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Eighteen

GeschichteRomanze / P18
14.02.2013
14.02.2013
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Disclaimer: Twilight gehört Stephenie Meyer. Dieser One-Shot gehört der fabelhaften GothicTemptress und wird mit ihrer freundlichen Genehmigung aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet man unter folgendem Link: http://www.fanfiction.net/s/6283100/1/

Ich bitte um Beachtung, dass diese Geschichte vielleicht nicht jedermanns Geschmack entspricht. Aber wer nicht davor zurückscheut, auch die düsteren Abgründe der Versuchung zu erkunden, dem könnte dies hier vielleicht sogar gefallen. :)

Und nun viel Vergnügen!



Eighteen




Sea of Sin I'm swimming in and I'm taking a dive

My mind's in need so my body feeds and it keeps me alive

It gets better and better as it gets wetter and wetter

Sea of Sin know where you've been but I don't care


Sea of Sin through thick and thin for better or worse

My mind's in need so my body feeds and it quenches my thirst

You look cheaper and cheaper as we sink deeper and deeper

Sea of Sin know where you've been 'cause I've been there


Here under God's sky

His watchful eye

And all of the lies

My consolation prize


Sea of Sin my second skin my home from home

When I'm in doubt my hands reach out and I'm never alone

It gets wetter and wetter as it gets better and better

Sea of Sin know where you've been and I'm prepared


Sea of Sin know where you've been yes I'm aware

Sea of Sin know where you've been 'cause I've been there

Sea of Sin know where you've been and I don't care

Sea of Sin know where you've been and I don't care


Sea of Sin von Depeche Mode


"Halte einfach den Atem an, wenn du das nächste Mal spürst, dass sich dein Orgasmus aufbaut. Du wirst keine weiteren Erklärungen brauchen, Bella. Deine anderen Sinne sind geschärft, wenn dir ein Sinnesorgan fehlt. Das selbe Prinzip gibt es auch beim Sex, und dein Höhepunkt wird so gigantisch sein, wie du es dir kaum vorstellen kannst."

Bella sah ihre Freundinnen in erstauntem Schweigen an, während beide bekräftigend nickten. Sie wusste, Alice sprach aus eigener Erfahrung, aber es war schwer, das zu begreifen, was sie mitzuteilen versuchte.

Die Idee, seinen Atem zu verlieren ... das jagte einem Angst ein.

Und es war heiß.

Sie wandten alle ihre Aufmerksamkeit den verschiedenen Corsagen zu, die an der Wand aufgereiht waren. Der Geruch von Leder hatte alles überlagert, als sie vorhin den kleinen Laden betreten hatten, aber nun rochen es  nur noch nach ihrer offensichtlichen Zögerlichkeit.

Hör auf, ein Angsthase zu sein. Du weißt, er wird es lieben.

"Bella, stelle dir das Gefühl vor, eingeschnürt zu sein. Du spürst die Beengung und bist gleichzeitig dicht bei ihm. Es ist so eng. Glaubst du, wir würden dich in die Irre führen? Dass wir diesbezüglich lügen würden? Ich sehe, dass du zögerst. Aber zweifelst du an uns?"

"Nein, Rosalie, ich zweifle nicht an euch. Ich weiß nur nicht, ob das etwas für mich ist ..."

"Das ist etwas für jede Frau. Und ich sage dir, es ist speziell etwas für ihn. Das weißt du doch schon. Probiere wenigstens eines an. Du wirst nicht glauben, wie gut du dich darin fühlst. Ich trage meines jeden Tag. Ich könnte darin leben ..."

Ihre Rede verwandelte sich in eine bedeutungsschwangere Stille, während ihr Blick an einem speziellen Kleidungsstück hängen blieb.

"Dieses, mit den Metallringen. Probiere es an. Ich schwöre dir, Bella, später wirst du uns dafür dankbar sein."

Alice begann, aufgeregt auf und ab zu hüpfen. Der Enthusiasmus in ihrer Stimme überstimmte Bellas Zweifel.

"Angela, kann sie das eine probieren, bitte?"

Bella sah ihre Freundinnen ungläubig an. Sie wusste nicht mehr, wie sie es geschafft hatten, ihren Samstagvormittag so gründlich zu versauen.

"Ich kann euch Miststücken nicht glauben. Ihr lügt mich an, dass ihr brunchen gehen wollt, und dann lande ich hier ..."

