Eine Schatzjagd.... mit Hindernissen

GeschichteAllgemein / P12
17.03.2013
06.02.2016
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Hallo zu meiner Käpt´n Balu FF.
Ich hoffe, sie gefällt euch ;)
Viel Spaß beim Lesen ^^

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1. Kapitel: Vorstellung der Charaktere


In der Stadt Kap Suzette lief alles seinen gewohnten Gang. Die Autos fuhren auf den Straßen. Ein paar Segelboote befanden sich auf dem tiefblauen Wasser, welches den strahlend blauen Himmel spiegelte. Geschäftstüren wurden mit einem Klingel geöffnet oder verlassen.
Unter all dem Tumult konnte man eine schlanke Bärin ausmachen. Mit viel Sorgfalt begutachtete sie die Tomaten eines Standes.
„Nehm ich die? …. Nein, die ist zu matschig! Oder doch lieber diese hier? Hm...“, überlegte sie laut, sehr zum Missfallen des Verkäufers, der im übrigen ein Stier war. Sein schwarz-grau gestreifter Anzug ließ ihn geschäftlicher aussehen, als er selbst vielleicht beabsichtigte. Seine Geduld schien nur begrenzt zu sein.
„Könnten Sie sich bitte entscheidend, welche Sie nun nehmen wollen?“, fragte er deshalb weniger freundlich.
Miss Cunningham fuhr unbeirrt fort Tomaten hoch zu heben und zu kritisieren.
Erst, als der Stier sich mehrmals räusperte, schaute sie ihn an.
„Einen kleinen Augenblick noch, ja?“ Rebecca schien gestresst zu sein. Fieberhaft überlegte sie, welche sie nun nehmen könnte, als plötzlich...
„Du, Mami? Wann gehen wir endlich weiter?“, sich ihre kleine Tochter Molly zu Wort meldete.
Rebecca hielt kurz inne, bevor sie sich zu Molly hinunter beugte.
„Einen kleinen Augenblick, Schatz!“ Rebecca grinste ihre Tochter an, aber diese verschränkte nur beleidigt die Arme vor ihrer Brust und schaute sie schmollend an. Dabei rutschte ihr rotes Cap etwas über ihre Schulter und auch das umgedrehte Nudelsieb legte sich leicht schief.
„Hey, Lady! Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit!“, fuhr der Stier sie an.
„Ich werde wohl noch in Ruhe mit meiner Tochter reden dürfen!“, entgegnete sie laut.
Der Stier verengte die Augen zu Schlitzen.
„Außerdem, was soll den Ihre Tochter überhaupt darstellen? Die Nudeltopfkönigin?“ Der Stier lachte böse.
So etwas hatte Rebecca bisher noch nicht erlebt. Innerlich kochte sie schier vor Zorn. Jeder war schlicht begeistert von ihrer kleinen Tochter. Auch wenn diese manchmal einen ganz schön Nerven konnte... Miss Cunningham wusste nicht, wie sie da am besten darauf reagieren sollte. Sie war schlicht weg zu perplex.
„Ha, ich bin die Königin der Macht! Du sollst meinen Zorn zu spüren bekommen!“, rief Molly und sprang auf den Stand. Zum Glück befand sich an der Seite eine leere Kiste.
Der Stier war erst erschrocken, aber nach ein paar Sekunden verzog sich der Mund in ein leichtes Lächeln, bis er schließlich vor Lachen brüllte: „Ich soll mich vor dir fürchten?“
Molly war den Tränen nahe. Ihr sonst so strahlendes Gesicht verwandelte sich mehr und mehr in ein trauriges.
Rebecca konnte es nicht länger ertragen. Vor Wut nahm sie eine Tomate und schleuderte sie so stark ins Gesicht des Verkäufers, dass es spritzte. Sogar ihr weißer Pullover und die pinkafarbene Jacke bekamen leichte Spritzer ab.
„Komm Molly! Wir hauen ab!“, rief Rebecca und nahm die Hand von Molly. Zusammen rannten sie weg, bis plötzlich
Kanonen zu hören waren. Und zwar nicht irgendwelche. Nein, es waren die Kanonen von Cup Suzette.
Ängstlich griff Rebecca Mollys Hand fester. Wenn die Kanonen in betrieb waren, konnte es nur einen erdenklichen Grund geben! Kanaille! Der ruchlose Pirat versuchte sich allem Anschein nach erneut in die Stadt zu schummeln. In dem Augenblick schlug die große Uhr genau zwölf Mal.
„Oh nein! Balu und Kit wollten doch um diese Zeit wieder hier sein!“, seufzte sie.
Klar, sie wusste, dass Balu ein hervorragender Pilot war. Daran bestand kein zweifel, aber dennoch wurde ihr etwas mulmig zu Mute, als sie daran dachte, was passieren würde, wenn Balu etwas zu stößt.
„Was wird dann aus meinem Geschäft?“, fragte sie sich laut während sie immer noch auf die Klippe starrte, von woher das Geräusch kam.

Währenddessen vor den Klippen von Cup Suzette befand sich ein riesiger Vogel. Leider war er in den Rauch der Kanonen versteckt, sodass man ihn nicht richtig erkennen konnte. Beim genaueren Hinsehen jedoch, war das bloß ein sehr großes Flugzeug mit einem Schnabel dran. Es war  lila mit grau und der Schnabel hatte die Farbe gelb. Über dem Schnabel befand sich ein großes Fenster. Hinter diesem Stand er selbst, die Plage der Lüfte und der Winde: Don Kanaille. Sein Fell wirkte struppig, was aber eher an der Tatsache lag, dass er etwas angespannt war. Immerhin befand er sich kurz vor seinem größten Triumph! Er schaute kurz an sich herunter. Sein blauer Frack mit den goldenen Knöpfen war fast bis obenhin zugeknöpft. Nur ein Knopf war offen, sodass etwas von der Innenseite des Fracks zum Vorschein kam, was dass ganze schön abrundete. Auch sein Kragen stand perfekt. Alles schien makellos zu sein. Fast alles! Als sein blick weiter die weiße Hose hinab wanderte bis zu seinen schwarzen Stiefel, entdeckte er ihn. Einen weißen Fleck!
„Was hat ein Fleck auf meinem wunderbaren Stiefel zu suchen?“, fragte er sich. Sofort rannte Gibber* zu ihm und flüsterte etwas in sein Ohr. Dabei rutschte sein Ärmel der gelben Jacke, die seinen roten Pulli bedeckten, leicht zurück, während seine braune Kappe sitzen blieb.
Sein Käpt´n war nach unten gebeugt, weil Gibber für seine Verhältnisse recht klein war.
„Ja, das weiß ich auch, dass mir da etwas auf den Stiefel gefallen ist!“, knurrte Kanaille wütend. „Nur wie soll man seinen höchstwahrscheinlichen Triumph auskosten...“, er legte eine kurze Pause ein, eher er mit lauter Stimme fortfuhr: „...wenn mein Stiefel nicht sauber ist!?“ Dabei packte er Gibber am Kragen und schnaufte vor Zorn.
Gibber zog nur die Achseln.
„Ähm... Chef? Sorry wenn ich störe... aber...“, begann Brutus, ein großes Erdmännchen mit Stachelarmbänder und einer leichten Kopfbedeckung, die irgendwie an ägyptische Arbeiter erinnern ließ. Sie besaß zwei Löcher für die Ohren. Darüber lugte die Schutzbrille hervor. Dazu trug er eine lilafarbene Weste.
„Was ist?“, fuhr der Käpt`n ihn an. Sogleich vergaß er seinen ärger mit Gibber und ließ ihn unsanft zu Boden fallen.
Brutus, so hieß das Erdmännchen, machte sich daraufhin etwas klein. „Nun es ist so... Meinst du wirklich, das diese Höhe ausreicht, damit uns die Kugeln nicht treffen?“ Brutus sah unsicher zu seinem Kameraden, die hinter ihm standen. Unter anderen befanden sich auch Schrotthaufen, ein großer blauer Hund mit einem schwarzen Zylinder, einem braunen Pulli ohne Ärmel und einem blauen Tuch um den Hals.
„Hegt ihr Schwachköpfe etwa Zweifel an meinem genialen Plan?“, erkundigte sich Don Kanaille und schaute dabei auf seine Fingernägel.
„Ähm nun...“, Schrotthaufen blickte unsicher links und rechts neben sich. Schließlich schluckte er hörbar den Kloß im Hals herunter. Durchs Zunicken der anderen fühlte er sich etwas ermutigt, während der Käpt´n des Schiffes deutlich unruhiger wurde.
„Nun raus damit! Ich habe schließlich nicht den ganzen Tag Zeit“, forderte Kanaille schließlich.
Schrotthaufen kam ins Schwitzen. Immer mehr Tropfen bildeten sich auf seiner Stirn und fielen zu Boden.
„Nun... ähm...“, er blickte sich nach seinen Kameraden um, die immer heftiger mit den Köpfen nickten. „...ja!“
Sofort verteilte Don Kanaille ein paar Backpfeifen, dass es nur so klatschte. Anschließend drehte er sich um und wollte gerade zur Türe schreiten, als es einen lauten Knall gab und das ganze Flugschiff erzitterte.
Sofort eilte Gibber zu seinem Käpt´n um ihm erneut etwas im Flüsterton und hinter vorgehaltener Hand, Pardon, Pfote, mitzuteilen.
„Ich weiß auch, dass das die Kanonen sind.... DIE KANONEN?“ Kaum hatte er es laut ausgesprochen, schien ein ganzer Hagel von Kanonenkugeln auf sie nieder zu fallen. Die Crew wurde kräftig durchgeschüttelt. Ein paar konnten ihr Gleichgewicht nicht mehr halten und fielen um. Don Kanaille persönlich wurde so durchgeschüttelt, dass es wirkte, als wäre er selbst ein Presslufthammer. Dabei wurde er immer näher an sein Steuer gerüttelt, welches wie auf einem Segelschiff aussah. Dieses Riss er mit Schwung herum. Aber nicht ohne seinen Satz zu rufen: „Rückzug!“

