Du willst Liebe? Tu was dafür!

GeschichteRomanze / P16
02.03.2013
30.12.2013
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„Oh mein Gott, guck mal, wie toll er aussieht, Rina! Und wie gut er spielt!“ Unter den ganzen Fans vielen die beiden Mädchen schon gar nicht mehr auf. Die angesprochene, Rina, war die größere von beiden und hatte blonde, gewellte Haare, die ihr bis zur Hüfte gingen.
Ihre Freundin, die sich so nah es ging an den Zaun presste, welcher den Tennisplatz umgab, hatte schulterlange, braune Haare. „Hoshi, geh doch mal etwas vom Zaun weg, du siehst aus wie ein Stalker oder ein bekloppter Paparazzi.“ Hoshi schüttelte energisch den Kopf. „Auf gar keinen Fall. Erstens, sehe ich dann nichts mehr vom Spiel und zweitens kann Bunta mich doch dann gar nicht sehen, sollte er mal zufällig hier rüber gucken.“
Rina gab es auf und setzte sich seufzend auf eine Bank. Hoshi war vollkommen vernarrt in diesen Bunta, obwohl sie noch nie ein Wort mit ihm geredet hatte. Er wusste wahrscheinlich noch nicht einmal das es sie gab. Doch sie stand bei jedem seiner Matches am Platz, sah zu, feuerte ihn an und hoffte, dass er irgendwann zufällig mal zu ihr herüber sah. Doch bisher war dies nie der Fall. Und ihn anzusprechen traute sie sich nicht.
„Spiel, Satz und Sieg. Rikkai, 6:1“ - „Super, ihr seid die Größten! Ihr habt es schon wieder geschafft!“ Rina sah zu ihrer besten Freundin, die dort am Zaun rumhüpfte und ihrem Favoriten zurief und versuchte Bunta auf sich aufmerksam zu machen. Das Spiel gegen die Jungs der Seigaku war also zu ende. Und wieder würden die beiden Mädchen nach Hause gehen, ohne das Bunta Marui sie auch nur mal kurz angeguckt hat.

Bunta und Jackal verließen den Platz. Der Kaugummi-Fanatiker schnappte sich sein Handtuch und setzte sich auf eine Bank um wieder zu Atem zu kommen. Als er wieder zu Ruhe gekommen war, sah er auf. Genauer gesagt, er sah in die Richtung der ganzen Fans, die vom Zaun aus bei den Spielen zusahen. Und direkt fand er sie. Sie stand bei jedem Spiel seiner Mannschaft am Platz und sah zu. Irgendwie lustig. Es waren so viele, aber irgendwie blieb nur diese eine ihm im Gedächtnis.
Sie hatte etwas lustiges an sich.
„Was ist los, Bunta? Siehst du dir wieder deinen ganz persönlichen Fan an?“
Hinter ihm stand Niou. „Ich weiß gar nicht was du meinst.“ Dabei schmiss er sich erst mal wieder einen neuen Kaugummi in den Mund. Grüner Apfel, seine Lieblingssorte.
„Ach komm schon, sag bloß du merkst das nicht? Nur bei deinem Spiel hüpft das Mädel da so herum. Uns anderen guckt sie zwar auch zu, aber sie jubelt nicht mehr so enthusiastisch wie bei dir.“
Da tauchte Yagyuu auf. „Komm Niou, unser Match fängt an.“ Niou grinste Bunta noch einmal frech an und ging dann zusammen mit seinem Partner aufs Feld. Der Rotschopf lies sich nach hinten auf die Bank sinken, schaute Richtung Himmel und kaute in Ruhe sein Kaugummi. Es blieb nicht mehr viel Zeit. Nicht mehr lange und die Operation unseres Mannschaftskapitäns würde beginnen. Und wenn die anderen sich jetzt nicht beeilen, ohne uns. Das erste Match hat länger gedauert als gedacht. Die Jungs der Seigaku sind echt gut. Besser als erwartet.
Während er sich ausruhte sah er das zweite Doppelmatch. Nach schier endloser Zeit hieß es nur „Spiel, Satz und Sieg. Rikkai, 6:4“. Die beiden hatten es geschafft. Die Uhr tickt. Renji muss jetzt alles geben. Sonst schaffen wir das echt nicht mehr.

** einige Zeit Später **

Zu spät! Die OP hat schon angefangen! Und den Wettkampf gegen Seigaku haben wir auch verloren! Super Leistung!
Betroffen und in ihrem Stolz gekränkt gingen die Jungs der Rikkai vom Platz. Die drei Einzelspiele waren in einem Desaster geendet. Erst Renji, dann Akaya und zuletzt auch Sanada. Alle drei hatten verloren. Und damit war das Kanto-Turnier vorbei. Mit den Spielern der Rikkai auf dem zweiten Platz. Das einzige was jetzt noch Hilft, ist ein Kaugummi. Bunta kramte in seiner Hosentasche und holte die Packung heraus. Leer. Na toll, hoffentlich gibt es hier irgendwo einen Automaten, ansonsten bekomme ich gleich einen Anfall.
„Jackal, kommst du kurz mit? Meine Kaugummis sind leer.“ Der Angesprochene drehte sich zu ihm um und nickte. Zusammen machten sie sich auf die Suche.