Sie entrissen Angela das Korsett und schoben Bella in Richtung der Umkleidekabine in den hinteren Teil des Ladens.

"Wir können ein paar zusätzliche runde oder D-förmige Ringe vorne oder hinten befestigen, falls sie das braucht!", rief Angela.

Rosalie lachte laut und rief zurück: "Die reichen doch schon, meinst du nicht? Sie hängt ja von nirgendwo runter ... noch nicht ..."

"Noch nicht ..."

Bella sah verwirrt aus, während Alice und Rosalie eine Art Übereinkunft erzielten und gegenseitig ihre Sätze beendeten.

"Noch nicht?"

Ihre Stimme war zittrig, sie wusste nicht, was das zu bedeuten hatte.

"Noch nicht. Du wirst es lieben, Bella. Edward wird sterben, wenn er dich darin sieht. Wir schwören es."

Die Tür schloss sich, sie wurde abgeriegelt und der Geruch der Ledercorsage erfüllte den kleinen, abgeschlossenen Raum. Ein paar Minuten später stand sie wieder bei ihren Freundinnen, die ihr Spiegelbild bewunderten, und sie verstand es endlich. Es war nicht nur der Duft des Leders oder der Geruch ihrer Zögerlichkeit, sondern es ging um sinnliche Verführung. Es war der Duft eines Geheimnisses, sie schnupperte an einem Leben, das sie erst noch erkunden musste.

Edward würde wirklich sterben ... vor Lust.

Sie wusste, dass er vor ihr schon viele Liebhaberinnen gehabt hatte. Seine Geschmäcker und Erfahrungen waren in der Zeit vor ihrer gemeinsamen Beziehung dunklerer Natur gewesen als jetzt. Er meinte vor einem Jahr, als sie sich kennengelernt hatten, ihm würde ihre relativ geringe Erfahrung nichts ausmachen, aber sie verstand, dass er sich für sie verstellte. Er meinte, es wäre nicht so, aber er konnte sie nie ganz davon überzeugen.

Besonders später, als auch für ihre Standards alles langsam ein bisschen langweilig wurde.

Und deshalb brauchte es am Ende wenig Überzeugungskraft von Rose und Alice, um sie in diese Umkleidekabine zu schicken. Sie konnte es kaum erwarten, ihn damit zu überraschen. Ihre Freundinnen überzeugten sie, dass die 400 Dollar, die sie somit in ihre Beziehung investierte, jeden Cent wert waren, und sie hoffte, sie hatten Recht.

Tief in ihrem Inneren war sie sich sogar sicher.

xxx


Sie hielt das schwere Leder in ihren zitternden Händen. Die Metallringe klirrten, während sie darum kämpfte, die Nerven zu bewahren.

Die schwarze Schnürung war von Rose und Alice schon im Laden gelöst worden, damit alles bereit war, wenn sie sie zum ersten Mal anzog.

Das war etwas Unerwartetes, das er genießen konnte, und sie genauso, wenn diese Miststücke ihr die Wahrheit erzählt hatten.

Was ebenfalls unerwartet gewesen war, war, dass er ihr half, ihre Sachen auszupacken, während sie in der Dusche den Schmutz des Tages wegwusch. Wenige Minuten später kam sie aus dem Badezimmer und fand ihn vor, wie er das Kleidungsstück andächtig hoch hielt. Seine Augen waren vor Lust verdunkelt und seine Haltung war steif vor Überraschung.

Er hob seinen Kopf, starrte sie an, und die zügellose Bitte stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

Er hielt es ihr hin.

"Bitte."

Seine Stimme war rau vor Lust, die Ringe am Korsett vibrierten vor lauter zügelloser Begierde.

"Und Bella ... ich will es festzurren. Lass mich die Schnürung machen."

Sie nahm es in die eine Hand, während sie mit der anderen das Handtuch an den Körper gedrückt hielt. Ein wissendes Lächeln zierte ihr Gesicht.

Sie nahm das Korsett unter den Arm und griff nach der Tasche, die noch bei der Tür stand. Darin befand sich das, was sie dazu anziehen wollte.

Und so fand sie sich im Badezimmer wieder. Sie war nervös und überlegte, was sie als nächstes tun sollte.

Sie hatte es an ihrem Wochenendtrip gekauft, aber war sich nicht sicher, ob sie den Mut hatte, es anzuziehen.

