Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

[OneShot] Nur ein Spiel!

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Alice Der Verrückte Hutmacher
12.02.2013
12.02.2013
1
1.225
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
12.02.2013 1.225
 
Langsam öffnete Alice ihre Augen. Ihre Lieder zuckten, die dunklen Wimpern flatterten. Auf ihrem Gesicht spiegelte sich ein Lächeln ab, dabei hatte sie noch nicht einmal gesehen, wo sie war. Es war ein süffisantes Lächeln, voller Wissen und Arroganz. Dabei war niemand da, dem Alice so zeigen konnte, dass sie sich für etwas Besseres hielt.
Alice streckte sie reizvoll, als sie sich aufsetzte und sich umschaute. Sie wusste nicht, wo sie gelandet war.
Der Boden unter ihr war staubig, trocken. Über ihr spannte sich der blaue Himmel und nur ein paar Vögel flogen über ihn. Um sie herum standen irrsinnig viele Pflanzen, Bäume, Blumen verschiedener Farben und Formen.
Das Mädchen mit den dunklen Haaren fing sich langsam an zu fragen, ob in ihrem Glas Whiskey vielleicht noch etwas anderes war als Whiskey.

„Alice!“, rief eine überschwängliche Stimme hinter dem Mädchen, das sich umdrehte.

Ein Mann, weißes Gesicht, rote Haare unter einem ausgefranstem Hut und rote Lippen, deren Farbe überhaupt nicht zu den Haaren harmonierten, lief mit federnden Schritten – in den Schuhen, die er anhatte, ging das sicher auch nicht anders – auf sie zu. Hochnäsig zog Alice die Augenbraue in die Höhe und schaute ihn an. Der Mann mit dem Hut reichte ihr die Hand, die sie seufzend nahm, und zog sie auf die Beine. So schnell es ging, ließ Alice die Hand des Hutmachers, wie er sich vorstellte, wieder los.
Der Hutmacher klatschte entzückt in die Hände, während Alice in herablassend musterte.

„Alice, es ist so lange her, dass ich dich gesehen habe. Tasse Tee?“, fragte er.

Das Mädchen blies die Luft aus, willigte dann aber ein. Mit der Hand deutete der Mann ihr, ihm zu folgen. Sie gingen eine Weile, bis sie bei einer Tafelrunde ankamen, die alles andere als normal war. An dem Tisch saßen bereits eine klitzekleine Maus, auf ganz vielen Bücher, damit sie auch zum Tisch aufschauen konnte, ein weißer Hase mit Jackett und ein grauer Hase mit verrückten Augen, dazu „saß“ noch eine Katze mit nur einem Kopf und blauen Streifen in dem grauen Fell am Tisch. Ein bisschen verwirrt ließ sich Alice dem Hutmacher gegenüber am Kopf des Tisches nieder und schaute in die Runde. Auf dem Tisch standen hauptsächlich Tassen mit Sprüngen und auch vollkommen zerstörte Services.

„Tee, Liebes?“, fragte der Hutmacher.

Zögernd nickte Alice. Fröhlich sprang der Hutmacher auf und trampelte über den Tisch zu ihr hinüber, um ihr in die Tasse, die sie in der Hand hielt, einzuschenken. Dann trampelte er wieder zurück zu seinem Platz. Dabei trat er auch auf einige Tassen und Krüge, die klirrend zerbrachen. Die kleine Maus kicherte und sagte mit höher Stimme ‚Aber, aber, Hutmacher, wir haben einen Gast, benimm dich doch’
Eher der Freundlichkeit halber trank Alice einen Schluck von dem Tee, den sie am Liebsten gleich wieder ausgespuckt hätte. Er schmeckte grauenhaft, bitter und sicherlich hätte auch nicht eine Tonne Honig etwas daran geändert. Im Abgang war er scharf und fast hätte Alice Feuer gespieen, so scharf war er.

„Alice, hast du Lust ein Spiel zu spielen?“, fragte der Hutmacher, nachdem auch er einen großen Schluck von seinem Tee getrunken hatte ohne dabei auch nur in geringsten sein Gesicht zu verziehen.

Wieder mit voller Leidenschaft nickte Alice. Sie liebte Spiele und würde sich auch dieses nicht entgehen lassen.
Der Hutmacher griff unter den Tisch und holte ein Messer hervor. Er schmiss es in die Luft und es landete mit der Klinge 15 Zentimeter vor Alice’ Nase. Sie griff es am hölzenern Griff und zog es aus der Tischplatte heraus. Mit kennerischem Blick inspizierte sie es. Dann schaute sie wieder auf und sah den Hutmacher fragend an.
Dieser erklärte ihr die Spielregeln.
Jeder hatte ein Leben. Es war wie Krieg, nur sie würden nicht wirklich sterben. Ziel war es, alle zu „töten“ und als Einziger, als Gewinner übrig zu bleiben.