„Och nein, das ist doch absoluter Mist. Dabei hat Bunta so toll gespielt.“ Hoshi war absolut deprimiert. Sie ging mit hängenden Schultern und einem traurigem Blick zu Rina. Diese stand von der Bank auf und tätschelte ihrer Freundin tröstend die Schulter. „Na komm, lass uns gehen. Hier gibt es ja jetzt nichts mehr.“ - „Ist ok, aber können wir vorher noch zum Automaten da hinten gehen? Ich brauche jetzt einen Kaugummi, sonst fange ich gleich an zu heulen.“ Rina war einverstanden und so gingen die beiden Mädchen los. Unterwegs unterhielten sie sich weiter über die Spiele von eben, auch wenn Hoshi eindeutig mehr redete als ihre Freundin. Doch die störte es nicht. Solange es die ein Jahr jüngere aufmunterte, war es in Ordnung. Sie blieben am Automaten stehen und Hoshi suchte nach ihrer Lieblingssorte. Grüner Apfel.
Glück gehabt, es gibt noch eine. Die letzte. Wenigstens etwas Gutes heute noch. Sie drückte den dementsprechenden Knopf und schon viel die Packung unten in den Entnahmeschlitz. Direkt steckte sie sich einen in den Mund. „Sehr gut, jetzt können wir gehen.“ Sie waren keine 10 Meter weit gegangen, da hörten sie hinter sich ein Fluchen. Als sie sich umdrehten traute Hoshi ihren Augen nicht.
Da standen Jackal und Bunta vor dem Automaten. „Super, was ein Tag heute. Kein grüner Apfel mehr übrig.“ Es dauerte einige Sekunden bis Hoshi begriff: SIE hatte Bunta Marui, ihrem absoluten Lieblingsspieler und Schwarm, den letzten Kaugummi seiner liebsten Sorte vor der Nase weg gekauft. „Hoshi, wollen wir weiter gehen?“ Diese schüttelte nur den Kopf.
„Warte bitte kurz auf mich.“ Sie atmete tief durch und ging dann auf die beiden Jungs zu. Jackal sah sie als erster und tippte Bunta auf die Schulter. Danach deutete er in Hoshi´s Richtung. Als Bunta sie ansah, wurde sie sofort rot und schaut auf den Boden. „Ähm, also, ich hab noch welche. Wenn du möchtest, kannst du einen haben.“ Dabei hielt sie ihm die Kaugummi-Packung entgegen.
Vorsichtig sah sie nach oben und blickte ihm dabei direkt in die Augen. „Echt jetzt? Ist ja cool, danke.“ Er nahm sich also einen und begann sofort darauf herum zu kauen. „Ähm, also, das mit dem Turnier tut mir total Leid, aber du hast echt super gespielt.“ Bunta sah sie mit großen Augen an. Dann fing er an zu grinsen. „Du hast zugesehen?“ Hoshi´s Wangen wurden noch einen Ton dunkler. „Ja, ich hab fast alle deine Spiele gesehen. Ich steh fast jedes mal am Platz und sehe dir zu.“ Buntas grinsen wurde noch breiter und er kam ihr etwas näher.
„Du siehst jedes mal MIR zu? Nur mir?“ Erschrocken bemerkte Hoshi was sie gesagt hatte. „Ähm, also, ich meine, ähm, was ich sagen wollte...“ Jackal ging unauffällig zu Rina rüber. „Ich denke, wir sollten ein wenig Abstand nehmen. Deine Freundin redet sich gerade um Kopf und Kragen.“
Rina fing leise an zu Lachen. „Jaja, so ist sie nun einmal.“ Die beiden gingen also ein paar Schritte weit weg, um den beiden etwas Diskretion zu gönnen.
Unterdessen versuchte Hoshi irgendwie die richtigen Worte zu finden. „Also, weißt du, ich komme wirklich immer zu deinen Tennisspielen, um dir zuzusehen. Ich finde du bist ein echt super Spieler und naja, ich wollte dich eigentlich fragen ob du mal...“ Zum Ende des Satz wurde ihre Stimme immer leiser, bis am Ende gar kein Laut mehr kam. „Ob ich mal was?“ Nervös spielte sie mit ihren eigenen Fingern und bis sich leicht auf die Lippe. „Naja, ob du mal mit mir ausgehen möchtest, oder so...“ Als er sie einfach nur wortlos ansah, verließ sie ihr Mut komplett. „Oder auch nicht. War eine blöde Idee. Entschuldige.“ Da grinste Bunta wieder. Er drehte sich um und während er weg ging sagte er nur einen Satz. „Tu etwas dafür.“
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