Amnesia - The Poem -

von Xenomerv
GeschichteAllgemein / P12
04.02.2013
04.02.2013
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Der Schatten, Der Schatten im Finstern vergessen,
gar schauriges Maar, nur vom Morden besessen,
was wallet dort ab, vom Dorf tief im Wald,
zerstört die Realität und herrscht mit Gewalt.

Der Schatten, Der Schatten vom Barone beschworen,
er schwang sich empor, war zum Herrscher erkoren,
das steinerne Zittern durchfährt seine Glieder,
versprach die Vision Macht, nun ersterben die Lieder.

Der Schatten, der Schatten aus Algerias Gruft,
der letzte Schlag nahm des Gefangenen Luft,
der Baron blickt verzückt in die blutige Schlucht,
die Schenkel zertrümmert, unmöglich die Flucht.

Der Schatten, Der Schatten, durchleb‘ deine Qual,
das Blut ströme und fließe zum heiligen Saal,
den verstümmelten Leichen bleibt nur noch Ihr Licht,
ihr Geblüt ist zu wertvoll, sterben dürfen sie nicht.

Der Schatten, der Schatten fordert jetzt deinen Schwur,
im Walde verschwindet der ausgeweideten Spur,
die Kugeln im Innern verschließen jetzt seinen Sarg,
aus dem Schlosse im Walde wird nun ein steinernes Grab.

Der Schatten, der Schatten ruhet und schnaubt,
das Schloss ist vergangen, die Luft ist nun rein,
doch wer an das Maar von Brennenburg glaubt,
hört sie dort unten heute noch schrei‘n!