Darkness never wins

GeschichteDrama, Romanze / P18
23.01.2013
17.10.2020
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17.10.2020 2.070
 
Fassungslos stand der Rokudaime vor dem leeren Verlies. Als seine Männer von der Flucht der jungen Haruno sowie deren Mutter und Sarana berichteten, konnte Danzou Shimura seine Wut kaum zügeln. Und nun stand er vor dem leeren Kerker, das einst das Gör seiner Schwester beherbergte. Sie war weg. Und Sakura Haruno war weg. Verdammte Scheisse!!!

Er brauchte diese verdammten Schlampen, ohne sie würde sein Plan nicht funktionieren. Sarana sollte das Gefäss werden für den Kyuubi, nachdem dieser von diesem Naruto Bengel entfernt wurde. Dabei würde er zwei Fliegen mit einer Klappen schlagen. Der Uzumaki-Junge würde die Entfernung des Kyuubi nicht überleben und Sorana würde das gleiche blühen, wenn die Zeit reif war. Durch ihren Tod würde er sich an seiner Schwester rächen. Auch wenn diese verdammte Verräterin bereits Tod war, noch immer schmerzte ihn ihr Verrat. Wie konnte dieses Miststück nur einen Uzumaki ehelichen, nachdem was ihm widerfahren war?

Er hatte höchstpersönlich dafür gesorgt, dass seine Schwester bestraft wurde. Doch nicht nur die beiden Uzumakis würden seiner Rache zum Opfer fallen. Schliesslich gab es noch immer 2 Uchihas auf dieser Welt. Doch nicht mehr lange. Danzou verliess das unterirdische Gefängnis und machte sich auf den Weg zurück in sein Büro. Denn schlagartig fiel die Uchiha-Truhe ein. Mit schnellen Schritten marschierte der Hokage Richtung Büro. Sollte diese Haruno Schlampe etwa die geheimen Dokumente mitgenommen haben? Andererseits sollte diese überhaupt davon Kenntnis haben und woher? Dennoch beschlich ihn eine böse Vorahnung.

Als er endlich das Büro betrat lief er direkt auf die Uchiha Truhe zu. In dieser Truhe befanden sich die geheimsten Techniken des Clans. Niemand ausser ein Uchiha selbst sollte Zugang zu diesen mächtigen Schriftstücken haben. Diese Truhe in Besitz zu bringen war ein erstes wichtiges Ziel des Shimuras gewesen. Um an diese zu gelangen, war es notwendig den ganzen verdammten Uchiha Clan zu vernichten. Dabei musste er sich nicht einmal selber die Finger schmutzig machen. Itachi Uchiha höchstpersönlich führte das Massaker durch.

Ein höhnisches Lachen entfuhr dem Shinobi. Es war die perfekte Rache an diesem dreckigen Uchiha-Clan. Sie und die Uzumakis waren an allem Schuld. Seit jenem verhängnisvollem Tag , als er vom Nidaime Hokage die Nachricht vom Tod seiner Geliebten und seines ungeborenen Kindes erfuhr, plante er die Rache. An diesem Tag war auch ein Stück von ihm selbst gestorben. Wenn er nicht glücklich sein durfte, dann auch kein anderer.

Als er den Deckel der Truhe öffnete bestätigte sich seine Vorahnung. Die Dokumente waren weg. Dieses Miststück hatte sie mitgenommen. Sein Vorteil war dahin. Nun konnten auch die Uchiha Brüder die Technik erlernen. Es würde die ganze Sache erheblich schwieriger gestalten. Glücklicherweise konnte er sich die Technik bereits aneignen. Dennoch beschloss der Shimura, dass er nicht länger mit dem Kriegseintritt warten konnte.

"Es wird nun Zeit die Kriegsvorbereitungen zu beenden und endlich die Revolution zu beginnen", sprach er mit Blick auf das Dorf. Es wurde Zeit die Shinobi-Welt für immer zu verändern.




