Beam me up

von Kate Who
SongficRomanze, Schmerz/Trost / P6
Dr. Cal Lightman Dr. Gillian Foster
23.02.2013
23.02.2013
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Na ihrs! ;)
Ich will nicht lange aufhalten und deswegen sag ich einfach nur, dass das meine erste Songfic bzw. überhaupt Story zu Lie to me und Callian ist. Gegen Reviews haben ich nichts einzuwenden! :)
Und auf diesem Weg möchte ich auch meiner Beta-Leserin darkgreen für ihre Hilfe und das Drüberlesen danken! :) *hug*
Und noch was: Das Lied heißt "Beam me up" und ist von Pink. Hier ist ein Link, falls ihr mal reinhören wollt: http://www.youtube.com/watch?v=17kKasnw-SE Gehört nicht mir! ;)

So und nu: Enjoy! xD
*Kekse hinstell*

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Beam me up

Die Tür der Bar ging schwungvoll auf, als Cal sie betrat. Es war stickig, wie sollte es auch anders sein? Er sah sich kurz um, bevor ihn seine Füße zu den Holztresen führten. Er bestellte sich schon seinen Scotch, bevor er überhaupt richtig auf dem Barhocker saß. Genau in diesem Moment zeigte ein Lichtstrahl auf eine Frau viele Meter vor ihm und eine ihm unbekannte Stimme verkündete, dass sie nun die Nächste sei.
'Die Nächste?', fragte er sich innerlich und blickte sich noch einmal im Raum um, als ihm ein Blatt nicht unweit seines Platzes auffiel. 'Heute Abend Karaokebar, alle sind herzlich eingeladen.' Stand da. Er seuftze. Das hatte ihm gerade noch gefehlt, als wäre das Gespräch mit seiner Tochter Emily gestern Abend noch nicht genug gewesen, musste er sich nun auch noch den Gesang von ein paar Leuten anhören, die wahrscheinlich schon viel zu viel intus hatten. Den Kopf schüttelnd drehte er sich von der improvisierten Bühne weg und dachte an die letzten Tage. Es war schwer gewesen und Gillian...ihr ging es nicht gut, auch wenn sie es vorzugeben versuchte, er kannte sie gut genug um zu wissen, dass sie immer noch um Claire trauerte. Er schüttelte mit dem Kopf und fragte sich, wieso sie ihm nicht einfach alles erzählte? Natürlich war es schwer, über Verluste zu sprechen, aber wie Gill ihm einmal gesagt hatte, half es auch ungemein.
Kyle hatte ihr an dem einen Abend eine kleine Schatulle gegeben, in der sich ein Kettchen befand. Gillian hat ihm daraufhin erzählt, wie Claire und sie es in ihrer fünften Sitzung gebastelte hatten, weil sie die vorherigen vier nicht gesprochen hatte. Und dann erzählte sie weiter über Claire und wie sie erwachsen wurde. Die Geschichten und Anekdoten waren schön gewesen und irgendwann schlief Gill ein und er passte auf sie auf. Heute war Gill nicht in der Lightman Group aufgetaucht, hatte ihm aber Bescheid gegeben und als er sie fragte, wie es ihr ginge, antwortete sie gut, verabschiedete sich und legte auf. Cal verstand seine beste Freundin nicht, und dazu kam auch noch, dass sie die Einzige zu sein schien, die er nicht lesen konnte. Gut, es gab ein paar Momente, aber die waren selten...
Bevor er noch tiefer in seiner Gedankenwelt versinken konnte, sprach die Frau ein paar Worte an das Publikum und aus irgendeinem Grund, kam ihm die Stimme sehr vertraut vor. Er drehte sich wieder in Richtung Bühne und traute seinen Augen, war sie es wirklich?!

"Das Lied geht an Jemanden, von dem ich wünschte, dass er jetzt hier wäre, um mir zu helfen...", hörte er sie sagen.

Cal wollte aufstehen und ihr sagen, dass er hier sei, dass er immer da sein würde, doch die ersten Takte des Liedes wurden eingespielt:
Und als Gillian zu singen begann, sah er den Schmerz in ihren Augen, den sie bei jedem einzelnen Wort verspürte. Es ging ihr anscheinend noch schlechter, als angenommen.


