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Red Kisses Part 3

von Leah84
GeschichteThriller, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Patrick Jane Red John Teresa Lisbon
16.01.2013
03.08.2020
26
39.185
1
Alle Kapitel
91 Reviews
Dieses Kapitel
11 Reviews
 
 
16.01.2013 2.339
 
Da ihr es nicht mehr erwarten könnt und ich zur Zeit gut mit der neuen Story vorankomme, habe ich mich dazu entschlossen euch schon jetzt das erste Kapitel zu liefern. Wie immer bin ich gespannt auf eure Kommentare und wünsche viel Spaß beim lesen. :)



Zum zweiten Teil:

Red John hat wirklich alles versucht um Teresa das Leben zu nehmen. Zuerst tötete er ein paar Familien um falsche Spuren zu legen, versetzte Patricks Tee mit Belladonna um ihn daran zu hindern einschreiten zu können und vergiftete dann Teresa. Via Handy forderte er Patrick heraus sich das Gegenmittel zu holen. Nach einem Showdown auf dem Dach des Krankenhauses von Sacramento entwischte der Serienkiller, doch Teresa konnte gerettet werden. Patrick erholte sich von seinen schweren Verletzungen und die beiden vertieften ihre Beziehung zueinander.

Beginn Teil 3

Teresa Lisbon stand im Großraumbüro und verteilte die Aufgaben. "Cho, Sie übernehmen während meiner Abwesenheit die Leitung des Teams. Und um das nochmal klarzustellen, mein Büro ist tabu! Ich will keine Anrufe in den nächsten zwei Wochen und vorallem will ich keine Beschwerden auf meinem Tisch wenn ich wiederkomme. Ich hoffe, ich hab mich klar ausgedrückt!" Cho, Rigsby und Van Pelt nickten. Es war schon irgendwie sonderbar, dass sich ihre Chefin wirklich einen Urlaub gönnte. Aber den hatte sie nach all der Zeit und den unzähligen Strapazen auch wirklich bitter nötig. Gleichzeitig beziehungsweise ein paar Tage vorher hatte Patrick Jane sich für eine gewisse Zeit abgemeldet. Er wollte seinen Urlaub abbauen und man genehmigte ihm das. Zudem trug die Tatsache, dass er Teresas Leben gerettet hatte natürlich ein klein wenig dazu bei. "Also, benehmt euch. Baut mir keinen Mist! Und lasst die Jungs von FBI in Ruhe. Keine Streitereien!" tadelte sie ihr Team nochmal, dann schnappte sie sich ihre Sachen. "Okay. Ich bin dann weg. Noch irgendwelche Fragen?" Grace stand auf und ging zu ihr. "Viel Spaß und erholen Sie sich gut" Teresa war gerührt. Sie würde Grace und die anderen beiden sicher vermissen. "Dankeschön. Passt auf euch auf." Auch Cho und Rigsby verabschiedeten sich, dann stieg Teresa in den Aufzug und fuhr mit dem Auto nach Hause. Das CBI hatte für zwei volle Wochen Sendepause. Jetzt zählte nur noch die Erholung.

Als sie die Wohnungstür aufschloss, wartete bereits jemand auf sie. "Soviel zum Thema ich bin gleich zurück." murrte er und lief auf sie zu. Teresa zuckte mit den Schultern. "Du weißt doch ganz genau, dass eine Steppvisite beim CBI immer etwas länger dauert." Er schmunzelte. "Gar nicht wahr. Ich hab angerufen und musste nicht einen Schritt vor die Tür machen." konterte er und sie verdrehte die Augen. Patrick lächelte und schloss sie in seine Arme. "Ich hab dich vermisst" Teresa blickte in seine blauen Augen und verlor sich einmal mehr in ihnen. "Ich dich auch." Ihre Lippen trafen sich zu einem sanften liebevollen Kuss. "Bist du soweit?" Er ließ von der Frau seines Herzens ab und sah sie prüfend an. "Lies es in meinen Gedanken, Patrick." neckte Teresa ihn und nun verdrehte er kurz seine Augen. "Hast du nicht gesagt keine Mindgames für die nächsten zwei Wochen von heut an?" schmunzelte er. Ihre Koffer standen gepackt und bereit an der Tür. Alles was sie nun noch brauchte war Patrick Jane selbst. "Halt die Klappe, Jane" tadelte sie ihn wie früher. "Wir müssen los, sonst verpassen wir unseren Flug." Patrick schnappte sich die zwei Koffer und wie auf Komando hupte das bestellte Taxi vor der Tür. "Alles was du willst meine Liebste"

