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Let me never be alone

GeschichteLiebesgeschichte / P12 Slash
Yuki Sakurai Zess (Luka Crosszeria)
21.01.2013
21.01.2013
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Luca saß in seinem Zimmer, starrte in die Dunkelheit hinaus und lauschte den Geräuschen im Haus und um das Haus herum. Es war jetzt etwa einen Monat her, dass sie das letzte Mal kämpfen mussten. Er schloss die Augen, öffnete sie dann aber wieder, als jemand an die Tür klopfte. Die schwere Holztür war abgeschlossen, so dass der Schwarzhaarige widerwillig aufstehen musste um die Tür zu öffnen. Dies getan sah er jemand vor sich stehen.
„Y-Yuki…“, stammelte der Schwarzhaarige leise und sah ihn durch seine grauschwarzen Augen an.
„Ich hab gedacht, dass wir vielleicht zusammen … spazieren gehen könnten…“, murmelte er leise und sein Blick ging zur Seite.
Zess fiel gerade auf, dass er ihn heute den ganzen Tag noch nicht gesehen hatte.
„Wenn du dir das wünscht…“, antwortete er ihm und gehe aus meinem Zimmer heraus.
Schweigend liefen die beiden nebeneinander her und der Duras beobachte die Taten von Yuki, seine Bewegungen und seine Atmung, ebenso wie die Gesichtszüge seinerseits. Alles ist so anders. Luca schloss seine Augen und blieb unbewusst stehen.
„Luca? Alles in Ordnung?“, fragte der Kleinere und drehte sich um, als der Angesprochene die Augen wieder öffnete.
„Ja, alles in Ordnung“, lächelte der Oberst ihn etwas zögerlich an. „Ich habe nur an etwas gedacht…“
„Da ist etwas zwischen uns was ich nicht verstehe…“, sagte Yuki nach einer Weile des Schweigens.
Zess blickte zu dem Jüngeren und erkundigte sich bei ihm: „Was meinst du?“
„Du passt immer auf mich auf, bist da wenn ich jemanden brauche. Du weichst so gut wie nie von meiner Seite… Irgendetwas muss zwischen uns sein, dass du immer so gut auf mich aufpasst…“, erklärte er.
„Das liegt an unserer Bindung…“, bekam Yuki als Antwort.
Eigentlich wollte der Duras es dabei belassen, doch Yuki machte einen Schritt auf ihn zu und sah ihm in die grauschwarzen Augen.
„Was ist wirklich zwischen uns?“, fragte er und sieht zum Schwarzhaarigen hinauf.
Was sollte dieser antworten? Konnte er es überhaupt sagen? Ihm entwich ein kleines Seufzen zwischen den Lippen.
„Du willst es also wirklich wissen?“, fragte er ihn um sicher zu gehen, dass er es wirklich wissen wollte.
Ein Nicken von Yuki als Antwort und schon ließ Luca sich breitschlagen.
„Gut… Dann will ich es dir erzählen…“
Er setzte sich auf den Steinrand eines Brunnens, der in der Nähe war und Yuki setzte sich neben ihn, wartete ganz gespannt darauf, was er zu hören bekommen würde.
„Du hattest mehrere Leben vor diesem, an die du dich nicht erinnern kannst… Du warst… eine Frau…“, sagte der Schwarzhaarige und suchte nach weiteren Worten, wie er alles erklären könnte. „Damals… hatte ich eine Liebesbeziehung… zu deinem vorherigen… Ich… Seit dem ich dich kennen gelernt habe, bin ich nicht von deiner Seite gewichen… Ich stand dir immer zur Seite, habe dir geholfen, mich sogar ab und zu von dir herumkommandieren lassen…“
Leicht musste Luca deswegen lachen. Die Erinnerung daran schmerzte, doch war dieser Schmerz zu ertragen. „Du warst die einzige Person die das durfte… und auch jetzt noch darf…“
Luca sah den Kleineren an und versuchte zu lesen, was in ihm vorging, wollte wissen was er dachte und fühlte, doch er konnte in Yukis Augen nichts erkennen.
Dann entstand ein Schweigen zwischen den beiden Männern, was Luca leicht unsicher werden ließ.
„Du… und ich… wir hatten also eine Liebesbeziehung?“, fragte Yuki nach einigen Minuten des Schweigens.
Als Antwort nickte der Schwarzhaarige.
„Ja, das hatten wir…“, flüsterte er leise.
„Du hast mich in meinem früheren Leben geliebt?“, fragte der Jüngere weiter.
„Ja, habe ich…“
„Liebst du mich immer noch?“, kam die Frage unerwartet heraus geplatzt.
Kurz überlegte Luca ob er antworten sollte oder nicht, doch er sah Yuki kurz an, murmelte dann aber leise, fast schon zögerlich: „Ich werde dich immer lieben…“
Yuki schaute den Schwarzhaarigen ebenfalls an, bevor sich ein schwaches Lächeln auf seine Lippen legte.
„Das ist schön…“, murmelte der Kurzhaarige sanft.
Es fiel Luca schwer, die wenigen Worte auszusprechen. Lieber wäre er gerade zehn Tode gestorben, als noch einmal diese Worte auszusprechen. Sie lagen ihm wie Blei auf der Zunge und er hatte es nur mit viel Mühe geschafft, sie heraus zu bringen. Yuki stand auf, sah den Schwarzhaarigen kurz an.