There's a whole n'other conversation going on.
In a parralel universe.
Where nothing breaks and nothing hurts.
There's a waltz playing frozen in time.
Blades of grass on tiny bare feet.
I look at you and you're looking at me.



Sie sah sich um, sah durch die Menge der vielen Leute, die auf ihren Plätzen saßen und sie ansahen, ihr zuhörten und doch nichts verstanden. Die einzige Person, die sie hätte verstehen können, so dachte sie, war nicht anwesend. Sie wünschte sich einfach nur an einen anderen Ort. Ohne Tod, Schmerz und das Gefühl des Verlustes eines wichtigen Menschen. Claire hatte ihr viel bedeutet, sie kannte sie seit sie ein kleines 10-jähriges Mädchen gewesen war und hatte sie den ganzen Weg ihres viel zu kurzen Lebens begleitet. Sie vermisste Claire und konnte nicht verstehen, wieso sie ihrer Freundin nicht mehr hatte helfen können, wieso hatte sie zuschauen müssen, wie sie starb, ohne das sie etwas dagegen hatte tun können?!
In Gedanken sah sie Cal vor sich, wie sie ihn ansah und er einfach nur zurückschaute und verstand, wie es ihr ging. Wie sie einmal vollkommen ohne Schutzwall vor ihm stand und er alles lesen konnte, was sie ihm nicht mit Worten sagen konnte, weil es einfach zu schmerzhaft war.


Could you beam me up?
Give me a minute, I don't know what I'd say in it.
I'd probably just stare,
Happy just to be there holding your face.
Beam me up.
Let me be lighter, I'm tired of being a fighter.
I think, a minute's enough.
Just beam me up.



Wäre er hier, was würde sie ihm sagen? Was würde sie tun? Sie war es leid ständig zu kämpfen, die Starke zu sein. Sie konnte nicht mehr, sie war im Moment einfach nur müde und wünschte sich eine Minute, in der sie ihn nur anstarren konnte, froh sein konnte, ihn hier zu haben, in seinen Armen gehalten zu werden und auszuruhen. Die letzten Tage war so anstrengend gewesen. Ständige Verhöre, Gespräche mit Kyle und Zach, die Suche nach Beweisen um Zach endlich entlarven zu können. Eine einzige Minute, ohne all das, würde ihr schon reichen, eine Minute, in der sie wieder lachen konnte, in der er sie zum Lachen brachte. Nur eine Minute.


Some blackbirds soarin' in the sky.
Barely a breath I caught one last sight.
Tell me that was you, saying goodbye.
There are times I feel the shiver and cold.
It only happens when I'm on my own.
I tell you, tell me, I'm not alone.



Alleinsein. Das konnte sie zur Zeit nicht aushalten. In eine leere Wohnung zu gehen, war manchmal entspannend gewesen, doch gerade? Nein, denn dann wurde sie von viel zu vielen Gedanken und Bildern eingeholt, die sie zittern ließen und auch noch so viele Decken konnte ihr nicht helfen, dass die Kälte aus ihrem Körper wich, aus ihrem Herzen. Es fühlte sich an, als würde es von einer Eisschicht umzogen sein, die niemand durchbrechen konnte.
In diesen Momenten wünschte sie sich, ihn bei sich zu haben. Ihn bitten zu können, ihr zu sagen, dass sie nicht allein war mit all dem. Ihr dieses entsetzliche Gefühl zu nehmen, niemanden zu haben, an den sie sich lehnen konnte. Und auch wenn sie es besser wusste, es half nicht.


Could you beam me up?
Give me a minute, I don't know what I'd say in it.
I'd probably just stare,
Happy just to be there holding your face.
Beam me up.
Let me be lighter, I'm tired of being a fighter.
I think, a minute's enough.
Just beam me up.



Cal beobachtete seine Partnerin, wie sie abermals den Refrain sang und er wünschte sich, in diesem Moment bei ihr zu sein und sie in den Arm zu nehmen, damit sich nicht mehr dachte, sie wäre allein, er wollte ihr sagen, dass er sie niemals allein lassen würde, aber alles was er tun konnte war, auf seinem Hocker zu sitzen, seinen Scotch zu trinken und zu warten, bis das Lied endete. Unglücklicherweise saß er an einer Stelle, an die kein Licht drang, doch er wollte sich auch nicht umsetzen. Er sah gerade eine Gillian, die alles darlegte was sie fühlte und er wusste, dass sie sich am Ende auch nicht würde rausreden können, dass sie genau das vielleicht auch gar nicht wollte. Langsam verstand er, was sie ihm mitteilen wollte, verstand, was er tun sollte. Und so wartete er.


