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Die schrägen Abenteuer der Chainwhip

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
09.03.2013
09.03.2013
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Endlich schlug sie die Augen auf. Immernoch brannte das grelle, weiße Licht des fehlgeschlagenen Zaubers in ihren AUgen, doch sie hörte nichts, als das Tropfen des Wassers von den Stalagtiten und Stalagniten. Alles um sie herum war ruhig. Wäre sie doch nur nicht so weit weggelaufen! Dann könnte sie jetzt ihre Brüder suchen...
Sie lag auf einem harten, steinernen Grund. Der Staub und der Dreck des Höhlenbodens drang ihr in die Nase und sie musste niesen, als sie tief einatmete. Ihr schmerzender Körper zuckte heftig unter den Krämofen des Niesers, als sie versuchte aufzustehen. Sie knurrte. Wenn sie dieses verfluchte Einhorn jemals wiedersähe, würde es sich wünschen, niemals geboren worden zu sein!
Sie stürzte einige Male, ehe sie endlich zitternd aufrechtstehen konnte. Mit vor Wut blitzenden Augen sah sie sich um. Sie befand sich in der Höhle, in der sie beinahe dieses dumme EInhorn erwischt hätte, doch dann hatte es diesen komischen Blitz auf sie gefeuert und irgendwie hatte da wohl etwas nicht gestimmt und dann....erst Helligkeit und dann Dunkelheit. Chainwhip fasste sich an den Kopf, denn sie hatte hammerharte Kopfschmerzen. Doch was sie fühlte, war nicht ihre Klaue. Es war härter. Runder...glatter. Ein fürchterlicher Gedanke stieß durch ihren Verstand. Sie wollte gar nicht hinsehen, ihr Herz begann vor Panik zu rasen, als sie ihren Blick langsam und zitternd ihrer Hand zuwandte. Es war keine Hand mehr. Sie hatte nicht einmal mehr Finger. Voller Angst und Wut stampfte sie mit einem lauten Kloppen auf und schrie ihren Zorn hinaus in die weitreichenden, dunklen Gänge und ließ die steinernen, grauen Wände erzittern. Es war ein Schrei, der durch Mark und Bein stieß. Sie schüttelte den Kopf, versuchte die Tränen wegzuzwinkern und wieder klar zu denken. Sie emrkte, dass ihr ihre Haare ins Gesicht vielen und schob sie mit einem Wisch beiseite. Chainbwhip musste hier raus. Denn wenn ihre Brüder sie fänden, würden sie ihr unter Garantie nicht glauben, dass es sich dabei um ihre verschwundene Schwester handelte. Sie schloss die Augen und forstete in ihren Gedanken nach dem nächsten und kürzesten Weg und erinnerte sich. Schnell flitzten ihre Augen zum Endsprechenden Tunnel und kurz darauf lief sie schon los, so schnell sie konnte. Sie war ein kleinwenig schneller als vorher, es lag wohl an der Veränderung durch diesen vermaledeiten Zauber, doch Chainwhip nahm es kaum war.
Nach einigen Minuten eintönigem, schnellem Klopfen auf Setinboden und schnellen Atemzügen sah sie das Licht am Ende des Tunnels. Es war grell, blendete ihre Augen, die nur an Dunkelheit gewöhnt waren, denn sie hatte ihren Lebtag lang die Mienen nicht verlassen. Trotzdem nahm sie all ihren Mut zusammen und brach mit ihrem Kopf zuerst durch die Wand aus weißem Licht. Es wurde schlagartig wärmer, als sie merkte, wie die Sonnenstrahlen ihr nur so auf den Pelz unter ihrer Weste brannten.  Niemals hatte sie sich so gefühlt, wusste nicht, wie es sich anfühlte, ans Tageslicht zu kommen.
Schlagartig blieb Chainwhip stehen und blinzelte. Es war so hell, das kannte sie gar nicht! Doch langsam aber sicher gewöhnten sich ihre Augen an die Helligkeit. Und der ehemaligen Diamond Dog Dame stockte der Atem. Vor iher erstreckte sich eine weite, leuchtend Grüne Wiese, anderen Horizont sich eine dünne, dunkle Waldlinie entlang lehnte. Es war alles so neu für sie und sie blickte sich um, konnte sich nicht sattsehen an der neuen Umgebung. Warum hatte man ihr denn stehs verboten, herauf zu kommen? Warum hatte man ihr den Blick auf die wunderschöne Pracht versperrt? Alle diese Fragen schossen Chainwhip durch den Kopf, bis sie eine Pfütze keine zehn Schritt von sich entfernt entdeckte. Sie musste es tun. Musste sich ansehen. Tat es auch, als sie sich am Rande der Pfütze betrachtete, besser gesagt die fremde Kreatur vor sich. Das längliche Gesicht von vorher war ein klein wenig kürzer und vor allem zarter geworden. Cremefarbenes Fell herstreckte sich über die regelrecht feinen Gesichtszüge, sogar ihre Nase war nicht mehr die Selbe! Auch hatte sie eine recht wilde, aber trotzdem noch wild aussehende Mähne in einem schönen Beigeton, welcher jedoch an den Haarspitzen der Mähne im Nacken schwarz wurde. Wenigstens ihre geliebten, eisernen Ohrringe und die Narbe im rechten Ohr hatte sie behalten. Ihre Augen waren von einem leuchtenden Grün, welches seinen Ton je nach Lichteinfall leicht veränderte.
Dies war das Ende für Chainwhips Beherrschung, welche ebenjene vollkommen über Bord warf und sich den Frust aus der Seele schrie. Diies war kein guter Tag.
 
 
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