Unterdessen brach in Sunagakure ein neuer Tag an. Sakura schlief diese Nacht nur schlecht, obwohl sie sich gestern hundemüde gefühlt hatte. Ihre Gedanken drehten sich stets um die Geschehnisse in Konoha, ihren Vater und auch Sasuke, ausserdem litt die junge Kunoichi noch immer unter Alpträumen und Schuldgefühlen.

Die junge Frau beschloss heute nach ihrer Mutter und Sarana zu sehen. Seit ihrer Ankunft in Suna vor 4 Tagen, hatte sie kaum Zeit gehabt nach ihnen zu sehen. Schliesslich musste auch sie selbst genesen. Und da war auch noch der völlig missglückte Abend mit Sasuke. Ein tiefer Seufzer verliess ihre Lippen. Auch wenn ihr Kakashi gestern gut zugeredet und getröstet hatte, so fühlte sich die Rosahaarige dennoch völlig deprimiert und hoffnungslos.

Was sie zu Kakashi sagte stimmte wirklich. Sie konnte nicht mehr. Ihre Hoffnung auf eine verbesserte Beziehung zu Sasuke lagen praktisch bei null. Sie hatte keine Kraft mehr in diese "Beziehung" zu investieren. Und sie wollte nicht länger einen Gedanken an IHN verschwenden.
In Gedanken versunken begab sich Sakura ins Bad und zog sich aus. Als sie endlich unter der Dusche stand, drehte sie das Wasser auf. Schmerzhaft verzog sie das Gesicht als das Wasser ihre Haut berührte. Die Verbrennungen welche die Kunoichi durch Danzo erlitt, zierten ihren ganzen Körper. Allein schon die Erinnerung daran liess Sakura wieder die Tränen in die Augen schiessen. Panik stieg in ihr auf. Ihre Atmung beschleunigte sich, sie wusste dass sie kurz vor dem hyperventilieren war.

Mit enormer Anstrengung versuchte sich die junge Frau wieder zu beruhigen. Sie war hier in Sunagakure mit ihren Freunden. Hier konnte ihr nichts passieren. Nach mehreren Minuten beruhigte sich ihre Atmung und Sakura stieg aus der Dusche. Sie trocknete sich kurz mit dem Handtuch ab und zog sich den Bademantel über.

Sakura begutachtete kurz ihr Gesicht im Spiegel. Ihr Gegenüber zeigte deutlich die Spuren von Schlafmangel. Tiefe Augenringe und eingefallene Wangen stachen hervor, so konnte sie ihrer Mutter nicht gegenübertreten. Sie sollte sich auf ihre Genesung konzentrieren und nicht sich noch zusätzlich Sorgen um ihr einziges Kind machen.

Daher musste die Kunoichi ihrem Aussehen ein wenig nachhelfen. Gerade holte sie ihre wenigen Schminkutensilien hervor als es an ihrer Tür klopfte. Verwundert über die frühe Störung lief Sakura zur Tür und öffnete sie. Starr vor Schreck brachte die Haruno kein Wort über die Lippen. Vor ihr stand niemand anderes als Sasuke. Mit gleichgültiger Miene sah er sie an. Noch immer war die junge Frau vor ihm nicht in der Lage auch nur einen Mucks von sich zu geben.

Schliesslich war es der junge Mann vor ihr, der den ersten Schritt wagte. "Wir müssen reden," meinte der jüngere der Uchiha-Brüder und trat dabei in Sakuras Zimmer. Seine Teamkameradin war noch immer nicht in der Lage irgendetwas zu sagen, also nahm er ihre Hand und führte die Haruno zum Bett. Nach einem auffordernden Nicken seitens Sasuke, setzte sie sich schliesslich. Doch die Kunoichi versuchte Distanz zu wahren, indem sie sich ans Bettende niederliess.

