underground

KurzgeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Algaliarept "Al" Rachel Mariana Morgan Trenton "Trent" Aloysius Kalamack
04.03.2013
02.05.2013
9
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Seufzend fuhr ich mir durch die Haare. Trent hatte mich herzitiert und jetzt stand ich im Park wie bestellt und nicht abgeholt, weil er sich verspätete. Als seine ach so protzige Limousine endlich vorfuhr und er mit Quen an seiner Seite ausstieg, legte ich mir schon eine bissige Bemerkung zurecht, die ich aber vergaß, als ich seinen Gesichtsausdruck sah. Auch wenn er lässig und elegant wie immer auftrat, lag ein gehetzter Ausdruck in den grünen Augen. Ich setzte mit Absicht meine gelangweilteste Miene auf. „Was willst du denn jetzt schon wieder von mir?“ Er zögerte, und mit einem Blick auf zwei junge Hexer in unsere Nähe ging er ein paar Schritte weiter und ich folgte ihm notgedrungen. Er schloss kurz die Augen, dann drehte er sich zu mir um und sah mich an. „Ich gebe dir achtzigtausend.“, sagte er ohne mit einer Wimper zu zucken. Beim Wandel, das war doppelt so viel wie beim letzten Mal! „Wofür?“ Er blickte auf die Bäume hinter mir. „Er ist hinter mir her, Morgan. Ihr gottverdammter Dämon ist hinter mir her.“ „Was? Al sucht nach dir?“, fragte ich ungläubig. Dann erst ging mir auf, was er gerade gesagt hatte. „Mein Dämon?“, schrie ich wütend auf. Er zuckte zusammen. „Er ist nicht mein Dämon! Ich bin nicht daran schuld!“ „Rachel...“ „Das kannst du dir so was von in die Haare schmieren, Trent! Ich werde dir sicher nicht helfen, dir meinen Dämon vom Leib zu halten!“ Ich verschränkte die Arme. „Rachel, bitte. Ich...Ich brauche wirklich deine Hilfe.“ Ich zog die Augenbrauen hoch. Aha, jetzt war ich also wieder Rachel, ja? Ich seufzte. Wen er wirklich Bitte sagte, musste es ernst sein. „Was genau hast du denn vor?“ „Dämonen können nicht ohne weiteres in den Untergrund gelangen, weil es da keine Kraftlinien gibt. Ein Freund von mir hat irgendwo unter Cincinnaty eine leerstehende Fabrik, in die ich mich zurückziehen werde. Du sollst mich begleiten, falls der Dämon doch einen Weg findet.“ Ich runzelte die Stirn. „Für wie lange?“ Er zuckte mit den Schultern. „Eine Woche vielleicht. Bis die Sache geklärt ist.“ Ich ließ meinen Blick zu Quen wandern. „Wieso nimmst du nicht Quen mit?“, fragte ich. Quen räusperte sich verlegen, und ich sah wie sich Trents Kiefer anspannte. Er zögerte. „Ahm, es ist für Elfen nicht leicht, unter die Erde zu gehen. Dort unten gibt es keine Kraftlinien und kein natürliches tageslicht. Wir fühlen uns nicht wohl unterhalb.“ Ich blinzelte verwirrt. „Also gehen Jon und Quen nicht mit dir. Aber wenn Elfen nicht unter die Erde können, warum tust du es dann?“ „ich muss. Bist du dabei oder nicht?“ Ich seufzte abermals. „Nur du und ich in einer alten Gruselfabrik unter Cincy. Kuschelig. Ich muss noch ein paar Sachen holen, komm heute Abend und hol mich ab.“ Ohne auf eine Bestätigung zu warten, stapfte ich los und ließ die beiden stehen.