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„Ich warte auf dich“

von LenjaKa
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
Balin Dwalin Fili Kili OC (Own Character) Thorin Eichenschild
11.01.2013
16.08.2013
90
211.136
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11.01.2013 3.383
 
Sie konnte sich nicht erinnern, jemals eine Freundin von Abschieden gewesen zu sein. Nein, wenn es sich vermeiden ließ, dann ging sie diesen Situationen aus dem Weg. Zu schmerzhaft waren jene in der Regel bisher immer gewesen, um an ihnen doch einen positiven Sinn ausmachen zu können. Viele Personen hatten bisher auch wieder ihr Leben verlassen müssen. Erst war es ihre Mutter gewesen, dann ihr Großvater, andere Zwerge, die ihr gemeinsam mit Ári in den Jahren des Exils begegnet waren und doch ihre Zukunft an einem anderen Ort vermuteten und zu guter Letzt waren es jener zusammen mit seiner schwangeren Frau Mjöll, die sie selbst verlassen hatte. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass überhaupt jemand Abschieden etwas abgewinnen vermochte. Manchmal konnte man den genauen Grund auch nicht nennen, warum man ging. So war es ihr vor vielen Monaten selbst ergangen. Ihr Bruder und ihre Schwägerin wussten, warum Lenja sie zurückließ. Doch den traurigen blauen Augen eines kleinen Zwergenmädchens aus der Nachbarschaft konnte sie nicht die Wahrheit sagen. Sie wollte nicht, dass sich das sonst so muntere Mädchen Gedanken um sie machte. Um ihr nicht weh zu tun, hatte Lenja behauptet, ihre Onkel besuchen zu müssen. Die Wahrheit schien manchmal so einfach, aber doch so schwer.

Doch Lenja wusste, dass sich dieser Moment nun nicht mehr aufhalten ließ. Wenn er nicht jetzt kommen würde, dann eben in zwei Wochen. Und wenn nicht dann, bestimmt aber in mehreren Monaten. Er würde kommen. Und sie konnte tun und lassen, was sie wollte. Dieser Moment ließ sich nicht aufhalten. So war das Leben. Die Wege kreuzten sich und dann trieben sie die Personen wieder auseinander. Wie der Wind die Wolken vor sich her trieb.

„Ich werde dich schmerzlich vermissen“, gestand sie Bilbo als dieser sich von ihr verabschiedete. Er hatte Gandalfs Angebot angenommen zusammen mit ihm und Tauriel über Bruchtal zurück ins Auenland zu reisen.

Mit einem zaghaften Lächeln sah er Lenja an. „Ich muss gehen, Lenja. Wenn ich jetzt nicht gehe, dann wird es eines anderen Tags sein. Und du hast selbst gesagt, dass der Schnee bald kommen wird. Wenn die weiße Pracht erst die Wege beschwerlich macht, reist es sich nicht mehr so gut. Und da ich nicht wie ihr anderen Stiefel trage, möchte ich nicht ausprobieren, wie gut mir die Eiseskälte tun wird.“

„Du weißt aber, dass du bleiben kannst. Thorin hat es dir auch noch einmal gesagt. Du kannst bei uns bleiben. Du brauchst nicht zurück. Bis an dein Lebensende hättest du mit deinem Anteil am Schatz ausgesorgt.“

„Ich weiß. Und ich bin euch auch allen dankbar. Doch mein Platz ist nicht hier. Ich möchte zurück. Ich möchte wieder in meiner eigenen Höhle sein und ein wenig in den Tag hinein leben. Ganz so, wie ich es vor diesem Abenteuer getan habe. Auch wenn ich nun nicht mehr der Hobbit von einst bin.“

„Nein, Bilbo. Das bist du wirklich nicht mehr. Aber du kannst mehr als stolz auf dich sein. Du bist einmal quer durch Mittelerde gereist. Du hast Gefahren überstanden. Gegen Trolle gekämpft, Orks bezwungen. Du hast Thorins Leben vor Azog beschützt. Du hast uns allen Hoffnung gegeben als wir in Gefangenschaft waren. Du hast uns befreit und überhaupt den letzten Schritt zurück in die alte Heimat eröffnet. Du hast nicht nur dein eigenes Leben verändert, sondern auch unser aller Leben. Und dafür reichen gar nicht alle Schätze dieses Berges aus, um dir dafür zu danken. Du hast uns Mut gegeben. Und du warst es, der durch sein Handeln dieses Unternehmen hat glücken lassen. Dank dir sind wir nun an diesem Ort. Ohne dich wären wir sehr oft verloren gewesen. Und nicht zuletzt dank dir und deiner geheimen Mission haben Thorin und ich nach den Vorfällen im Düsterwald schnell wieder zusammen gefunden. Ich weiß gar nicht, wie ich dir für deine Hilfe jemals danken soll.“