Am Flughafen war die Hölle los. Überall rannten Menschen hektisch durch die verschiedenen Ebenen und Teresa fragte sich wirklich warum ein Urlaub immer mit soviel Stress am Anfang verbunden war. Wenn man rechtzeitig genug vor Abflug am Flughafen war, hatte man genug Zeit seine Koffer abzugeben und auf den Einlass in den Flieger zu warten. Gesagt, getan. Sie gaben ihre Koffer ab und hatten dann noch eine Stunde Zeit bis zu ihrem Abflug. "Hast du Hunger? Da hinten gibt's sonst auch Kaffee wenn du jetzt nichts essen magst." schlug Patrick vor und wusste ganz genau, dass er sie allein mit dem Wort Kaffee ködern konnte. Teresa hatte am Morgen nur eine Tasse getrunken und das war weit unter ihrem sonstigen Limit. "Kaffee klingt gut." meinte sie und die beiden begaben sich zu dem kleinen Imbiss. Patrick bestellte ihr einen Kaffee und für sich einen Pfefferminztee. Mit den beiden Bechern kam er zu dem Tisch den Teresa ausgewählt hatte. "Hier. Schwarz wie die Nacht und heiß wie die Hölle." grinste der Mentalist und reichte ihr den Kaffee. "Vielen Dank" Sie nahm ihn entgegen und nippte vorsichtig daran. "Hm, das tut wirklich gut." Patrick beobachtete sie interessiert dabei und natürlich fiel ihr das auf. "Was ist?" Er schüttelte seinen Kopf. "Was soll sein? Ich sehe dir nur sehr gern dabei zu wie du deinen Kaffee genießt" Sie lachte. "Du spinnst, weißt du das?" Und dann fiel ihr etwas ein. "Oh du weißt schon, dass wir getrennte Zimmer haben oder?" Er trank gerade von seinem Tee und verschluckte sich fast. "Bitte was?" Es machte immer noch Spaß hin zu schockieren. Wenigstens hatte sich nicht alles zwischen ihnen verändert. "Ja, ich dachte ich hätte dir das gesagt" tat sie unschuldig und er sah sie irritiert an. Im Reisebüro hatte er was vollkommen anderes mitbekommen. Da hatte sie nämlich auf ein Doppelzimmer bestanden mit Meerblick. "Aber im Reisebüro..." begann er und sah ihr schelmisches Grinsen. "Du bist heut also zu Scherzen aufgelegt?" Mehr eine Feststellung als eine Frage. "Dein Gesicht gerade sprach Bände. Oh ja, man kann den berühmten Patrick Jane also doch noch an der Nase herumführen." lachte sie schadenfroh. "Ich hab dir kein Wort geglaubt." verteidigte er sich und widmete sich wieder seinem Tee. "Nein, natürlich nicht." grinste sie und trank wieder von ihrem Kaffee. "Hm, ich hoffe du hast dein Handy angeschaltet oder es noch besser gleich zu Hause gelassen." Teresa sagte nichts und Patrick wusste was das bedeutete. "Teresa, das hier ist der erste Urlaub seit langem für mich und auch für dich." tadelte er sie. "Ohne mein Handy und meine Dienstmarke bin ich nur ein halber Cop!" Er hob beide Augenbrauen. "Du hast deine Dienstmarke mitgenommen?" Sie verwunderte ihn immer wieder aufs neue. "Ja natürlich. Man kann ja nie wissen." Patrick stellte seinen Tee auf dem Tisch ab und sah sie herausfordernd an. "Also ich hab eine Badehose und ein Handtuch mitgenommen. Was sagst du dazu?" Teresa grinste. "Was denn, mehr nicht?" Es folgte ein unschuldiges Schulterzucken seinerseits. "Ich steh nicht so auf Lippenstift und Lidschatten. Zudem ist es auf den Malediven gerade ziemlich heiß. Da ist man ohne Kleidung besser dran." Nun hatte er wirklich ihr Interesse geweckt und zudem ihr Kopfkino deutlich angekurbelt. "Und was bitte trägst du nachts?" Er beugte sich ein wenig nach vorn in ihre Richtung und sah tief in Teresas Augen. "Kannst du dir das nicht denken?" fragte er leise und sie errötete. Grinsend über ihre Reaktion widmete er sich wieder seinem Tee.