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen, Swan. Finde deine inneren Verführungskünste und sorge dafür, dass die Mädels stolz auf dich sind.

Sie griff in die Tasche, um deren Inhalte herauszuholen. Sie zog ein kleines, schwarzes Spitzenhöschen an und stieg mit den Füßen in die schwarzen High Heels.

Sie legte das Korsett auf den Badezimmertresen und öffnete rasch den Reißverschluss. Sie hob es hoch und schlang es sich um die Taille, hielt den Anfang des Reißverschlusses unter ihrem Bauchnabel zusammen und ließ ihn einrasten.

Die Zähnchen bissen laut ineinander, während sie den Reißverschluss entschlossen hochzog und sich in dem kühlen, engen Gefängnis einschloss.

Sie betrachtete erstaunt ihr Spiegelbild. Auch wenn die Schnürung am Rücken nicht festgezogen war, betonte das Korsett ihre Taille und ihr Dekolleté hervorragend. Ihr Körper verwandelte sich vor ihren Augen genauso wie im Laden.

Sie konnte es kaum erwarten, seine Reaktion darauf zu sehen.

Rasch öffnete sie die Tür, ihre Absätze klapperten im Takt mit ihrem hämmernden Herzen.

Ihre Brust hob und senkte sich sichtbar, als er sie beobachtete, wie sie auf ihn zustakste.

Seine zitternde Hand legte sich hinter ihren Nacken. Er hielt ihr Haar unter ihrem Kopf zusammen und schob es ihr nach vorne über die Schulter.

"Dreh' dich um und lehne dich nach vor, Bella. Stütze deine Hände am Bett ab."

Sie folgte seinen Anweisungen und spreizte die Beine, damit sie ihr Gewicht auf den Absätzen ausbalancieren konnte, und sie lehnte sich vor.

Er stand hinter ihr, seine harte Länge drückte sich an die Kurve ihres Hinterns.

Sie spürte, wie seine Fingerspitzen über ihr Schulterblatt strichen. Seine Berührung wanderte über ihr entblößtes Rückgrat hinab und er hielt am oberen Rand der Schnürung inne, wo das Korsett über ihrer Haut lag. Sie spürte, wie er die Ringe und die Schnürung nachfuhr. Das Leder fügte sich seinen entschlossenen Bewegungen. Sie spürte seine Verehrung vor der Ausarbeitung der Corsage, während er ehrfürchtig über die feine Lammhaut strich.

Sie konnte seinen Atem auf ihrem nackten Rücken spüren, während er wortlos ihre Wirbelsäule hinabstrich.

Langsam. Bedächtig.

"Achtzehn."

Sie drehte den Kopf, um ihn anzusehen, ihr Gesichtsausdruck war fragend. Sie hatte die Ringe ebenfalls gezählt, aber sie fragte sich, warum das so eine Rolle für ihn spielte. Sie hatte Angst, dass ihn das nerven würde, und fragte sich, ob sie nicht lieber eines ohne Schnürung hätte kaufen sollen.

"Achtzehn. Es sind achtzehn, Bella. Ich bekomme achtzehn Mal die Möglichkeit, das perfekte Geschenk einzuschnüren, die Vielzahl deiner Tugenden in diesem verheißenden, sinnlichen Teil perfekt einzupacken. Bist du bereit?"

Sein Flüstern beinhaltete unzählige Versprechen.

Sie nickte ihr Einverständnis, ihre Aufregung sammelte sich langsam zwischen ihren Beinen.

"Eins."

Er zog die Schnürung durch die obersten Ringe. Seine Hände hielten die schwarzen Schnüre fest umfasst, wo sie sich kreuzten, während sich das Oberteil so fest zusammenzog, wie es möglich war.

Ihre Rippen wurden von dem kühlen Leder umfasst und drückten ihre Brüste weiter hoch.

"Zwei."

Es wurde immer enger, während sie zusammengeschoben wurde.

"Drei. Das wird dir dein Zwerchfell einengen. Glaubst du, du kannst weiter atmen, wenn du das trägst, Bella?"

"Ja."

"Ich werde es immer fester binden, wenn ich mich nach unten vorarbeite. Wenn es das ist, was du willst ..."

"Was willst du denn, Edward?"