Ihr Herz war schwer. Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, wollte sie den Halbling gar nicht gehen lassen. Zu sehr waren die beiden in den letzten Monaten sich nahe gekommen. Sie hatten sich gegenseitig halt gegeben, wenn die Götter sie auf die Probe stellten. Sie hatten gemeinsam gekämpft und gelacht. Sie hatten beide ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte des Anderen gehabt. Ja, sie waren Freunde geworden. Und deshalb schmerzte es auch so sehr Bilbo nun wieder gehen zu lassen.

„Du brauchst mir nicht danken. Was du mir gegeben hast, kann man nicht in Worte fassen. Nur kann ich das Schicksal nun nicht aufhalten. Ich muss zurück. Ich freue mich, in meine Heimat zurückzukehren.“

„Ich kann dich verstehen...“

„Aber eins verspreche ich dir: falls es mir dann doch auf Dauer zu langweilig werden sollte, komme ich euch alle hier besuchen.“

„Du bist auf ewig hier willkommen. Pass auf dich auf, ja?" Mit feuchten Augen drückte die Zwergin Bilbo an sich.

„Ich weiß. Und ich verspreche dir, dass ich mich nicht vorsätzlich in Gefahr begebe“, zwinkerte er ihr zu bevor er sie noch einmal drückte und schließlich zu seinen Gefährten ging.

Gandalf wartete bereits zusammen mit Tauriel auf Bilbo vor zwei Pferden. Von ihnen hatte sich Lenja bereits im Vorfeld verabschiedet gehabt. Dem Zauberer hatte sie nicht nur für seine Hilfe gedankt, sondern ihm auch noch etwas übergeben, um das er sich kümmern sollte. Sie hatte es sich nicht leicht gemacht. Aber letztendlich erschien es ihr als richtig Gandalf den Arkenstein mitzugeben. Thorin hatte es ihr überlassen über den Stein zu entscheiden. Erst hatte sie überlegt ihn in den Tiefen des Erebors zurück in den Berg zu setzen oder ihn von Dwalins Kriegshammer in viele Teile zersplittern zu lassen. Aber sie wollte dieses Juwel nicht mehr in ihrer Nähe wissen. Zu viel Unheil war mit ihm über diesen Berg gekommen. Und so erschien es ihr besser, Gandalf einzuweihen und ihn zu bitten, den Arkenstein an einen Ort zu bringen, an dem niemand ihn vermuten würde. Nur so konnte in ihren Augen das Glück zurück in den Erebor kehren.

Ein letztes Mal winkte sie den dreien zu als jene ihre Pferde in Richtung Thals antrieben. Ein letztes Mal sah sie ihre beiden Freunde. Bilbo saß vor Tauriel und erwiderte ihren Gruß. Ein weiteres Mal schmerzte ihr Herz. Doch wenn die Götter es wollten, würden sie sich eines Tages wiedersehen.


**


Das warme Wasser an ihrer Haut fühlte sich fantastisch an. So wohlig warm. So entspannend. Und doch belebend. Mit einem zufriedenen Seufzer streckte Lenja ihre müden Glieder genüsslich im Badezuber aus. Die Augen geschlossen und den Nacken auf einem weichen Tuch am Rand gebettet, genoss sie die Ruhe. Sie hatte sie sich auch redlich verdient.

Die wichtigsten Zimmer und Behausungen waren von den Spuren der Zeit befreit worden. Staub, Spinnengewebe, Unrat, morsche Stühle und andere Möbelstücke an denen der Zahn der Zeit genagt hatte – dies alles hatte sie zusammen mit ihren Freunden in den letzten Wochen ausgiebig beschäftigt. Tag ein, Tag aus hatten sie geputzt, gewerkelt, repariert und in Stand gesetzt. Keiner hatte sich beschwert und behauptet, dass das meiste davon eher Weiberarbeit sei. Vielleicht hatten sie es sich gedacht. Jedoch hatte es niemand laut ausgesprochen und auch sonst hatte die Zwergin eher das Gefühl, dass selbst solch lästige Aufgaben gern übernommen wurden, um so schnell wie nur möglich im Erebor wieder heimisch zu werden. Um aus dem alten Zwergenkönigreich wieder einen Ort der Hoffnung und Zuversicht zu machen. Nur Fíli musste in seinem Tatendrang manchmal gestoppt werden. Mit seiner Wunde an der linken Hand hatte es Óin ihm verboten jene trotz des schützenden Verbandes bei Aufräumarbeiten zu beanspruchen. Zu groß war die Gefahr, dass sie sich durch Verunreinigungen doch noch entzündete und ihm dadurch schlimmstenfalls weitere Amputationen drohten. So musste er sich zähneknirschend geschlagen geben und ihnen entweder bei der Arbeit zuschauen oder seinem Onkel bei der beginnenden Regierungsarbeit unterstützen.

Und schon tat sich ein neues Arbeitsgebiet für Lenja auf. Im frühen Sommer sollte die offizielle Krönungsfeier stattfinden. Auch wenn Thorin bereits in den Augen aller einstigen Ereborzwerge der rechtmäßige König unter dem Berge war, fehlte ihm noch der letzte Schritt zu seinem Amt. Die Krone. Und damit verbunden war ihre Aufgabe. Für eine neue Ära sollte sie eine neue Krone fertigen. In den Schatzkammern des Erebors würde sie genügend Material finden, welches sie dazu einschmelzen konnte. Aber nicht nur eine musste gefertigt werden. Eine zweite, kleinere musste ebenfalls bis dahin fertig gestellt sein. Ihre eigene. Thorin hatte es sich so gewünscht. Lenja sollte nicht nur die Frau an seiner Seite sein, sondern auch die erste Königin unter dem Berge. Die Erste, der auch eine Krone zuteil werden sollte. Bisher hatte kein Weib an der Seite ihres Mannes jemals dieses Zeichen der Macht getragen. Selbst wäre Lenja niemals auf die Idee gekommen sich ein solches Recht herauszunehmen. Die Tradition hatte dies in der Linie Durins bisher nicht vorgesehen gehabt. Aber es war Thorins ausdrücklicher Wunsch. Auch wenn sie wohl kaum auf dem Thron sitzen würde, so sollte sie doch mehr sein als das Weib an seiner Seite. Als bestenfalls die Mutter seiner Kinder. Wenn möglich wollte ihr Mann eine Ehe auf Augenhöhe. Für sich. Für sie. Für sie beide. Was andere über diesen Schritt dachten, schien ihn wenig zu interessieren. Sie freute sich über seine Zukunftspläne, ein wenig Unbehagen ihrerseits ließ sich jedoch nicht verschweigen. Aber noch blieben ihr einige Monate die Schmuckstücke zu fertigen und sich ein wenig an den Gedanken bald als Königin leben zu müssen, zu gewöhnen.
Beim Gedanken an ihren Mann machte ihr Herz einen kleinen Sprung.

Thorin ging es sichtlich gut. Von den Verletzungen hatte er sich in den letzten sechs Wochen gut erholen können. Manchmal verzog er kurzzeitig sein Gesicht, wenn er sich entkleidete oder bei anderen raschen Bewegungen, die seinen Arm in eine unnatürliche Position gleiten ließ. Doch er versuchte sich nichts davon anmerken zu lassen. Sie kannte ihn. Nur zu ungern würde er diese Schwäche ihr gegenüber eingestehen. Er war noch nie ein Mann der großen Worte gewesen, wenn es um seine Gesundheit ging. Still und heimlich hatte sie ihn jedoch bereits durchschaut. Wenn er abends in ihrem gemeinsamen Gemach sich seiner Kleidung entledigte und kurzzeitig das Gesicht vor ihr verbarg, ahnte sie, dass ihm die Nachwirkungen seiner schweren Verletzungen immer noch zusetzten. Aber sie würde ihn nicht darauf ansprechen. Für Vorbehalte besser auf sich acht zu geben und nicht sofort alles wieder genauso gut und schnell tun zu können wie vor der Schlacht, fehlte ihr einfach auch die Kraft. Sie und Thorin sahen sich für gewöhnlich nur früh morgens nach dem Wachwerden, einmal zur Mittagszeit zum Gemeinschaftsessen mit den anderen und dann erst wieder am Abend zum Mahl. Danach fielen sie zumeist erschöpft ins Bett oder Thorin verschwand noch einmal in seinem provisorischen Arbeitszimmer. Und noch ehe ein paar Worte zwischen dem Paar ausgetauscht werden konnte, war einer der beiden bereits eingeschlafen. Für Liebe, Lust und Leidenschaft fehlten eindeutig Zeit und Kraft. Aber für Lenja war dies zu verschmerzen. Zu anstrengend waren die Aufräumungsarbeiten gewesen. Wenn der Alltag erst einmal zurück in den Berg gekehrt war, würde sich wohl auch ein wenig mehr Zweisamkeit ergeben.

Obwohl, so ganz stimmte dies nicht. Ein wenig sehnte sie sich doch nach mehr als nur vertrautes Aneinanderschmiegen im Schlaf. Zu Beginn hatte sie sich nicht getraut Thorin intim zu berühren. Zu groß war die Furcht seine Kräfte überzustrapazieren oder von den anderen beim Liebesspiel überrascht zu werden. Erst jetzt, nachdem sie nun alle wieder ihre eigenen Behausungen inne hatten, wäre dies möglich gewesen. Zusammen mit Thorin bewohnte sie seit ein paar Tagen sein einstiges Gemach aus vergangenen Zeiten. Nun saß sie hier im Zuber im angrenzenden Bad. Und doch hatten intensivere Zärtlichkeiten bisher nicht sein sollen. Verträumt glitt ihre rechte Hand durch das warme Wasser. Vorbei an ihren Brüsten, ein wenig weiter hinunter über ihren Bauch und schließlich hinab zu ihren Schenkeln. Wohlige Schauer liefen über ihren Rücken als sie kurz an den Innenseiten ihrer Oberschenkel verblieb, dort über die weiche Haut streichelte bevor ihre Hand sich auf ihrem Schoss niederließ. Ein Seufzen entstieg ihrer Kehle als sie immer wieder ihre empfindlichste Stelle mit den Fingern liebkoste. Mit ihrer Linken umschloss sie ihre Brüste. Vor ihrem inneren Auge taten sich wundervolle Szenen auf. Ihre Hochzeitsnacht in Esgaroth. Die vielen Stunden, welche sie mit Thorin zusammen in Liebe verbrachte. Ihr Körper kribbelte als sie an die gemeinsamen Nächte zurückdachte. Unwillkürlich biss sie sich auf die Unterlippe um ein heiseres Stöhnen zu unterdrücken. Sie konnte ihren Mann förmlich riechen. Seinen unverkennbaren Geruch. Seinen warmen Atem an ihrem Nacken spüren. Seine Hand an ihrer rechten Brust spüren, wie sie sacht zugriff, sie umschloss, nur um sich wieder zu lösen bevor seine Finger ihre Brustwarze liebkosten. Wie ein kleines Lauffeuer durchströmte ihren Körper ein leichter Schauer. Ihr Körper brannte vor Erregung.

„Du bist eine kleine Genießerin, Lenja. Weißt du das?“, flüsterte eine Stimme in ihr linkes Ohr.

„Wie lange bist du schon hier, Thorin?“, fragte sie mit einem Lächeln auf den Lippen ohne ihre Augen zu öffnen, obwohl sie nicht abstreiten konnte, dass sie überrascht über seine Anwesenheit war.

„Lange genug, um dir bei deinem Bad ein wenig zu geschaut zu haben bevor dir meine rechte Hand schließlich zur Hilfe geeilt ist.“

Wie zur Untermalung seiner Worte spürte Lenja einen sachten Griff an besagter Stelle.

„Ich würde mich freuen, wenn du mir ein wenig Gesellschaft leistest, mein König. Genügend Platz wäre für uns zwei. Ich meine, wenn du schon einmal da bist.“

„Eigentlich wollte ich dich ja überraschen. Ein wenig Zeit nur für uns zwei nach den ganzen Anstrengungen. Ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk für dich. Morgen ist es ja soweit. Aber nun, wie ich dich hier sehe, hätte ich einen viel besseren Vorschlag: du steigst aus dem Zuber, ich helfe dir beim Abtrocknen und dann sehen wir, was uns noch einfällt mit der freien Zeit. Der Abend ist noch jung und die Nacht lang...“

Mit einem Lächeln erhob sie sich aus dem warmen Wasser. Ein solches Angebot konnte sie nicht abschlagen.


