Neues Leben

von Karen90
GeschichteAbenteuer, Familie / P18
Hige Kiba Toboe Tsume
16.03.2013
20.09.2019
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1.     Kapitel Glück im Unglück.
Er war schon eine ganze Weile unterwegs und er hatte riesigen Hunger. Vielleicht sollte er die drei Straßen zurückgehen und versuchen, den Kaninchenstall zu knacken, aber nein, das konnte er doch nicht tun. Schließlich gehörte das Kaninchen einem kleinen süßen Kind. Es würde bestimmt ziemlich traurig sein, wenn es morgen nicht mehr da wäre. Also war es beschlossene Sache, sein Magen blieb vorerst leer. Als er um die nächste Straßenecke bog, kam er auf einen kleinen Hinterhof. Bei dem Anblick der Mülltonnen, die auf dem Hinterhof standen, lief ihm das Wasser im Maul zusammen, denn Mülltonnen bedeuteten Futter. Er schaute sich vorsichtig um. Keiner war zu sehen. Und wenn ihn jemand sehen sollte, würden sie ihn eh nur für einen Streuner halten. Eine Mülltonne stand offen und er ging auf die Mülltonne zu. Der Kleine stellte die Vorderpfoten auf den Tonnenrand.
,Na da schau mal einer an‘, dachte er. Ganz oben auf der Mülltonne lagen ein angebissenes Sandwitch und Hähnchenreste. Das Sandwitch war mit zwei großen Bissen weg. Das Hähnchen nahm er in sein Maul und verschwand wieder. Was er nicht wusste war, dass er nicht alleine war. Er wurde beobachtet, während er zurück zu seinem Schlafplatz ging. Nach ungefähr zehn Minuten kam er an der leerstehenden Halle an. Dort fraß er gemütlich sein Hähnchen und schlief kurz darauf ein. Am nächsten Morgen wurde er von einem lauten Scheppern geweckt. Vor ihm standen zwei Artgenossen. Einer von Ihnen war groß, dunkelgrau bis schwarz, muskulös und hatte eine große Narbe quer übers Gesicht. Der zweite war grau, noch etwas größer und wirkte sehr kräftig, schien aber nicht sehr helle zu sein.
‚Das riecht ziemlich nach Ärger...‘, dachte er und schluckte schwer.
„Na, Kleiner. Dir hat wohl niemand Anstand beigebracht.“, sagte der Kleinere der beiden.
„Wie meinst du das? Was habe ich denn getan?“, fragte er und überlegte krampfhaft, wie er aus dieser Situation entfliehen konnte, denn auf einen Kampf wollte er sich nicht einlassen.
„Du bist einfach in unser Revier eingedrungen und hast unser Fressen geklaut!“, antwortete der dunkelgraue. Der andere stand immer nur daneben und nickte dämlich.
‚Den Dicken kann ich bestimmt austricksen, aber das Narbengesicht nicht.‘, schlussfolgerte er. In diesen Moment schaute er über sich. ‚Wenn ich es schaffe, auf die Kisten zu springen, kann ich aus dem Fenster klettern und über die Dächer fliehen!‘ Doch noch bevor er den Plan in die Tat umsetzen konnte, griffen ihn die beiden Wölfe an. Er konnte gerade noch ausweichen, sonst hätte ihn der Dicke erwischt. ‚Mist!‘, dachte er und schon kam der nächste Angriff. Dieses Mal aber von dem Narbengesicht. Das Narbengesicht war sehr schnell und führte kurz hinter einander mehrere Angriffe durch. Jedem dieser Angriffe konnte er ausweichen. Leider hatte er dabei den Dicken aus den Augen verloren und dieser nutzte seine Chance und erwischte den Kleinen am linken Hinterlauf. Trotz seiner Schmerzen im linken Bein drehte er sich um und biss dem Dicken in die linke Halsseite. Dieser ließ sofort los. Der Kleine wollte zu den Kisten rennen, um durch die Fenster zu fliehen. Doch das Narbengesicht kam von der linken Seite und wollte ihn angreifen. Er dachte schon, sein letztes Stündlein hätte geschlagen, doch es kam  anders. Denn plötzlich stürzte ein Haufen Fässer auf die beiden Angreifer.
„Komm schon. Ich glaube nicht, dass die Beiden noch lange brauchen, um sich zu befreien und so viele Fässer habe ich auch nicht mehr!“, rief eine ihm sehr bekannte Stimme zu, bevor ein weiterer Stapel Fässer umstürzte. Das ließ sich der Kleine nicht zweimal sagen. Er sprang auf die Kisten und floh mit seinem Retter durch ein Fenster aus der Lagerhalle. Danach flohen die Beiden über Häuserdächer. Trotz seiner Verletzung im Bein konnte er Schritt halten. Nach ungefähr zwanzig Minuten kamen die beiden am Stadtrand an und 5 Minuten später kamen die Beiden an einem alten Bauerhaus an.
„In der Scheune können wir uns gut verstecken. Dort kannst du dich ausruhen und ich schaue mir mal deine Wunde an.“, meinte die schwarze Wölfin zu dem Verletzten.
Der Kleine antwortete darauf: „Danke, da hatte ich mal wieder Glück im Unglück."



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