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Im Verborgenen

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bonnie McCollough Damon Salvatore Elena Gilbert Nicolaus Stafano Salvatore
07.03.2013
11.06.2013
11
8.007
 
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07.03.2013 654
 
Langsam legte Damon den leblosen Körper seines Opfers auf einen der riesigen Grabsteine.
Der Ehrenfriedhof von Chicago sah gar nicht mal schlecht aus. Besser als er gedacht hatte.
Er hatte den Mann am Leben gelassen, auch, wenn das bedeutete, dass er noch einmal trinken musste, und das Zeit kosten würde. Er würde nie mehr töten.
Wie poetisch du schon wieder denkst, dachte er verwundert.
Er hörte Schritte hinter sich. Eine Frau. Sie würde sich weniger wehren. Als sie vorbei gehen wollte, beeinflusste er sie und sie offenbarte ihm ihre nackte Kehle. Ohne zu zögern und voller Abscheu gegen seine Natur, nahm er sich, was er brauchte.

Als sich Bonnie endlich wieder beruhigt hatte, schaute sie in Elenas besorgtes Gesicht.
„Wir werden es Stefano erzählen.“, sagte sie entschlossen. Mit ebensolcher Entschlossenheit schüttelte Bonnie den Kopf.
„Das ist einfach zu peinlich. Außerdem, wie kann er da schon helfen?“, versuchte sie sich zu rechtfertigen.
„Ach, und nackt vor ihm aufzutauchen ist gar nicht peinlich oder was?“, fragte sie.
Das war das erste Mal, dass sie so offen über ihre Wiedergeburt redete. Bonnie ließ es widerwillig zu, dass Elena ihre Hand nahm, und sie aus der Tür hinunter in den Flur zog.
„Bitte, tu das nicht!“, bettelte Bonnie.
„Oh, doch! Das werde ich! Und du kommst gefälligst mit mir!“, befahl ihr ihre Freundin.
Schmollend ließ sich Bonnie von Elena die Straße runter zerren.

Damon suchte gerade nach einem Platz auf dem Friedhof, auf dem er sich unbemerkt verwandeln konnte. Beinahe hätte man ihn erwischt, aber jetzt wurden die Opfer versorgt und er würde garantiert nicht einfach so hinausspazieren können. Hinter einem der riesigen Denkmäler schien ihm der geeignete Platz zu sein. Mit mehreren kräftigen Flügelschlägen verschaffte er sich die nötige Höhe und gab sich einen Moment lang dem Gefühl des Fliegens hin. Wie herrlich es doch war. Vielleicht sollte er für immer eine Krähe bleiben. Aber… was würde dann aus ihm und Bonnie? Er dachte, dass sie ihn sowieso nicht wollte, doch irgendetwas in seinem Innern hegte dennoch die Hoffnung, dass sich dieser Zustand ändern könnte. Hastig korrigierte er seine Flugrichtung, so dass er genau auf Fell´s Church zu flog. Sein Verlangen nach Bonnie war einfach zu groß, als dass er es hätte ignorieren können. Jetzt verstand er seinen Bruder besser denn je. Und während er sich überlegte, wie er es anstellen könnte, dass Stefano es nicht merken würde, dass er wiedergekehrt war, flog er genau in Richtung Sonne.

Elena klopfte an die Tür der Pension. Mrs. Flowers öffnete die Tür. Wortlos rannte Elena die Treppe hinauf, während sie Bonnie an einem Arm gepackt hielt und ihr beinahe das Blut abschnürte. Vor Stefanos Tür blieben sie stehen und Bonnie konnte die Freude in Elenas Aura spüren. Sie fragte sich, ob sie auch so sein würde, wenn sie mit Damon zusammen wäre.
Stefano öffnete die Tür. Elena ließ Bonnie kurz los, um Stefano zu umarmen, grabschte dann aber wieder den rechten Arm ihrer Freundin und fragte den Vampir vor ihr:
„Dürfen wir reinkommen?“ Ohne die Antwort abzuwarten, zerrte Elena Bonnie einfach rein und setzte sie auf Stefanos Bett. Der war jedoch immer noch an der Tür und murmelte etwas verstört:
„Äh… Ja, klar.“
Schließlich saßen sie sich alle in einem Dreieck gegenüber. Elena atmete lächelnd ein paar Mal tief ein und aus.
„Also… Bonnie ist verliebt. Und wir brauchen deine Hilfe.“, sagte sie fröhlich und hinterhältig zugleich.
„O. k., aber dürfte ich vorher vielleicht erfahren, in wen sie verliebt ist?“, wollte er wissen.
Bonnie wurde rot und versteckte ihr Gesicht in ihren Händen. Elenas Gesicht aber wurde wieder ernst und sie sprach den Namen langsam und deutlich.
„In Damon.“
Stefano blinzelte zweimal überrascht und brach dann in schallendem Gelächter aus. Bonnie hob ihren Kopf und starrte ihn fassungslos an.
„Warum finden das hier alle lustig?“
Stefano verstummte sofort.
„Du meinst das wirklich ernst, oder?“, fragte er. Bonnie nickte nur.
„Oh…“, war das einzige, das Stefano zu sagen hatte.
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