Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die männliche Geisha

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
11.01.2013
11.01.2013
2
1.236
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
11.01.2013 1.113
 
Der neun-jährige Taiki und seine zwei Jahre jüngere Schwester wohnen bei ihren Großeltern in dem kleinen japanischen Fischerdorf Yoroido. Seid drei Jahren lebten sie dort, denn ihre Eltern waren bei einem Erdbeben ums Leben gekommen. Von da an waren sie bei ihnen. Die Großeltern waren einfache Fischer, während die Kinder mit ihren Eltern in der Nähe von Osaka lebten. Die Eltern leiteten eine Firma, die nach deren Tod verkauft wurde.
Taiki saß am Fenster und stocherte gelangweilt in seiner Schüssel mit Reis herum. Er wollte doch heute unbedingt einen Schneemann bauen, und jetzt schneite es wie verrückt. Sein Reis war inzwischen kalt geworden und er hatte sowieso keinen Hunger. Vor einer Stunde hatte er noch mit seiner Schwester Fußball gespielt, dann rief ihre Großmutter sie zum Essen. Taiki hatte sich die ganze Zeit gefreut einen Schneemann zu bauen, jetzt konnte man nicht mal mehr das Meer sehen, dass nur einige Meter von der kleinen Hütte entfernt war. Sakura spielte mit den Essstäbchen, der Großvater sah ihr dabei erstaunt zu. Er wunderte sich, wie man damit Spaß haben konnte.
Taiki stellte die Schüssel neben sich, lief zu seiner Oma und setzte sich auf ihren Schoß.
„Sakura, es ist Zeit schlafen zu gehen“ sagte sie während sie Taiki hochhob und ihn in zu seinem Bett brachte. „Ich will noch nicht“ lachte sie und versuchte sich hinter ihrem Opa zu verstecken, kam aber dann doch als ihre Oma anfing eine Geschichte zu erzählen. Schnell war sie eingeschlafen, auch Taiki tat so als würde er schlafen. Er liebte es, seine Großeltern abends beim Schachspielen zu beobachten.
Jedoch merkte er, dass mit den Großeltern heute etwas nicht stimmte, denn beide konnten sich nicht wirklich aufs Spiel konzentrieren. Es war gegen Elf Uhr als es an der Tür klopfte. Ohne darauf zu warten dass man ihm die Tür öffnete, trat ein großer, schwarz gekleideter Mann sein. „Wo sind sie?“ fragte er in seinem Strengen Ton, ehe er auf die Kinder zuging. Taiki hatte Angst und vergrub sich unter seiner Decke. Der Mann ging auf ihn zu und packte ihn unsanft am Arm, er zerrte ihn aus seinem Bett. Nun kam ein zweiter Mann herein, der Taiki schnappte und hinaus brachte. Der andere Mann packte derweil Sakura, die anfing zu schreien.
Sakura schlug um sich und versuchte sich aus dem Griff des Mannes zu befreien, doch sie hatte keine Chance. Dieser wandte sich den Großeltern zu und drückte ihnen einen kleinen Sack in die Hand. Sakura konnte Yen-Münzen klimpern hören.
Danach drehte sich der Mann schnell um und zog das Mädchen zu einer Kutsche. Es war eine ziemlich einfache Kutsche. Vorne ein Pferd, zwei Plätze für den Fahrer und jemand anderen und eine große Fläche, wo normalerweise Fische oder ähnliches zum transportieren drauf gepackt werden.
Der Mann griff nach einem Seil, das dort angebunden war. Er schlang es fest um Taikis Arm und auch um den seiner Schwester. Dann setzte er sich neben den anderen Mann, und sie fuhren los.
Die ganze, lange Fahrt lang versuchten die Geschwister sich zu befreien, dock keine Chance. Dass Seil war viel zu fest zugebunden. „Taiki, ich hab Angst“ flüsterte dass kleine Mädchen und ihr Bruder drückte sie fest an sich. „Ich werde auf dich aufpassen“ sagte er leise und streichelte ihr übers Haar. Die Fahr dauerte Stunden, denn als sie an einem Bahnhof ankamen, war es bereits wieder hell.
