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Savior in Danger

GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Bernie Kuhnt Christian König Conny Niedrig Kathrin Becker Nina Schmeuser Thomas Bossmann
16.03.2013
22.04.2020
17
39.076
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16.03.2013 2.037
 
Hallo an alle Leser!

Ich bin mal wieder in der „Niedrig und Kuhnt Fanfiktion“ unterwegs.

Ich bin zwar gerade ein bisschen im Abiturstress, aber mir kam diese Storyidee und ich musste sie schreiben.

Conny & Bernie sind Protagonisten, aber auch die anderen Kommissare (damit meine ich Christian, Katrin, Thomas und Nina) werden noch vorkommen.

Und freut ihr euch auch so, dass Niedrig und Kuhnt wieder im Fernsehen läuft? Ich hatte zwar bisher keine Zeit es zu gucken, aber ich bin froh, dass es Niedrig und Kuhnt wieder gibt.

Genug geredet!


Hier ist meine Story & viel Spaß beim Lesen!
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Savior in Danger - Kapitel 1

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Es gibt Situationen wo man,

auch unter Lebensgefahr helfen muß,

sonst stirbt man innerlich.

© Titus Lenk

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Er kommt gerade aus dem Präsidium und will in die Tiefgarage zu seinem Auto. Feierabend. Conny war schon vor wenigen Minuten gegangen, während er noch alles abschloss. Er freut sich auf das Wochenende. Das Wetter soll gut werden. Er freut sich auf Fußballgucken im Stadion und Grillen mit den Jungs und ein schönes Bad und ein gemeinsames Kochen mit Conny. Das kann ja nur ein gutes Wochenende werden. Das Grinsen vor Vorfreude auf ein schönes, entspannendes und ruhiges Wochenende befindet sich schon seit Tagen auf seinem Gesicht.

Doch das Lächeln vergeht schnell, als er ein schmerzhaftes Stöhnen hört. Er dreht sich um. Erst denkt er halluziniert, was er in der Tiefgarage des Präsidiums sieht. Aber dort liegt tatsächlich Conny auf dem Boden, niedergestreckt von einem Elektroschocker, während ein zwielichtiger Mann über ihr kniet. „Hey! Lass sie in Ruhe!“, ruft Bernie schockiert und läuft auf seine Partnerin und die zwielichtige Person hinzu.  Doch der schwarz gekleidete Mann beginnt zu laufen und Bernie ist sich nicht sicher, ob er die Verfolgung aufnehmen oder sich zuerst um das Wohlergehen seiner Kollegin erkundigen soll. Hätte er bloß seine Waffe an sich, dann könnte er jetzt beides gleichzeitig erledigen. Den Täter bedrohen und so vom Weglaufen hindern und sich um seine Kollegin kümmern. Die Priorität setzt er auf Conny. Wenn der Elektroschock zu heftig gewesen ist, kann sie Herzprobleme haben und er will mit der Gesundheit seiner Kollegin kein Risiko eingehen. Den Täter kann er auch noch später finden. Er beugt sich zu Conny runter und tätschelt ihr leicht die Wangen. „Hey Conny, hörst du mich? Conny?“, fragt er, aber er kriegt keine Reaktion. Er fühlt ihren Puls, es gibt einen, auch wenn er sich ganz falsch anfühlt. „Alles wird gut!“, verspricht er seiner Kollegin. Da bemerkt er plötzlich ein grelles Scheinwerferlicht, das  auf seinen Rücken strahlt. Er dreht sich um und wird von dem Licht geblendet. Ein Auto fährt direkt auf ihn zu.


Er wacht auf und fühlt sich total verwirrt. Sein Kopf dröhnt als hätte ihn jemand mit einem Presslufthammer bearbeitet. Sein gesamter Körper schmerzt, vor allem seine Beine tun weh, und er hat keine Ahnung was passiert ist. Alles kommt ihm so dunkel und verschwommen vor und kein einziger Gedanke scheint sinnvoll und vollständig. Er weiß nur, dass etwas falsch ist.

Er fühlt sich nass an, als wäre er im Wasser und seine Körperposition fühlt sich auch sehr unnatürlich an. Er hat das Gefühl im würde Wasser bis zum Halse stehen. Aber das wäre doch wahnsinnig. Er öffnet vorsichtig seine Augen und hofft, dass er seine Kopfschmerzen damit nicht noch verstärkt werden. Als er die Augen öffnet, werden diese vor lauter Schock ganz groß. Das Nässegefühl entspricht keiner Einbildung, sondern ihm steht das Wasser wirklich bis zum Hals. Er hängt von einer Beckenwand herunter. Seine Handgelenke sind mit Metallketten zusammengebunden und die Metallkette ist  am Beckenrand befestigt und der Rest seines Körpers hängt wie ein Sack Kartoffeln herunter.  Dies erklärt natürlich auch die Empfindung, dass seine Körperposition unnatürlich und unangenehm ist. Er schaut sich um. Guckt er geradeaus, sieht er ein großes Schwimmbecken, das sich mit Wasser füllt. Die blauen Fliessen des Beckens sind dreckig und kaputt und auch das einlaufende Wasser ist unsauber, von dem Dreck des Beckens verunreinigt. Die Fenster der Halle sind größtenteils kaputt und an der Wand hängt eine kaputte Uhr.  Er richtet seinen Blick nach oben und sieht ein altes von Moos bedecktes Dreimeterbrett. Er befindet sich eindeutig in einem Schwimmbad, welches schon lange verlassen ist und seitdem der Natur und Witterung überlassen wurde.