Seine Nähe machte ihr zu schaffen. Unsicher fuhr sie mit der Hand durch die Haare. Ausserdem dachte Sakura, sah sie furchtbar aus .Doch mit einem Ruck sass sie nun aufrecht und schaute Sasuke direkt in die Augen. In Gedanken schalt sich Sakura. Sie sollte endlich mit dem Selbstmitleid aufhören und Selbstbewusst dem Uchiha gegenübertreten. Egal was er ihr zu sagen hatte, sie würde sich nicht wieder einwickeln lassen, schwor sie sich.

"Was willst du?", fragte sie ihren Gegenüber direkt. Sakura versuchte ihre Stimme möglichst fest klingen zu lassen, doch konnte sie eine gewisse Unsicherheit nicht kaschieren. Unverwandt sah der Uchiha sie an. Mit einem Mal runzelte Sasuke die Stirn. "Wie gesagt wir müssen reden", war seine knappe Antwort. Ärgerlich zog Sakura den Bademantel fester. Sie fühlte sich mit einem Schlag unwohl, schliesslich trug sie sonst nichts.

"Worüber denn? Du hast mir schliesslich schon gezeigt was du von mir hältst. Daher verzichte auf ein Gespräch. Ausserdem verspreche ich dir, dass ich dich nicht länger belästige", am Schluss wurde ihre Stimme immer leiser und sie wandte ihren Blick von ihm ab. Sakura war im Begriff aufzustehen, als eine grosse, raue Hand sie am Handgelenk zurückhielt. Ohne es zu wollen, drehte sich die hübsche Frau um und prallte gegen ihren Teamkollegen.

"Sasuke, was..," stammelte Sakura und blickte zu ihm auf. Der junge Uchiha war bedeutend grösser als sie und erst jetzt wurde ihr bewusst wie nah sie sich waren. Und eigentlich sollte ihr das nicht gefallen. Sie versuchte sich loszumachen doch Sasuke liess ihr keine Chance, indem er einen Arm um ihre Taille legte und sie wieder näher zog. Unbeirrt blickte er in die grünen Augen seiner Teamkollegin, die ihn fast schon ängstlich anschauten.

"Sakura, hör mir zu." Sein tiefe, dunkle Stimme verursachte eine Gänsehaut. Warum musste dieser Kerl auch so eine Wirkung auf sie haben. Sakura versuchte erneut sich aus seinen Armen zu befreien, doch er liess nicht locker. Ärgerlich sah sie zu ihm hoch.
"Ich werde mich nicht wiederholen. Also hör zu Sakura." Empört über seine Unverfrorenheit ihr etwas Vorschreiben zu wollen, wollte sie ihm widersprechen. Doch der Uchiha schnitt ihr das Wort ab, indem er sich zu ihr hinab beugte und ihre Gesichter sich beinahe berührten.

Amüsiert beobachtete er, wie die Schönheit vor ihm rot anlief. Dass er eine solche Wirkung auf sie hatte, gefiel ihm. Er betrachtete ihre wunderschönen Augen, welche ihn fragend anschauten. Er beugte seinen Kopf hinab. "Es tut mir leid Sakura", flüsterte er ihr leise ins Ohr. Bei diesen Worten weiteten sich ihre Augen. "W-wie bitte?", stammelte sie, als hätte sie sich verhört. ER entschuldigte sich bei ihr. Wollte er sich über sie lustig machen oder was?

Als sie ihm in die Augen sah, konnte sie nicht länger an seiner Aussage zweifeln. Ruhig erwiderte er ihren Blick. "Was tut dir leid?", hauchte sie. Sie klammerte sich regelrecht an ihn, sie wäre ansonsten längst umgefallen. Seine Entschuldigung hatte sie schier umgehauen.

"Alles."

Mit Entsetzen stellte sie fest, dass sich ihre Gesichter wieder gefährlich nah waren. Ihr Herz schlug so schnell, dass sie befürchtete es würde bald zerspringen. Ihr war so heiss. Dabei hatte sie sich so fest vorgenommen, ihn links liegen zu lassen. Verdammte Gefühle.