**


Ihr Körper kribbelte. Nein, er stand schon fast in Flammen.

Mit einem neckischen Schmunzeln auf den Lippen hatte Thorin sie in einem Tuch gefangen genommen. Ungewöhnlich langsam hatte er begonnen sie abzutrocknen. Ganz sacht strich das Leinen über ihren Körper. Kleine Wassertropfen fielen von ihren Haaren immer wieder auf ihren Oberkörper. Sie krochen zwischen ihren Brüsten weiter hinab in Richtung Bauchnabel, um dort schließlich von Thorin gestoppt zu werden. Mal half das Tuch, dann waren es seine flinken Finger und schließlich warme Lippen und eine vorwitzige Zunge, die ihren weiteren Weg verhinderten. Genüsslich schloss sie ihre Augen. Langsam küsste sich Thorin einen Weg von ihren Bauchnabel hoch zu ihren Brüsten. Ihre Knie wurden zusehends weicher. Sie musste sich ein Stöhnen verkneifen als seine Zunge über ihre Brustwarze strich während sein Bart die restliche Umgebung kitzelte. Es kam Lenja wie eine Ewigkeit vor, die ihr Mann dort verbrachte. Ihr Herzschlag hatte sich beschleunigt. Ihre Atmung hatte ebenfalls ein wenig an Tempo zugelegt. Und als sie schließlich seine Lippen auf ihren spürte, wie sie erst vorsichtig übereinander strichen, um dann in einem leidenschaftlichen Kuss zu verschmelzen, hatte sie den Verdacht jeden Moment vor Lust und Verlangen ohnmächtig zu werden. Dicht drang sie an Thorins Körper. Sie schlang die Hände um seinen Nacken, um ihren Mann so nah wie möglich zu sein als ihre Küssen zusehends intensiver wurden. Kaum später fand sie sich in seinen Armen wieder.

„Nun bist du auch ein wenig nass geworden“, flüsterte Lenja ihm ins Ohr als er sie in Richtung ihres Schlafgemaches trug.

„Dann wird es Zeit, dass auch ich mich meinen Kleidern entledige. Oder meinst du nicht?“


