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Les Trois Mousquetaires - Französisch für Vollprofis

von Hibiscia
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Aramis Athos D'Artagnan Porthos
06.03.2013
24.04.2013
8
19.747
3
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25 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
06.03.2013 2.788
 
Es tut mir so unglaublich Leid, dass es so lange kein Update mehr gab, aber ich habe Prüfungen ohne Ende!
Deswegen fällt leider auch dieses Kapitel etwas kürzer aus.
Ich hoffe, ein paar Leser hab ich trotzdem noch.
*knuddel*
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Obwohl ich gerade mal einen Schritt nach vorne gemacht habe, habe ich das gesamte Zimmer im Blick. Vor mir liegt ein etwa zwei Schritte langer, enger Gang, der in einen winzigen, quadratischen Wohnraum führt. In der rechten Ecke steht ein Doppelbett, etwas davon entfernt ein wuchtiger Kleiderschrank; auf der linken Seite dagegen thront eine alte Stehlampe neben einem abgewetzten Sessel und einem matten Glastischchen, auf dem ein Radio steht, dass aus dem Zweiten Weltkrieg stammen könnte. Auf einer winzigen Kommode steht ein alter Röhrenfernseher. Für die Größe des Zimmers ist es ganz schön voll.
Mutig gehe ich weiter in das Zimmer hinein, damit auch d’Artagnan hereinkommen kann. An der linken Wand, in der Nähe des Sessels, befindet sich eine Tür, die wohl in das Badezimmer führen muss.
„Das ist ja klein hier“, stellt d’Artagnan fest.
„Mehr brauchen wir aber auch nicht“, sage ich nur, nehme endlich meine schwere Tasche ab und lege sie leise seufzend auf dem Bett ab.
Ein Doppelbett. Ich untersuche die Matratze, muss aber feststellen, dass es nur eine ist und nicht, wie ich gehofft hatte, vielleicht zwei aneinander geschobene Einzelbetten.
D’Artagnan wuschelt sich durch seine strähnigen, nassen Haare und ich gehe zum Fenster, dass von geblümten Vorhängen eingerahmt ist. Mir fällt auf, dass meine Großmutter ähnliche hatte, ehe sie starb.
Unter dem Doppelfenster, das etwas staubig aussieht, finde ich einen Heizkörper.
„Was dagegen, wenn ich die Heizung hochdrehe? Ist ganz schön kühl hier drin“, frage ich nach hinten.
„Ich habe keine Idee, was eine Heizung ist, aber du hast Recht, es ist kalt.“
Das reicht mir als Antwort und ich drehe auf volle Leistung. Die Heizung knattert und rumort etwas herum, aber dann springt sie doch an.
Dicke Regentropfen klatschen von außen gegen das Fenster. Ich stöhne, in dieses Mistwetter muss ich jetzt nochmal raus, zum Geld wechseln.
„Okay“, sage ich also, „ich muss nochmal kurz raus und die Sache mit dem Geld regeln. Am besten du bleibst solange hier oben, ich beeil mich auch.“
„Bist du sicher, dass ich dich nicht begleiten soll?“
„Lass mal, geh du lieber heiß duschen. Wenn sie eine Dusche haben…“
D’Artagnan zuckt die Schultern, ich nehme den Zimmerschlüssel an mich und haste die Treppen nach unten.
Die Frau von gerade eben steht am Tresen und lächelt mich an, als sie mich kommen sieht.
„Ist das Zimmer in Ordnung?“, fragt sie.
„Alles bestens“, rufe ich ihr schon halb draußen zu, „ich lass mir nur kurz das Geld kleiner wechseln.“
„Tun Sie das, mein Kind.“
Mehr höre ich schon gar nicht mehr, denn ich bin schon draußen und renne, um dem Regen zu entkommen, unter den nächsten Baum, um mich unterzustellen und mein Handy zu zücken.
Die nächste Bank ist zwei Straßen weiter, ich werde also pitschnass dort ankommen. Etwas besorgt schiele ich auf meine Bluse. Die ist inzwischen auch etwas nass – wie mögen wohl erst die zwei 500er aussehen? Und vor allem: Ich habe keinen Plan, was ich in der Bank machen muss.
