So erweitern wir Mittelerde (3. Teil)

von Arawell
GeschichteHumor, Romanze / P16
Elladan Elrohir Elrond Erestor Glorfindel Thranduil
24.02.2013
25.10.2015
52
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zum Protokoll: 25.2.2013

Denkt euch erstmal nichts dabei =) Hier habt ihr aber das 2. Kapitel =)


Viel Spaß, ich freue mich auf eure Rückmeldungen <3

Und nochmals bedanke ich mich, dass sich einige Schwarzleser aus dem Schatten gemeldet haben =) Schön, dass ihr noch aktiv dabei seid <3

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Bruchtal:

Erestor saß auf seinem Platz und hatte damit begonnen leer auf die Tischplatte zu starren. Wie lange waren sie jetzt schon fort? Warum bekam er keine Meldung über ihren Zustand? Dass sie lebte, stand außer Frage, spürte er doch ihre Anwesenheit. Doch wie ging es ihr? Und wie ging es Faellin? Zu klein um allein da draußen zu bestehen, da war die Ork-Elbe kein besonderer Trost. Was hätte er nicht alles dafür gegeben mit diesem durchgeknallten Jäger die Plätze zu tauschen?

,,Der Hüter ist bald wieder so weit, dass er Rede und Antwort stehen kann.“

Nur dumpf vernahm der Berater die Stimme Elronds. Dieser dreckige Hüter! Das Letzte, was er  von sich gab, als er ihn in die Mangel genommen hatte, war sein dreckiges Lachen. Normalerweise ließ er sich nicht einschüchtern, schon gar nicht von solch Gesindel. Dieses Lachen allerdings hatte ihm eine Gänsehaut sondergleichen über seinen Körper gejagt. Immer wieder konzentrierte Erestor sich auf das Gefühl Claires Anwesenheit, hielt sich daran fest, um nicht in all dem Unwissen, das ihn in den Wahnsinn treiben wollte, zu ertrinken.

,,Lord Glorfindel!“ einer der Hüter stürmte in den Speisesaal und blieb, steif angewurzelt, neben dem Tisch der Elben stehen. ,,Das solltet Ihr Euch unbedingt ansehen.“

Die Hektik ernst nehmend, erhob sich der goldblonde Elb in Eile und stürmte aus dem Saal hinaus. Erst einige Augenblicke später bemerkte Erestor die Abwesenheit seines Freundes, sah fragen zu den Zwillingen, die ihm seine ungestellte Frage beantworteten ,,Wahrscheinlich auf dem Hof.“ zuckten sie mit ihren Achseln. Auch wenn es unwahrscheinlich sein mochte, so wagte er sich zu erhoffen, dass es wenigstens ein kleines Zeichen seiner Familie war. Nicht weniger hektisch als Glorfindel, sprang er auf und eilte mit großen Schritten auf den Hof. Auf dessen Mitte stand sein Freund, sprach ohne Pausen auf einen Jäger ein, der sichtlich überfordert war, in dessen Händen die Zügel eines weißen Pferdes. Augenblicklich setzte das Herz des Beraters aus. Es war Asfaloth. Sein Körper vollständig beschmiert mit Blut. Kurz schloss Erestor die Augen, wohl in der Hoffnung, dass dort kein Pferd mehr stehen würde, wenn er sie öffnete. Das konnte nicht sein! Wozu wäre sonst Faracoth an ihrer Seite gewesen? Oder hatte er es gar nicht mehr an ihre Seite geschafft? War er gescheitert?

Ohne auch nur ein Wort zu verschwenden oder gar einen weiteren, düsteren Gedanken, stürmte er mit großen Schritten über den Hof und hielt auf die Häuser der Heilung zu. Ihm war es egal, ob dieser dreckige Hüter dem Tode näher gewesen war als dem Leben. Wenn er nicht endlich auspackte, würde dieses sowieso keine Rolle mehr spielen. Wie ein Ork höchst selbst betrat er die Häuser, Heiler sprangen ihm aus dem Weg, fürchteten sein Ziel zu sein. Ohne zu Klopfen stieß er die Tür des Zimmers auf und hatte, binnen weniger Sekunden, den Hals des Hüters mit seinen Fingern umschlossen und knurrte ihn an.

