Die Prostituierte und der Priester

GeschichteRomanze, Fantasy / P18
Ares Xena
11.03.2013
11.03.2013
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Die Prostituierte und der Priester

Ares der einstige Gott des Krieges hatte es geschafft an einer Priesterschule aufgenommen zu werden, schon nach der Hälfte der Ausbildung bekam er eine Anfrage von einem der größten Tempel in ganz Indien. Der Ganesha-Tempel in Madurai wollte ihn als Priester einstellen. Von nun an sollte er den Titel Bhattar tragen, er durfte dem Gott des Glücks, Ganesha, dienen, er machte seine Arbeit gut bis eines Tages ein ranghöherer Priester zu ihm kam und ihm den Auftrag gab eine geeignete Tänzerin für die Gottheit auszusuchen, er hatte eine Woche dafür Zeit.
Ares suchte die ganze Woche, er war überall gewesen, in jeder Tanzschule, bei Schauspielkursen
und anderen heiligen Tempeln, doch er fand keine Frau die diesen besonderen Dienst tun konnte,
enttäuscht und verärgert ging er ins nächstbeste Freudenhaus um sich zu entspannen, er setzte sich und lies die Besitzerin zu sich rufen. Die Besitzerin war sehr erfreut als sie Ares sah, dieser sagte: „Bringt mir Eure beste Tänzerin und lasst sie für mich tanzen.“
Die Besitzerin wirkte unruhig.
„Sie ist letzte Woche leider gestürzt.“ Ares schloss für einen Moment seine Augen und meinte darauf: „Bringt mir einfach irgendeine Tänzerin.“
Die Besitzerin eilte davon zu den Räumen der Frauen, die für sie arbeiteten, eine von ihnen war Xena. Sie war erst seit kurzem mit dabei, aber sie gehörte jetzt schon zu den besten Tänzerinnen, die Herrin ließ alle Mädchen und Frauen zu sich kommen und erklärte ihnen, dass eine von ihnen die Möglichkeit habe bei einem Bhattar zu leben, wenn sie ihn mit ihrem Tanz zufrieden stellte. Xena stand an eine Säule gelehnt da und hörte aufmerksam zu, die Herrin ging durch die Reihen und blieb vor Xena stehen.
„Du wirst für ihn Tanzen und meinem Haus den reichen Segen der Götter einbringen.“ An die anderen Frauen gewandt meinte sie: „Macht sie bereit.“ Dies taten sie und wenige Minuten später war Xena fertig angezogen und geschmückt, sie sah aus wie eine Braut, ihr Sari war rot und mit goldenen Stickereien versehen.
Ares wartete in einem fast kreisrunden Raum neben ihm saßen noch zwei weitere Freier, Ares nahm einen Schluck Wein aus einem gläsernen Kelch, plötzlich setzte die Musik ein, es war ein wunderschönes Zusammenspiel aus Trommel, Sitar und einer Geige. Seine Augen hefteten sich gespannt auf die Tanzfläche vor ihm, die Frauen kamen in den Raum und stellten sich in einem Halbkreis auf, Xena kam durch die Mitte ins Zentrum der Tanzfläche, höflich verbeugte sie sich vor den anwesenden Männern, sie hatte den Schleier tief ins Gesicht gezogen. Ares war sehr gespannt auf ihre Darbietung, ihm war aufgefallen, dass sie eine Dipavali in der rechten Hand trug, dies stellte sie genau vor Ares ab, dieser versuchte einen Blick auf sie zu erhaschen, aber es gelang ihm nicht, Ares wurde immer neugieriger.
Geschmeidig bewegte sich Xena in die Mitte der Tanzfläche, der Gesang eines Mannes setzte ein, seine Stimme passte sich den Tönen der Instrumente an. Xenas Bewegungen und Gesten im Tanz waren anmutig und sehr erotisch, sie schaffte es innerhalb von Sekunden den Männern den Verstand zu rauben, Ares staunte über ihre Genauigkeit mit der sie die Gesten ausführte, er wusste jetzt schon dass diese Frau die auserwählte Tänzerin Ganeshas war.
Auch Xena bemerkte, dass sich immer mehr Männer einfanden und sie wusste genau welche Wirkung sie auf diese ausübte. Der Rhythmus der Musik wurde immer schneller und so auch ihr Tanz, als sie den Höhepunkt erreichte stand Ares auf und begann ebenfalls zu tanzen. Die Beiden bildeten das Gegenstück zum jeweils anderen, beim Finale drehte sich Xena so schnell um sich selber, dass Ares fast schwindlig wurde während er sie umrundete, als die Musik verklungen war standen sie sich gegenüber und Ares streifte ihr den Schleier ab. Als Xena darunter zum Vorschein kam war er verblüfft und begeistert zugleich und auch Xena war leicht irritiert doch schnell verneigte sie sich vor ihm, er lies es geschehen. Genau in diesem Moment zuckten Blitze am Nachthimmel vorüber und die Augen der Götter-Bilder in allen Tempeln Indiens begannen zu glühen, im selben Moment sahen die beiden ihren verstorbenen Freund Eli neben sich, dieser hing ihnen Blumen Ketten um den Hals und sagte:“Nun seid ihr auf ewig miteinander verbunden.“, und verschwand, nach kurzer Zeit kam die Besitzerin zu ihnen und Ares erklärte ihr, dass er Xena mit in den Tempel nehmen würde.
Dies freute jene auch, denn sie hatte den Segen der Götter auf ihrer Seite und so verließen Ares und Xena gemeinsam das Freudenhaus.
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