Ich beschließe, alles auf mich zukommen zu lassen und laufe los.
Im Laufschritt lasse ich die Pension und den Baum, der mir den gröbsten Regen erspart hat, hinter mir und erreiche wenig später völlig durchnässt, frierend und außer Atem die Bank.
Mit den Händen wische ich die größten Tropfen ab, dann gehe ich rein.
Es ist nicht sehr voll und ich sehe mich etwas ratlos um. Ein Schalter wird gerade frei und ich gehe automatisch zu ihm. Hinter einer Scheibe aus kugelsicherem Glas sitzt ein Beamter, der mich gelangweilt ansieht.
„Was kann ich für Sie tun?“, fragt er monoton und ich merke, dass er sich alle Mühe gibt, nicht entsetzt über das pitschnasse Etwas – mich – auszusehen.
„Ich habe ein Geldgeschenk erhalten und wollte es etwas kleiner wechseln“, sage ich.
Es stimmt wirklich, die zwei 500er habe ich von meinem Großvater zum Geburtstag bekommen. Leider ist er schon über 90 und so ist ihm wohl entfallen, dass zwei große Geldscheine zwar sehr schön anzusehen, jedoch nicht unbedingt praktisch im Alltag sind.
„Wie viel ist es denn?“
„500“, sage ich, „es ist ein Schein.“
Der Bankangestellte sieht mich misstrauisch an. Natürlich. Wie kommt ein Mädchen wie dieses an einen 500 Euroschein?
„Können Sie sich ausweisen?“
„Ja“, sage ich und schiebe ihm meinen Ausweis unter der kleinen Luke durch. Der Beamte studiert meinen Ausweis kurz und gibt ihn mir dann zurück.
„Fünf hunderter, oder kleiner?“
„Fünf hunderter“, sage ich erleichtert, dass es doch ohne weiteres klappt.
Der Beamte nickt abwartend.
„Sie müssen mir den Schein aber schon geben….“
„Tschuldigung“, murmle ich, drehe mich um und fische nach einem der Scheine in meinem BH. Er ist etwas durchweicht, aber in Ordnung. Leicht errötend schiebe ich den Schein unter der Luke durch, dort. Der Beamte nimmt ihn stirnrunzelnd und schiebt ihn in irgendein Gerät, das ihn wohl auf Echtheit überprüft. Dann nickt er, steht auf und verschwindet in einem Hinterzimmer. Einen Augenblick später kommt er mit 5 Hundertern zurück, die er mir unter der Luke durchschiebt.
„Vielen Dank“, sage ich, nehme das Geld und nicke dem Kerl nochmal freundlich zu.
Er nickt zurück und ich gehe frohen Mutes zurück zur Pension.
Die Dame von vorhin ist noch immer da und ich bezahle ihr die 70 Euro. Bleiben noch 430 Euro übrig, vier hunderter und drei zehner. Sie lächelt mich an und ich nehme die Treppe nach oben, zurück zu unserem Zimmer.
D’Artagnans sitzt auf dem Bett und guckt in die Luft. Als ich reinkomme, steht er auf und lächelt.
„Du bist ja nass“, stellt er fest und zieht mich in seine Arme. Ich bin direkt froh darüber, denn seine Haut ist ganz warm und wärmt mich ein bisschen.
„Regnet ja auch in Strömen“, sage ich und mache mich von ihm los, damit er nicht auch noch nass wird.
Ich brauche erst mal ein Handtuch, also öffne ich die Tür, die ins Badezimmer führt.
Es ist winzig. D’Artagnan will mir hinterherkommen, doch für ihn bleibt in dem kleinen Raum kein Platz mehr. Links ist eine Duschwanne, direkt daneben steht ein Klo und rechts ein Waschbecken. In dem bisschen Platz, das geblieben ist, stehe jetzt ich. Aber immerhin hängen hier Handtücher. Ich nehme mir zwei und tappe rückwärts aus dem Bad. Ich rubble mir halbherzig die Haare trocken und wühle dann in meiner Tasche nach trockenen Sachen. Ich finde ein T-Shirt und eine Jeans und ziehe sie heraus.
