Valentinstag

von nala21
GeschichteRomanze / P12 Slash
Ares Gabrielle Lila Xena
14.02.2013
14.02.2013
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14.02.2013 1.306
 
Xena wachte am frühen morgen auf. Etwas stach ihr sofort ins Auge: eine wunderschöne rote Rose. Die Rose lag zusammen mit einem Stück Pergament neben der Kriegerin.
"Gabrielle?"
Xenas Gefährtin brauchte grundsätzlich mehr Schlaf als die Schwarzhaarige und sah sie verschlafen an. "Xena, warum kannst du nicht ein einziges Mal ausschlafen?"
"Weil es immer jede Menge zu tun gibt."
Gabrielle wollte etwas sagen, als sie plötzlich die Rose sah, die bei ihrer Freundin lag.
"Ich habe noch nie eine schönere Rose gesehen! Wer hat sie dir geschenkt?"
"Woher willst du wissen, dass ich sie nicht selbst gekauft habe?", fragte Xena, während sie an der Rose roch.
"Du würdest niemals Geld für eine Blume ausgeben und außerdem ist heute Valentinstag!"
"Valentinstag?"
"An Valentinstag macht man den Menschen, die man liebt, eine Freude, indem man ihnen etwas schenkt, das von Herzen kommt."
"Hab noch nie davon gehört."
"Jedenfalls sieht es ganz danach aus, als hättest du wieder mal einen Verehrer.", sagte Gabrielle grinsend, "Ist ein Zettel dabei?"
Xena nickte, nahm das Pergament in die Hand und begann zu lesen. Sie erkannte die Schrift sofort.

Xena,
Ich hoffe, dass dir die Rose gefällt.
Allerdings ist sie nur ein Teil deines Valentinstagsgeschenks.
Ich erwarte dich heute Abend in meinem Tempel.
Ares

Xena konnte es nicht glauben. Erwartete er wirklich von ihr, dass sie ihn treffen würde, nach dem, was er mit Eve und den Amazonen angestellt hatte?
"Und?", fragte Gabrielle neugierig, "Steht ein Name dabei?"
Xena schüttelte den Kopf. "Nein..."
"Gib mal her!" Xenas Freundin deutete auf den kleinen Zettel.
"Lass gut sein, Gabrielle.", sagte Xena und steckte ihn schnell in ihre Tasche.

Kurz darauf befanden sich die beiden auf dem Weg nach Poteidaia, um Gabrielles Schwester Lila und deren Tochter Sara zu besuchen.
Gabrielle freute sich schon sehr auf das Wiedersehen mit den beiden und erzählte viele Geschichten von sich und ihrer Schwester aus ihrer Kindheit. Doch Xena hörte kaum zu.
Sie dachte die ganze Zeit über Ares nach. Sie war immer noch wütend auf ihn, aber gleichzeitig verstand sie, dass es seine Aufgabe war, Kriege anzuzetteln.
"Vielleicht sollte ich einfach vorbei schauen und sehen, was er zu sagen hat.", dachte sie.
"... unsere Eltern haben uns stundenlang gesucht, bis sie uns unter dem ganzen Heu gefunden haben!", erzählte Gabrielle und schwelgte in Erinnerungen. Xena bekam nur den letzten Teil mit und lächelte.
"Xena, was ist los?"
"Nichts."
"Wir kennen uns schon so lange, glaubst du wirklich, dass du mir was vormachen kannst?"
"Ich denke nach."
"Über die Rose?", fragte Gabrielle.
Xena reagierte nicht.
"Xena, was stand auf dem Zettel?"
"Nichts besonderes."
Die Blonde beschloss zu akzeptieren, dass Xena nicht darüber sprechen wollte und blieb selbst für den Rest des Weges still.

Am frühen Abend erreichten sie Poteidaia.
"Gabrielle!" Lila fiel ihrer Schwester in die Arme. Nach der Umarmung nickte sie Xena zu. "Xena."
"Hallo, Lila."
Die drei gingen ins Haus. "Wo ist Sara?", fragte Gabrielle.
"Sie ist noch auf dem Markt, sie müsste jeden Moment zurück sein.", antwortete ihre Schwester, "Sie bringt ein Valentinstagsgeschenk für dich mit."
"Lila, das ist doch nicht nötig!"
"Ihr zwei habt euch sicher viel zu erzählen, habt ihr was dagegen, wenn ich schon mal auf's Zimmer gehe?", fragte Xena.
"Bleib ruhig hier!", sagte Gabrielle.
"Ich bin wirklich müde."
"Kein Wunder, wenn du jeden Morgen so früh aufstehst!"
Xena und ihre Freundin lächelten sich an und Xena ging in den Flur. Dort schaute sie noch einmal zurück und sah, dass die beiden in ein Gespräch vertieft waren.
Die Kriegerprinzessin ging zur Tür hinaus und machte sich auf den Weg zu Ares' Tempel.
Ihr schossen viele Gedanken durch den Kopf. "Warum lasse ich mich überhaupt darauf ein?" Xena stoppte jedoch nicht, sondern lief auf schnellstem Wege zum Tempel.

