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two sides.

von Nic-Nac
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
22.02.2013
13.04.2013
4
5.919
 
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22.02.2013 1.674
 
~Kapitel 4: Erneute Begegnung.



~Yuki~

„Vielen Dank für die ganzen Wohnungsanzeigen! Das hilft Yoru und mir sehr!“ Dankbar sammelte ich die ganzen Wohnungsanzeigen zusammen und verstaute sie in meine Schultasche damit ich sie auch nicht vergaß oder sie verliere. „Ach was, ich musste nur ein paar Freunde fragen und etwas in Google herumsuchen.“ Mit einer Handbewegung winkte Kanata ab. Mit einem Lächeln auf den Lippen schaute ich zu den Schwarzhaarigen herüber. Schon seit über zehn Jahren verehrte ich Kanata wie einen älteren Bruder. Nein, für mich war ein Bruder und noch viel mehr. Er ist mein Vorbild. Ich will genauso werden wie er.

„Wo ist eigentlich Yoru?“ während er mich das fragte, drehte sich in seinem Stuhl um und wandte sich seinem Bücherregal zu. „Sie ist noch bei ihrem zweitem Job in diesem kleinen Cafe an der Straßenecke.“ „Hm. Ich hoffe ihr überarbeitet euch nicht. Zwei Jobs und dann auch noch die Schule. Ich weiß selbst aus Erfahrung dass so etwas anstrengend sein kann.“ Besorgt zog der Schwarzhaarige eine Augenbraue hoch. „ Wir wollen halt schnell möglichst auf eigenen Beinen stehen..“ Beruhigend versuchte ich ihn an zulächeln. „Trotzdem, wenn etwas ist könnt ihr immer mit mir reden.“

Danke, Kanata...

Dankbar blickte ich ihn an, als mich ein seltsames Buch in den Bann zog, das in meiner Nähe lag. Ein blauschwarzes Buch mit verschnörkelten Schriftzeichen, die ich nicht lesen konnte.
Ich nahm es in die Hand und sah es eingehend an. Es sah fremd aus, so etwas hatte ich bis jetzt noch nie gesehen.

„Das ist doch das ein zigste was du dabei hattest, als du ins Waisenhaus kamst, oder? Ich darf es doch mal ansehen, Kanata?“ Fragend schaute ich ihm in die Augen. Ich wollte nicht ohne seine Zustimmung einfach in seine Privatsphäre eindringen. „Klar, mach nur.“ „Dieser Titel..Ich kann ihn nicht lesen..Was steht denn da?“ Ich strengte mich an, doch ich konnte es einfach nicht entziffern.

„Rasiels Schlüssel.“

„Du kennst es also lesen?! Wow!“ Bewundernd blickte ich ihn an. „Aber auch erst seit kurzem. Davor auch nicht.“ Mit geschlossenen Augen stand er am Fenster. „Ich kann es nicht lesen. Worum geht es den in dem Buch?“ Kanata atmete tief durch ehe mir antwortete. „ Nun, anscheinend geht es um die Welt. Im Moment steuert unser Planet zielsicher auf seine Zerstörung zu. Umweltverschmutzung... Klimawandlung... Atomwaffen...  Kriege... Terror... Das alles hat die Welt verunreinigt. Die Menschen sind dumme Wesen voller Schuld. Man sollte die Welt zum Nullpunkt zurückkehren um sie wieder zum reinen, ursprünglichen Zustand versetzten, meinst du nicht, Yuki?“ Mein Kopf war leer sowie mein Herz als ich seinen Worten lauschte. Diese Worte sie hatten eine ungeahnte Stärke, die ich nicht ein schätzen konnte.

„Oh, es ist schon spät. Du solltest gehen. Yoru wartet bestimmt schon auf dich.“ Mit einem Lächeln drehte Kanata sich vom Fenster weg und  kam auf mich zu. „Du hast Recht. Es ist ja schon nach 19:00 Uhr. Wir haben uns wohl mal wieder fest geredet.“  

„Also. Bis bald dann, Kanata.“ Mit einer Verbeugung und einem Lächeln verabschiedete ich mich von meinem fast Bruder. „Mach es gut, Yuki.“ Mit einer fließenden Bewegung strich der Silberäugige über meinem Kopf. Ich errötete leicht, als seine Hand auf meinem Kopf spürte. Es war lange her, das er mir so über den Kopf gestreichelt hatte.