„Und das ist nur ein Spiel?“, fragte Alice leicht ungläubig.

Der Hutmacher nickte und als ein donnerndes Grölen über ihnen ertönte, ließ er sich nicht abhalten und zeigte mit dem ausgestreckten Zeigefinger in die Luft.

„Und da kommen auch schon unsere Mitspieler!“, meinte er fröhlich.

Alice hielt das Messer fest umklammert, als sie dem Hutmacher auf eine ebene Fläche folgte. Dort standen bereits zwei riesige Heere, eines rot, eines weiß. Auf der Seite mit den roten Soldaten stand noch dazu ein riesiger, schwarzer Drache, der bedrohlich mit seinem geschuppten Schwanz wackelte. Alice schaute sich fasziniert um. Es musste ein überall beliebtes Spiel sein, das sie da spielten, sonst wären nicht so viele gekommen.
Der Hutmacher stellte sich neben sie und machte eine einladende Bewegung.

„Dies ist Alice!“, verkündete er mit lauter Stimme. „Und sie spielt heute zum ersten Mal mit!“

Aus dem Augenwinkel heraus sah Alice, dass er zwinkerte. Sie dachte sich nichts dabei.
Es war doch nur ein Spiel, das sie gewinnen würde, wie fast jedes andere auch.
Schon ging es los und die Truppen rannten aufeinander zu.
Alice schaute sich um und steuerte dann auf einen weißen Soldat zu. Zweimal stach sie mit dem Messer zu, dann glitt der Soldat zu Boden und Alice ließ ihn dort liegen. Er würde schon „sterben“.
Sie rannte zum Nächsten weiter, den sie aber leider nicht so überraschen konnte, wie den zuvor. Es war ein roter Soldat und Alice hatte irgendwie das Gefühl, dass er stärker war, als der weiße. Insgesamt musste sie fünfmal zustechen und im eine Hand abhacken, bis er zu Boden fiel und im das Blut aus dem stumpfen Handgelenk rannte.
Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen wollte sich das Mädchen umdrehen, da spürte sie, wie sich ein Messer in ihren Rücken rammte. Alice stockte der Atem und gleich darauf spürte sie ein weiteres Messer in ihrem Rücken und einen Morgenstern, der gegen ihre Schulter schlug. Sie schlug auf dem Boden auf und musste husten, da der Staub sich in ihre Lunge drängt. Das Mädchen krümmte sich, die Messer in ihrem Rücken waren herausgezogen worden, was es noch schlimmer machte. Bevor Alice ihre Augen schloss, sah sie zwei Paar verrückte Schuhe auf sie zu rennen. Es waren die Schuhe des Hutmachers.

„Oh Alice!“, sagte er. „Wurdest du getötet?“

Unter Schmerzen nickte Alice. Sie spürte, wie der Hutmacher sie in den Arm nahm und dabei ihren Rücken striff, was sie zum aufschreien brachte. Entschuldigend schaute sich der Hutmacher ihren Rücken an.

„Zwei saubere Stiche!“, stellte er fest. „Tja, Alice, sieht so aus, als hättest du gleich im ersten Level verloren und würdest nicht mehr aufsteigen können. Nie mehr!“

„Aber du hast gesagt, dass ist nur ein Spiel!“, hauchte Alice schwach.

Der Hutmacher lachte verrückt.

„Oh, Alice, traue niemals einem Hutmacher!“, meinte er weise.

Schlaff schloss Alice die Augen. Alles um sie herum wurde dunkel. Ihr Rücken schmerzte.
Der Hutmacher hatte sie angelogen.
Wie konnte er nur?
Alice stöhnte einmal kurz auf, als der Hutmacher sie fester an sich zog.
Liebevoll betrachtete der Hutmacher ihr Gesicht und strich eine schwarze Haarsträhne aus ihrem Gesicht. Er hatte ein weiteres Leben gefordert und war noch immer nicht satt davon. Er würde nie davon satt werden, würde nie davon genug haben.
Er lächelte.
Mit Alice in den Armen saß er am Boden und sah zu wie langsam das Leben aus ihr wich.
Wer würde sein nächstes Opfer sein?

_____________________

Nonsens, den ich gerade geschrieben hab ^^ Haters gonna hate, Bitches!
Nicht das Beste, aber mir gefällts! :)
Brav bleiben, tschaus'n und tschüss :)
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast