Nobody hears me cry II

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
03.03.2013
03.05.2013
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Hey, es hat lange gedauert, aber hier ist jetzt die Fortsetzung von "Nobody hears me cry I" (http://www.fanfiktion.de/?a=z&storyid=50fc273f0002c36606d00bea). Ihr solltet die Geschichte davor lesen, sonst werdet ihr diese hier nur schwer verstehen. Und jetzt viel Spaß :)
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Liam´s POV:

Vor Danielle´s Wohnungstür blieb ich stehen und dachte an Niall.
Es war absurd Gefühle für ihn zu haben. Immerhin war er mein bester Freund!
Und was würden die anderen von mir denken? Und was wäre mit Danielle? Und das wichtigste, NIall ist bestimmt nicht Schwul!
Als ich geklingelt hatte und die Tür aufging, fiel mir Danielle um den Hals und drückte mir einen fetten Schmatzer auf den Mund.
"Liam, ich habe dich so vermisst" säuselte sie und spielte mit meinen Haaren.
"Ich dich auch" murmelte ich und schob sie in die Wohnung.
Der Kuss war irgendwie anders als sonst.
Langsam bekam ich echt Panik, ich war nicht schwul und Niall war nur mein bester Freund. Außerdem liebte ich Danielle.
"Liam, was ist los?" fragte sie und sah mir in die Augen.
"Mir geht´s nicht so gut" log ich und besorgt fasste sie mir an die Stirn.
"Soll ich dich nach Hause bringen?" fragte sie und wollte schon ihre Jacke vom Hacken nehmen, doch ich winkte ab.
"So schlimm ist es auch nicht" grinste ich sie an, gab ihr einen Abschiedskuss und lief dann das Treppenhaus runter.
Ich musste jetzt erst einmal nachdenken.
Eins war klar: Die Gefühle, die sich in mir breitmachten, konnte ich nicht ignorieren. Aber warum ausgerechnet jetzt?
Klar, die letzte Zeit hatte ich hauptsächlich an Niall gedacht, es war ja auch viel schlimmes passiert, aber das war kein Grund mich in ihn zu verlieben.
Als ich an meinen kleinen Nialler dachte, musste ich lächeln. Er war aber auch einfach süß!
"Liam, du bist nicht schwul" redete ich mir ein, während ich durch den Hyde-Park lief.
Doch mein Herz sagte etwas anderes.
Auf einer Bank ließ ich mich nieder und schloss die Augen.
Sofort erschien Niall´s Gesicht vor mir mit seinen strahlend blauen Augen, der süßen Stupsnase und dem wohlgeformten Mund.
Nach einigem hin und her entschied ich, dass es besser war, wenn ich meine Gefühle für mich behielt. Ich war glücklich mit Danielle und das wollte ich nicht kaputtmachen.
Ich redete mir den gesamgten Heimweg ein, dass diese Gefühle, die ich für Niall empfand, ganz normal für beste Freunde waren.
Zuhause sah mich Harry fragend an.
"Habt ihr euch gestritten?" fragte der Lockenkopf und sah mich fragend an.
"Nein, mir geht´s nicht so gut" log ich erneut und fühlte mich schrecklich.
"Hey Liam" rief Niall und winkte mir zu, doch im Moment wollte ich ihn nicht sehen. Also lief ich in mein Zimmer, sperrte die Tür zu und ließ mich auf´s Bett fallen.
Das durfte doch alles nicht wahr sein!
Ich schloss meine Augen, doch trotzdem bahnten sich die Tränen einen Weg über meine Wangen.
Um ehrlich zu sein, ich hatte Angst. Angst, was noch alles passieren würde und davor, dass ich Niall verlieren würde.
Irgendwann schlief ich vor lauter Nachdenken ein.