Er lehnte sich vor und fuhr mit der Zunge über ihr Rückgrat entlang hoch, bis sein Kinn auf ihrer linken Schulter zu liegen kam. Sie konnte seine Härte spüren, die sich an ihren spitzenbedeckten Hintern drückte. Sie drückte sich an ihn, um mehr Reibung zu erzeugen.

Er zischte und hakte sich mit den Fingern seiner rechten Hand in das vierte X ein. Sein großer, harter Schwanz war erwacht und pulsierte und rieb sich an ihrem runden Hintern.

"Willst du wissen, was ich will, Isabella? Vier ..."

Das Korsett schloss sich langsam um ihre Haut. Sie sah wegen diesem Gefühl zu ihm zurück und schenkte ihm ein wissendes Lächeln.

"Fünf."

Er verlangsamte seine Reise und gab ihr die Zeit, sich an das neue Gefühl der Beengtheit zu gewöhnen.

"Ich war dem Sirenenruf deiner Kurven schon vorher verfallen ... aber keiner meiner Träume, in denen ich das getan habe, kommt der Wirklichkeit auch nur annähernd nahe. Du machst mich verrückt vor Lust. Atme ein, Bella ... Sechs ..."

Sie stöhnte laut. Das Grinsen auf ihrem Gesicht signalisierte, dass es ihr nicht unangenehm war.

"Wenn ich das fester binde, was spürst du?"

"Ich dachte, ich würde mir vorkommen, als wäre ich gefesselt, zu sehr eingewickelt, um ordentlich atmen zu können, aber ..."

"Aber?"

"So ist es nicht, es ist nicht einschränkend. Ich habe die Kontrolle über meine Atmung, über meine Haltung ..."

"Über mich, Liebes. Über diesen Teil von mir, der dich in diesem Moment so verzweifelt will, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich es aushalte ... Sieben."

Sie spürte, wie seine Hand vor Aufregung zitterte.

"Die Fantasie, dass du ein Lederkorsett wie dieses trägst, ist schon aufreizend genug. Aber dich so vor mir nach vorne gebeugt zu sehen ist atemberaubend ... Acht. Deine Kurven sind noch verführerischer und runder und betteln förmlich nach mir ... Neun."

Sie stöhnte wieder und war aufgeregt, weil sie ihn so antörnte.

"Versprich mir, dass du das wieder anziehst, tagsüber, unter deinen normalen Sachen. Du kannst es jeden Tag tragen und die ganze Zeit über spüren, wie dich meine Anwesenheit fest umgibt. Ich sehe den Ansatz der Schnürung unter deinem Shirt, das mir ein Versprechen zuflüstert, mich neckt und mich anbettelt ... Fuck, Bella, allein daran zu denken ... Zehn."

"Wenn ich dir jetzt zuhöre, Edward, verstehe ich zum ersten Mal, welche Macht ein Liebender  über den anderen haben kann ... all die Standard-Sachen sind so langweilig im Vergleich damit, wie aufgeregt du jetzt bist."

"Die Erinnerung an dich, wie du so vor mir stehst, wird mich bis in meine Träume verfolgen. Du weißt doch, dass ich das wieder tun will, nicht wahr, Bella? Elf ..."

Sie krümmte wegen der Anspannung den Rücken und schob ihre Hüften in seine Richtung.

"Ich glaube, darauf werde ich zählen. Dadurch fühle ich mich lebendig, Edward. Ich bin so angetörnt."

"Ich kann deine Lust beinahe einatmen, deine Haut brennt und bettelt mich an. Zwölf ..."

Seine Stimme wurde mit jeder Sekunde, die verging, leiser.

"Kannst du dir vorstellen, was du mir antust, Bella? Ich will mich in dir verlieren. Du machst mich wahnsinnig, wenn ich dich so sehe. Da will ich noch tiefer in dich eindringen. Kannst du alles von mir aufnehmen, Bella? Machst du das? Dreizehn ..."

"Ich liebe dich, so wie du jetzt bist, Edward. Alles von dir ... auch deine dunkle Seite, die Schatten, die ich noch nicht verstehe."

Sein Grinsen war höllisch, und ihr Einverständnis besiegelte ihr Schicksal, während er weiterhin mit unnachgiebigem Druck die Schnürung verstärkte.

"Je länger ich etwas nicht mache, das mir gefällt, desto schwerer fällt es mir, aufzuhören, sobald ich einmal damit angefangen habe. Macht es dir Angst, dass ich dich in diesem Korsett so sehr liebe? Vierzehn ..."

