberwolf-357436243

"Was meint ihr, wo kommt sie wohl her?", fragte sich Toboe leise und besah sich die Wölfin genauer. Sie war wirklich schön. Ihr Fell hatte eine wunderschöne warme Farbe und sie sah so friedlich aus. "Ob sie noch lebt? Wie lange liegt sie wohl schon da?", überlegte Hige und umrundete die Fremde. "Ich denke einer sollte überprüfen, ob sie noch lebt", meinte Kiba und alle schauten zu Tsume. "Was starrt ihr mich so an?", fragte er die Anderen misstrauisch. "Na du sagst doch immer, dass du der Mutigste von uns bist." Na toll. Das musste auch ausgerechnet ihm passieren. Aber wehren konnte er sich auch nicht. Einer musste ja nachsehen. Also näherte er sich vorsichtig dem Weibchen, was er jedoch sogleich bereute.
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