„Würde es dir viel ausmachen, dich kurz umzudrehen?“
„Nein, wieso?“
„Na, ich will mich umziehen, was sonst?“
„Schämst du dich immer noch?“
Etwas perplex sehe ich ihn an.
„Was soll das denn jetzt heißen?“, frage ich misstrauisch und lege die Sachen auf dem Bett ab, „Ich hab dich über ein Jahr lang nicht gesehen, und jetzt willst du, dass ich mich vor dir ausziehe?“
„Nein, ich dachte nur, dass…egal, nicht so wichtig.“
D’Artagnan dreht sich endlich weg und ich knöpfe mir die Bluse auf, die mir nass am Körper klebt. In meinem BH steckt noch immer der Fünfhunderter, zusätzlich sind jetzt auch noch die ganzen anderen Scheine darin. Es kratzt zum verrückt werden. Ehe ich mir das T-Shirt anziehe, überlege ich es mir anders und beschließe, mir direkt mein Schlafzeug anzuziehen. Also gehe ich zur Tasche zurück und wühle nach dem blöden Schlafshirt.
Plötzlich fällt es mir siedend heiß ein. Ich hab ja gar keins mitgenommen!
„Scheiße!“
Es entfährt mir laut und unkontrolliert und ich merke, dass ich nervös werde. Was denn jetzt? Ich habe nicht genug Klamotten eingepackt, um sie als Schlafsachen zu verschwenden.
„Was ist denn?“, fragt d’Artagnan.
„Ach, nichts…“
Und jetzt?
Noch einmal durchsuche ich die Tasche und finde ein lockeres Shirt, das etwas länger ist als sie anderen. Das könnte ich benutzen. Was anderes bleibt mir wohl auch nicht übrig. Ich streife es über und ziehe dann die nassen Shorts aus. In meiner Tasche finde ich welche mit Gummibund, also nehme ich die zum Schlafen.
„Okay, kannst dich wieder umdrehen“, murmle ich und klaube die nasse Bluse und die Shorts auf, um sie über die Heizung zu hängen.
„Wie spät ist es eigentlich?“
„Keine Ahnung.“
Ich angle nach meinem Handy und sehe nach.
„Kurz vor sieben. Mann, wir sind echt ganz schön lange in der Weltgeschichte rumgefahren.“
„Ja. Ist mit dir alles in Ordnung?“
„Ja, wieso?“, frage ich irritiert.
„Du guckst so verkniffen.“
„Das Geld kratzt.“
„Es kratzt?“
„Da, wo ich es habe, kratzt es durchaus. Sehr sogar.“
„Nimm es doch heraus!“
„Spinnst du? Und was, wenn’s irgendwie wegkommt? Das Geld ist unser Leben!“
„War ja nur ein Vorschlag.“
„Aber ein blöder.“
Ich setze mich im Schneidersitz aufs Bett und schnappe mir die Fernbedienung.
„Was ist das?“, fragt d’Artagnan.
„Was? Das?“ ,ich halte die Fernbedienung hoch, „nur eine Fernbedienung. Aber jetzt pass mal auf!“
Grinsend schalte ich den alten Röhrenfernseher an, der knisternd anspringt und nach einigen Sekunden das Bild offenbart. D’Artagnan starrt auf das flimmernde Bild wie auf ein Weltwunder.
„Es bewegt sich! Da… da sind ja Menschen drin!“
„Ich hasse diese Sendung“, murmle ich und zappe weiter. D’Artagnan setzt sich entgeistert neben mich und starrt wie gebannt auf den Bildschirm.
„Es…bewegt sich…“, murmelt er wieder, diesmal ehrfürchtig.
Lustlos zappe ich mich durch die Kanäle und merke schnell, dass es nicht allzu viele gibt.
„Es kommt nichts“, sage ich und schalte wieder aus, „und mir ist kalt, das ist beschissen.“
„Leg dich doch hin und schlaf.“
„Und du?“
„Was meinst du?“
„Naja, was ist mit dir? Wo…schläfst du?“
Eine kurze Pause entsteht.
„Ich dachte…wir würden…zusammen?“, fragt d’Artagnan langsam, so als ob mein Gehirn nicht ganz funktionieren würde.
„Ja, schon, aber…hör mal, es ist doch so viel passiert…“
Ich führe den Satz in Gedanken weiter aus, und bin froh, dass ich ihn nicht laut ausspreche.
