Violent

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
Izaya Orihara Shizuo Heiwajima
26.02.2013
01.12.2013
16
31.129
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Der Kampf



- Izaya -

Sein Schädel pochte von dem eben einkassierten Schlag.
Blut.
Es rann langsam seine Stirn runter und sammelte sich in seiner Augenbraue und seinen Wimpern, färbte seine Sicht rot, wie durch einen Schleier.

„Verpiss dich endlich!“, knurrte er sein Gegenüber wütend an.

Diesmal nicht.
Nein.
Es war einfach zu viel. Er würde sich ihm nicht erneut ergeben.

„Was bist du denn so gereizt?“, säuselte der Schwarzhaarige Mann der mit einem schmierigen Lächeln auf ihn zu stolzierte. Sein Blick triefte nur so von Spott und Verachtung.

„Du weißt doch wie es läuft, Izaya. Wenn du aufhörst dich zu wehren verzeihe ich dir aber vielleicht…“
Er legte seinen Daumen an seinen Mund und tat so als würde er ernsthaft überlegen.

„Du kannst… mich mal!“, zischte der Kleinere wütend und funkelte den vor ihm stehenden Mann unter seinen ihm leicht im Gesicht hängenden schwarzen Haaren hasserfüllt an.

Natürlich wusste er es. Oft genug schon hatte er es spüren können. Er schnaubte verächtlich. Oft genug beschrieb es nicht mal annähernd. Viel zu oft. Warum hatte es eigentlich so kommen müssen? Was hatte er verbrochen das er Das verdiente?! Es war einfach nicht fair!

Aber trotzdem, er hatte oft genug gelitten. Er war es satt. Es stand ihm bis zum Hals. Er konnte einfach nicht mehr!

„Hm…?“

Ein Grinsen schlich sich auf die Lippen des Mannes vor ihm als würde er es genießen ihn so zu sehen.

„Dann zeig mal ob du mir gewachsen bist mein kleiner.“
Das hämische Grinsen wurde breiter. „Ich liebe Herausforderungen!“

Ohne Vorwarnung preschte der Größere auf ihn zu und versuchte ihm die Faust in die Brust zu rammen, aber Izaya hatte schnell genug reagiert und war mit einer geschickten Drehung ausgewichen.

Bei diesem ersten Erfolg schlich sich auch bei ihm ein verzerrtes Grinsen auf seine Lippen und mit einem freudigen Funkeln in den Augen zog er sich das Messer aus der Jackentasche, lies es mit einer fließenden Bewegung aufschnappen und versuchte es dem anderen in die Rippen zu rammen.

Zu fixiert auf seinen Angriff hatte er die Hand zu spät bemerkt die ihn an den Haaren schmerzhaft zurückzog.

„Nnng!“, keuchte er unterdrückt und spürte wie ihn die Faust diesmal mitten in die Magengrube traf. Er hätte unmöglich ausweichen können. Mit einem Mal wurde alle Luft aus seinen Lungen gepresst und er sank auf seine Knie, sein Taschenmesser schlitterte über den Asphalt, zu weit als das er es noch hätte erreichen können. Scheiße.

Die Hand in seinen Haaren zog ihn wider hoch und ein pochender Schmerz breitete sich auf seiner Kopfhaut aus. Ich darf… nicht aufgeben! Er öffnete einen Spalt seine Augen und blitzte seinen Feind verabscheuend an.

Lass mich doch einfach in Ruhe!

Erneut stöhnte er gequält auf als ein weiterer Schlag gegen seinen Kopf donnerte und sich mit vielen bunt flimmernden Lichtblitzen vor seinen Augen bemerkbar machte. Der Schmerz hämmerte unaufhörlich gegen seinen Schädel als würde ihn Jemand mit einem Hammer bearbeiten.

„Hör… auf!“, presste er angestrengt zwischen seinen Zähnen hervor.

