So sage mir doch, du bist mein

KurzgeschichtePoesie, Romanze / P12
Dr. Heinrich Faust Margarete Mephistopheles
24.02.2013
24.02.2013
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So sage mir doch, du bist mein


Welch Schönheit! Welch Anmut und Grazie!
Bist du Aphrodite? Bist du Helena?
Nicht anders kann es sein,
Nicht irdisch kann sie sein.
Denn solcher Schönheit war ich nie gewahr,
- Was schreib ich da? -
Solcher Schönheit war dies' Welt nie gewahr,
Ja, so ist es richtig! so ist es wahr!
Selbst des Spiegels Bild reicht nimmer an sie heran.
Drum will ich sie haben, nein, muss sie haben!
Und wenn nötig mit des Teufels Kraft.
Kann nicht mehr länger darben.
Doch... ist es nicht gar frevelhaft?
Welch Narr ich bin! Welch Narr!
Solch engelsgleiches, göttergleiches Wesen,
Zu nennen wollen mein Eigen.
Verderben! Verderben wird es sein!
Wäre es doch besser für sie,
Kannte sie mich nicht.
Wäre es doch besser für mich,
Kannte ich sie nicht!
Jedoch dieser Blick! Diese Augen!,
Ließen mich erschaudern.
Diese Gestalt! Dies lieblich' Gesicht,
So pocht mein Herz in Brust und Hals!
Wer bin ich? Bin nicht mehr Faust,
Bin nun ein andrer.
Möchte nun endlich glücklich sein,
Wenngleich ich weiß um den Preis!
Bin glücklich und traurig zugleich,
Möcht' weinen vor Glück oder Schmerz?
Wer weiß das schon?
So sage mir doch, du bist mein,
Denn wisse, ich bin dein.
Du und ich, mehr braucht es nicht.
Was geb ich drum nun in deinen Armen zu liegen,
Dem Himmel näher, als es ein Wurm wie ich verdient.
So kurz ist's her, da ich noch im Staube wühlte.
Nicht gewahr des einz'gen Weg zum Paradies.
Doch ein jeder Tor verhöhnt die Liebe
Bis er ihr selbst ins Angesicht blickt!
Doch ist mir nun klar die Sicht
Und klar mein Weg.
Denn du wirst mein und ich werd' dein,
So war's seit Anbeginn bestimmt
Und so wird es sein.
Doch nun muss ich endigen,
Denn er ist da.
Sagte, er wisse, was meinen Geist,
Meine Seele abzulenken vermag.
Möchte keine Zerstreuung,
Möchte sein bei ihr.
Doch heute nicht... heute nicht?
Welch Qual! Welch Pein!
So nur her mit dir, Mephisto,
Mit dir und deiner Kurzweil!
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