Guardian of the Spirit- Skinny Love

von T-K
GeschichteRomanze / P12
27.01.2013
27.01.2013
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So, meine erste FF zu "Guardian of the Spirit"!
Ich hoffe, dass sie euch gefällt.^^
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Zusammen saßen Balsa und Tanda in der Höhle.
Chagum schien schon zu schlafen und so wärmte sich Balsa ihre Füße am prasselnden Feuer, während Tanda noch einige Kräuter zusammen sammelte, um es sich dann ebenfalls am Feuer bequem zu machen.

Stille breitete sich aus und nur das Knistern des Feuers und das Schaben von Steinen war zu hören, da Tanda mal wieder Kräuter mahlte.
Es wurde schon fast unangenehm und so ergriff er das Wort.

„Balsa, wenn wir es geschafft haben, wieso leben wir dann nicht so zusammen, wie wir es diesen Winter getan haben?
Ich...habe gezögert dir da zu sagen. Ich dachte, dass es besser wäre damit zu warten, bis du deinen Schwur erfüllt hast.
Aber selbst wenn ich noch warten würde, würdest du es nie merken, oder?
Aber Leben- und Todsituationen scheinen dein Lebenselexier zu sein.“, sagte er.

Erst schwieg Balsa, doch nachdem sie den Sinn in seinen Worten erfasst hatte, keuchte sie verhalten auf und senkte den Blick.

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Hast du ein gutes Heilmittel dagegen?“, fragte sie.
„Es macht wohl keinen Sinn noch weiter zu hoffen, wenn du dir nicht vorstellen kannst, dass ich selbst das Heilmittel bin.“, meinte Tanda missmutig und stand auf, um die Höhle zu verlassen.

Er trat nach draußen und ließ eine verwirrte Balsa zurück, die erst einmal über ihre Gefühle nachdenken musste.
Sein Herz klopfte noch immer sehr schnell und enttäuscht senkte er seinen Kopf nach unten.
Ihm hätte klar sein müssen, dass sie für solche Dinge wie Gefühle im Moment keinen Kopf hatte.

Er schlang seine Arme um sich, damit die Kälte ihn nicht so angreifen konnte, doch der Schnee drang durch seine einfachen Schuhe und seine Zehen wurden kalt.
Warum hatte er sich auch dazu hinreißen lassen?

Plötzlich hörte er Schritte hinter sich und er drehte sich ein Stückchen weit um.
„Was willst du Balsa?“, fragte er leicht frustriert.
„Mit dir reden.“, sagte sie schlicht und stellte sich neben ihn.
„Ich habe gedacht, dass wir bereits alles besprochen haben.“, gab er leicht gereizt zur Antwort.
„Da bin ich mir nicht so sicher, Tanda.“, meinte sie und wandte sich zu ihm.

„Im Moment ist das Einzige, was zählt, dass wir den Wassergeist und Chagum retten.“, begann sie.
„Das weiß ich doch, Balsa! Wenn ich es nicht wüsste, dann wäre ich wohl kaum mitgekommen.
Ich hatte alles! Ein wunderbares Haus, Freunde, einen Job. Doch ich hab alles aufgegeben, damit ich DIR helfen kann Chagum zu retten.“, unterbrach er sie.

„Nun hör mir doch mal zu, du Trottel!“, fauchte sie und Tanda wurde still.
„Ich habe gesagt im Moment. Wenn du mir nicht solche Gedanken in den Kopf gesetzt hättest, hätte ich wahrscheinlich niemals darüber nachgedacht.
Verdammt Tanda, was machst du mit mir?“, fragte sie leicht verzweifelt und er war völlig verwirrt.

Was bei allen Göttern meinte sie mit ihren Worten?

„Balsa...was meinst du? Ich versteh überhaupt nicht, was du willst?“, fragte er deswegen.
„Ich bitte dich darum, dass du noch etwas wartest. Dass du noch wartest, bis das alles hier vorbei ist.“, sagte sie und blickte ihm in die Augen.
„Heißt das etwa, dass du es versuchen willst, wenn wir Chagum gerettet haben?“
„Das meine ich damit.“, sagte sie und nickte, um ihren Worten noch etwas mehr Nachdruck zu verleihen.
„Ich...Balsa.“, begann er, doch dann nannte er nur liebevoll ihren Namen.

Vorsichtig schlang er seine Arme um sie und drückte sie an sich.
Balsa erwiderte die Umarmung und vergrub ihren Kopf an seinem Hals.
Sie konnte den Geruch von vielen Kräutern wahrnehmen und versuchte ihn sich einzuprägen.

Es brach ihr das Herz, doch sie war sich noch nicht sicher, ob sie diesen letzten Auftrag überstehen würde.
Doch konnte sie Tanda das Herz brechen?
Sie wollte mit ihm zusammen sein, ihn lieben und mit ihm alt werden, aber war ihr dieses Glück auch vergönnt?

Nur allzu deutlich wusste sie, wie vergänglich Leben war.
So, wie das Leben der acht Speerträger, so wie das Leben von Prinz Sagum, so wie das Leben von allen Menschen auf dieser Erde.

Energisch schüttelte sie ihren Kopf und Tanda blickte sie verwundert an.
„Was ist denn?“, fragte er.
„Es ist nichts.“, gab sie mit fester Stimme zurück und gab ihm einen kleinen Kuss auf die Wange.
„Wir sollten rein gehen, es wird kalt und außerdem müssen wir uns für den Kampf stärken und den Geist stählern, sonst können wir gleich hier bleiben und darauf warten, dass der La Lunga kommt, um Chagum zu fressen.“, sagte sie ernst und zog die Stirn in Falten.
„Du hast recht, lass uns reingehen.“, sagte er und nahm ihre Hand.

Ihr Herz hüpfte leicht, doch sie versuchte es zu ignorieren.
Für solche Gefühle würde sie vielleicht später genug Zeit haben.

Die Wärme der Höhle umfing sie und sie seufzte auf.
Tanda ließ ihre Hand los und ging in den hinteren Teil, um die Schlafmatten zu holen.
Kurz darauf lagen beide in ihren Betten und versuchten Kraft zu tanken, damit sie den Kampf überstehen konnte.

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Recht kurz, ich weiß.^^
Würde mich trotzdem freuen, wenn ihr mir eure Meinung da lassen würdet!
Eure Tk
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