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The Nightray Family

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alice Raven (Gilbert Nightray) Vincent Nightray
23.02.2013
23.03.2013
7
6.329
 
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23.02.2013 958
 
Das erste VincexEcho (oder wie wir es auch nennen, Vincho xD) Chap♥
leider kaum überarbeitet weil Zeitmangel v_v
hoffe es gefällt trotzdem ^-^

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Langsam schritt Vincent durch das Nightray Anwesen, den nachdenklichen Blick auf den Boden gerichtet.
Eigentlich hatte er zu Echo gehen wollen, aber als er vor der Tür ihres Zimmers gestanden hatte, wusste er nicht, was er zu ihr sagen sollte, wenn er eintreten würde.
Ihm war klar, er würde etwas richtig stellen müssen.
Seine Reaktion auf Echos 'Offenbarung' musste auf sie gewirkt haben, als würde er sie nun loswerden wollen.
Wozu auch eine Dienerin bei sich haben, die bald sowieso nicht mehr von Nutzen sein würde?
Am besten setzte er sie sofort irgendwo aus, bevor noch jemand von Echos Schwangerschaft erfuhr.
Niemand würde Fragen stellen, schließlich hatte Vincent in seinen Launen schon so einiges nicht nachvollziehbares angestellt.
Würde er die Weißhaarige einfach aussetzen, wäre die Sache für ihn abgeschlossen.
Aber so herzlos der Nightray auch sonst mit seiner Dienerin umsprang, sie jetzt, in ihrem Zustand einfach auf die Straße zu setzen, würde ihm wahrscheinlich nichts als ein schlechtes Gewissen bereiten.
Was würde aus ihr werden, wenn er sie mit dem ungeborenen Kind im Bauch einfach aussetzen würde?
Keiner von beiden würde den Winter überleben, dessen war er sich sicher.
An einem großen Fenster blieb Vincent stehen. Der Himmel war wolkenverhangen und es fiel kaum Licht auf die Erde. Es regnete in Strömen.
Vor sich sah er schon Echo sitzen, abgemagert und doch mit einem runden Bauch, den glasigen, emotionslosen Blick starr geradeaus gerichtet.
Klein und hilflos, im Regen, mit zerschlissenen Klamotten.
Das konnte er ihr nicht antun.
Er schüttelte den Kopf, um die Bilder loszuwerden, und drehte um. Vielleicht sollte er doch einfach mit der Weißhaarigen reden.
Möglicherweise hatte sie sogar eine Idee, wie sie das Problem lösen konnten.
Und wenn er mal genauer darüber nachdachte, wollte Echo das Kind sicherlich auch garnicht. Er war sich ziemlich sicher, dass sie ihn hasste. Wieso sollte sie also ein Kind von ihm wollen?
Er klopfte leicht an die Tür von Echos Zimmer, wobei ihm bewusst wurde, das er eigentlich noch nie darin gewesen war.
Etwas Neugier mischte sich in seine verworrenen Gedanken. Wie es in ihrem Zimmer wohl aussah?
Vincent wartete darauf, dass sie die Tür öffnete oder etwas sagte, um ihn hereinzubitten, aber nichts geschah.
Nach einer kurzen Überlegung drückte er die Türklinke herunter und trat langsam ein.
Es war dunkel, und nur durch ein nicht allzugroßes Fenster zu seiner Rechten viel etwas Licht in den Raum.
Die einzigen Möbel waren ein schwerer, und doch unstabil wirkender Kleiderschrank, links von dem Nightray stand, ein leerer, eingestaubter Schreibtisch mit Stuhl und ein ebenso trostloses Regal an der Wand ihm gegenüber, und ein Bett vor dem Fenster, in dem die Bewohnerin des Zimmers seelenruhig schlief.
Vincent ging auf sie zu, blieb vor dem Bett stehen und musterte sie.
Echos zierlicher Körper war nur von einem dünnen hellblauen Kleid bedeckt, und er fragte sich unwillkürlich, ob ihr nicht kalt sein müsste.
Mit einer Hand drückte sie einen Teddybären an sich. Er fragte sich, wo sie ihn herhatte. Sie musste ihn vor ihm versteckt haben, in der Angst er würde ihn zerschneiden, wenn er ihn fand.
Die andere Hand ruhte auf ihrem – noch – flachen Bauch.
Er fühlte sich seltsam dabei, sie so anzuschauen, und zu wissen, dass ein Kind dort in ihr heranwuchs.
Ihr Kind. Und auch sein Kind.
Plötzlich verspürte er den Drang, ihren Bauch zu berühren. Ob man wohl schon merkte, dass darin Leben entstand?
Als er bemerkte, was er da gerade dachte, schüttelte er energisch den Kopf.
So durfte er nicht denken. Er musste dieses Problem aus der Welt schaffen, und nicht anfangen Gefühle für dieses noch nicht lebensfähige Etwas zu entwickeln.
Er richtete seinen Blick auf ihr blasses Gesicht, welches sanft von weißen Haarsträhnen umrandet wurde, und auf dem er, wie immer, keine Emotionen erkennen konnte.
Manchmal fragte er sich, ob sie wirklich so emotionslos war, wie sie immer wirkte.
Konnte ein Mensch seine Emotionen so lange unterdrücken, oder hatte sie unter dem Einfluss von Noise und seinen eigenen Taten ihre Gefühle nach und nach abgelegt, um sich selbst zu schützen?
Wenn sie die Gefühle die ganze Zeit unterdrückte, wie viel musste sich angestaut haben, was sie loswerden wollte?
Wie viel Wut würde sie wohl alleine auf ihn und Noise haben?
Seufzend ließ er sich vorsichtig auf die Bettkante sinken.
Wie friedlich sie doch aussah. Fast wie ein kleiner Engel.
„Echo.“, sagte er leise, nicht in der Absicht sie aufzuwecken. Aber sie schien aufmerksamer zu sein, als er gedacht hatte.
Sie schlug ihre silbernen Augen auf, und Vincent meinte, kurz so etwas wie Überraschung in ihnen zu erkennen.
Echo stellte keine Fragen, sie sah ihn nur schweigend an und wartete darauf, dass er etwas tat.
Er bereute, dass er sich in keiner Weise Gedanken darüber gemacht hatte, was er zu ihr sagen wollte.
„Echo... willst du das Kind überhaupt?“, fragte der Nightray direkt. Wozu auch drumherumreden, wenn er von Echo doch eh nur eine einsilbige Antwort erhalten würde.
Sie zögerte mit ihrer Antwort. „Ja.“
Vincent ärgerte sich über ihre Antwort. Wieso wollte sie es? Das würde alles nur so kompliziert machen. Ein einfaches Nein hätte ausgereicht, und in ein paar Tagen wäre alles wie vorher.
„Wieso?“ Seine Stimme klang zornig, aber Echo schreckte das in keiner Weise ab.
„Es... lebt. Ich will es nicht töten. … Es ist mein Kind.“ Er war erstaunt, wie erwachsen diese Worte wirkten, obwohl Echo doch so aussah als wäre sie selbst fast noch ein Kind.
Seine kleine Dienerin hatte also doch Gefühle.
„Du weißt, das wird ein großes Problem?“
Sie nickte.

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das wars auch schon, ich versuche das nächste Chap ein bisschen länger zu kriegen :)
glg Echo
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