Die Geschwister wurden losgebunden und unsanft zu einem Gleis gezerrt  wo im selben Moment ein Zug einfuhr. „Zug nach Kyoto fährt ein!“ hörte man jemanden schreien.
Unsanft wurden die beiden in den Zug gesteckt und einem anderen Mann übergeben. Dieser nickte nur, als er die Kinder entgegen nahm und brachte sie in einem der vielen Wagons unter.
„Taiki?“ Sakura zupfte ihn am Ärmel und sah ihn traurig an. „Ich habe Hunger“
Der Mann sah auf. „Schweig!“ schrie er sie an. „Ihr habt nicht das Recht zu reden“
Erneut begann sie zu weinen. Taiki versuchte sie zu trösten und sah denn Mann so böse er konnte an.
Nach längerer Fahrt kamen sie in Kyoto an und wurden wieder auf eine Kutsche verfrachtet. Dieses Mal wurden sie nicht angebunden, sondern in einen Käfig gesperrt.
Sie fuhren quer durch die Stadt und kamen an mehreren prunkvollen Häusern vorbei. Überall hörte man Menschen lachen, reden und singen. Auch an ein paar Geishas kamen sie vorbei.
Niemand schien sie großartig zu beachten.
Als sie an einer Okiya (=ein Geisha Haus) ankamen, blieb die Kutsche stehen. Der Mann klopfte an der Tür, und eine alte Frau öffnete ihm. Er verbeugte sich zur Begrüßung und zeigte auf die zwei Kinder.
Die Frau musterte die beiden, sah Sakura besonders genau an. Dann schüttelte sie den Kopf. „Ihn vielleicht“ sagte sie schließlich. „Wir bräuchten jemanden, der die Drecksarbeit erledigt“ Der Mann nickte und holte ihn unsanft aus dem Käfig.
„Sakura!!“  schrie er und versuchte sich irgendwo fest zu halten.
Die Frau packte ihn an den Haaren und zog ihn hinein. Inzwischen hatte er angefangen zu weinen. „Wie heißt du?“ wurde er gefragt. Aber er antwortete nicht. Jetzt wurde die Frau wütend und packte ihn am Kinn, um seinen Kopf aufzurichten. „Sie mich an wenn ich mit dir rede und antworte gefällist“ schrie sie ihn an. „T-Taiki“ sagte er leise. „Und wie alt bist du Taiki?“ „Neun“ Die frau nickte und zog ihn hinter sich her. „Ich bringe dich jetzt zur Mutter, sie ist die Herrin des Hauses. Du machst keinen Ton und siehst sie nicht an, verstanden?“ sagte sie streng und Taiki nickte.
Sie klopfte an der Tür und wartete auf ein „Herein“
Die beiden traten ein und sie verbeugte sich. Taiki tat es ihr gleich. An einem Tisch saß eine ältere Frau, ca. im selben Alter wie seine Großmutter, sie stand auf und begab sich zu den beiden.
„Ich bringe euch einen Arbeiter“ sagte die andere Frau.
Die Herrin sah sich Taiki genau an. Ehe sie ihn fragte wie er heiß und wie alt er war. Die Frau antwortete für ihn.
„Bring ihn auf ein Zimmer. Morgen wirst du ihm alles zeigen“ sie wandte sich von den beiden ab und setzte sich wieder an den Tisch, an dem eine Menge Briefe lagen.
Taiki wurde erneut am Arm gepackt und viele Stufen hinauf gezerrt. „Kürbisköpfchen!“ schrie die Frau als sie vor dem Eingang zum Dachboden standen. Es war eine kleine, quadratische Tür, ca. halb so groß wie Taiki. Davor stand eine Leiter.
Langsam öffnete sie sich, und ein Mädchen, vielleicht etwas älter als er öffnete.
„Das ist Taiki. Du wirst dir ab heute mit ihm dass Zimmer teilen. Morgen wirst du ihm alles erklären. Pass auf dass er nicht abhaut“
Kürbisköpfchen nickte und lächelte ihn freundlich an.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast