Once upon a time in Mazoku

von lotusmilk
GeschichteRomanze, Fantasy / P16 Slash
Conrad Weller Gunther von Kleist Gwendal von Voltaire Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
19.01.2013
25.04.2014
5
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Hi Leute! Ich weiß, dass ich total unzuverlaessig bin *grummel*, aber ich hatte so gut wie nie Zeit, meine Beta-Leserin ist in Frankreich (dumme Kuh ;-;), und ich selbst habe kaum am Laptop gesessen, was heißt, ich hatte kaum Zeit um auch nur an Fanfictions zu denken.

Also, gomenasai minna!

Mir ist aufgefallen, dass, milde ausgedrueckt, das erste Kapitel ziemlich scheiße geschrieben worden ist, wie alles andre auch von mir, ha-ha. *heul*
Also gibt es jetzt massenweise reupdates, Verbesserungen, Bearbeitungen, und und und. Es wuerde also etwas Sinn machen wenn ihr die FF wieder von Anfang an liest, sind ja nur zwei kurze Kapitel, ist auch besser glaube ich, weil ich fuer eine zuuuuuu laaaange Zeit nicht mehr aktiv war und ihr den Plot eh nicht mehr im Kopf habt. (Ich merke erst jetzt wie scheiße ich bin, haha ;-;)

Also, hab es minimal umgeschrieben, hoffe ihr habt nichts zum grummeln, und wenn doch, wuerden mich Reviews echt freuen.
Viel Spaß!

Caed xx



Chap 1 - Blond vor Neid


'Sag mal, Yuri, bist du nicht etwas zu alt für Versteckenspielen? Du musst deine Pflichten als Maoh erledigen, bevor du ... spielen kannst! Doch selbst das geht dann nicht, da du dich eigentlich um deinen Gatten kümmern musst, was bis jetzt in dem gottverdammten Monat noch nicht vorgekommen ist.' Grimmig schaute Wolfram von Bielefeld seinen Gegenüber an. Das tat er in letzter Zeit ständig.
'Ach, ich habe mich noch nie um dich gekümmert?! Soll das ein Scherz sein? Auf all den Missionen und Reisen habe ich dir geholfen, wo und wie es nur ging, aber da du so undankbar bist, vergisst du so was schnell!', rief der Maoh lauter als gewollt. Wolfram ließ das kalt, eiskalt. 'Du weißt, dass ich das nicht meine.', stieß er durch zusammengebissenen Zähnen hervor.
'Ach was verstehst du denn dann unter 'sich um den Gatten kümmern'?'
'Ist das denn nicht offensichtlich?'
'Nö.' Achselzuckend stand Yuri auf und schaute den Blonden trotzig an. 'Ich muss jetzt gehen, ich habe Greta versprochen, mit ihr Kekse zu backen.'
Wolframs Körper bebte, als er den Namen hörte.
'Ich komme heut Nacht nicht, ich schlafe bei Greta.', murmelte der Maoh genervt, und wollte schon die Tür öffnen, als er einen Schrei hinter sich hörte.
Der König zuckte erschrocken zusammen.
Wolfram platzte vor Wut ' GENAU DAS MEINE ICH! Greta, Greta, Greta! Alles dreht sich um dieses verdammte Kind! Für mich hast du überhaupt keine Zeit mehr, hattest es noch nie! Denkst du nicht auch ein einziges Mal daran, unser eigenes Kind mit mir aufzuziehen? Es erst einmal zu versuchen? Das Bett ist total unberührt! Nein, bei dir dreht sich alles um diese Göre!'
Schwer atmend sackte auf ihrem gemeinsamen Ehebett zusammen und vergrub seine Hände in den goldenen Haaren. Keine Sekunde später erfüllten leise Schluchzer das große, prächtig eingerichtete Schlafzimmer der beiden.
So hatte Yuri seinen Ehegatten noch nie erlebt. Bevor er auch nur einen Schritt zu ihm machen konnte, vernahm er Wolframs Flüstern : 'Nur ein einziges Mal. Was ist nur so abscheulich an mir? Wieso kannst du mich nicht lieben? Was habe ich falsch getan?'
Und mit diesen Worten blickte er den Doppelschwarzen an, mit Tränen in den Augen, die sie wie tiefe, jadegrüne Seen aussehen ließen.
Auf einmal spürte Yuri ein Stolpern in seinem Herzen, es tat weh, doch es war nicht unangenehm.
Er wusste nicht wieso, doch plötzlich musste er hart schlucken. Was hatte Wolfram gesagt? Das Bett sei unberührt? Eigenes Kind?