Auf den Rückweg Richtung Waisenhaus hatte ich immer noch die Wörter von Kanata im Ohr. Sie wollten einfach nicht aus meinen Kopf gehen. Und dann musste ich immer wieder an Schwarzhaarigen Mann mit den silbernen Augen denken.. In letzter Zeit wünschte ich mir immer mehr, das die Zeit stehen blieb.

Wollte das die Momente mit Kanata und Yoru ewig blieben. Das ich immer zusammen mit den Kindern spielte und ihnen etwas vorlesen konnte. Und ich zweifelte auch keine einzigste Sekunde daran, das es nicht so sein würde.

Ein Schrei holte mich ruckartig aus meinen Gedanken, gerade in die Realität. Es war ganz in der Nähe, doch ich konnte die Person, die den Schrei ausgestoßen  hatte nicht sehen.. Laute Stimmen drangen an mein Ohr, als ich um die Ecke biege und drei Personen erkenne.



~Yoru~

Dieser Job war schon irgendwie hart. Man musste die ganze Zeit lächeln und freundlich sein. Selbst wenn die Gäste unverschämt waren und einen belästigen. Manchmal glaubte ich das ein paar Menschen hirnlose Neandertaler waren, die sich ein Dreck darum scherten, wie sie zu ihren Mitmenschen waren. Egal ob sie einen verletzten oder bedrängten. Sie waren Egoisten, die sich nur um sich selbst scherten und nur in Gruppen stark waren.

Ich blickte auf als ich eine schreiendes Mädchen aus dem Augenwinkel sah. Ich konnte einfach nicht fassen, was ich da gerade sah! Ein Mann, von der Entfernung konnte ich nicht ausmachen, wie alt er war, versuchte ein junges Mädchen, ganz offensichtlich gegen ihren Willen, in eine zwielichtig Seitengasse zu ziehen. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, was er da mit ihr anstellen wollte. Wie schamlos und niederträchtig konnte jemand sein, jemand seinen Willen auf zu zwingen. Und dazu noch ein Mädchen, dass sich nicht wehren konnte?

„Lassen sie mich in Ruhe!“ Das Mädchen mit den langen Haaren schrie und versuchte sich dabei zu befreien, aber zwecklos. Der Mann zog sie immer weiter hinter sich her.

„Hey, sie! Sie hat gesagt, sie sollen sie in Ruhe lassen!“ Rief ich zornig, ehe ich ein paar Sekunden vor den beiden zu stehen blieb. Das junge Mädchen, es war etwa in meinem Alter und sie kam mir irgendwie bekannt vor, schaute sie überrascht an.

„Das ist nicht deine Sache, kleines Mädchen. Also hau wieder ab!“ knurrte mich der Mann an. Er war um die 40 Jahre, eine Brille und einen Anzug an. Er starrte mich genervt an, es schien ihm nicht zu passen, das ich ihn gestört habe. Wutendbrand starrte ich ihn an. „Es wird wohl besser sein, wen sie das Mädchen jetzt in Ruhe lassen. Hat sie ihnen nicht gesagt, das sie, sie in  Frieden lassen sollen?“ Ich versuchte meine Wut zu unterdrücken, als ich in seine braunen Augen sah.

„Das hier geht...“ Bevor der Mann seinen Satz zu ende sprechen konnte, hatte ich ihn schon an der Hand gepackt, die das Mädchen am Arm festhielt und drückte zu. Durch den Schmerz schrie er auf und ließ sie los.

„Du kleines Miststück!“ Zornig sah er mich an und hatte schon sein Hand erhoben, als eine klare Stimme uns unterbrach.

