Violent

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Izaya Orihara Shizuo Heiwajima
26.02.2013
01.12.2013
16
31.129
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- Shizuo -

Mit einem genervten Seufzen pustete der Blonde den Rauch aus seinen Lungen.

Es war ja nicht so, dass er den Schwarzhaarigen besonders vermissen würde, aber wie hatte er es wagen können ohne ein einziges Wort einfach so zu verschwinden?!
Er vermisste ihn wirklich nicht.
Nein.
Es pisste ihn schlicht und einfach an von dieser kleinen Plage so verlassen zu werden!

Frustriert zog er an seiner Zigarette. Warum war er überhaupt gegangen?
War er ihm zu langweilig geworden?
Uninteressant?
Bedeutungslos?
Oder schlimmer noch...
War er ihm egal?

Der Blonde schüttelte den Kopf um die Gedanken zu verdrängen. Das konnte ihm eigentlich auch egal sein.Wie lang war es jetzt schon her das er ihn das letzte Mal gesehen hatte? Drei, vielleicht vier Wochen? Oder mehr?

Gleichgültig warf er seinen Kippe auf den Boden und trat sie aus, vergrub seine Hände wieder in seinen Hosentaschen.

Wahrscheinlich würde er eh irgendwann einfach wieder mit seinem üblichen Grinsen auftauchen und so was sagen wie: „Hat Shizu-chan mich etwas vermisst?~“ und daraufhin fröhlich hüpfend irgendeinem Straßenschild ausweichen müssen. Vielleicht war er ja sogar schon in der Nähe, oder er beobachtete ihn sogar? Nein okay... letzteres war wirklich lächerlich.

Nur um sicher zu gehen sah er trotzdem Mal hoch zu den Häuserdächern. Nichts. Was hatte er auch erwartet? Eigentlich müsste er die Zeit wo er mal Ruhe vor diesem nervigen Floh hatte viel mehr genießen!

Soll der sich doch zum Teufel scheren...
Irgendwann kriege ich schon noch meine Chance ihn umzubringen...


Während er noch ein paar Mal das Wort töten in Gedanken wiederholte - und nach einer Zeit auch begann es leise vor sich hin zu murmeln – ging er weiter die Straßen entlang. Es war schon ziemlich dunkel und kaum ein Stern war am Himmel zu sehen, außer hin und wieder das Licht eines Flugzeugs aber das zählte nicht. Seit Izaya weg war konnte er sich zumindest besser auf seine Arbeit konzentrieren. Bis jetzt war das zwar der erste positive Nebeneffekt aber das konnte ja noch besser werden...

Er knurrte unwillig. Jetzt hatte er schon wieder an ihn gedacht! Warum mussten seine Gedanken immer zu ihm abschweifen?!

Verdammt! Er kickte eine leere Dose Coca Cola in die nächste Gasse und stapfte verdrossen weiter. Was hatte sich dieser Bastard eigentlich gedacht?! Ohne Scheiß das war doch einfach lächerlich!
Er hatte ihn jedes Mal aufs Neue aufgesucht um zu spielen.
Er war es auch der es immer wieder darauf angelegt hatte zu kämpfen.
Und jetzt?
Jetzt war es gerade er der gegangen war? Der für immer...

Abrupt hielt er inne als er ein Geräusch hörte. Es klang seltsam, fast wie eine Art... Ächzen?
Er drehte sich zu der Quelle des Geräusches um und vor ihm erstreckte sich eine dunkle Gasse.

Wie Klischeehaft...

Er überlegte kurz ob er es nicht einfach ignorieren sollte aber irgendwie... diese Stimme... sie kam ihm auf irgendeine Weise bekannt vor. Als hätte er sie schon Mal gehört. Angestrengt dachte er nach warum sie ihm so vertraut war. Fast als würde er es schon ewig kennen... und dann fiel der Groschen.

Izaya.
Izaya!
Izaya!!


„IIIZAAAYAAAA!!“, knurrte Shizuo bedrohlich, seine Zähne fest aufeinander gepresst, während er langsam in die Dunkelheit vordrang, seine Muskeln bis aufs äußerste angespannt.
Wenn er diesen Floh in die Finger bekam, würde er ihm zeigen was das Wort 'Gewalt' wirklich bedeutete. Er würde... er würde...!
Die braunen Augen blitzten gefährlich auf.
Es war ja ohnehin schon dunkel draußen, aber hier sah man fast nichts. Es war sogar nahezu unmöglich überhaupt die eigene Hand vor Augen zu sehen!
Jedoch reichte es zumindest um die schmale Gestalt des Oriharas an einer Wand auszumachen. Zusammengekauert auf dem Boden halb sitzend, halb liegend. Aber er war es. Er musste es sein.

Der Blonde ging ein paar Schritte näher – was jedoch nicht wirklich half – und musterte ihn genau.

„Hey Izaya“, knurrte er den leblosen Körper an. Keine Reaktion.

Na toll. Will der mich verarschen oder was?!

Nicht einmal als er mit dem Fuß leicht gegen seine Rippen stieß.

Was ist bloß los mit dem?

Plötzlich regte er sich.

„Nng...“

Stille.

Doch nicht?

Ein weiteres mal trat er vorsichtig gegen den reglosen Körper des Schwarzhaarigen. Wieder nichts.

„Tze...“ Er ging vor ihm in die Hocke und musterte ihn jetzt genauer.

Seine Jacke, zerrissen.
Das Hemd, verschlissen und dreckig.
Seine Kleidung allgemein? Eher wie ein Straßenkind...