Zur selben Zeit, nicht unweit von dem Geschehnissen entfernt, nähert sich ein gelbes Etwas im gemächlichen Tempo. Das Flugzeug, besser bekannt als Seegans, wurde von niemand anderem geflogen als von...
Kit? Wildkatz?
Nein, von Balu dem grauen Bären mit seinem gelben Hemd und seiner roten Fliegerkappe. Als Navigator hatte er den braunen Bärenjungen Kit bei sich. An diesem Tag trug Kit wieder seinen grünen Pulli und seine blaue Kappe. Letzteres natürlich verkehrt herum, wie würde es sonst aussehen? Immerhin schien ihm gerade die Sonne nicht ins Gesicht und selbst wenn, würde er sie trotz alle dem falsch herum auflassen.
„Balu! Pass auf, vor dir!“, rief Kit und deutet mit dem Zeigefinger aus der Frontscheibe, direkt auf den Eisengeier. Dieser befand sich in einem Wendemanöver.
„Ja, doch Kit. Ich sehe es!“, antwortete balu leicht verärgert. Dabei klang er sehr konzentriert. Mit aller Kraft brachte er die Seegans in einem Sinkflug, nur um kurz vor dem Wasser das Flugzeug wieder hoch zu ziehen und unter dem Eisengeier durch zufliegen. Dabei nahm er sein Funkgerät in die Hand.
„Na -haha- das war wohl nichts Kanaillchen!“, lacht Balu in das Funkgerät.
„Ach, du Balu von einem Bär! Diesmal nicht, aber beim nächsten Mal bestimmt!“, antwortete der Käpt´n des Eisengeiers zuversichtlich.
Balu schaute nur Kit grinsend an. Dieser wusste ganz genau, was in Balu vorging. Immerhin kannten die beide sich schon einige Jahre. Aber auch beide kannten die Sturheit des Fuches.
„Na, wenn du das so sagst, Kanaillchen!“, lenkte Balu ein.
Damit war für ihn das Thema gegessen. Er zuckte nur gleichgültig mit den Schultern und wollte das Funkgerät gerade wieder an seinen Platz legen, als Kanaille sich ein weiteres mal meldete: „Auf wieder Tschüß!“ Das war alles, was der Fuchs zu sagen hatte, bevor er sich mit seinem Geier, Verzeihung, mit seinem Luftschiff auf dem Weg machte, um erneut zu plündern. Vielleicht überlegte er sich aber auch einen neuen Plan, wie er es endlich nach Cup Suzette schaffte.


Ende von Kapitel 1
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*Anmerkung zu den Namen: Bisher habe ich leider nur die englischen Namen wiedergefunden, trotz mehrfachigem Suchen. Einige sind mir in Erinnerung geblieben, wie eben die häufigsten oder witzige Namen.
Wer die deutschen kennt, bitte sagt sie mir, dann änder ich die um.

Ach ja, es ist nicht das beste bisher geschriebene Kapitel von mir, aber ich werde mich hoffentlich recht bald einfinden ;)
Trotzdem wünsche ich mir, dass ihr Freude an diesem Kapitel hattet, auch wenn es eben noch nicht losging!
Ich wollte euch ein bisschen in die Welt wieder hereinführen ^^
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