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Schlafmütze

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
08.01.2013
28.07.2013
17
44.417
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08.01.2013 5.457
 




Anmerkung: Dies ist eine autorisierte Übersetzung, das Orginal ist hier zu finden.
Originalautor: dustmouth

Inhalt: "Wenn man sich von denjenigen angezogen fühlte, die aus der Masse stachen, wie ein bunter Hund, war er liebenswert. Meine Schlafmütze."








#ERSTENS

Es war eine Nacht, die dem Untergang geweiht war, ich hätte das von Anfang an erkennen sollen, es war die Art von Party, die deine Eltern dazu bringt, ihre Porzellankatzen und Blumenvasen mit weißen Knöcheln und besorgten Augen festzuhalten.

Es war nicht wirklich meine Szene, der Schweiß und gedankenlose One-Night-Stands, aber ich schien sowieso zu Selbstzerstörung verdammt zu sein, die dreckigen Witze meiner Freunde begleiteten mich durch den Gang.

Ich kann mir Ausreden ausdenken; ich habe so viele, wie ihr hören wollt, genug, um eine Millionen Notizbücher zu füllen, aber ich vermute, dass letztendlich der Grund nicht bedeutend ist, nur die Tatsache, dass man es getan hat.

Und ich bin nicht sicher, dass es einzig und allein mein Fehler war, nicht mit der schweren Musik, die durch meine Adern pulsierte und meinen Freunden, die in einer Ecke des Raumes laut lachten, aber als ich neben dem schlafenden Jungen auf der Couch saß, machte ich bereits meinen ersten Fehler.

Er war liebenswert, wenn man sich von solchen angezogen fühlte, die auffielen wie ein bunter Hund; sein Haar war so tiefrot gefärbt, dass es niemals natürlich sein konnte.

Das Gedränge aus Körpern erhitzte meine Haut und ich verlagerte unwohl mein Gewicht, als mein Blick seine langen Finger streifte, die Knöchel traten ungelenk wie Knoten hervor. Seine Lippen waren leicht geöffnet und seine Augen flackerten träumend unter seinen Augenlidern, obwohl betrunkene Teenager lautstark feierten.

Meine eigenen Augen waren trocken vom Schlafmangel, Schlaf war etwas, das ich im letzten Jahr bei Weitem nicht genug gehabt hatte, und ich fühlte ein hässliches Aufblitzen des Neides unter meiner Haut, während ich sein Gesicht betrachtete, das im Schlaf so sorglos war.

Er bewegte sich nicht, als eines meiner Knie seines berührte, und ich hob meine Finger sanft an seinen Mund, fühlte seinen warmen Atem mit einem beschämten Erröten auf meinen Wangen, über meine Haut streichen.

In der Ecke war ein Mädchen, und meine Freunde lächelten anerkennend, als ihr Kleid hochrutschte, während sie zu der lauten Musik aus dem Fernseher tanzte.

Sie war die Einzige, die tanzte, und die einzige Musik stammte aus den Werbespots, als das Footballspiel in eine Werbepause überging, aber es schien sie nicht zu kümmern.

An ihr war etwas Kindliches, eine schimmernde Erscheinung der Verruchtheit, die an meinem armen Herzen zog und mich zittrig dazu brauchte, aufzustehen.

In solchen Momenten machte es mir Angst, wenn sich alles nicht ganz real anfühlte, als ob ich wach in einem Traum war, der in meinem Kopf schwamm.

Der Junge auf der Couch schlief noch immer und seine dunklen Wimpern warfen Schatten auf seine Wangen, als ich mich langsam abwandte und in die helle Küche ging.

Es war ein kleiner Raum, beinahe vollkommen quadratisch, und auf eine Art und Weise eingerichtet, die wirkte, als ob er direkt aus einem Einrichtungskatalog gerissen worden wäre.

Kochutensilien glänzten in ihrer Halterung und umgedrehte Töpfe und Pfannen bedeckten den Boden wie silbrige Hügel.

Drei meiner Freunde standen gegen das Waschbecken gelehnt da und sie hoben freundlich ihre Flaschen, als sie mich erkannten, wie ich durch den Türrahmen stolperte.

"Hey Mann", Julian lächelte mich träge an, sein breiter Mund verzog sich nach links, "ziemlich

verrückte Partynacht."

Es war keine Frage, aber ich zuckte dennoch die Achseln zur Antwort, schob mein gelocktes Haar aus den Augen, wo es mir durcheinander in die Stirn gefallen war.

"Ziemlich heiße Bräute, nicht?" Dave zog eine Augenbraue hoch und ich nickte, lehnte mich mit einem Seufzen gegen das kalte Metall des Spülbeckens.

"Hab dir gesagt, dass du kommen musst, du hast dich lange genug rumgetrieben. Er drückte meine Schulter und ich bemerkte die schwache Sorge, die seine Stimme färbte mit einem Ziehen in meinen Kniescheiben.

„Wie auch immer.“ Ich schloss meine Augen und blieb so, hörte ihrem Gespräch nur halbherzig zu, bis ich nur noch lärmendes Gelächter und klirrende Flaschen wahrnahm.

Ich mochte meine Freunde, das konnte ich nicht leugnen, ich mochte sie wirklich. Sie hatten mich durch mehrere chaotische Beziehungen gebracht, meine berühmt-berüchtigte Angst im Dunkeln, die mich als potentiellen festen Freund fast unerreichbar machte.

Es schien eine brutale Wahrheit zu sein, dass die Angst allein zu sein dieselbe war wie die, die alle, die ich liebte abstieß.

Vielleicht war das das Problem, alle hatten von meiner Reaktion auf Schlaf gehört und so blieb niemand so lange in meiner Nähe bis meine Augen sich schlossen.

Einen verdunkelten Raum mit einem schmerzenden Herz zurückzulassen ist schließlich einfacher als sich von einem weinenden, schreienden Jungen, in der Mitte des Schlafzimmers auf dem Boden liegt, zu lösen.

Es war nicht fair, dass ich den Träumen so beraubt wurde; es war nicht fair, dass mein Leben nicht so sein konnte wie die in den Büchern, die ich las.

Ich wollte kein Märchen, ich wollte nur einen Helden.

Ich wollte jemanden, der mich festhielt, sogar wenn ich schrie und um mich biss; ich wollte jemanden, der mir sagte, dass es mir gutging, wenn meine Augen noch immer vor Angst aufgerissen waren; ich wollte jemanden, der mir die Tränen von den Wangen küsste.

Ich wollte jemanden, der mir sagte, dass er mich noch immer liebte, wenn die Nachtschrecken ihre seidigen Köpfe an meinen Knochen entlang rieben, ich wollte nicht, dass er mich ängstlich anstarrte, ich wollte, dass er mich verstand.

Ich wollte schlafen und nie aufwachen, nie meine Mutter in besinnungsloser Angst schlagen oder bitterschmeckende Tabletten mit meinem morgendlichen Tee hinunterwürgen.

Ich wollte träumen und vielleicht fixierten sich meine Augen deshalb wieder auf den schlafenden Jungen auf der Couch, sein friedliches Gesicht wirkte weich in den flackernden Lichtern.

Er hatte alles, was ich nicht hatte und deshalb zog es etwas in meiner Brust in seine Richtung, wie ein Faden eines Spinnennetzes, der sich an fest an sein geschlossenes Augenlied heftete und in seinem schläfrigen Atem flatterte.

Ich wollte keinen schwitzigen Körper in einer Ecke, keine glatten Lippen auf meinen fühlen, während meine Freunde mich anfeuerten, ich wollte nicht mit einem Mädchen in den betäubenden Lichtern des Fernsehbildschirms tanzen, ich wollte zusammengerollt neben einem schlafendem Jungen auf der Couch liegen und seine Träume atmen, wenn sie durch seine Lippen entkamen.

Ich wollte mein Ohr gegen seines drücken, nur um herauszufinden, ob ich die süßen Worte der Prinzessionen und Könige in seinem Schädel hören konnte.

Ich wollte meine Finger über seine langen Glieder gleiten lassen, nur um zu fühlen, wie sich seine Muskeln bei Bewegungen anspannten, die er nie wirklich ausführen würde.

Den zweiten Fehler in dieser Nacht machte ich, als ich an meinen Freunden vorbeistolperte und ihre fragenden Rufe ignorierte, unbeholfen wieder zurück zur Couch ging und meine Augen nicht eine Sekunde von dem schlafenden Gesicht löste.

Ein Mädchen stieß mit mir zusammen; ihr Getränk verteilte sich mit einem dunklen Fleck auf meinem Schlüsselbein, und sie tupfe mit entschuldigenden Händen daran herum, lächelte mir flüchtig mit rotem Lippenstift auf den Zähnen zu.