Er richtet seinen Blick nach links und sieht seine Kollegin. „Conny!“, ruft er schockiert und sein Herz macht einen Hüpfer, denn seine Kollegin wurde genauso wie er an die Wand gefesselt, aber sie hängt noch ein bisschen tiefer im Wasser, welches ihr bis über den Mund steht, und sie ist anscheinend bewusstlos. Plötzlich fällt ihm alles aus der Tiefgarage des Präsidiums wieder ein. Die zwielichtige Gestalt. Der Elektroschocker. Die bewusstlose Conny. Das Auto, welches auf ihn zurast. Die Schmerzen in seinem Körper beginnen Sinn zu machen. Er wurde von einem Auto angefahren. Kein Wunder, dass da alles weh tu. Nur leider hilft ihm diese Erkenntnis nicht weiter. Warum wurden sie in dieses Becken gehangen? Wie kommen sie hier wieder heraus? Wer ist der Mann und was will er? Warum spielt er so makabere Spiele?  Warum ist Conny immer noch bewusstlos? Es gibt keine Antworten, aber der Wasserstand im Becken steigt an und steigt an, langsam aber gemächlich, und Bernie und Conny hängen hier fest. Wenn sie nicht bald gerettet werde, würden sie hier ertrinken. Conny sogar noch vor ihm.

Er überlegt, was sie tun können und wie er sich und seine Kollegin aus dieser brenzligen Lage befreien kann. Er und sie sind beide wirklich noch zu jung zum Sterben. Sollte er einfach auf Rettung warten? Nein, das kann er nicht. Er kann nicht passiv bleiben und hoffen, dass rechtzeitig Rettung kommt, während ihm und Conny das Wasser wortwörtlich bis zum Halse steht und ansteigt. Er kann nicht tatenlos rumhängen und hoffen, dass die unwahrscheinliche Rettung vielleicht kommt, wenn sein und ihr Leben in Gefahr ist. Das geht nicht. Aber was soll er sonst tun? Er hängt eine Wand hinunter. Er kommt nicht an sein Handy, welches eh wahrscheinlich zerstört ist und er kann auch sonst nichts tun, da die Ketten ihn an die Wand fesseln. Außer vielleicht… Nein, das wäre verrückt und funktioniert auch nur in Agentenfilmen.

In all seiner Verzweiflung tut er es trotzdem. Er schlägt seine  gefesselten Hände so stark es geht gegen die Beckenwand, an der er hängt. Er stöhnt vor Schmerz, als seine Hand die Beckenwand berührt und er einige Fließen damit zerbricht und hofft, dass sein Plan aufgeht. Tatsächlich hat er es geschafft und seinen Daumen mit Gewalt und Schmerz ausgekugelt. Es schmerzt, aber in dem Adrenalinrausch bemerkt er es kaum. Er kann zuerst die verletzte und dann die andere Hand aus den Metallketten ziehen und sein Körper fällt wie ein Sack von der Wand und komplett in das Wasser. Die veränderte Körperposition sendet eine Welle von Schmerzen durch seinen Körper. Wahrscheinlich hat der Autounfall einige Schäden hinterlassen, aber Bernie ignoriert die Schmerzen. Er muss wieder an die Beckenoberfläche, Conny befreien und Hilfe holen.

Er schwimmt zu der Wasseroberfläche. Seine durchnässte Kleidung fühlt sich so schwer wie Blei an und es braucht viel mehr Anstrengung als er dachte. Er muss so dringend Luft holen. Er erreicht die Wasseroberfläche und schnappt keuchend nach Luft. Er schwimmt an den Beckenrand und zieht sich mit seiner Kraft hoch und fällt auf dem Boden neben dem Becken erschöpft zusammen. Sein Kopf schmerzt, seine Schultern  tun weh und in seinem Oberkörper vernimmt er auch einen Schmerz. Er kann sich aber nicht ausruhen, denn er muss Conny befreien, denn dieser reicht das Wasser schon bis zu ihrer Nase.