"Erwarte von mir keine langatmige und gefühlsdusselige Entschuldigung Sakura. Aber du kannst dir sicher sein, dass ich sie ernst meine. Ich habe dich nicht immer richtig behandelt, aber ich hatte auch Gründe dafür." Erwartungsvoll sah er sie an. Doch in ihrem Kopf rasten ihre Gedanken nur so dahin.

Dass seine Entschuldigung ernst gemeint war, das wusste und spürte sie. Sasuke war nie ein Mann gewesen, der leichthin mit Entschuldigungen umging. Zu gern wüsste sie aber, weshalb er sie immer wieder von sich stiess. Doch da fielen ihr die Worte von Kakashi ein, es brauche Zeit und Geduld um sich zu öffnen.

"Deine Entschuldigung bedeutet mir viel und ich nehme sie an", begann sie. Sie beobachtete seine Reaktion und es schien ihr tatsächlich so, als wäre er erleichtert. "Ich gebe aber auch zu, dass ich gerne wüsste, warum du mich so behandelt hast", fuhr sie fort und bemerkte wie sich ihr Gegenüber etwas versteifte. "Aber für den Moment ist es genug. Danke Sasuke." Lächelnd sah sie zu ihm hoch. "Du kannst es mir erzählen wenn du soweit bist. Ich werde dich nicht drängen."

Plötzlich spürte sie wie sich seine linke Hand auf ihre Wange legte. Es fühlte sich so unglaublich gut an. Geniesserisch schloss sie ihre Augen und konnte nicht verhindern, dass ihr ein kleiner Seufzer entwich. Als sie ihre Augen öffnete wurde sie verblüfft. Auch auf Sasukes Gesicht lag ein leichtes Lächeln.

"Sakura, du hast so viel für mich gemacht. Danke." Bevor siereagieren konnte, zog er sie in eine Umarmung. Die Kunoichi konnte es kaum glauben. Ihre grosse Liebe umarmte sie. Schliesslich schlang sie ihre Arme um ihn. Noch gestern wäre ihr die Vorstellung, dass sie und Sasuke sich so nahe kamen, lächerlich vorgekommen. Sakura genoss jede Sekunde dieser Umarmung.

Kakashi hatte wohl wieder einmal recht. Man darf nie aufgeben.

Langsam lösten sich die beiden voneinander. Noch immer waren ihre Wangen gerötet. Verlegen wandte sie ihren Kopf zur Seite. Schliesslich stand sie nur im Bademantel vor ihrem Schwarm. Erneut legte sich seine linke Hand auf ihre Wange und drehte ihren Kopf zu ihm. Nervös sah sie ihn aus ihren grossen smaragdgrünen Augen an. Sanft strich der Uchiha über ihr Gesicht. Mit seinem Daumen strich er über die vollen Lippen seiner Kameradin, welche völlig überwältigt war. Noch nie hatte sie Sasuke so sanft erlebt.

Abermals näherten sich ihre Gesichter, während die junge Frau nicht in der Lage war sich zu bewegen. Ihr ganzer Körper fing Feuer und auf einen Schlag spürte sie SEINE Lippen auf ihrer Haut. Gefährlich langsam näherten sich seine Lippen den ihren. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Sasuke war dabei sie zu küssen...

Plötzlich hörte sie Stimmen vor ihrer Tür und gleich darauf wurde diese aufgerissen.

"Hey Sakura-chan, wie...", rief Naruto, kam aber nicht mehr dazu seinen Satz zu vervollständigen. Verdutzt blickte der Chaosninja zu seinen beiden besten Freunden, welche eng umschlungen vor ihm standen und sich beinahe küssten. Auch Sakura und Sasuke starrten den unerwünschten Besucher an.

Mit jeder Sekunde die verstrich, wurde Naruto klarer, dass er schleunigst das Weite suchen sollte. Andernfalls würde er hier wohl kaum lebend herauskommen. Doch zu spät.

"NARUTO!!!!!"
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