„Yoru?“

Ich drehte mich um und sah Yuki, der rasch zu uns rüber gelaufen kam. “Was ist denn hier los?” Abwechselnd schaute er zu dem Mann, dem Mädchen und mir hin und her. “Würden sie bitte das Mädchen in Ruhe lasseb, Sir? Sie möchte nichts mit ihnen zu tun haben.” Ruhig schaute mein Bruder dem Mann in die Augen. Mit einem verächtlichen Schnauben nahm der Mann seinen Arm runter. Auf einmal mischte sich eine neue, männliche Stimme ein.
“Touko-chan, was ist denn hier los?” Ein großer Junge mit einem leicht desinteressierten Gesichtsausdruck erschien hinter dem Mädchen, dass wohl auf dem Namen Touko hörte, drehte sich zu ihm um.

“Tsukumo! Da bist du ja endlich. Dieser Mann da hat mich belästigt und mich mitgezogen, obwohl ich nicht wollte!” Anklagend zeigte die hübsche Rotblonde mit ihren Zeigefinger auf den Mann. Rapide verfinsterte sich der Blick des jungen Mannes und schaute den Mann düster an. Mittlerweile schien es der Mann mit der Angst zu tun kriegen und mit einem letzten panischen Blick auf uns weg rannte. Mit einem Schnauben schaute ich diesem Feigling hinterher.
Erst große Töne spucken und dann nicht zu seinen Taten stehen.


Was für ein Angsthase!


Da das Mädchen Yuki und mich nun ansprach, zog sie meine Aufmerksamkeit auf sich. “Vielen Dank für eure Hilfe! Das war wirklich sehr nett von euch!” Mit einem aufrichtigen Lächeln bedankte sie sich bei uns beiden.
“Aber nein!” Abwehrend hob ich meine Arme, um ihre Worte nieder zu ringen. “Ja. Wir haben wirklich nichts besonderes getan. Schließlich war es dein Freund, der den Mann verjagt hat.” Stimmte mir Yuki zu und lächelte verlegen. Mit einem Grinsen schaute Touko uns an.

“Nicht jeder hätte in einer solchen Situation eingegriffen und mir geholfen. Und Tsukumo ist nicht mein Freund sondern mein Bruder. Trotzdem Danke. Yuki und Yoru.” Den letzten Teil des Satzes flüsterte sie. Und ehe ich mich versah, waren die beiden Geschwister auch schon um die nächste Straßenecke verschwunden.
Verblüfft schaute ich auf die Stelle, wo die beiden gerade noch gestanden hatten. Wenn ich gerade so überlegte, kamen die beiden mir irgendwie bekannt vor. Bloß woher?

“Das waren die beiden von der Bushaltestelle, oder Yoru? Du weit schon, vor ein paar Tagen.” Fragend schaute mir mein Zwilling ins Gesicht und als er mich daran erinnerte, wusste ich, woher ich die beiden kannte.

“Schon seltsam, sich in einer so großen Stadt wie dieser wieder zu treffen.” Ich nickte zu stimmend. “Ja, du hast recht. Das gleiche habe ich auch gerade gedacht.”
In letzter Zeit geschahen schon seltsame Dinge. Erst das seltsame Geschwisterpaar, von dem ich mir einbildete, das ich sie von irgendwo her kenne, und dass nicht von der Bushaltestelle, dann der blonde Junge, der mir meinen Anhänger wieder brachte und mir auch so bekannt vor kam. Als sich unsere Hände berührt hatten, wallte sich das Gefühl von Vertrautheit von mir auf. So als ob ich jemanden getroffen hatte, der schon längst in Vergessenheit geraten war.

Und dann waren ja da auch noch diese Träume, die ich in letzten Nächten immer wieder in Dauerschleife träumte. Ich spürte dass sie wichtig waren, dennoch vergaß sie oft. Obwohl dass stimmte nicht ganz.

~Ich glaube ich träume von einem Schwarzhaarigen Mann mit einem Schwert. Oder bildete ich mir das nur ein?~

~~~~~~~~~~~
Meine Fresse ist das lange her, das ich etwas geschrieben habe, ob wohl ich eigentlich schon lange ein neues Kapitel reinstellen wollte. Aber ich saß in einem KreaTIEF fest und hatte null Bock weiter zuschreiben. Aber Dank meiner besten Freundin bin ich endlich raus da.^^
Ich hoffe das Kapitel gefällt euch und ich bin schon gespannt auf eure Meinung und auf eure Kommentare.

Bis, denne
Nicky
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