Sie lachte laut und zwang ihn, still zu halten, während ihre Brust unter dem straffen Leder vibrierte.

"Ich habe keine Angst. Am liebsten würde ich dich anbetteln, dich zu beeilen, es mir zu zeigen, damit ich dir zeigen kann, was mir das alles antut ..."

Sie spürte, wie seine große Erektion an der Hinterseite ihres Oberschenkels zuckte, weil sie ihn neckte. Seine linke Hand schlüpfte zwischen ihre Beine und seine Finger drückten sich gegen ihr triefend nasses Zentrum. Er drückte den Stoff gegen ihre Lippen und die Spitze strich über die sensible Haut an dieser Stelle.

"Bella, unterschätze nie meine Dankbarkeit dafür, was dich betrifft. Die köstliche Folter, langsam vorzugehen, ist ... Fünfzehn."

Sein Atem kam ungleichmäßig, sein heftiger Herzschlag war sogar durch das Leder an ihrem Rücken spürbar.

"Die Summe aller Sterne am Himmel kommt dem nicht nahe, wie sehr ich dich liebe, Bella. Aber das Gefühl des Leders an deiner blassen Haut, die schwarze Nacht im perfekten Licht ... diese Helldunkelmalerei ist makellos ... das Spiel von Licht und Schatten reizt mich gnadenlos ... deine Kurven sind ein Festmahl für meine hungrigen Augen, und mein Hunger nach dir ist kaum noch kontrollierbar. Sechzehn ..."

Er hielt an, seine Stimme wurde sogar noch leiser.

"Wenn ich loslasse, Isabella, wenn ich dieses quälende Hemmnis öffne, wird etwas aus deinem tiefsten Inneren erwachen und aus dir herausströmen ... Siebzehn."

Seine Stimme war kaum noch ein Flüstern, sein Atem kitzelte sie am Hals.

"Es werde deine Schenkel hinuntertropfen. Die Spur meiner qualvollen Erleichterung und meiner unvorstellbaren Lust auf dich. Achtzehn, Bella."

Seine Daumen zogen die zwei verbliebenen Schnüre heraus und schnürten sie ein, soweit ihre Taille das zuließ. Die Bänder zischten durch die metallenen Ringe, ehe er sie rasch verknotete und sein Handwerk mit einer festen Schleife zierte. Die blasse Haut über ihrer Wirbelsäule stach unter den verkreuzten, schwarzen Schnüren und dem Leder hervor und entlockten ihm ein Grollen, das aus seinem dunklen Inneren kam.

Sie drehte den Kopf, um ihn wieder über die Schulter hinweg anzusehen, und er lehnte sich vollständig an ihren Rücken, lehnte seine Brust an ihre Wirbelsäule, während sie beide immer schneller atmeten.

Seine Hände legten sich auf ihre Hüften, wo er über die Metallniete und die runden Ringe auf jeder Seite strich, das Geräusch des klirrenden Metalls übertönte ihre heftige Atmung. Er ergriff die Ringe mit seinen Zeigefingern und zog ihre Hüften nach hinten, dass sie über seine Oberschenkel bis zu seinem Schritt rutschte.

"Dafür sind die also gut ..."

Die Verwunderung in ihrer Stimme brachte ihn zum Glucksen.

"Unter anderem. Ich habe vor, sie noch für etwas ganz Spezielles zu benutzen."

Er nahm seine Daumen, um sie kräftig von seinen Hüften wegzuschieben, nur um sie mit den Ringen schnell wieder zurückzuziehen. Seine Härte drückte sich in die Haut ihres Hinterns. Sie stöhnten beide auf bei dem Kontakt.

Sie lehnte sich zurück und ihre Brüste sprangen aus dem Korsett, als sie versuchte, auf den High Heels besseren Halt zu finden, während ihre Beine immer noch weit gespreizt waren, um ihre vorherige Position über der Bettkante abzustützen.

Sie griff mit der linken Hand nach hinten, zwischen ihre Körper, um seine Länge unter dem Stoff seiner Hose zu umfassen. Sein darauf antwortendes Zischen ließ ihre Knochen vor Vorfreude schon kribbeln.

Er begann, mit Lippen und Zähnen an ihrer nackten Schulter zu knabbern, während er seine Hose öffnete. Seine rechte Hand ließ den Ring los, um über das Leder zu gleiten und ihre entblößten Brüste nachzuzeichnen.

"Schau, was das hier mit dir macht. Schau, wie dich das hochdrückt und fest umfasst. Du siehst aus wie eine verdammte Göttin, Bella, wenn dein Körper in diesem dekadenten Leder so verführerisch eingewickelt ist. Sonst ist es auch gut, aber das ist einfach ... Sünde ... Perfektion ..."

Sie spürte seinen harten, nackten Schwanz an der Rückseite ihres Oberschenkels und dann rieb er ihn durch den Spitzenstoff zwischen ihren Beinen hindurch direkt an ihrem sensibelsten Punkt. Sie spreizte ihre Beine weiter auseinander, als er den Spitzenstoff ergriff und sie wieder nach vorne schob.

"Lege deine Hände auf das Bett und strecke den Rücken durch. Warte kurz ..."

Sie spürte, wie er ihr Höschen im Schritt zur Seite schob. Die kühle Luft im Zimmer war deutlich an ihrem nun entblößten Zentrum zu spüren.

Er schob sich mit extremer Vorsicht in sie, drang immer weiter vor, bis es nicht mehr tiefer ging. Seine Hände lagen auf dem Leder, das ihren Bauch bedeckte.

Sie hielten still, um sich an die Tiefe dieser neuen Position zu gewöhnen.

Er war weiter in ihr als je zuvor, und dieses Kleidungsstück hielt sie in einer Position aufrecht, sodass er sogar noch ein Stück weiter eindringen konnte als sonst.

Sie wollte sich nicht bewegen, die Lust war so berauschend. Das Geräusch der Metallringe, die gegen die Nieten klimperten, machte ihr bewusst, was er getan hatte.

Sie dachte, es wäre unmöglich, dass er noch tiefer in sie dringen konnte, bis er die Ringe in Richtung seiner Hüften und nach oben zog. Somit erzeugte er eine Verbindung, bei der sie dachte, ihr Verstand bekäme gleich einen Kurzschluss. Die ganze Wahrnehmung seiner Länge in ihr wurde in diesem Moment revidiert, ihre Taille war eingeschnürt und ihre Organe waren eingeengt, sodass das Feuer in ihr die kaum noch vorhandene Kontrolle auffraß. Er drückte und zog an den Ringen, versenkte sich mit Präzision und dem verzweifelten Bedürfnis nach Reibung immer wieder in ihr, das Vor und Zurück der Liebenden erreichte fast ihr Ziel.

Er benutzte die Stärke seiner Arme, um die Ringe nach oben zu ziehen. Damit hob er ihre Hüften hoch und ihre Absätze fanden keinen Halt mehr am Boden, und seine Stöße erreichten einen Punkt tief in ihrem Inneren, der sie unkontrolliert vorwärts trieb, etwas baute sich auf, baute sich auf, pulsierte da drin, schob ihre Brüste weiter hoch und ihr Kopf sank zurück, während sie an ihn sank. Seine Schenkel und Arme zitterten vor Anstrengung und dann drehte sich alles, alles war ekstatisch, die Anspannung löste sich und strömte aus ihrem Inneren, während ihre Seelen verschmolzen und gemeinsam das Nachbeben genossen.

Ihre Brust hob und senkte sich, der Druck auf ihrem Zwerchfell hinderte sie daran, wieder zu Atem zu kommen. Ihr Mund war weit geöffnet und versuchte, die dringend benötigte Luft einzuatmen.

Er merkte, trotz dass er von der Euphorie ganz benebelt war, was los war. Seine Finger ließen die Ringe rasch los, um den Knoten an ihrer Hüfte zu lösen, als sie plötzlich mit ihrer Hand nach hinten griff und seine Faust umfasste, wodurch sie die Bewegung aufhielt. Er sah ihr ins Gesicht und bemerkte, dass sie die Augen geschlossen hatte, ihr offener Mund zu einem breiten Lächeln verzogen war und sie wieder zu schreien begann, als ein zweiter Orgasmus ihren Körper überrollte und ihre Muskeln erneut seinen Schwanz bearbeitetem.

Er hatte keine Zeit gehabt, damit sein Penis wieder erwachen hätte können, er konnte ihr nichts mehr geben, und dennoch wollte ihr Körper mehr. Er schob sich, so gut es ging, hinaus und hinein und versuchte, ihr dieses Gefühl zu verlängern, bis sie wieder von ihrem Hoch herunterkam.

Als sie sein Handgelenk losließ und sie sich mit der Hand wieder am Bett unter sich abstützte, zog er an dem Knoten, sodass die Schnüre sich öffneten und sich entlang ihrer Wirbelsäule lockerten, um ihr wieder den Platz zum Atmen zu gewähren. Er griff um ihre Brüste herum und fand den Anfang des Reißverschlusses, den er rasch hinunterzog. Die Zähne ratterten, ließen locker und lösten die Spannung.

Er zog ihr das Korsett vom Körper und warf es neben dem Bett auf den Fußboden. Seine Finger legten sich sofort auf die roten Striemen der Schnüre und des ledernen Gefängnisses auf ihrer perfekten Haut. Er beugte sich hinunter, zog sich langsam aus ihr und begann, mit seinen Lippen die roten Abdrücke des Kleidungsstückes wegzuküssen, das nun am Boden lag.

Ihre Hände lagen auf dem Bett, ihr Atem kam immer noch schwallweise und ihre Schulterblätter bewegten sich mit jedem Atemzug.

Er küsste die Male auf ihrem Rücken weiter und bearbeitete ihre salzige Haut mit seiner Zunge. Seine Nase erkannte und liebte den Geruch von ihrem Schweiß und frischem Leder.

Er bemerkte, dass der Duft des Leders auf ihrer Haut ihn wieder hart werden ließ.

Sie atmete tief ein und brachte genug Stärke auf, um auf das Bett zu klettern. Sie trug immer noch ihre High Heels und ihr nasses Höschen am Körper, als sie sich unter seinem Blick umdrehte.

Die roten Sohlen ihrer Schuhe waren in dem dunklen Raum deutlich erkennbar. Die Absätze scharrten auf der weichen Tagesdecke unter ihr, als sie hochrutschte.

Er begann, die nackte Haut an der Oberseite ihres Fußes zu liebkosen, tanzte mit den Fingern über ihre Knöchel und strich langsam über ihren Wadenmuskel hinauf, bis er sich wieder dem Leder ihrer Schuhe widmete.

Er merkte, dass ihre Atemzüge sich wieder beruhigt hatten und ihr Körper noch ganz entspannt wegen ihrer vorherigen Orgasmen war.

Und wieder berührte er ihre Stilettos, die Haut an ihren Füßen, ihre Waden ... Immer wiederkehrende, verehrende Berührungen.

Sie öffnete die Augen und beobachtete ihn still, wobei ihr der intensive Ausdruck in seinem Gesicht auffiel. Ihr Blick wanderte etwas weiter nach unten und sie sah, dass er wieder steif war. Still und ungläubig schüttelte sie den Kopf, denn sie konnte von großem Glück sprechen, diesen Mann an ihrer Seite zu haben.

Ihre Freundinnen hatten Recht gehabt. Sie musste sie später anrufen, um ihnen zu danken.

Er streichelte ihren linken Fuß langsam mit seinen Händen. Der Stiletto-Absatz grub sich in seinen nackten Oberschenkel, aber er verzog keine Miene.

Sie dachte über seine Reaktion nach, als er vorhin ihr neues Korsett entdeckt hatte und wie diese Entdeckung sie beide verändert hatte, da ihre Emotionen und ihre Lust in völlig neue Bahnen gelenkt wurden. Sie hatte immer angenommen, ein Korsett wäre ein Folterinstrument für die bemitleidenswerten Frauen früherer Generationen gewesen, ein sexuell objektivierendes, böses Kleidungsstück, das die Bewegungen der Frau einschränkte und sie auch auf sozialer Ebene einengte. Sie hatte Alices und Rosalies Meinungen nicht verstanden, dass es auch etwas anderes sein könnte.

Aber an dem, was gerade passiert war, war etwas so Intuitives gewesen, etwas Ursprüngliches, an seiner Reaktion und an ihrer genauso. Sie reagierte anders auf die einengende Natur des Korsetts. Statt eines unbequemen Drucks fühlte sie sich sinnlich umarmt. Statt sich auf die eingeschränkte Atmung zu konzentrieren, war sie hingerissen von dem Gedanken der Selbstkontrolle, um mit dieser Einengung umzugehen. Sie war sogar ein zweites Mal gekommen, als sie nicht in vollem Ausmaß Luft bekam ... damit hätte sie nie gerechnet. Sie hatte seine Hand an ihrer Schnürung festgehalten und war buchstäblich mit einer unbeschreiblichen Welle der Befriedigung wegen dieser Kontrolle gekommen ... weil er gekeucht hatte, als er sie verschnürte, weil er das Leder liebkost hatte, als wäre es eine zweite Haut gewesen.