„Das heißt, du willst mich nicht… – “
„So meinte ich das doch gar nicht!“, rufe ich hilflos und krieche etwas unbeholfen neben d’Artagnan.
Schweigend sitzen wir nebeneinander und gucken auf unbestimmte Flecken vor uns.
„Tut mir Leid“, sage ich schließlich, „aber…ich kann’s noch nicht.“
„Du kannst es noch nicht?“
„Nein.“
„Wie lang soll es denn dauern?“, ruft d’Artagnan gereizt und ich rücke erschrocken etwas von ihm ab.
„Ich weiß nicht“, stammle ich maßlos überfordert und knete nervös die Bettdecke.
„Willst du dir vielleicht wieder so viel Zeit lassen wie beim letzten Mal?“
„Hör auf damit!“, rufe ich und rutsche noch ein bisschen weg von ihm. Plötzlich habe ich irgendwie Angst vor ihm.
„Weißt du, wie das ist? Dich wiederzusehen und die ganze Zeit nur Zurückweisungen zu bekommen?!“
„Ich bin dir nichts schuldig“, sage ich sauer und kneife die Lippen zusammen, „gar nichts, um ehrlich zu sein. Denk du lieber darüber nach, wie es ist, DICH wiederzusehen, und die ganze Zeit bedrängt zu werden!“
„BEDRÄNGT?“
Irgendwie hat d’Artagnan es geschafft, sich so drehen, dass er mich wieder direkt ansehen kann. Ich sehe nur einen Ausweg – und stehe auf, um mich mittig um Raum zu platzieren.
„Du bist richtig gemein“, sage ich und meine Stimme zittert, „glaubst du wirklich, dass ich während diesem Jahr kein Leben hatte? Glaubst du tatsächlich, dass wir da anknüpfen können, wo wir aufgehört haben? Das geht doch gar nicht! Ich weiß nicht, was DU gemacht hast, aber ich hab weitergemacht mit meinem Leben. Du kannst doch jetzt nicht erwarten, dass ich dich Küssen kann wie damals…oder…oder…ach, keine Ahnung.“
„Wir waren ein Paar, und ob ich das erwarten kann!“
„Ein Paar?“, rufe ich und lache. Und ich lache, weil ich so hilflos bin, dass ich sonst weine. Aber jetzt hilft das Lachen nicht. Schnell drehe ich mich um.
„Weinst du?“ D’Artagnan klingt direkt ein wenig bestürzt.
„Nein.“
„Julia…“
„NEIN!“, sage ich laut und jetzt drehe ich mich doch wieder um und wische mir schnell über die Augen.
„Es ist so kompliziert!“, rufe ich, „ich weiß nicht, wie das in DEINER Welt funktioniert, aber in MEINER geht es einfach anders!“, Ich muss kurz innehalten um ein Schluchzen zu unterdrücken, „In meiner Welt ist man nicht nach drei Tagen und zwei Küsschen ein Paar. Und du tust so, als wären wir verheiratet! Und es tut mir leid, aber ich kann das einfach nicht! Klar, ich stand total auf dich, und ich war richtig übel verliebt letztes Jahr, aber ich brauch da einfach ein bisschen mehr Zeit! Und du kannst mir jetzt nicht nach einem Jahr mir nichts dir nichts wiederkommen und verlangen, dass alles genauso ist!“
Eine kurze Pause entsteht. D’Artagnan sieht mich nachdenklich an.
„Sagtest du, du WARST in mich verliebt…?“
„Von all dem, was ich dir erklären wollte, hast du nur das verstanden?“, frage ich kraftlos und setze mich in den schäbigen Sessel. Er ächzt unter mir, dabei bin ich gar nicht schwer.
„Du warst?“, wiederholt d’Artagnan hartnäckig, „und bist es nicht mehr?“
„Das hab ich doch gar nicht gesagt!“
Ich will wütend sein, aber ein ganz anderes Gefühl überwiegt plötzlich. Heimweh.
Junge, dass das bei mir aber auch immer so schnell gehen muss…
„Sag es ehrlich.“
Ich zucke die Achseln und sehe aus dem regenbeschlagenen Fenster.
