Lovely Troublemaker(s) - Wenn Liebe doch so einfach wäre

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
02.02.2013
29.09.2016
115
621928
1
Alle
79 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
 
So ihr lieben....es ist soweit....hier kommt das erste Kapitel von Lovely Troublemaker(s)
Wir hoffen, es gefällt euch.
Vorweg aber noch das übliche: alle handelnden Personen gehören sich selbst. Die Geschichte ist frei erfunden und wir haben nicht die Absicht, jemandem damit zu schaden.

Jetzt gehts aber wirklich los! Viel Spaß beim Lesen!

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Leo saß am Schreibtisch ihres kleinen Büros und brütete über der Abrechnung. Wo zum Teufel noch mal hatte sie sich nur verrechnet? Irgendwo musste doch der Fehler sein. Abermals kontrollierte sie die Zahlen.

Es war zum Mäuse melken heute. Eigentlich wollte sie schon längst zu Hause sein und die restlichen Sachen für den bevorstehenden Urlaub packen. Morgen früh sollte es losgehen. Diesen Urlaub hatte sie sich wirklich verdient. Seit sie vor anderthalb Jahren ihre Boutique eröffnet hatte, waren freie Tage Mangelware. Umso mehr freute sie sich nun, ein paar schöne Tage mit ihrem besten Freund Chris auf Ibiza zu verbringen. Das Hotel und der Flug waren gebucht und für eine Vertretung im Laden war auch gesorgt. Eigentlich stand der Reise nichts mehr im Wege, wenn sie nur endlich die Abrechnung fertig bekäme, schließlich wollte sie Kathrin, die sie vertreten würde, keine zusätzliche Arbeit hinterlassen.

Plötzlich klopfte es an der Tür. Leo erschrak, realisierte jedoch kurz darauf, dass es eigentlich nur Chris sein konnte, denn der Laden hatte seit fast einer Stunde geschlossen. Jetzt würde wohl kein Kunde mehr so dreist sein und auf einem Freitagabend weit nach Feierabend noch etwas kaufen wollen. Wobei einige ihrer Stammkunden wussten, dass sie auch kurz nach Ladenschluss noch mal für sie öffnete.

Leo stand von ihrem Schreibtischstuhl auf und verließ den kleinen Raum. Durch eine Milchglas-Schiebetür trat sie in den Verkaufsraum und sah Chris vor der Eingangstür stehen. Sie hatten sich vor einigen Jahren auf einer Party kennengelernt. Sofort waren die beiden auf einer Wellenlänge gewesen, hatten die gleichen Interessen und  verbrachten viel Zeit miteinander. So kam es auch, dass sie Leos Traum von einer eigenen Boutique erfüllt hatte. Schon lange dachte sie über ein Konzept nach und Chris war es, der ihr den entscheidenden Denkanstoß gab. Eine Boutique für Kleidung von Jungdesignern. Leo war beigeistert. Dass sie Chris als angehenden Jungdesigner unbedingt dabei haben musste, stand außer Frage. Schon früher war sie von seinen Arbeiten begeistert gewesen und hatte ihm ständig in den Ohren gelegen, ihr doch mal etwas außergewöhnlich Schönes zu entwerfen. Jetzt, mit 26 Jahren, hatte sie sich ihren Traum erfüllt und es lief gar nicht so schlecht, wie böse Stimmen vorausgesagt hatten.

Ihre Laune hob sich, als sie ihren besten Freund sah. Freundlich winkend und mit einen Lächeln auf den Lippen, ging sie auf ihn zu und schloss die Tür auf.

„Na du!" sagte sie kurz, bevor Chris sich an ihr vorbeischob und wartete, bis Leo die Tür wieder abgeschlossen hatte.

„Na!" antwortete er flüchtig. Leo trat eine Schritt näher an ihn heran und umarmte ihn. Als sie wieder von ihm abließ, fiel ihr jedoch auf, dass er bedrückt aussah.

„Was ist los mit dir? Warum machst du denn ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter? Freu dich, morgen fliegen wir in den Uuuuurlaub!" trällerte sie fröhlich.