Sie würde noch weitere Corsagen kaufen, um ihn in der Zukunft zu überraschen, egal wie teuer sie waren. Ihn jetzt anzusehen, wie er ihre Schuhe liebkoste, brachte sie zum Lächeln und riss sie wieder aus ihren Erinnerungen.

Ein neuer Edward war an diesem Abend anscheinend an die Oberfläche gedrungen, inspiriert von dem Anblick des Korsetts, der High Heels und der Andeutung von ein wenig mehr. Das Unerwartete hatte sie beide außergewöhnlich angetörnt. Sie hatte schon Bruchstücke davon gesehen in der Zeit, seit sie zusammen waren, und wusste, dass er diesen Lebensstil gelebt und geliebt hatte, bevor sie ihre Beziehung begonnen hatten ... und hier saß er und berührte ihre unheimlich teuren Schuhe, als wären sie ein direktes Geschenk des Himmels gewesen.

Sie fragte sich, was er dachte und fühlte, als sich ihr Absatz in seinen Oberschenkel grub.

Sie konnte es kaum erwarten, ihn zu beobachten, wenn er beim nächsten Mal darin aufging. Sie würde zusehen, wie er ihr verfiel, wenn er sah, wie bereit sie war, alles von ihm zu nehmen, sogar seine dunkle Seite ... besonders seine dunkle Seite. Das machte Edward aus. Das machte ihn real.

Sie hatte diesen Teil von ihm schon zu lange Zeit gemieden. Und nun liebte sie Edwards Schattenseite mehr denn je.

Und er war jetzt sehr real und willig, seine Erektion stand bereit, kurz davor, ihr Leidenschaft zu schenken ... die Urquelle des Lebens. Sie sehnte sich danach, dass seine Flamme ihrem Feuer folgte.

Plötzlich war sie sehr aufgeregt von der Aussicht, in ihren eigenen Schattenbereich vorzudringen. Mit seinen Händen auf ihrer Haut und seiner Bereitschaft, sie zu erkunden, würde sie sicher nie enttäuscht werden. Sie hoffte, ihr Schatten würde mit seinem verschmelzen, sodass sie einander weiter sexuell erforschen und sie immer wieder aufs Neue in ihrem gemeinsamen Orgasmus schwelgen konnten. Sie konnten sich der Dunkelheit hingeben. Sie konnten sie feiern, wenn sie im Zwielicht tanzten und die Intensität genossen, und immer wieder aufs Neue den kleinen Tod starben. Sie könnten, und sie würden auch. Der Tod würde nie so eine süße Versuchung sein.

"Ich kann mir nie wieder einen Countdown anhören, ohne mich daran zu erinnern, was gerade passiert ist. Du hast jede Schnürung so bedacht gesetzt, das Geräusch deiner Stimme brach, als uns die Lust endlich überrollte ..."

Sein Blick war dunkel und bittend.

"Und was glaubst du, wird passieren, wenn du wieder einmal einen hörst?"

Sie hob ihren Kopf vom Bett, damit sie ihm direkt in die Augen blicken konnte.

"Ich werde kommen, Edward. Die Vorfreude war so überwältigend, die Lust ... ich bin mir sicher, ich werde eine körperliche Reaktion darauf zeigen. Das war jenseits meiner wildesten Vorstellungen ..."

Das Grinsen auf seinem Gesicht verriet die Tatsache, dass er sich doch auf diese neue Herausforderung freute.

"Dann testen wir die Theorie, ja?"

Er hob langsam ihren Fuß samt Stiletto in die Luft. Sie wusste, dass sie ihn so nicht an ihrer Wirbelsäule spüren würde, sondern eher von vorne an ihrem ganzen Oberkörper.

Sie war bereit, ihn aufzunehmen.

Sie begann vor Vorfreude zu zittern, als er ihr direkt in die Augen sah. Seine Stimme war stark und voll Versprechungen, als er die nackte Haut über ihrem Stiletto, direkt am Knöchel küsste.

"Eins ..."

The End.
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