Meine Augen fixierten sie nicht richtig, als ich sie anschaute, und ihre eigenen Augen waren groß und dunkel, als sie zurückstarrten, umrandet mit dunklem Make-up.

Mein Herz pochte in meinem Kopf, und meine Finger zuckten, als ihre Hände sich hoben, um meine Wangen zu berühren.

Ihr Atem roch nach Rum und Coca-Cola und als sie ihre Lippen auf meine presste, gab es einen Blitz aus Farben hinter meinen Augenlidern.

Sie schmeckte nach Lippenstift, Staub und einem Versprechen und als ich mich zurückzog, lachte sie und legte ihre Stirn auf meine Schulter.

Ihr Haar kitzelte, wo es meinen Nacken berührte und ich zuckte zurück, ließ sie auf ihren hochhackigen Absätzen schwanken und stolpern.

Mein Mund war bitter und ich strich mit der Zunge über meine Zähne, als ich meinen Blick wieder zur Couch lenkte, nur um zu sehen, dass sie frei von irgendwelchen schlafenden Jungen war.

In meinen Ohren rauschte das Blut, als ich meinen Kopf verzweifelt drehte; er konnte nicht weit sein, ich hatte meine Augen nur eine Sekunde geschlossen.

Ich konnte fühlen, wie sich die Erschöpfung mehrerer schlafloser Nächte in meinem Magen sammelte und ich taumelte teilnahmslos vorwärts, Arme und Beine schwankten in unkoordinierter Bewegung.

Der Raum war voll von Gesichtern, quoll über vor schwitzigen Körpern und lallenden Stimmen, aber ich konnte nirgendwo rote Haare ausmachen.

Mein Herz rutschte in meinem Brustkorb schnell nach unten und schalt mich selbst dafür, hasste meine Oberflächlichkeit, ich hatte nicht einmal ein Wort mit dem Jungen gesprochen.

In meinem Schädel summte es, meine Sicht verschwamm unter meinen Liedern, und ich klemmte meinen Arm unangenehm ein, als ich gegen eine Wand stolperte, ich konnte auf keinen Fall riskieren jetzt einzuschlafen.

Ich würde schreien, ich wusste, dass ich das tun würde, mit der Angst, die durch meine Adern pulsierte gab es keine Möglichkeit, dass ich dem entkommen konnte.

Ich klopfte auf meine Taschen, suchte nach der kleinen Medikamentenflasche mit dem bunten Schriftzug, aus dem gehassten Wort „Tofranil“ auf dem Etikett.

Ich rief mir den erleichterten Gesichtsausdruck meiner Mutter ins Gesicht, als der Arzt ihr das Rezept übergab und kräuselte meine Lippen, obwohl ich wusste, dass ich das nicht sollte.

Es war nicht fair, dass ich sie so behandelte; mein Zustand ließ sie so sehr leiden, wie mich.

Wer wollte schon von seinem Sohn aufgeweckt werden, der jede zweite Nacht schrie und gegen Wände schlug?

Keine Mutter sollte von ihrem neunzehnjährigen Sohn so heftig gebissen werden, dass es blutete, nur weil er seine Träume nicht von der Realität unterscheiden konnte.

Meine Taschen waren leer, und ich fühlte die ersten Anzeichen der Panik in meinem Herzen als ich ergebnislos darin herumwühlte. Es gab keine Möglichkeit für mich die Nacht ohne diese Tabletten zu überstehen.

Ich stieß mich zitternd von der Wand ab, fiel dort auf die Knie, wo ich mit dem Mädchen zusammengestoßen war, strich mit den Fingern fiebrig über den klebrigen Teppich; meine Zunge fühlte sich zu groß an in meinem Mund.

Ich konnte hören, wie  ein frustrierter Schrei sich in meinem Kopf aufbaute und presste meine Handballen gegen meine Augen, während ich versuchte tief einzuatmen und das Zittern zu beruhigen, bevor es begann.

Ohne diese Dose wäre ich verloren; ich durfte nicht zulassen, dass ich jetzt meine Augen schloss, auf keinen Fall, und ich war so müde...

„Entschuldige“, ich zuckte erschrocken zusammen, als eine Hand auf meine Schulter tippte; die Stimme war nahe an meinem Ohr.

Meine Hände wichen von meinem Gesicht ab, als ich mich hinkniete; meine Augen erfassten schnell die viel zu wertvolle Dose, die von langen, um nicht zu sagen, knubbeligen Fingern gehalten wurde.

„Ich glaube, du hast das verloren.“ Die Stimme war ein wenig nervös und ich erkannte, wie neurotisch ich vermutlich gewirkt hatte.

Ich nahm die Flasche, wie ich hoffte, gefasst an und versuchte beiläufig in das Gesicht zu sehen, nur dass meine Augen sich weiteten, als ich das rote Haar erkannte, wo es sich um ein paar ernste graue Augen lockte.

Ich konnte es nicht verhindern, ich lachte.

Das war mein dritter Fehler.

Das Gesicht des Jungen flackerte schwindelerregend im schwachen Licht und ich lächelte zu ihm hoch; meine Finger krümmten sich schützend um die Flasche.

Er sah anders aus, wenn er wach war, älter, weniger kindlich, sein Mund verzog sich unsicher zur rechten Seite.

Unter seinen Wangenknochen lauerten Schatten und ich spürte den flüchtigen Drang meine Hand auszustrecken und die Haut zu berühren, nur um zu überprüfen, dass das nicht wirklich eine nie endende Schwärze war.

„Alles in Ordnung?“ Seine Frage wurde über die summenden Gespräche, die uns umgaben, hinweggeschrien  und ich grinste nur noch mehr, fühlte mich wie ein vollkommener Idiot, konnte mich aber nicht aufhalten.

Ich glaube nicht, dass ich jemals so sehr jemandes Freund sein wollte, wie ich in diesem Moment, in dem sein Gesicht noch weich vom Schlaf war, seiner sein wollte.

Meine Finger bebten in einem unerklärlichen Aufwallen von Emotionen und ich schob die Tablettendose mit zitterndem Druck sicher zurück in meine Tasche.

Wenn wir Freunde wären, könnte ich ihn noch einmal beim Schlafen beobachten, die Träume, die ich mir vorstellen konnte, die Dinge, die er sehen würde.

Ich kam auf meine Füße und seine Augen folgten mir; sein Kopf hob sich, als ich meine Normalgröße erreicht hatte.

Überraschenderweise war ich nicht viel größer als er, und sein Lächeln wurde ein wenig echter, als er zu mir aufblickte, meine Schultern selbstbewusst und im Versuch nicht an die niedrige Decke zu stoßen nach vorn gebeugt.

„Wie ist das Wetter da oben, Bohnenstange?“ Sein Tonfall war scherzhaft und ich fühlte wie meine eigenen Lippen sich wieder zu einem widerwilligen Lächeln verzogen. Egal wie oft ich diesen Witz zuvor schon gehört hatte, es hatte sich nie ganz so angehört, wie in dem Moment, als er es sagte.

„Du hast gut reden; wie ist es so im Traumland?“

Es hatte ein Witz sein sollen, ein belangloses Wortgeplänkel zur Antwort, aber etwas, das ich gesagt hatte, ließ einen Schimmer von Leere über sein Gesicht laufen, bevor er wieder zu mir aufsah; sein Lächeln wirkte fast schmerzhaft gezwungen.

Seine Wimpern waren dunkel, erkannte ich, genauso wie seine Augenbrauen, dunkler als mein Haar, und ich fragte mich kurz, was seine natürliche Haarfarbe war.

„Es tut mir leid.“ Die Entschuldigung verließ meine Lippen bevor ich wusste, was ich damit meinte, und er schaute mich fragend an, seine grauen Augen schmälerten sich, als sie sich in meine bohrten.

„Was?“ Seine Frage klang vorsichtig und herausfordernd. Ich biss fest auf meine Lippe, wusste, dass meine Antwort alles oder nichts bedeuten würde.

Ich schloss meine Augen fest, hatte nicht die nötige Energie für eine Lüge.

„Ich weiß es nicht.“ Mein Kopf protestierte, als ich meine Augenlider öffnete, aber ich war froh, dass ich es tat.

Das Gesicht des Jungen leuchtete, als er mich anschaute, ein vorsichtiges Lächeln lag auf seinen Lippen während seine Augen mich abschätzend musterten. „Okay.“

Wir standen da, fremde Körper prallten gegen uns, und lächelten einander an, einige Sekunden ein wenig unangenehm berührt, bevor er lachte und die Spannung brach.