**


Zärtlich strichen ihre Hände über seine Brust. Mit ihrem Zeigefinger fuhr sie über seine Muskeln, die ihr im Schein des Kaminfeuers noch deutlicher ins Auge sprangen. Eng aneinander geschmiegt, begann auch Thorin seine Hände auf Wanderschaft zu schicken. Er wusste, wie sehr Lenja langsame und gefühlvolle Berührungen genoss. Ihr immer wiederkehrendes Seufzen in die gemeinsamen Küsse ließ die Vermutung zu, dass er alles zu ihrer vollsten Zufriedenheit tat. Und um diesem Wonnegefühl noch die Krone aufzusetzen, packte er sie schließlich an den Hüften, drehte sie rücklings auf das breite Bett und ließ dann seinen Mund über ihren Körper wandern. Das Seufzen blieb bestehen. Ein Keuchen gesellte sich dazu. Er konnte fühlen, wie sich ihr Körper von einem Moment auf den nächsten förmlich erhitzte. Seine Liebkosungen zwischen ihren Schenkeln ließen nicht nur sein Weib vor Verlangen erstrahlen.
Wie eine halbe Ewigkeit kam es ihm vor, dass sie sich das letzte Mal so nah waren. Dass sie ihrem Partner derartig viel Liebe schenken konnten. In einem kleinen Moment der Unachtsamkeit hatten sich dann ihre Positionen geändert. Nun lag Thorin plötzlich auf dem Rücken und schaute in die leuchtend grünen Augen seiner Frau. Sogleich spürte er ihre Hand auf seiner Brust, wie sie sich ihren Weg in tiefere Gefilde bahnte, um schließlich am Ort ihrer Begierde angelangt zu sein. Fest umschloss sie seine Erregung. Ein lustvolles Stöhnen konnte er sich kaum verkneifen. Als Lenja sich dann auch noch mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen hinab begab, um jene dort zu platzieren, rang der Zwerg deutlich mit der eigenen Fassung. Er hatte das Gefühl sich im Liebesspiel zu verlieren, es nicht lange durchhalten zu können bis ihn die pure Glückseligkeit erreichte. Ein heftiges Ziehen in der Leistengegend ließ kaum noch Zweifel an der Wirkung. Mit halb geöffneten Augen sah er seinem Weib eine ganze Weile bei ihren wohltuenden Berührungen zu als sie plötzlich von ihm abließ. Voller Enttäuschung blickte er ihr entgegen. Doch noch ehe er seiner Entrüstung Worte verleihen konnte, hatte Lenja sich auf seinen Schoß gesetzt. Beide konnten sich ein Aufstöhnen nicht verkneifen. Viel zu gut fühlte es sich an dem anderen derart nah zu sein. Langsam begann die Zwergin ihre Bewegungen. Unterstützend hatte er ihr eine Hand auf die Hüfte gelegt. Die andere neckte abwechselnd ihre Brüste bevor sie sich schließlich auch in Richtung Schoß bewegte. Die zusätzlichen Berührungen ließen Lenja alsbald an ihrem Verstand zweifeln. Das Tempo steigernd biss sie sich auf die Unterlippe. Bei Mahal, wie lange würde sie diese süße Folter noch aushalten können? Sie liebte diese Liebesposition aus gutem Grund, aber Thorins lustvolles Stöhnen und seine flinke Hand sorgten für zusätzliche Erregung, die sie langsam aber sicher erzittern ließ. Ohne die Bewegung zu unterbrechen, lehnte sie sich ein wenig nach hinten. Ein lautes Aufstöhnen ihrerseits bestätigte ihr, dass ihr Mann diese wortlose Aufforderung verstanden hatte. Die zusätzliche, intensivere Reibung seiner Hand an ihrem Schoß ließ Lenja immer schneller nach Luft schnappen. Ihr Herz hämmerte wild in ihrer Brust als sie ein bekanntes, leichtes Ziehen im Unterleib verspürte. Sie hatte das Gefühl jeden Moment zu verglühen. Als Thorin sich zu einem leidenschaftlichen Kuss zu ihr nach oben streckte, war es um Lenja geschehen. Sie ließ es einfach geschehen. Sie ließ los.


**


Er hatte noch nie zuvor eine Frau so lange und intensiv geliebt. Er hatte es nicht zusammen mit Lenja zum Höhepunkt geschafft als jene glücklich auf seinem Schoß fast in sich zusammengesackt war. Thorin hatte sie festgehalten und gewartet bis sie langsam wieder ruhiger wurde. Dann erst hatte er sich zusammen mit ihr gedreht, sie auf den Rücken gebettet und ihre Lippen in liebevollen Küssen gefangen genommen. Er hatte ihr die Möglichkeit gegeben wieder im Hier und Jetzt anzukommen nachdem die Wogen der Leidenschaft über sie herein gebrochen waren. Mit einem Lächeln hatte sie seinen ersten Stoß quittiert. Immer wieder musste Thorin inne halten. Sein Weib küssen, ihre Schenkel mit seinen Lippen liebkosen, die er sich auf den Schultern platziert hatte, um Lenja noch näher als je zuvor sein zu dürfen. Er genoss es zu sehen, wie sie vor Wonne ihre Augen schloss. Er genoss es zu hören, wie sie manchmal seinen Namen stöhnte. Er liebte den Anblick, wenn Lenja vor Lust nach Luft schnappte oder sich kurz auf die Unterlippe biss. Und am liebsten wollte er niemals mehr aufhören sie so zu lieben. Obwohl Thorin manchmal sein Tempo und die Intensität seiner Stöße variierte, liebte er sein Weib lang und intensiv. Wann er sich endgültig in ihrer Hitze verloren hatte, konnte er nicht sagen. Er nahm kaum noch etwas außer ihren vor Leidenschaft glühenden Körper wahr. Als erneut eine Welle der Lust über Lenja hereinbrach, wurde Thorin dieses Mal mit erfasst. Er spürte, wie sich ihre Muskeln langsam anspannten, nur, um sich dann mit voller Kraft um ihn zu schließen. So ließ auch er sich dieses Mal treiben.
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