„Was denn, was denn? Gibst du schon auf? Dabei hatte ich mich schon so gefreut~“

Der verspottende Unterton in seiner Stimme war nicht zu überhören und erneut biss Izaya fast schon schmerzend stark seine Zähne aufeinander.

„Das ich… nicht lache...“, fauchte er unwillig und spürte den nächsten Tritt schon kommen bevor er ihn wirklich traf. Er schlitterte zwei Meter nach hinten von der Wucht des Aufschlages und blieb reglos liegen.

Nein… ich muss mich...!

Er versuchte sich wieder aufzurichten aber seine Arme brachen unter der Last seines Gewichtes wieder zusammen. Hinter sich hörte er das amüsierte Kichern des Mannes.

Ich werde nicht… verlieren! Nicht noch einmal!

Der pochende Schmerz brannte in seinen Armen als er sich unter Qualen aufrichtete, eine Hand an seine Rippen gepresst um die brennenden Flammen zu dämpfen die seinen Körper zu verbrennen drohte. Sein Atem ging stoßweise und er spürte die nahende Ohnmacht am Rande seines Bewusstseins.

Wie verlockend es wäre sich einfach fallen zu lassen…

Nein! Schrie eine innere Stimme am Rande seines Verstandes. Bilder der vergangenen Tage, nein sogar Wochen schlichen sich in seinen Kopf und das Feuer in ihm flammte erneut auf. Sein Herz krampfte sich zusammen, schmerzhaft, und hämmerte unaufhörlich gegen seine Rippen als wolle es das eben diese wie Glas zersplitterten, sich die Scherben in seine Lunge ritzten und so seinem kläglichen Leben endlich ein Ende bereiten konnten, aber er verdrängte es, konzentrierte sich einzig auf den Gegner vor ihm und versuchte erneut ein Grinsen auf seine Züge zu zwingen.

„Ich sagte es doch schon… verpiss dich endlich!“

Auch wenn die Worte nur geflüstert waren, man hörte deutlich die Drohung in ihnen und sie war mehr als ernst gemeint! Auch sein Gegenüber schien das zu wissen, denn für einen Moment entglitten ihm tatsächlich seine Züge, jedoch fing er sich auch recht schnell wieder und der Spott trat erneut in seine Augen.

„Ich denke nicht das du es dir in deiner Verfassung leisten kannst sowas zu sagen…“, höhnte er und sah gering schätzend auf ihn herab.

Das entscheide immer noch ich!

Izayas Blick fiel auf das Messer, welches ein paar Meter entfernt lag. Wenn ich nur schnell genug bin! Aber es blieb ihm sowieso keine andere Möglichkeit also setzte er auf Sieg. Ein letztes Mal atmete er kurz durch und rannte danach auch schon los.

Geübt täuschte er einen linken Haken an - dem sein Gegenüber natürlich auswich – sauste mit einer gewandten Drehung an seiner Seite vorbei, wobei er den erneut aufkeimenden Schmerz nur schwer unterdrücken konnte und griff mit einer gewandten Bewegung nach dem Messer und richtete es drohend auf den, ihn perplex anstarrenden Man. Scheinbar hatte er nicht damit gerechnet, dass der Jüngere sich trotz seiner Verletzungen noch so flink bewegen konnte.

„Was denn? War dir das zu schnell?“, fragte Izaya diesmal verspottend und funkelte ihn aus seinen blutroten Augen an. Das war die perfekte Gelegenheit um sich endlich zu rächen. Für Alles. Er durfte jetzt bloß keinen Fehler machen. Auch wenn er sein Gedächtnis verloren hatte kannte er zumindest die Grundsätze des Kämpfens… oder zumindest der Straßenkämpfe. Was war ihm auch anderes übrig geblieben?

„He, setzt dich lieber nicht zu sehr aufs hohe Ross mein kleiner. Du könntest tief fallen“, knurrte der Größere der Beiden und drehte sich jetzt ganz zu ihm um.