Die Zeit des Check-In war gekommen und so begaben sie sich zur Sicherheitskontrolle. Teresa entfernte den Gürtel von ihrer Hose und zog auch ihre Jacke aus. Sie war sich sicher, dass das Gerät beim durchgehen keinen Muckser machen würde, doch zu Patricks Belustigung kam es anders. Es schlug voll aus. "Miss, dürfte ich Sie bitten ihre Arme zu heben?" fragte einer der beiden Sicherheitsbeamten und sie tat was von ihr verlangt wurde. Der Mann tastete sie ab, doch als er sich Teresas Po näherte, biss Patrick die Zähne zusammen. Das passte ihm ganz und gar nicht. Oder war sowas neuerdings Alltag auf den Flughäfen? "Hey. Finger weg! Sie müssen sie nicht gleich begrapschen." rief er, doch den Mann interessierte seine Meinung null. Er legte seine Hände auf ihren Po und Teresa tat das einzig wahre. Sie schnappte sich den Arm des Mannes und verdrehte diesen hinter seinem Rücken. Patrick passierte inzwischen die Sicherheitskontrolle ohne Probleme. "Nochmal so ein Ding und ich sorge persönlich dafür, dass Sie nie wieder frische Luft atmen werden. Hab ich mich klar ausgedrückt?" zischte sie und der Mann nickte mit schmerzverzerrtem Gesicht. Sie war vielleicht klein aber dafür hatte sie Kraft. "Ja ja, man sollte sich niemals mit dem CBI anlegen." grinste Patrick und nahm seine und ihre Sachen. Teresa ließ den Mann los und sah zu Patrick. "Lass uns gehen." Zusammen stiegen sie nach Überprüfung ihrer Bordkarten in den Flieger.

"Hier entlang Miss Lisbon" sagte die Stewardess und geleitete die beiden in die erste Klasse. Teresa traute ihren Augen nicht. "First Class? Haben wir nicht Economy gebucht?" Verwundert drehte sie ihren Kopf zu Patrick. "Ich hab mir erlaubt das zu ändern. Ich will den Urlaub nicht zusammengequetscht zwischen weinenden Kindern und stark nach billigem Rasierwasser riechenden Typen beginnen. Ich dachte, dass sei auch in deinem Interesse." Er lächelte und all die Worte, die sie ihm an den Kopf werfen wollte, waren vergessen. "Vielen Dank" Sie setzte sich auf ihren Sitz und Patrick nahm direkt neben ihr Platz. "Du bist unglaublich, weißt du das?" Er sah zu ihr und lächelte. Allerdings stellte sich ihr da noch eine andere Frage. "Hast du an dem Urlaub noch irgendwas verändert? Irgendwas, das ich wissen sollte? Schlafen wir jetzt beispielsweise am Strand weil du ein Hotelzimmer spießig findest und den Abenteurer in dir entdeckt hast?" Vielleicht hatte sie wirklich nochmal vorher beim Reisebüro anrufen sollen. "Warum bist du immer so kontrollierend? Vertraust du mir nicht?" Sie tat nachdenklich. "Was die Arbeit angeht, vertraue ich dir zu einhundert Prozent. Aber privat ist das was anderes." Patrick nahm ihre Hand sanft in seine und strich mit seinem Daumen über ihren Handrücken. "Ich würde nie etwas tun, dass schlecht für dich wäre und das weißt du." gab er zurück. Sie blickten einander tief in die Augen und seufzend gab Teresa auf. "Also gut." meinte sie und er hob ihre Hand um diese sanft zu küssen.