Er richtet sich auf und durch seine Beine schießt ein stechender Schmerz. Er sieht an sich herunter und sieht seine Beine und wird von dem Anblick und den Schmerzen fast ohnmächtig. Seine Beine sind komplett zerfleischt, die Hose ist kaum noch zu erkennen und hat er da gerade bis auf seinen Knochen sehen können? Er würde gerne hysterisch und dann bewusstlos werden, aber das kann er nicht. Er muss Conny retten. Sie ist seine beste Freundin, seine Kollegin und seine Partnerin. Er schleppt sich am Beckenrand entlang und jeder Schritt lässt ihn die Zähne zusammenbeißen. Seine Hand hält er beschützend an seine Brust. Er erreicht den Abschnitt des Beckenrands, von dem Conny herunter hängt. Doch wie holt er sie jetzt daraus? Vielleicht kann er sie an der Metallkette hochziehen? Er plant es zu tun, auch wenn er sich nicht sicher ist, ob er körperlich dazu in der Lage ist. Er beugt sich über den Beckenrand und greift die Kette mit beiden Händen, sein ausgekugelter Daumen protestiert und der Schmerz pulsiert in seiner rechten Hand, doch Bernie zieht trotzdem die Kette mit all seiner Kraft und kommt so tatsächlich an seine Kollegin, die er aus dem Becken ziehen kann. Der Schmerz in seinem Körper ist groß und doch irgendwie von Hormonen und Adrenalin betäubt.


„Hey Conny“, ruft er und tätschelt ihr die Wangen. „Hey!“ Sie reagiert nicht und bleibt bewusstlos, aber sie atmet und liegt am Beckenrand. Sie ist nicht mehr im Wasser und das ist sehr gut. Außer einer Brandwunde von dem Elektroschocker und von der Metallkette gereizten Handgelenke scheint sie äußerlich unverletzt, aber sie ist immer noch bewusstlos und wer weiß, ob und wie viel Wasser sie eingeatmet hat?

Er entfernt die Metallkette mit etwas Arbeit vom Beckenrand und dann von Connys Armen. „Alles wird gut.“, sagt er vor sich hin, um sich und sie zu beruhigen. Es macht ihm echt Sorgen, dass sie immer noch bewusstlos ist.

Er fragt sich, was er jetzt machen soll. Sie sind vor der Ertrinkungsgefahr gerettet und das ist auch sehr gut so. Aber er kann doch jetzt nicht einfach hier mit seiner bewusstlosen Kollegin liegen bleiben und hoffen, dass jemand kommt. Haben die anderen überhaupt schon gemerkt, dass sie nicht da sind? Bernie weiß nicht wie dringend Conny medizinische Hilfe braucht, aber wenn er so seinen eigenen Körper sieht und fühlt, ist er sich sicher, dass er diesmal einen Krankenhausbesuch braucht. Er ist kein Arzt, aber der Schwindel, die Übelkeit, die Benommenheit und der Schmerz deuten alle auf eine schwerere Verletzung hin und seine Beine sehen auch nicht gerade gesund hat. War er vielleicht innerlich verletzt? Er braucht medizinische Aufmerksamkeit und sie vielleicht auch und er kriegt sie nicht vom rumliegen und in Ohnmacht fallen.

Er fasst sich einen Plan und beißt die Zähne zusammen. Er steht auf und nimmt Conny auf dem Arm, was er nur durch einen Adrenalinrausch bewältigen kann. „Ich bring uns hier raus und hol uns Hilfe.“, erklärt er seiner bewusstlosen Kollegin und hofft, dass er vor Schmerz nicht zusammenklappt und ohnmächtig wird. Jeder Schritt tut weh und er verstärkt seine Verletzungen wahrscheinlich noch zusätzlich mit der körperlichen Anstrengung. Er könnte natürlich auch alleine losgehen, aber er will Conny nicht alleine zurück lassen.


Tatsächlich schafft es Bernie sich mit seiner Kollegin auf dem Arm aus dem verlassenen Schwimmbad, durch ein paar abgelegene Gassen zurück zu einer befahrenen Straße zu schleppen. Als er andere Autos und anderes Leben sieht, lässt der Adrenalinrausch nach und sein geschundener Körper gibt auf. Er fällt mit seiner Kollegin auf dem Arm zu Boden und merkt wie in der Schmerz innerlich verbrennt. Er hat so lange durchgehalten und gekämpft und jetzt ist er erschöpft. Seine Augen fallen zu und nach all der Anstrengung fühlt sich Bewusstlosigkeit irgendwie gut an, auch wenn es lebensgefährlich sein kann. Er hofft medizinischen Hilfe kommt rechzeitig und er kommt hier lebend heraus und er hofft, dass es seiner Kollegin gut geht, und dann ist ihm schon schwarz vor Augen.


Als Conny endlich aufwacht, ist sie total benommen. Neben ihr liegt ein bewusstloser Bernie. Sie liegen an einem Straßenrand und sie hat keine Ahnung, was passiert ist.



Ich hoffe es hat euch gefallen!

Hat Bernie seine Verletzung durch die Rettung von Conny verstärkt? Werden die beiden gerettet? Was ist passiert? Alles Fragen, die in zukünftigen Kapiteln hoffentlich aufgearbeitet werden. Ihr wollt doch mehr lesen, oder?

Wie es so richtig weiter geht, weiß ich selbst noch nicht. Das nächste Kapitel hab ich einigermaßen im Kopf und schon teilweise niedergeschrieben, aber danach hab ich einige unterschiedliche Ideen.

In der Kurzfassung geht die Geschichte darum, dass Bernie sein Leben für Conny riskiert!

Ich würde mich sehr über Reviews freuen.

Hochachtungsvoll,

die Autorin.
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