„Weiß ich nicht. Ich hab mich wegen dir mit meiner Mutter angelegt, reicht dir das?“
„Vielleicht bist du ja nur wahnsinnig.“
„Danke, d’Artagnan.“
„Du…weißt also um deine Gefühle nicht Bescheid?“
„Warum machst du es immer so kompliziert?“
„Ich gebe dir die Antwort, wenn du auch meine Frage beantwortest.“
„Du willst mich bestechen.“
„Es ist ein Tausch.“
„Gut“, sage ich und seufze, „du wolltest die Wahrheit, also bekommst du sie: Mein Herz ist gebrochen. So, da hast dus, bist du jetzt zufrieden?“
„Dein Herz ist gebrochen?“, fragt d’Artagnan misstrauisch.
„Ja.“
„War ich derjenige?“, fragt der Franzose listig.
Es reicht mir. Ich habe keine Lust mehr auf dieses Gespräch, außerdem bin ich wütend auf ihn.
Also sehe ich ihn direkt an.
„Nein. Es warst nicht du. Es war ein anderer.“
Ich kann nicht beschreiben, was mit d’Artagnans Gesicht passiert, aber irgendetwas verhärtet sich. Ich kauere mich tiefer in den Sessel und schließe die Augen.
„Würdest du mich schlafen lassen?“, frage ich höflich und schlinge die Arme um die Beine, um mich zu wärmen.
„Tu dir keinen Zwang an. Aber du wolltest auch eine Antwort: Es ist, weil ich dich liebe.“
Es klingt beinahe unhöflich. Ich sage nichts und drehe mich, so gut es geht so um, dass ich ihm den Rücken zeige und lehne meine Stirn gegen den Sessel. Er ist nicht besonders sauber und riecht auch nicht sehr frisch.
Es ist mir egal.
In dem Moment summt mein Handy. Wie von der Tarantel gestochen richte ich mich auf, stürze zum Bett, ignoriere d’Artagnan, der mich abwesend beobachtet und klaube mein Handy auf. Wie mit einem wertvollen Schatz kehre ich zu meinem Sessel zurück.
Ich habe zwei neue Nachrichten bekommen. Sie sind beide von Lucy.
>Sind angekommen. Sei froh, dass du nicht hier bist, man schmilzt, wenn man auch nur einen Schritt macht. Sollten so um die 40 Grad sein. Hoffe, dir geht’s gut. Küsschen, Luz. PS: In der anderen Nachricht hab ich ein Bild angehängt, vom Meer ;) <
Wenn sie sich Luz nennt, ist sie überglücklich, das weiß ich. Es ist eine ihrer Angewohnheiten, an denen man ihre Stimmung ablesen kann. Ich öffne die Nachricht mit dem Bild nicht, sondern lösche sie direkt. Ich will nicht sehen, wie schön sie es hat. Ich gönne es ihr von ganzem Herzen, aber momentan kann ich es nicht verkraften.
Ich tippe zurück, und stelle mir vor, wie Lucy denken wird, dass ich fröhlich bin, wenn sie die SMS liest:
>Hey, du Glückliche! Von wegen froh sein: Hier regnet‘s in Strömen und es ist richtig kalt geworden! Da hast du’s richtig gut am Meer! Sei so gut und bring mir ein bisschen Wärme aus Kreta mit. Und grüß mir die Fische im Meer (richtig geiles Bild übrigens!) Kuss, Juli.<
Ich sende meine fröhliche SMS und fühle mich beschissen dabei. Einige Zeit starre ich auf mein Display und warte auf eine Antwort, aber als keine kommt, rolle ich mich wieder zusammen und schließe die Augen.
Ich höre, wie d’Artagnan sich auf dem Bett ausstreckt und wie der Regen gegen die Scheiben klatscht.
Ich spüre einen Kloß in meinem Hals und zum ersten Mal in meinem Leben wünschte ich, ich wäre wirklich tot.

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Wie soll es eigentlich mit Julia und d'Artagnan weitergehen? Habt ihr Anregungen/Wünsche? Immer her damit!
Schreibt mir eine private Mail oder einfach was dazu in einem Review! ;)
Bis denne, und ganz liebe Grüße,
Hibis ^.^
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