Man sollte wissen, dass es sich hier um kein gewöhnliches Ehepaar handelt. Yuri hatte es schon immer als lästig und falsch empfunden, mit Wolfram verlobt und letztendlich verheiratet zu werden. Durch einen impulsiven Reflex wurden sie aneinander gebunden, und das sollte auch für den Rest ihres Daseins so bleiben. Yuri hatte es sich nicht gefallen lassen wollen, Beleidigungen auf die Kosten seiner geliebten Mutter zu hören, die aus Wolframs vorlautem Mund kamen, und hatte ihm eine Ohrfeige gegeben. Was er nicht gewusst hatte, war, dass er damit dem Blonden einen Heiratsantrag gemacht hatte. Was ihn bis heute am allermeisten beschäftigte ist und bleibt : Wieso hatte Wolfram denn so schnell eingewilligt?
Yuri sah -nach seiner eigenen Meinung- weder besonders gut aus, noch konnte er ein Talent aufweisen. Er war ein einfacher Junge aus Japan, der Baseball mochte und einen Mädchennamen trug, weshalb er oft gehänselt wurde.
Wolfram dagegen war für die meisten ein Traum von einem Jungen. Er hatte goldenes, mittellanges Haar, das sein blasses, reines Engelsgesicht umrandete. Seine tiefgrünen Augen hatten weniger etwas von einem Engel, da sie die meiste Zeit über grimmig dreinschauten, doch niemand, wirklich niemand konnte sagen, dass er mittelmäßig war. Seine Körperstatur hatte etwas von einem Mädchen, er war zierlich gebaut (Yuri musste es ja wissen, bei all den Verführungsmethoden die der Blonde anwendete...) und sah zerbrechlich aus, dennoch konnte er mit dem Schwert umgehen wie kein anderer. Wobei wir bei  dem Thema Talent wären. Das einzige Talent, das Yuri bis jetzt aufgebracht hatte, war... sich wie ein Trottel zu benehmen.
Er wusste weder etwas von der Schwertkunst, die er beherrschen sollte, noch konnte er so gut reiten wie sein Gatte. Gut, er konnte sich um Kinder kümmern, doch das war wahrscheinlich nicht das, was sich das Volk Mazoku von ihm wünschte.
Yuri musste an Greta denken. Und dann an Wolfram. An diese traurigen, mit Tränen gefüllten Augen, und das nur seinetwegen. Plötzlich verspürte er das Bedürfnis, seinen Gatten (das Wort kam ihm immer noch komisch vor), zu trösten.
Er hob zögerlich eine Hand und verharrte vor Wolframs Gesicht. Was ist, wenn er, tief in seinem Inneren, tatsächlich diese Gefühle für ihn hegte? Diese falschen Gefühle.

Hier, im Königreich Mazoku, war das nichts Falsches. Es kam oft vor, dass zwei Männer zueinander fanden, und auch gleichgeschlechtliche Ehen wurden abgehalten.

Fragend, doch auf voll unendlicher Trauer blickte Wolfram seinen Objekt der Begierde an. 'Was soll das werden?', fragte er mit seiner müden, traurigen Stimme, keinerlei Zorn mehr war darin zu hören. Fast, so ging es Yuri, konnte man einen Hoffnungsschimmer daraus vernehmen. Plötzlich spürte Yuri sein Gesicht heiß werden. 'A-also das.. Ich wollte nur.. Ach keine Ahnung.' Ich wollte nur dien Gesicht berühren.. oder wie?
Mit einer wegwerfenden Geste lächelte der König den Blonden warm an. Darauf folgte unangenehme Stille.
'Du wolltest was?', hakte der Blonde nach. 'I-ich weiß auch nicht. Verzeih mir.', brachte Yuri hervor und machte einen Schritt nach hinten. Das bemerkte Wolfram und schaute ihn mit flehendem Blick an.

'Ich seh mal nach, was sie so treibt. Bis heute Nacht.', murmelte der König kaum verständlich und eilte aus dem Zimmer. Er hatte absichtlich Gretas Namen vermieden, da er nun wusste, dass das Wolfram so rasend machte.
Konnte es sein ... ? Quatsch, dachte er sich, als eine irrwitzige Vermutung in seinem Kopf geisterte. Doch er konnte nicht widerstehen, den Gedanken zu Ende zu denken. Konnte es sein, dass Wolfram eifersüchtig auf Greta war?


Während Yuri darüber nachdachte, ob das dell Fall sein könnte, schluchzte Wolfram unaufhörlich. Was hat sie, was ich nicht habe?, dachte er teils traurig, teils wütend.
Nun, es bringt nichts, darüber zu trauern, man hat ja gesehen, dass selbst meine lieblichen Tränen den Maoh kalt gelassen haben. Vielleicht ist es besser, wenn ich -
Wolfram schluckte, als er daran dachte, was er tun wollte, um endlich dem Schmerz, von Yuri nicht geliebt zu werden, zu entkommen. Das kann nicht mehr so weitergehen, dachte er wütend, und stand ruckartig auf.
Ich bereite dem ein Ende zu. Dann kann er auch machen, was er will!

Trotzig wischte er sich die Tränen aus dem Engelsgesicht, hob sein Kinn arrogant nach oben, und schritt den langen Flur entlang.

Schnellen Schrittes eilte er zur Tür, die zum Arbeitsplatz des Königs führte. Mit einem Ruck öffnete er sie und nahm tief Luft.
Er achtete nicht darauf, wie er aussah, er wusste es in etwa.
Es war egal, was sie von ihm dachten.
Bald würde alles egal sein.

Er tat gute Miene zum bösen Spiel und rief mit freudig gespielter Stimme in den Raum hinein : 'Gwendal? Gunther? Ich habe euch etwas Wichtiges zu verkünden!'
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