Chris senkte seine Blick und verzog den Mund. Dann schaute er Leo und die Augen und sagte: „Na ja... es gibt da nur ein kleines Problem!"

Leo sah ihn fragend an.

„Kathrin hat mich gerade angerufen und...“ er stockte kurz. "Sie liegt mit Sommergrippe im Bett."

Leo riss die Augen weit auf. „Bitte was? Nein, das ist jetzt nicht dein ernst oder? Du verarschst mich doch!"

Chris schüttelte den Kopf.

„Was soll den jetzt aus unserem Urlaub werden? Wer soll denn den Laden hier schmeißen? Dann müssen wir hier bleiben..." Leo fasste sich mit der Hand an die Stirn und lief hektisch hin und her.

„Bleib ruhig Leo!" unterbrach Chris sie. „Es ist alles geklärt. Ich werde erst einmal hier bleiben und deine Vertretung übernehmen. Kathrin hofft, dass sie nach dem Wochenende wieder fit ist und dann komme ich nach!"

„Du...was? Nein, kommt gar nicht in frage! Das ist unser Urlaub Chris!"

„Soll es ja auch sein!" antwortete er. „Ich flieg halt nur ein bisschen später als du." Er stellte sich vor Leo und legte seine Hände auf ihre Schultern. „Und bis dahin machst du dir ein paar entspannte Tage und genießt die Freizeit. Lass dich verwöhnen, wozu haben wir denn ein Hotel mit so einem Wahnsinns Wellness Angebot ausgesucht, mh?“

So richtig überzeugt war Leo nicht. „Das ist doch scheiße!“ sagte sie und setzte sich trotzig in einen der Ledersessel bei der Umkleidekabine. Alleine in den Urlaub fliegen? Wie doof ist das denn? Und wenn er nicht nachkommt? Dann hängt sie da die ganze Zeit allein rum? Nein, das wollte sie auf keinen Fall.

„Ich hab mir schon gedacht, dass du nicht begeistert bist.“ sagte Chris und ließ sich in den anderen Sessel fallen. „Deshalb…“ er unterbrach den Satz kurz, hielt eine Papiertüte in die Höhe und wedelte damit vor Leos Nase rum „…habe ich hier etwas für dich, was deine Laune garantiert wieder bessert.“

Er reichte Leo die Tüte. Diese sah ihn nur fragend aber gespannt an.

„Ich habe endlich das Kleid, was du bei meinen Entwürfen gesehen hast, fertig und ich möchte, dass du es mit nach Ibiza nimmst. Das ist mein Versprechen an dich, dass ich nachkomme und dann werden wir beiden schick Essen gehen okay?“

Zögerlich schaute Leo in die Tüte. Wenn es das Kleid war, an das sie dachte, dann würde sie vor Freude gleich Luftsprünge machen. Vorsichtig holte sie den schwarzen Stoff heraus und hielt das Kleid mit ausgestreckten Armen vor sich, um es anzuschauen. Dann sah sie überglücklich zu Chris und fiel ihm um den Hals.

„Wow! Das ist….wow….danke!“ rief sie und küsste ihn auf die Wange.

„Kein Ding. Du warst ja von dem Entwurf schon so beigeistert….probierst du es an?“

„Aber klar doch!“ antwortete Leo schnell, bevor sie in die Kabine verschwand. Es dauerte nur einen Augenblick, dann schob sie den Vorhang der Kabine zurück und sah Chris fragend an.

Dieser saß mit halb offenen Mund da und sah sie von oben bis unten an. Sie sah einfach umwerfend aus. Ihre dunklen, schulterlangen Haare hielt sie mit einer Hand zusammen, ihre grünen Augen waren der perfekte Kontrast zu dem dunklen Stoff, der ihrer Figur mehr als schmeichelte. Leo war nicht sehr groß, daher rundeten ihre hohen schwarzen Schuhe das Gesamtbild ab.
Hätte sich Chris nicht gegen die Frauenwelt entschieden, hätte er sich glatt in sie verlieben können.