Im Bann der Noten

von - Leela -
GeschichteÜbernatürlich / P12
Belfry Eddie Floatzart GB Jake Tracy
20.01.2013
24.07.2013
4
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„Schneller, Tracy! Wir müssen schneller werden!“ GB schoß über den Highway, so daß es Jake schon fast übel wurde, und Tracy seinen Ärger kaum noch im Zaum halten konnte.
      „Wir haben genug Zeit eingerechnet, GB!“ ließ sich Jake vernehmen. „Wir kommen auf jeden Fall rechtzeitig zum Konzert! Wir brauchen nicht zu rasen!“
      „Aber wir müssen der blauen Gefahr entkommen!“ gab GB zurück.
      „Der blauen Gefahr?“ fragte Futura. „Meinst du 8y?“ setzte sie erstaunt nach.
      „Wen wohl sonst!“ kommentierte GB.
      Tracy grunzte eine mißmutige Bemerkung und bemühte sich, auf manuelle Schaltung zurückzugehen.
      „GB! Könnt ihr eure kleinen Machtspielchen bitte auf eine andere Art austragen?“ rief Jake ärgerlich. „Geh’ sofort auf eine niedrigere Geschwindigkeit runter!“
      „Nicht, ehe wir da sind!“ erwiderte GB verbissen.
      Tracy stieß Jake beim fahren an und deutete auf eine Verkleidung, hinter der sich ein Panel verbarg.
      Jake verstand sofort und öffnete sie. „Okay, Tracy! Mach dich bereit, ich schalte jetzt auf manuelle Steuerung zurück!“
      „Leute, das könnt ihr nicht machen!“ rief GB aufgewühlt.
      „Und wie wir das können!“ gab Jake gereizt zurück. „Jetzt, Tracy!“
      Tracy hatte den Fuß auf dem Gaspedal und hielt so noch einen Augenblick die Geschwindigkeit, so daß er nun langsam das Tempo wegnehmen konnte. Vorsichtig bremste er das Ghostbuggy ein.
      „Ihr verdammten Spielverderber!“ beschwerte sich GB.

Ein Stück weiter hinten, auf dem gleichen Highway wurde 8y nervös. Seit einiger Zeit bereits hingen sie, Tasha und Eddy hinter einem Lastwagen fest und kamen nicht daran vorbei. Tashas Gelassenheit brachte sie dabei förmlich noch mehr auf die Palme.
      Tasha unterhielt sich gemütlich mit Eddy, während sie hin und wieder abschätzte, ob ein Überholen möglich war. „Ich habe Simon & Garfunkel noch nie live gesehen!“ meinte sie aufgeregt. „Du?“
      Eddy schüttelte den Kopf. „Nein!“
      „Das wird bestimmt gigantisch!“ prophezeite Tasha.
      „Wenn du so aufgeregt bist, wieso gucken wir dann nicht, daß wir mal an diesem langsamen Ungetüm vor uns vorbeikommen!“ warf 8y gepreßt ein. „Dann kommen wir auch schneller an!“
      „Immer mit der Ruhe, 8y! Deswegen beginnt das Konzert auch nicht früher!“ gab Tasha ruhig zurück.
      „Aber wir sind früher da!“ konterte 8y.
      „Jetzt hör auf zu drängeln! Du siehst doch, daß es nicht geht!“ meinte Tasha genervt.
      „Warum fliegen wir nicht einfach?“ schlug 8y vor.
      „Dafür sind wir noch zu früh!“ sagte Tasha gelassen. „Das ist nicht nötig.“
      „Aber dann ist GB noch vor uns da!“ beschwerte sich 8y.
      „Bei solchen Anwandlungen trete ich auf die Bremse, dann überholen wir gar nicht! Ist das klar?“ verdeutlichte Tasha mit ungewöhnlich scharfer Stimme.
      „Ist ja schon gut!“ murrte 8y.
      „Sag’ nur, ihr tragt immer noch euren albernen Konkurrenzkampf aus!“ bemerkte Eddy.
      8y schwieg, bei dem Wort »albern« aber schwieg sie auf eine besonders eindrucksvolle schmollende Weise.
      „Ich habe den Eindruck, seit sie den Flugmodus hat und damit umgehen kann, ist es noch schlimmer geworden“, erzählte Tasha.
      „Ich muß doch zeigen, was ich kann!“ verteidigte sich 8y.
      „Ja!“ stimmte Tasha verheißungsvoll zu. „Aber nicht so!“
      „Ich weiß nicht, was daran so schlimm sein soll!“ regte 8y sich auf.
      „Wir sind hier im Straßenverkehr, meine Liebe! Und solche Eskapaden können da ganz schnell ganz gefährlich werden! Deswegen erlaube ich es dir nicht! Okay? Deswegen, und weil es albern ist! Also, halte dich dran, sonst wirst du mit den Konsequenzen leben müssen! Ich hoffe, wir haben uns verstanden!“
      Eddy machte mit einer Geste auf sich aufmerksam. „Asbury Park war da eben schon ausgeschildert! Wir müssen gleich runter!“
      „Alles klar! Danke!“ Sie konzentrierte sich jetzt wieder mehr auf die Straße, damit sie die Abfahrt nicht verpaßte, die zur Konzerthalle führte.
      „Sollte ich rausfinden, daß GB und die anderen geflogen sind, gibt es eine Revanche, das verspreche ich!“ grummelte 8y.

8y kam nur wenige Augenblicke später als GB auf dem Parkplatz bei der Konzerthalle an. Das selbstgefällige Grinsen des Ghostbuggys brachte ihr Öl zum Kochen. Tasha parkte sie direkt neben GB, und sie war sich nicht ganz sicher, ob ihr das gefiel.
      Jake, Tracy und Futura warteten bereits auf sie.
      „Und, eine ruhige Fahrt gehabt?“ fragte Jake.
      „Kommt auf die Sichtweise an!“ kommentierte Tasha. „Und selbst?“
      „Frag’ lieber nicht!“ meinte Jake.
      Sie wechselten nur einen Blick, und konnten sich jegliche Unterhaltung darüber sparen. Statt dessen quittierten sie es mit einem resignierten Lächeln.
      „Wollen wir los? Jessica wollte sich mit uns am Eingang treffen!“ meinte Jake.
      Die anderen nickten. Tasha winkte GB und 8y zum Abschied zu und folgte den anderen schnell zur Halle.
      Die beiden Autos beobachteten die Gruppe, bis sie außer Hörweite war.
      GB lehnte sich verschwörerisch zu 8y herüber. „Tja, Süße! Ich war schneller!“
      8y mußte ein Grollen unterdrücken, atmete durch und erwiderte souverän: „Und? Dafür sind wir vernünftig gefahren! Ich hätte auch gekonnt, wenn ich gewollt hätte!“
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