,,WO-SIND-SIE?“

Der verletzte Hüter öffnete schwach seine Augen, fixierte Erestors und begann augenblicklich hustend zu lachen ,,Wer?“ fragte er beinahe scheinheilig.

Wütend hatte der Berater damit begonnen seinen Griff zu festigen, sodass sein Gegenüber sichtlich nach Luft rang ,,Was wollt ihr von ihr?“

Wieder lachte der Hüter, unter der Qual nicht atmen zu können. Doch antwortete er nicht, stellte sich dumm, hielt die Informationen, unter Einsatz seines Lebens, zurück.

,,Erestor!“ Glorfindel war in das Behandlungszimmer gestürmt und zerrte seinen Freund von dem Verletzten weg ,,Wenn du ihn umbringst, sagt er erst recht nichts!“

Das Lachen des Hüters verstummte, als er den Elbenlord erblickte. ,,Lord Glorfindel.“ Er rang nach Luft, sog sie scharf ein, bespickt mit Hustenanfällen.

,,Sprich!“ Glorfindel wandte Erestor den Rücken zu, welcher mit den Zähnen knirschte, ob der Maßregelung seines Freundes, als sei er ein Elbling.

Einige Augenblicke sah der Hüter seinen ehemaligen Vorgesetzten an. Die Ehrfurcht sprang ihm förmlich aus dem Gesicht. Jahrtausende hatte er ihn nicht gesehen, hörte, dass er gefallen war. Doch stand er nun vor ihm, er höchst selbst. Seiner Jugend nicht beraubt, so wie es nur einem Elda gegeben ist, strahlend und eines Kniefalles würdig. Der Hüter fühlte sich in seine Jugend zurück versetzt, die Tage, in denen er stolz dem Vanya diente und alles erdenklich Mögliche tat um ihm gerecht zu werden. Einige Male schluckte er, hin und her gerissen. Sollte er schweigen, so wie es ihm befohlen wurde oder dem goldblonden Elben sagen, was ihm auf dem Herzen lag? Glorfindel sah dem Verletzten in die Augen, ruhig und gelassen doch lag auch Nachdruck in ihnen. Es war klar, dass er den Zustand der Stille nicht mehr lange dulden würde. Wieder schluckte er. Wie sollte er bloß reagieren? Nach einer gefühlten Ewigkeit gab es einen lauten Knall, der den Hüter aus seinem Zwiespalt riss. Erestor hatte seine Hände auf die Matratze geschlagen, ihre Nasen nur noch einen Fingerbreit voneinander getrennt.

,,Pack endlich aus!“ fauchte er ihn an.

Ein verachtendes Schnauben war alles, was er zur Antwort bekam. Oh, er wollte diesem dreckigen Elb seinen Hals umdrehen! Einige Zeit versuchte Erestor dem Hüter mit seinen Blicken zu drohen, blieb aber erfolglos.

,,Erestor, bitte.“ Glorfindel legte ihm die Hand auf seine Schulter ,,Das bringt nichts.“ Mit Nachdruck schob er seinen Freund beiseite, um wieder direkten Blick auf seinen ehemaligen Hüter zu haben ,,Sag mir, war es nicht eure Aufgabe die Eldar zu beschützen? Was ist geschehen, dass ihr nun nach ihrem Leben trachtet?“

Erschrocken riss der Hüter seine Augen auf und musterte den Elbenlord ,,Nach ihrem Leben trachten? Dies ist keinesfalls unser Bestreben!“

,,Ist es das nicht? Wie erklärt ihr euch dann, dass Limall tot ist?“

Beim Klang dieser Worte zuckte der Berater an Glorfindels Seite zusammen. Sein bester Freund hatte die Worte ausgesprochen, die er niemals hören wollte, niemals in seinem unendlichen Leben. Bilder seiner Elbe und seines Kindes, in ihrem eigenen Blut schwimmend, schossen ihm durch den Kopf. Verzweiflung machte sich breit, unwillkürlich wollte er dem Hüter sein beschissenes Leben nehmen. Doch hielt er inne.

