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Gwendolyn "Rose" Swan

GeschichteMystery, Freundschaft / P16 / Gen
Amelie Claire Eve Michael Shane
01.03.2013
09.04.2014
15
19.795
2
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01.03.2013 575
 
(http://www.megapolisomancy.org/wp-content/uploads/2008/11/texas-3.jpg)
Die trockene Landschaft von Texas zog am Autofenster vorbei. Ich hatte mich gegen die Scheibe gelehnt und starrte auf die ausgedörrten Sträucher. Es gab natürlich Bundesstaaten, die schöner waren, die grüner waren, das zu leugnen war schwer. Doch ich liebte Texas.
Natürlich war es sehr heiß und es regnete selten, doch das bedeutete nicht, dass es deshalb unerträglich war, hier zu leben.
Ich sah ein Schild an uns vorbei ziehen.
„Morganville 20 Kilometer“

Komisch, zuhause hatte ich so eine Vorfreude verspürt, doch jetzt … Ich hatte ein komisches Gefühl. Ein Gefühl, das mir sagte: „Nimm – verdammt noch mal – deine Beine in die Hand und dreh um!“
Energisch schüttelte ich den Kopf, um den Gedanken zu vertreiben. Dann schielte ich zu James rüber, der gerade ein lautes Rock Lied auf seinem IPod hörte.
Ich konnte leises Gekreische vernehmen und grinste. So eine Musik mochte ich zwar auch, doch ich würde mir nie freiwillig das Trommelfell herauspusten lassen.
„Morganville 15 Kilometer“, teilte mir das nächste Schild mit und ich stutzte. Ein leises Kribbeln lief durch meinen Körper. Es war, als würde man durch ein Energiefeld fahren.

James nahm seine Kopfhörer heraus und runzelte die Stirn.
„Hast du das auch gespürt?“, fragte er verwirrt und ich nickte. James grinste.
„Yeah, ich dachte schon, ich wäre der einzige.“ Ich grinste zurück und starrte zum Horizont.
Was auch immer das war, es war seltsam gewesen. Meine Neugierde riet mir heraus zu finden, was das war und ich entschloss mich, das zu tun.  
Irgendwas sagte mir, dass dieses Kribbeln etwas mit Morganville zu tun hatte.
In der Ferne tauchten ein paar Häuser auf.

Je näher wir kamen, desto deutlicher wurden sie. Kurz vor der Stadt kamen wir an einem Schild vorbei.
„Willkommen in Morganville“
Das Schild war ausgeblichen und schien schon seit Jahren nicht mehr erneuert worden zu sein.
Mom lächelte entzückt.
,,Oh, wie originell. Schau nur, John, man fühlt sich hier direkt in die Zeit zurück versetzt.“ Wir fuhren in die Stadt hinein. Häuser zierten die Straße auf beiden Seiten. James schaltete seinen IPod aus und sah sich neugierig um.
„So wie ich das sehe, kann Rose froh sein, wenn sie hier ein Handynetz hat.“, meinte er und ich zeigte ihm den Mittelfinger.
Doch – leider – hatte er Recht. Die Stadt sah nicht gerade sehr modern aus. Nur wenige Leute waren auf den Straßen, was ich der Mittagshitze zuschrieb. Viele Läden waren verbarrikadiert und die Leute, die an ihnen vorbeieilten, hielten die Köpfe unten. Sie alle schienen eine gewisse Eile und Hektik auszustrahlen. Keiner blieb stehen und unterhielt sich oder sah in die Schaufenster.
Es war als – hätten sie Angst. Doch vor was könnten sie eine solche Angst haben?

Dad hielt vor einem alten Gebäude wo ein Messingschild drüber hing.
„Texas Prärie Universität seit 1905“
Ja, so sah das Gebäude auch aus. Nur wenige Studenten waren draußen, die meisten verkrochen sich in der angenehmen Kühle des Schattens.
,,Schätzchen, bist du sicher, dass wir nicht mit rein kommen sollen?“, fragte Mom zum hundertsten Mal.
,,Mom, ich bin fast achtzehn.“, sagte ich und sah sie empört an. Sie nickte traurig.
,,Okay, Liebling, ruf uns an, wenn du in deinem Wohnheimzimmer bist, ja?“, sagte sie und ich nickte. Dann packte ich mir meine Reisetasche und stieg aus.
,,Ich hab euch lieb.“, sagte ich und schloss die Tür.
Dann richtete ich mich auf und ging auf den Haupteingang, der Uni zu.
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