Harry´s POV:

Irritiert sah ich Liam hinterher.
Er war gerade mal eine Stunde bei Danielle gewesen und das war schon etwas seltsam.
Schulterzuckend ging ich zurück in´s Wohnzimmer, wo Zayn, Niall und Louis saßen und mich fragend ansahen.
"Was hat er denn?" fragte Niall und fuhr sich durch die blonden Haare.
"Keine Ahnung" antwortete ich und quetschte mich zu den Jungs auf die Couch.
Aber bei Liam war ich mir sicher, dass er mit seinen Problemen nicht so umging wie unser kleiner, sensibler Niall.
"Denkst du, sie haben sich gestritten?" fragte Louis und legte den Arm um mich.
"Hoffentlich nicht. Die beiden sind doch das absolute Traumpaar" seufzte ich und aus dem Augenwinkel sah ich, dass Niall´s Lachen aus seinem Gesicht verschwand.
Nanu, was hatte er denn?
Auch Zayn war Niall´s Reaktion aufgefallen und musterte ihn.
"Was ist?" fragte Zayn und nahm Niall´s Hand.
"Nichts" grinste er, doch es wirkte gestellt und nicht so fröhlich wie sonst.
"Ich habe hunger" rief der kleine Ire und lief in die Küche, kopfschüttelnd sah ich ihm hinterher.
Seit Niall´s Unfall hatte ich immer sofort Angst, wenn er sich komisch benahm.
Jetzt war zwar alles wieder so wie früher, aber trotzdem, die Angst war da.
Louis wuschelte mir durch die Haare und lenkte mich von meinen Gedanken ab.
"Sollen wir einen Film schauen?" fragte Zayn und sah uns grinsend an.
"Klar, warum nicht" grinste Louis und lief zum Schrank, um einen Film auszusuchen.
Gedankenverloren sah ich ihm zu.

Niall´s POV:

In der Küche ließ ich mich auf einen Stuhl fallen und stütze meinen Kopf mit den Händen.
Ja, Danielle und Liam waren das perfekte Traumpaar.
Ungewollt stiegen mir die Tränen in die Augen.
Verdammt, ich durfte jetzt nicht schon wieder rumheulen.
Auch wenn ich mir ziemlich sicher war, dass ich in Liam verliebt war, musste ich einsehen, dass zwischen uns nie mehr als Freundschaft sein wird!
Diese Erkenntnis versetzte mir einen heftigen Stich ins Herz, der mir fast die Luft zum atmen nahm.
Aber ich konnte Liam doch jetzt nicht mehr wie früher gegenübertreten.
Schon alleine wenn ich an ihn dachte, war ich auf Wolke 7.
"Niall, bring Popcorn mit" hörte ich Zayn aus dem Wohnzimmer rufen.
Schnell wischte ich mir über die Augen, suchte Popcorn und trug es ins Wohnzimmer.
"Hast du geweint?" fragte Louis und hielt mich an den Schultern fest.
"Ja, ich... ähm ich habe mir den Finger eingezwickt" stammelte ich und grinste Louis so gut es ging an.
Er sah zwar misstrauisch aus, zuckte dann jedoch mit den Schultern und pflanzte sich neben Harry auf´s Sofa.
Klar, er konnte ja auch nicht das Gefühls-Chaos sehen, das in mir herrschte.
"Ich gehe hoch. Irgendwie habe ich Kopfschmerzen" murmelte ich, doch die Jungs waren so auf den Film konzentriert, dass sie mich gar nicht hörten.
In meinem Zimmer drehte ich den Schlüssel um und ließ mich an die Wand gelehnt auf den Boden gleiten.
Warum war alles nur so kompliziert geworden?
Früher war alles super. Ich hatte jede Menge Spaß mit Liam gehabt und konnte ihm in die Augen schauen, ohne dass sich in meinem Bauch Millionen Schmetterlinge ausbreiteten. Und jetzt? Jetzt wurde ich schon alleine bei seinem Namen ganz verträumt und sentimental.
Je länger ich darüber nachdachte, desto blöder fand ich mich.
Hallo? Liam hatte eine Freundin, mit der er sehr glücklich ist!
Ich war so egoistisch. Ich wollte, dass Liam glücklich war, und das war er nunmal mit Danielle und nicht mit mir.
Schweren Herzens setzte ich mich an den Computer und loggte mich bei Twitter ein.
Jetzt waren mir sogar die ganzen Hass-Nachrichten recht um mich abzulenken.