,,Tot?“ echote der Hüter entsetzt ,,Wie meint Ihr das, tot?“ hektisch hatte er versucht in eine aufrechte Position zu gelangen, um dem Elbenlord besser in die Augen sehen zu können ,,Wir schützen sie, warum sollten wir sie dann töten?“

Verwirrt wich Glorfindel zwei Schritte zurück und sah seinem Freund ins Gesicht, dessen Blick auf mindestens genauso viel Verwirrung und ungestellter Fragen deutete.

,,Du behauptest also weiterhin, dass es eure Aufgabe ist die Eldar zu schützen?“

Angesprochener nickte vorsichtig ,,Ja, und bis heute ist es uns gelungen. Doch darf ihre Existenz nicht aufgedeckt werden, zu groß ist die Gefahr, dass er erneut nach ihrem Leben trachten wird, wo es doch sein gesamter Inhalt war.“

,,Wer?“

Der Hüter schloss die Augen, um sie erneut, ermüdet, zu öffnen ,,ER, Lord Glorfindel.“

,,Wenn es der Schutz war, der euch dazu trieb Limall hinterher zu reisen, warum habt ihr halb Bruchtal zerlegt? Dieses Verhalten deutet nicht auf eure Beweggründe hin!“

,,Sie muss geschützt werden, unter allen Umständen. Mit Worten hätten wir sie niemals dazu bewegen können in unsere Obhut zu bekommen.“

,,Deswegen zerlegt ihr eine ganze Stadt?“ Glorfindel fauchte den Hüter an, der sofort unter dem harschen Ton zusammenzuckte.

,,So versteht doch bitte, mein Lord.“

Erestor begann genervt zu sein von dem Gejammer des Hüters. All diese Behauptungen, wer sollte ihm das glauben? ,,Was ist mit ihrer Mutter geschehen? Sie habt ihr ja offensichtlich getötet. Was ist passiert mit eurem Vorsatz die Eldar zu schützen?“

Einige Sekunden wägte der Hüter ab, ob er dem Berater antworten sollte oder nicht. Der eindringliche Blick seines Lords war es, der ihn zum Sprechen bewegte ,,Ein Versehen! Wir wollten sie und ihr Kind mitnehmen und unter unseren Schutz stellen. Doch war von dem Kind keine Spur. Es war in der Nähe, wir spürten es, doch war sie allein. In all der Hast mussten wir abwägen: Gehen wir um  das Kind aufzuspüren oder geben wir uns damit zufrieden, dass wir wenigstens sie retten können.“ Betreten sah der Hüter auf seine Hände und begann verzweifelt mit seinen Fingern zu spielen ,,Sie weigerte sich, wollte ein neues Leben ohne all der Flucht beginnen, hatte sie gesagt. Wir versuchten daher sie unter Zwang mitzunehmen, ER hätte sie überall gefunden, dessen waren wir uns gewiss. Und dann… Ging es so furchtbar schnell, selbst für das Auge eines Elben, der schon viele Kriege gesehen hat.“ Eher schüchtern hob er seinen Blick und sah Glorfindel in die Augen ,,Lord Glorfindel, wir wollten das nicht, es tut mir leid.“

,,Heißt das, meine Gefährtin und mein Kind sind umsonst da draußen?“ perplex und wütend griff Erestor nach dem Arm des Hüters, dem ein Laut des Schmerzes unter dem Griff entkam.

,,So würde ich das nicht sagen. Wenn wir sie nicht finden, besteht die Hoffnung, dass ER sie auch nicht entdeckt. Zumindest solange, bis wir ihre Fährte wieder aufgenommen haben.“

,,Weiß Faracoth bescheid?“

,,Faracoth? Dass er noch lebte, verwunderte mich, als ich ihn sah. Sollte er doch schon längst in Mandos Hallen wandern, mit all der Sehnsucht nach dem Tod. Aber nein, er weiß von all dem nichts, wandte uns den Rücken zu oder wollte nicht folgen, mögt Ihr es sehen, wie Ihr wollt.“

Nach einiger Zeit des Schweigens ergriff Glorfindel erneut das Wort, Ruhe zu bewahren fiel ihm von Minute zu Minute schwerer. Seine Jäger und Hüter handelten nach freiem Willen, waren sie Lebewesen und stand ihnen dieses gewiss zu, so betraf diese Einstellung allerdings nicht das Handeln bezüglich der Eldar, sie hatten Befehle. ,,Wo sind sie?“

,,Auf der Welt verstreut,
im Schutze des Schattens, der Obhut ihrer Hüter,
wartend auf das, was unser Schicksal entscheiden mag,
bereit sich zu erheben,
Ihrer Flucht ein Ende zu setzen.“

Den Worten lauschend schloss Glorfindel wehmütig die Augen. Befürchtungen, über viele Jahre verschlossen hinter der Mauer seiner Gesten, kamen zurück und stürzten seine Gedanken ins Dunkel. So dunkel, wie der Tag, wenn es soweit sein sollte.  ,,Erestor, wir müssen handeln.“ Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, stürmte er aus dem Krankenzimmer hinaus. Seine Jäger waren es jetzt, die Claire zu finden vermochten! Sofern sie doch noch lebte!

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Mittelerdes Pampa:

Irgendwie hatte ich das Gefühl, Faracoth seine Ruhe lassen zu müssen. Mag ja sein, dass ich, was mein Feingefühl betraf, nicht angeben konnte, doch dieses spürte ich gewiss. Ohne etwas zu sagen erhob ich mich und verließ, mit einem letzten Blick auf mein schlafendes Kind, unser Zimmer. Einige Sekunden stand ich auf dem Flur und überlegte, was ich nun machen könnte. Eigentlich hätte ich schlafen sollen, doch in dem Zimmer war nur ein Bett, welches vollkommen von der Pocke beansprucht wurde. Ich wollte ihn nicht wecken und Faracoth seine Ruhe geben. So trottete ich die knarrende Treppe hinunter und fand mich im Schankraum wieder. Noch immer war er voller besoffener Menschen. Es war so ekelhaft. Der Raum war erfüllt mit den Gerüchen von Kotze und Schweiß. In der hintersten Ecke machte ich Alex aus, der ein Glas mit Wein in seiner Hand hielt und weggetreten hineinsah. Ungelenk schlängelte ich mich durch die Masse, wurde einige Male angestoßen und angepöbelt.

,,Wo wollen wir denn hin, Süße?“ einer dieser Trampel hatte sich vor mich gestellt und lallte mich, mit einer derben Fahne, voll.

Ich verzog nur angewidert das Gesicht und wollte mich an ihm vorbeidrücken, als er mich am Arm packte und am Gehen hinderte. ,,Nicht so schnell.“ Um Gottes Willen, war das eine ekelhafte Situation. Ich war so angeekelt, dass ich noch nicht einmal die Gefahr in ihr sah. Gerade Luft holend, um zu antworten, wurde ich unterbrochen. Der ranzige Kerl hatte, aus dem Nichts, einen auf die Zwölf bekommen. Eigentlich hätte ich damit gerechnet, dass Alex wieder zum Schläger mutiert war, doch weder Alex noch Faracoth hatten gerade für Ruhe gesorgt. Ein weiterer Besoffener, mindestens genauso viel intus, ranzig und ungewaschen, hatte ausgeholt und ihm ohne Vorwarnung eine verpasst. Die Gunst der Stunde nutzend flüchtete ich in die Ecke und nahm neben Alex Platz. Eine ganze Weile schwiegen wir, im Schankraum war eine kleine Prügelei entstanden, doch brauchten wir uns darum nicht zu kümmern, sie beachteten uns gar nicht.

,,Weißt du was das wirklich Beschissene daran ist?“ Alex starrte immer noch in sein Weinglas und sprach, ohne dass ich ihn darum gebeten hatte, wild drauflos.

Fragend hob ich meine Augenbraue, hielt meinen Blick auf der prügelnden Menge und wartete darauf, dass er fortfuhr.

,,Ich habe mir all das gar nicht aussuchen können. Bis Faracoth auf einmal vor mir stand, hatte ich ein angenehmes Leben. Bin viel herum gekommen, habe viele Leute kennen gelernt und hätte niemals daran gedacht, dass ich in solch Lage gezogen würde. Jetzt bist du hier!“

,,Gibst du MIR die Schuld für all das?“ entsetzt nahm ich meinen Blick von den Idioten und sah ihn an.

Doch wider meiner Erwartungen schüttelte er nur den Kopf ,,Nein. Du kannst, weiß Gott, nichts dafür. Claire, die Fußstapfen, in die ich treten muss, sind mir zu groß. Mein Vater hätte es sein sollen, der an deiner Seite steht, nicht ich.“

Zweifelte er gerade an sich selbst? Kannte ich Alex doch eigentlich nur schweigend und dem Ausdruck seiner Gefühle fremd. Was war es, was ihn zum Zweifeln brachte? Vor allem, was war mit diesen beiden Elben los? Der eine im Schlafzimmer am Trübsal blasen, der andere hier unten, der sich die Kante gab und noch beschissener dreinblickte.

Das erneute Erheben seine Stimme brachte mich dazu, wieder aufmerksam meine Umwelt wahrzunehmen ,,Aber, eines muss ich dir jetzt echt mal sagen.“ Er nahm einen großen Schlick aus dem Glas, verzog kurz das Gesicht ,,Ich habe ja viel über die Eldar gehört. Über ihre Fähigkeiten, ihren Wert für Arda. Doch damit, was du hier ständig abziehst, hätte ich nicht gerechnet, wo du doch gar keine bist, nur ihre Tochter!“

Verwirrt schüttelte ich meinen Kopf und musterte ihn einige Augenblicke. Was meinte er denn jetzt schon wieder? Was zog ich ab? Ich dachte, ich würde hier bald durchdrehen! ,,Was meinst du, Alex?“

,,Vergiss es. Egal wie sehr du es versuchst, ich bin ein Hüter, nicht so gut wie mein Vater es war, doch reicht es um es zu unterdrücken.“

Eine Menschenfrau trat an meine Seite, sah mich mit großen Augen an, bis sie ihren Kopf leicht neigte ,,Kann ich Euch etwas bringen, Lady?“

,,Wein. Einen ganzen Krug.“ antwortete Alex in meinem Namen.

Auf jeden Fall würde ich da nicht nein sagen! So ein wenig Besinnungslosigkeit war vielleicht gerade recht, nach all dem, was die mir antaten. Nachdem die Frau zurückkam, beladen mit Krug und Gläsern und es auf unseren Tisch abgestellt hatte, schmiss Alex ihr ein paar Goldmünzen auf den Tisch. Sie angelte schnell nach ihnen und machte sich aus dem Staub.

,,Ich weiß nicht ob Faracoth das gut findet, wenn wir das Geld in Wein umsetzen.“ kommentierte ich den Preis unseres Gesöffs, während ich nach einem Glas und dem Krug angelte.

,,Mach dir da mal keinen Kopf drum, ich hole mir das bei Gelegenheit bei jemand anderes wieder.“

Und dann begann das Besäufnis. Mein ganzes Leben lang habe ich neben Alex her gelebt, kaum miteinander gesprochen, besoffen, in stiller Eintracht, schon gar nicht. Immer wieder murmelte er, dass er all dem nicht gewachsen sei, seinen Vater herbeiwünschte und all so schräges Zeug. Ohne zu antworten ließ ich es über mich ergehen, ertrank meine Aufmerksamkeit im Alkohol.

,,Weißt du, Alex.“ irgendwann kamen mir die dummen Ideen, die man nur unter Alkohol schmieden kann ,,Wir könnten dieses Zauberzeug, das du da immer machst, nochmal üben. Vielleicht bin ich ja doch zu was nützlich.“

Er grinste mich schief an, legte seinen Arm um meine Schultern, was mich doch leicht verwirrte und zog mich nah an sich ran ,,Nein, du bist zu nichts nutze, Claire. Zumindest nicht was die Magie betrifft. Doch das, was in dir steckt kitzel ich schon noch raus.“

Augenblicklich begann ich mich innerlich zu entschuldigen ‚Erestor, vergib mir!‘. Alex‘ Stimme war rau vom Alkohol, sein Haar lag unordentlich auf seinen Schultern. Seine Augen waren glasig, der Körper vom Alkohol erhitzt. Ich gestehe, dass ich kurz unkeusche Gedanken hatte. Was ich aber nicht darauf schob, dass ich plötzlich in ihm das Objekt meiner Begierde sah, sondern einfach nur der Alkoholeinfluss dafür sorgte, dass ich gewisse Verlangen verspürte.
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