Aber trotzdem, es blieb Izaya ganz ohne Zweifel. Trotz seiner Körperlichen Verfassung – welche wirklich, wirklich, schlimm aussah – hatte er kein bisschen von seiner üblichen Überheblichkeit oder seines Stolzes eingebüßt. Selbst jetzt in scheinbar bewusstlosem Zustand sah man an seiner ganzen Haltung wie arrogant dieser kleine Floh war.

Aber trotzdem, so konnte Shizuo es einfach nicht lassen, nicht ihn. Egal wie nervig der kleine Floh war und wie wenig er ihn  leiden konnte, irgendwie überschritt es einfach eine Grenze ihn so sterben zu lassen. Total hilflos und allein... Nein, das wäre einfach nicht richtig!

Er stand wieder auf, wendete sich nach einem letzten flüchtigen Blick auf den Schwarzhaarigen ab
und ging ein paar Schritte wieder aus der Gasse. Noch einmal sah er über seine Schulter zu dem noch immer auf dem Boden liegenden Floh, zog danach sein Handy aus der Hosentasche und tippte eine Nachricht an Celty ein.

Sie kann Izaya eigentlich auch nicht leiden... ich hoffe sie kommt trotzdem.

Seine karamellfarbenen Augen ruhten erneut auf dem unbewegten Körper. Er konnte das Gefühl nicht wirklich beschreiben aber es fühlte sich falsch an ihn so zu sehen und irgendwie war es auch unwirklich das es wirklich Izaya war der da lag.

Er hatte so oft versucht ihn zu töten, aber daran gedacht, was danach passieren würde hatte er eigentlich nie. Ob es ihm vielleicht langweilig werden würde. Auf irgendeine Weise hatte er sich daran gewöhnt das er um ihn herum war. Es war ganz natürlich.

Das Vibrieren seines Handy riss ihn unsanft aus seinen Gedanken und er öffnete die neue Nachricht schnell. Kaum das er die Worte >>Okay<< gelesen hatte ertönte von weitem auch schon das leise Wiehern von Celty's Motorrad.

*

Nach einigen Stunden kam Shinra aus dem Zimmer. Shizuos braune Augen wanderten hoch zu dem Arzt und er zog noch einmal desinteressiert an seiner Zigarette ehe er sie im Aschenbecher ausdrückte.

„Und?“ Man sah ihm äußerlich nicht an das es ihn tatsächlich interessierte wie es Izaya ging.

„Er wird durchkommen. Allerdings hat er starke Verletzungen an Rippen und Kopf, um nur das Schlimmste zu nennen. Wo hast du ihn bloß aufgegriffen??“

„Ist das wirklich wichtig?“, seufzte der Blonde nur.

„Ja ist es.“

„Warum?“ Shizuo hatte wirklich keine Lust darüber zu reden in was für einem erbärmlichen Zustand er Izaya gefunden hatte. Außerdem würde der Kittelträger sich, selbst wenn er es ihm sagen würde, wahrscheinlich nicht damit zufrieden geben und hinterher nur noch mehr Fragen stellen.

>>Das Wichtigste ist doch das er es überlebt.<< mischte sich jetzt auch Celty ein.

„Damit hast du natürlich recht Celty~“, säuselte Shinra und versuchte seine Angebetete zu umarmen wobei er jedoch unsanft weggedrückt wurde und wie auf Kommando anfing zu jammern.

Kann der auch einmal ernst bleiben?, dachte sich Shizuo genervt und sah noch Mal zu dem Zimmer in dem der Schwarzhaarige momentan lag und sich erholte, ignorierte wie der Arzt nicht zum ersten Mal - allein heute - eine Absage von Celty kassierte.

Shinra schien seinen Blick jedoch bemerkt zu haben. „Naja aber eine Sache muss ich dir noch sagen...“, fing dieser jetzt nämlich an und so wie sich seine Stimme anhörte verhieß das nichts Gutes. Das tat es nie. Zumindest nicht für ihn...

„...was?“

„Also Izaya hat weder seinen Ausweis, noch Geld oder eine Krankenkassenkarte dabei...“

Shizuo wusste nicht wirklich was das jetzt mit ihm zu tun haben sollte. Wenn der Floh seinen Ausweis nicht bei sich trug war das ja nicht sein Problem.

Obwohl... irgendwas kam ihm gerade seltsam vor. Wenn Shinra das schon so sagte dann, dann hatte das definitiv irgendetwas mit ihm zu tun, aber was? Er kam einfach nicht drauf...

„Das heißt...?“

„Naja...“, setzte der Braunhaarige erneut an und sah sich etwas verunsichert um, schien scheinbar nach den richtigen Worten zu suchen. „So kann er unmöglich in ein Krankenhaus und... bei mir kann ich ihn leider auch nicht behalten... also...“

„WAS?!“, unterbrach ihn der Blonde geschockt, den Rest konnte er sich jetzt gut genug selbst denken. Er wusste ja das etwas kommen würde... aber Das?!

Das kann unmöglich sein Ernst sein! Nein. Nein! NEIN!!

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Soooomit ist jetzt auch das zweite Kapitel draußen =D
Ich hoffe es gefällt euch und ihr bleibt auch weiterhin an der Geschichte dran ;)

*Kakao und Plätzchen hinstell*
An alle die so nett waren meine Geschichte noch nicht aufzugeben,
Ich hoffe wir sehen uns im nächsten Kapitel wieder *-*
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