„Was du nicht sagst…“ Noch immer grinsend fixierte Izaya sein Gegenüber und versuchte zu erahnen was dieser als nächstes tun würde.  Nur ein einziges Mal wollte er gewinnen, wollte nicht mehr der Fußabtreter von allen sein. Das hatte heute ein Ende!

„Tze!“ Die Miene des Mannes verfinsterte sich deutlich.

Er weiß es, schoss es Izaya durch den Kopf und sein Grinsen wurde immer breiter, verzerrter. Er weiß, dass er keine Chance hat!

Triumphierend legte Izaya den Kopf etwas zurück und sah ihn herablassend an. „Hehe, mir steht das hohe Ross eigentlich ganz gut. Ich denk ich könnt mich dran gewöhnen“, säuselte er ohne auch nur ein einziges Mal das Messer runter zu nehmen.

Er hatte nicht wirklich mit einer Antwort gerechnet aber… was sollte dieses überlegene Lächeln plötzlich? Das musste doch irgendeinen Gru-

Plötzlich färbte sich alles schwarz um ihn. Er hörte noch den Aufprall als er zuerst auf seine Knie sank und danach vollkommen auf dem Boden zusammenbrach, doch danach blendete sich der Rest fast wie von selbst aus. Seine ganze Umwelt schien wie in Watte gehüllt.

„Ver… nng!“, keuchte er und spürte das warme Blut aus seinem Hinterkopf sickern. Ich war…. Unvorsichtig.

Seine Galle kämpfte sich erneut seine Speiseröhre empor, vermischte sich mit dem Blut bis ihm das Atmen allein schon zu Qual wurde und er sich krampfhaft in den Boden krallte und würgte. Blut. Rotes Blut. Wie ein ausgetrockneter Fisch schnappte er nach Luft, seine Sicht verschwamm und er schaffte es gerade noch sich auf den Rücken zu drehen sodass er nicht in seinem eigenen Erbrochenen liegen musste.

„Tja ich hab dich doch gewarnt…“, lachte ihn die Stimme des Mannes aus, während er immer noch leicht gekrümmt auf den kalten Steinen lag. Sein Kopf schmerzte und pulsierte so sehr das er es kaum noch wahrnahm.

Ich hätte gewinnen können.

Hätte. Das waren die richtigen Worte. Alles hätte sich ändern können. Dennoch lag er jetzt hier.

War das mein… meine eigene Schuld?

Die Ohnmacht drängte sich langsam wieder an den Rand seines Bewusstseins, zog ihn mit ihren verführerischen weichen Händen zu sich, hüllte ihn ein wie eine Decke. Diesmal brauchte er nicht mehr kämpfen. Es war vorbei. Er hatte keine Macht mehr über seinen Körper. Er war fertig.

Ein letzter Atemzug dann schlossen sich seine Lider und er sank in die warme Umarmung der Bewusstlosigkeit. Weich wie ein Federkissen schloss sie ihn ein und bewahrte ihn vor dem Schmerz von dem er wusste, dass er ihm nicht entfliehen konnte.

Shizu-chan... flüsterte seine Stimme in Gedanken. Er konnte sich nicht mehr erinnern was damals passiert war oder wem der Name überhaupt gehörte aber jedes Mal wenn er ihn hörte entspannte er sich und konnte die grausame Realität zumindest für den Moment vergessen.



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So... das ist das erste Kapitel. Ja es ist alles noch etwas verschwommn und man hat noch
nicht wirklich was von der Handlung mitbekommen aber das ändert sich bald ;)
und im nächsten Kapitel kommt dann auch endlich Shizuo vor <3

Ich hoffe das ihr das Kapitel trotzdem gut fandet
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Ich weiß selbst nicht wirklich wie ich auf diese Idee gekommen bin aber naja ich guck
einfach mal wie sie ankommt >.<
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