Der Flieger hob planmäßig ab und sie war wirklich froh den Anschnallgurt öffnen zu können. Jetzt erst fiel ihr auf, dass sie beide vollkommen allein in der ersten Klasse saßen. "Sag mal, ist dir aufgefallen, dass wir hier ganz allein sind?" Er grinste und sah sich dennoch kurz um. "Wenn du was von der Stewardess brauchst, musst du nur klingeln" Sie sah ihn an. "Klingeln?" Patrick deutete mit dem Finger auf die Schalttafel über ihren Köpfen. Neben dem Schalter für Licht und Luft gab es auch einen roten mit einer schwarzen Glocke darauf. "Sie wird erst dann kommen, wenn wir sie brauchen." Noch eine Sache die er einfach so ohne ihr Wissen verändert hatte. Teresa hatte ihm in der letzten Zeit vielleicht viel zu oft zu große Freiheiten gelassen. Und er saß in den letzten Tagen wirklich verdächtig oft am Telefon. "Das hast du doch wieder eingefädelt, gibs zu!" Patrick tat bestürzt. "Teresa, meine Liebe. Was denkst du nur von mir? Ich kann nichts dafür wenn sich die Menschen keinen erste Klasse Platz mehr leisten können." Es brachte nichts sich über Dinge aufzuregen, die sich als richtig angenehm herausstellten. So hatten sie beide ihre Ruhe, vollkommene Ruhe. "Und was hast du als nächstes geplant? Ich meine, wenn wir beide hier doch schon mal ganz allein sind?" fragte sie und wurde zum Ende ihrer Frage hin deutlich leiser. Ihr gefiel es und Patrick hatte es bisher nicht bereut ein paar kleinere Veränderungen an ihrem ersten gemeinsamen Urlaub vorzunehmen. Sie reagierte wie er es erwartet hatte. "Nun, ich dachte ich falle gleich hier und jetzt über dich her." erwiderte er trocken und Teresas Augen weiteten sich. Ihre Wangen färbten sich rötlich und sie wandte ihren Blick von ihm ab. Wie hatte sie nur annehmen können, dass er sich im Urlaub anders benahm als sonst? "Du kannst dir aber auch gern einen Kaffee bestellen und einen Film aussuchen." Noch immer sah sie ihn nicht an. Seine Art und Weise brachte sie in Verlegenheit. Sie konnten doch nicht hier im Flieger einfach so wie zwei ausgehungerte Tiere übereinander herfallen. Was sollten denn die anderen von ihnen denken? Anstatt ihre Antwort abzuwarten, drückte Patrick auf den Kopf um die Stewardess zu rufen, die auch sogleich zu ihnen kam. "Ich hätte gern einen Pfefferminztee und einen Kaffee für meine reizende Begleitung hier." bestellte er freundlich lächelnd. "Oh und die Liste mit den Filmen, bitte." Die junge Frau nickte und verschwand aus seinem Blickfeld. Es war an der Zeit Teresa wieder ins Hier und jetzt zu holen. "Alles okay?"

Mit noch immer geröteten Wangen sah sie ihn an, sagte aber nichts. Er hatte sie sprachlos gemacht und das erlebte man bei ihr wirklich selten. "Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, Teresa. Dieser Urlaub war eine sehr gute Idee. Und ich werde dafür sorgen, dass du dich vollkommen entspannen kannst" War das eine Drohung oder ein Versprechen? Sie nickte und er beugte sich zu ihr. "Ich liebe dich." Seine Lippen verschmolzen mit ihren zu einem sanften liebevollen Kuss der jeden Zweifel bei ihr beseitigte. Sie arbeiteten zusammen, hatten schon so viel miteinander durch und nun führten sie auch eine Beziehung, die sie jetzt ganz offen zeigen konnten. Niemand war hier um über sie zu richten. Vollkommenes Neuland für Teresa, aber sie beschloss es auf sich zukommen zu lassen. Was konnte schon großartig schiefgehen?
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