Im Verborgenen

GeschichteDrama, Romanze / P12
Bonnie McCollough Damon Salvatore Elena Gilbert Nicolaus Stafano Salvatore
07.03.2013
11.06.2013
11
8.007
 
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07.03.2013 545
 
Diffuses Licht weckte Bonnie. Zuerst wollte sie sich die Decke über den Kopf ziehen und weiter schlafen, da kam ihr sofort wieder ihr merkwürdiger Traum ins Gedächtnis. Er war genauso, wie alle anderen, die sie in letzter Zeit gehabt hatte und doch anders. Realistischer, so, als würde er gerade passieren und als sei sie mittendrin. Sie konnte sich noch an alles erinnern, daran, wie er sie in den Armen hielt und sie verwundert angestarrt hatte, daran, dass es ihr so vorkam, als wären ihre Gedanken miteinander verschmolzen und daran, dass sie sich anders gefühlt hatte als sonst…
Bonnie schaute auf ihren Wecker. Es war gerade erst 6 geworden. Aber sie musste sich jemanden mitteilen, jemandem, der sie verstehen könnte. Elena. Wie sollte sie es ihr nur erklären? Viel wichtiger jedoch war, ob sie jemals eine Lösung für das Problem finden würden.

„Wer ist denn da?“, meldete sich Elena verschlafen und verärgert zugleich.
„Elena? Ich bin´s, Bonnie. Ich muss dir was erzählen, aber das darfst du keinem verraten! Auch nicht Stefano, bitte!“
„Was denn?“ Ihre Verärgerung war wie weggeflogen, Elena war jetzt neugierig.
„Das kann ich nicht am Telefon besprechen. Können wir uns nicht treffen?“, bat Bonnie ohne nachzudenken.
„Ms McCollough, es ist sechs Uhr morgens!“, sagte sie gespielt tadelnd.
„Oh… Du hast Recht, tut mir Leid, ruf an, sobald du ausgeschlafen hast.“

Nachdenklich starrte Damon aus dem riesigen Fenster zur aufgehenden Sonne. Er versuchte nicht an Bonnie zu denken… vergeblich. In ihm tobte ein Kampf. Sollte er zurückkehren? Damon wusste sofort, dass er diesem Gedanken nicht widerstehen konnte… Aber, sollte er sich dann zeigen? Nein, niemand wollte ihn bei sich haben, wenn er so war… wie er war.
Wenn er jedoch auf sie aufpassen würde… vielleicht würde sie dann… Nein, nicht mal dran denken. Er durfte nicht einmal einen Gedanken daran verschwenden, was hätte sein können, wenn er sich damals anders verhalten hätte. Entschlossen packte er seine Jacke und lief mit großen Schritten zur Rezeption, wo er den Schlüssel einfach auf die Theke legte und schnell hinauslief. Als er sich sicher war, dass ihn keiner sehen könnte, verwandelte er sich und schlug einige Male kräftig mit den Flügeln, um an Höhe zu gewinnen. Während ihm die Sonne in sein linkes Auge schien und er trotz der brennenden Schmerzen versuchte es offen zu halten, dachte er, das ist alles für sie, vergiss das nicht, das bisschen Sonne wird dir schon nichts ausmachen!

Bonnie starrte an die Decke. Als ihr Handy endlich klingelte kannte sie jede kleine Unebenheit daran auswendig.
„Hallo, Elena! Tut mir Leid, du weißt schon…“, sagte Bonnie schnell. Sie war aufgeregt und ihre Stimme überschlug sich fast.
„Ja, ist schon gut. Ich habe nicht viel Zeit. Stefano und ich wollen uns nachher noch treffen.“
„Oh… Aber es könnte ein ziemlich zeitaufwändiges Thema sein, Elena, ich bin mir nicht sicher, ob du dich davon nicht noch erholen musst…“ Bonnie war nervös. Sie hatte Angst zu viel zu verraten.
„Ich bin gleich bei dir, ich mach mich schon auf den Weg. Ach und Bonnie?“
„Was denn?“, fragte sie aufgeregt.
„Bitte, raste nicht aus oder so.“, bat sie ihre Freundin. Sie wusste genau, dass Bonnie ein sehr impulsiver Mensch war.
„Ja, ist ja gut!“, antwortete Bonnie etwas genervt, obwohl sie genau wusste, dass Elena Recht hatte.
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