„Ich werde alleine zurückgehen... Ich... Ich brauche Zeit zum Nachdenken...“, flüsterte er leise und lief dann in die Richtung des Herrenhauses.
Luca blieb seufzend zurück und blickte in den Himmel, der sich gerade mit fast schwarzen Wolken zuzog.
„Ein Gewitter naht...“, bemerkte der Oberklassen Duras und seufzte noch einmal.
Nach einigen Momenten stand auch er auf und lief zurück zum Gebäude. Als der Schwarzhaarige das Haus betrat brach augenblicklich der Regen herein und Luca war froh es rechtzeitig geschafft zu haben. Langsam lief er in sein Zimmer, warf den schwarzen Mantel auf die Sitzecke vor dem Fenster und begrub so den kleinen schwarzen Dämon. Sodom krabbelte sofort unter dem Mantel hervor und nahm seine Menschengestalt an.
„Meister! Meister? Was ist los?“, fragte der junge Dämon.
„Nichts“, bekam er nur die kühle Antwort seines Herren, der sich auf die Bettkante sinken ließ.
Doch lang blieb er dort nicht sitzen, denn er stand auf und machte einige Kerzen an, die in seinem Zimmer standen. Er mochte das Licht der Lampen nicht, es war ihm zu künstlich, zu unnatürlich. Man konnte durch die Dunkelheit des Himmels sehen, wann ein Blitz die Nacht durchzog. Man konnte durch die Stille hören, wann ein Donnergrollen ertönte. Sodom saß auf der Sitzecke und zuckte immer zusammen, wenn ein Donner grollte. Luca legte sich nach hinten, sah die Decke über dem Bett an und dachte nach. Hätte er es Yuki lieber nicht erzählen sollen? Hätte er schweigen sollen? Wäre es besser gewesen, ihn im Unwissen zu lassen? Er wurde durch ein Klopfen aus seinen Gedanken gerissen.
„Herein…“, rief Luca und hörte dann wie sich die Tür öffnete.
Jemand kam in das Zimmer und blieb hinter der geschlossenen Tür stehen. Langsam richtete sich Luca auf und sah zur Person.
„Yuki?“, brachte er erstaunt hervor. „Was ist los?“
Ein Blitz erhellte die Nacht und Luca sah durch die halbe Dunkelheit das Yuki die Augen zusammen kniff und sich verkrampfte. Schnell war der Schwarzhaarige aufgesprungen und an Yukis Seite.
„Es ist alles gut…“, beruhigte er den Kleineren und führte ihn auf das Bett, wo sie sich auf den Rand setzten.
Er zog Yuki etwas näher an sich, so dass dieser seinen Kopf auf die Schulter des Schwarzhaarigen legte und seine Atmung begann langsam sich zu beruhigen.
„Ich werde dich beschützen…“, hauchte Luca in die Stille hinein.
Kurz ließ Luca den Blick zum kleinen Dämon schweifen, doch dieser hatte sich auf dem Mantel zusammen gerollt und war eingeschlafen.
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis das Gewitter weiter gezogen war und sich keine Blitze mehr den Weg auf den Boden suchten und man keinen Donnergroll mehr wahrnahm.
„Das Gewitter ist vorbei…“, flüsterte der Schwarzhaarige nach einiger Zeit und fuhr kurz mit den Fingern durch das weiche Haar des Kleineren.
Dieser richtete sich langsam auf und sah Luca in die schwarzgrauen Augen.
„D-Danke…“, kam es zögerlich von ihm und sein Blick glitt sofort zur Seite.
„Warum siehst du mich nicht weiter an…?“, fragte der Oberklassen Duras und legte eine Hand an die Wange von Yuki, um sein Gesicht wieder zu sich zu ziehen.
Sanft sah er ihm in die Augen und lächelte ebenso sanft.
„Du kannst mit mir über alles reden, Yuki…“
„D-Das… weiß ich… E-Es ist nur… Auf einmal ist alles so anders…“, stammelte der Kleinere leise vor sich hin.
„Nichts ist anders. Es ist immer noch gleich. Ich werde dich nicht verraten, werde nicht von deiner Seite weichen, werde dich nie allein lassen. Niemals…“, versprach Luca.
„Luca…“, hauchte Yuki leise.
Zwischen den beiden Männern entstand eine ungewohnte Atmosphäre. Irgendwas hatte sich gerade verändert. Langsam, Millimeter um Millimeter, bewegten sich ihre Gesichter aufeinander zu. Sie sahen sich beide gegenseitig in die Augen. Bevor sie sich berührten, hielt Yuki inne und sah Luca fragend an, doch dieser legte seine Lippen vorsichtig auf die des Kleineren. Sanft berührten sich ihre Lippen. Zögerlich erwiderte Yuki den Kuss und schloss seine Augen. Der schwarzhaarige Duras tat es ihm gleich. Nach einiger Zeit lösten sie sich wieder voneinander.
„Yuki…“, lächelte der Schwarzhaarige sanft.
„Lass mich nie mehr allein…“, sagte der Kleinere und ließ seinen Kopf auf die Schulter von Luca fallen.
„Nein, niemals…“, legte Luca seine Hand auf den Rücken des Jüngeren.
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