In my head, I see your baby blues.
I hear your voice and I,
I break in two and now there's one of me, with you.



Gillians Verstand sagte ihr, dass es nicht richtig war, sich so zu öffnen, vorallem vor ihm, denn er würde es irgendwann gegen sie zu nutzen wissen, doch zur gleichen Zeit sagte ihr Herz ihr, dass die Last zu schwer war, dass sie irgendwann zusammenbrechen würde, falls sie sich nicht bald irgendjemanden öffnete. Und da war er immer noch die beste Variante. Sie vertraute ihm.


So when I need you can I send you a sign?
I'll burn a candle and turn off the lights.
I'll pick a star and watch you shine.



Vielleicht sollte sie versuchen, ihm irgendwie ein Zeichen zu geben, um zu zeigen, dass sie ihn gerade dringend brauchte, dass sie mit ihrem besten Freund reden musste, da es sie sonst verschlingen würde. Und auch wenn sie stark war, auch starke Leute brauchten ab und an Hilfe. Und sie wusste genau, dass er alles versuchen würde, um ihr zu helfen, um ihr zu zeigen, dass sie nicht allein war. Sie lächelte kurz und setzte ein letztes Mal zum Refrain an.


Just beam me up,
Give me a minute,
I don't know what I'd say in it.
I'd probably just stare,
Happy just to be there holding your face.
Beam me up.
Let me be lighter, I'm tired of being a fighter.
I think, a minute's enough.
Beam me up.
Beam me up.
Beam me up.
Could you beam me up?



Cal sah Gill an und bemerkte das kleine Lächeln auf ihrem Gesicht und für einen kurzen Moment schien es, als wäre seine Gillian zurück, wie sie noch vor einer Woche durch die Gänge der Lightman Group gewandert war.
Eigentlich war sie ja die Stimmexpertin, doch er hörte, wie sie nochmal alle Kraft in die letzten Zeilen steckte, als wäre ein Teil von ihr zurückgekehrt und er freute sich für sie, auch wenn er noch nicht ganz verstand, woher das nun rührte...


Als sie geendet hatte wurde ihr applaudiert und sie bedankte sich, verließ danach die Bühne und bestellte sich an der Bar einen Scotch, den sie wegkippte, als wäre es ein Glas Wasser. Daraufhin eilte sie aus der Bar und er hatte Mühe ihr nachzukommen.

"Hey! Schatz!", rief er ihr nach und sie drehte sich um. Als sie erkannte, wer da gerufen hatte kam sie lächelnd zurück gelaufen.

"Ich...ich wollte gerade zu dir.", gab sie ein wenig schüchtern von sich, was er so gar nicht von ihr kannte.

"Ich weiß.", sagte er nur und sie sah überrascht zu ihm auf.

"Du... Warst du in der Bar?", wollte sie von ihm wissen und er nickte nur. "Oh...", brachte sie hervor, "Dann...hast du...?"

"Ja, Liebes, ich hab alles gehört. Und du bist nicht allein. Ich werde immer für dich da sein, dass weißt du doch Schatz. Wie könnte ich eine Frau wie dich denn bloß allein lassen?", er grinste sie an und sie musste lachen. Einige Momente sahen sie sich einfach in die Augen, bis er schließlich einladend seine Arme öffnete und sie die Chance auch sofort ergriff. Sie drückte sich an ihn, als wäre sie kurz vor dem Ertrinken und er ihr Rettungsanker, die einzige Chance, nicht im Meer zu versinken.
"Ich werde immer da sein. Egal was passiert.", flüsterte er ihr ins Ohr und sie brachte ein leises "Danke" hervor.

"Ich liebe Dich.", es rutschte ihm einfach so raus und er wollte sich schellen, doch Gillian lachte nur kurz und murmelte ein "Ich weiß." an seine Schulter.

-THE END-
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Also ich hoffe echt, dass es euch gefallen hat und ihr ein wenig Zeit findet, um mir zu sagen, was ihr davon haltet. :) Alle Art von Kritik ist gern gesehen! :D
Liebe Grüße, Kate Who. :)
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