Dort angekommen, schaute sie sich kurz um. Alles war schwarz und dunkelrot gestaltet, überall hingen Waffen.
Plötzlich spürte Xena das Kribbeln, welches sie immer spürte, wenn Ares in ihrer Nähe war.
"Warum zeigst du dich nicht?", fragte sie.
Der Kriegsgott tauchte hinter Xena auf und hauchte in ihr Ohr. "Du kannst mich also immer noch spüren."
Die Kriegerin bekam Gänsehaut und drehte sich zu ihm um. "Was soll das alles?"
"Heute ist Valentinstag."
"Das mit der Rose war... ganz nett, aber ich will nichts von dir."
"Bist du immer noch sauer wegen der Sache mit den Amazonen? Das ist doch abgehakt..."
"Und du meinst, das macht alles wieder gut?"
"Nein, aber... Hör zu, es tut mir leid! Ich wollte nicht, dass dir oder Eve etwas passiert."
"Warum sollte ich dir das glauben?"
"Weil ich dich liebe." Ares sah ihr in die Augen und hielt ihre Hände fest. Zu seiner Überraschung unternahm Xena nichts dagegen, sondern schaute nur auf ihre ineinander verhakten Hände.
"Ich sollte nicht hier sein.", sagte sie.
"Und wieso nicht?"
Xena zögerte.
"Siehst du? Es gibt keinen Grund!"
"Ares..."
"Ich habe dich hierher gebeten, weil ich noch ein weiteres Geschenk für dich habe. Du wirst es wahrscheinlich nicht haben wollen, aber ich will dir mein Herz schenken, entgültig. Du bist die einzige Person, die ich je geliebt habe, und das wird sich auch nicht ändern."
Xena sah in seine Augen. Dort sah sie Ehrlichkeit und Liebe. Die Schwarzhaarige war gerührt von seinen Worten und verwirrt, weil ihr Herz wie wild klopfte.
Er beugte sich zu ihr und gab ihr einen Kuss. Xena war überrascht von seiner Zärtlichkeit.
"Bleib heute Nacht bei mir, Xena.", sagte Ares nach dem Kuss.
"Was denkst du dir eigentlich?", fragte Xena und befreite ihre Hände von seinen, "Dass wegen einer Rose und einer netten Rede alles wieder so ist wie früher?"
"Ich will nicht, dass es so ist wie früher. Sicher, mit der alten Xena hatte ich viel Spaß, aber ich habe sie nicht geliebt. Ich will, dass du bleibst, wie du jetzt bist."
Xena sah ihn einen Moment lang nur an. Sie wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Als Ares gerade etwas sagen wollte, fragte sie leise "Wie stellst du dir das mit uns vor?"
"Ich will mit dir zusammen sein, ohne Bedingungen."
"Glaubst du, das kann funktionieren?"
"Ich weiß es. Gib mir noch eine Chance und ich beweise es dir."
Er küsste sie erneut. Zunächst vorsichtig, doch der Kuss wurde schnell leidenschaftlich.
Ares begann die Schnüre ihrer Korsage zu öffnen, während er ihr Schlüsselbein und ihren Hals küsste. Xena streckte ihren Kopf nach hinten und genoss seine Nähe. Der Kriegsgott befreite sie von ihrer Korsage und sah ihr in die Augen.
"Nimmst du mein Geschenk an?", fragte er.
"Ja.", erwiderte Xena und öffnete seine Weste.
Ares konnte es kaum glauben, als sie mit ihrer Hand über seinen Oberkörper strich.
Die beiden küssten sich erneut und bald war auch der Rest ihrer Kleidung verschwunden.

In dieser Nacht feierten die beiden ihre Wiedervereinigung. Ares war glücklicher als je zuvor und wollte Xena von nun an bei jeder Gelegenheit seine Liebe beweisen und ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen.
Xena ging es ähnlich. In dieser Nacht wurde ihr erst richtig klar, wie sehr sie Ares eigentlich vermisste. Sie beschloss, ihm zu verzeihen und war gespannt darauf, was die Zukunft bringen würde, ihre gemeinsame Zukunft.
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