„Ich bin Alex.“ Seine Finger zogen meine Aufmerksamkeit wieder auf sich, als er mir seine Hand in einer formalen Geste hinhielt, und ich versuchte nicht zu unheimlich auf seine Knöchel zu starren.

„Felix.“ Mein Name klebte an meinem Gaumen und ich schauderte, als ich bemerkte, dass ich das Mädchen noch immer an meinen Zähnen fühlen konnte. „Mein Name ist Felix.“

Seine Hand lag warm in meiner, die raue Haut seiner Fingerspitzen berührte meine Handfläche und sandte ein eigenartiges Kribbeln meinen Arm hinauf.

Mädchen hatten mich so fühlen lassen, aber nie Jungen.

„Es ist ein Vergnügen, dich kennenzulernen, Felix.“ Er hatte ein schiefes Lächeln, das nicht ganz seine Augen erreichte und ich krallte meine Finger ineinander, als er seine Hand aus meinem Griff befreite.



Die Musik wurde lauter und ein Schrei brachte uns und den Rest des Raumes dazu sich umzudrehen, um Julian zu sehen, der auf dem Kaffeetisch stand, sein Shirt hatte er um seinen Kopf gebunden, in der linken Hand hatte er eine Flasche, als er versuchte zu strippen, ohne von der Holzplatte zu fallen.

Anerkennende Rufe wurden im Wohnzimmer laut, als er seine schlanken Hüften kreisen ließ, er erntete anerkennende Pfiffe sowie Buhrufe, seine freie Hand strich auf eine Art und Weise über seinen Schritt, von der er wohl glaubte, sie wäre verführerisch und peinlicherweise schienen die meisten Mädchen dem zuzustimmen.

Nüchtern wie ich war, sah es für mich einfach nur lächerlich aus.

Ich konnte fühlen, wie sich meine Wangen vor Scham für meinen Freund erhitzten.

Aus diesem Grund trank ich nichts, Jules am Morgen würde mit mehr als nur Kopfschmerz zu kämpfen haben.

Neben mir grinste Alex, seine Zähne waren hell in dem schwachen Licht und ich beobachtete ihn stumm, fragte mich, warum ich mich von ihm so angezogen fühlte.

Er war wirklich nicht so besonders.

Um seine Augen bildeten sich Fältchen, wenn er lächelte, und seine Wangen blähten sich auf lächerliche Art und Weise auf, glühten rosa bei dem Schauspiel, das sich uns bot.

Er sah nicht aus wie ein Alex, ein Alex sollte braungebrannt sein, blonde Haare und perfekte Freundinnen haben.

Er war nicht braungebrannt, eher das Gegenteil, Sommersprossen bedeckten seine blassen Arme.

Er musste gespürt haben, dass ich ihn anschaute, wandte sich aber schnell ab, als er meinem Blick begegnete, meine Wangen brannten unter seiner Aufmerksamkeit auf meinem Gesicht.

Meine Kniescheiben zitterten, wie sie es immer taten, wenn ich nervös wurde, und ich gab mein bestes mich wieder auf den Kaffeetisch zu konzentrieren, auf dem Julian sich bis auf Unterhosen, Schuhe und Socken ausgezogen hatte.

Ich verzog mein Gesicht zu einer Grimasse, als ein Mädchen, das ich vom Tanzen vor dem Fernseher erkannte, vorwärts rannte und einen Fünf-Dollar-Schein in den Bund seiner Pants schob, und er begann sich im Takt der Musik zu bewegen, ein triumphierendes Grinsen auf dem Gesicht.

Ich versuchte meine Augen zu bedecken und mein Stöhnen in meiner Hand zu vergraben, aber sie wurden schnell weggezogen, Alex starrte mit amüsiertem Gesichtsausdruck zu mir hoch.

„Ein Freund von dir?“

Ich  gab mein bestes mich nicht darauf zu konzentrieren, wie seine Finger mehr als vorsichtig nach meinen griffen und zuckte mit den Achseln, verdrehte die Augen. „Jetzt ein Ex-Freund, merk dir das, EX-FREUND.“

Er lächelte ein wenig und drehte sich wieder zu dem Schauspiel um, das Julian veranstaltete.

Seine Finger waren noch immer um meine geschlossen und ich blickte starr geradeaus, versuchte ihn nicht darauf aufmerksam zu machen, dass ich mich auf irgendeine Art und Weise unwohl fühlte, betete, dass meine Hände nicht anfangen würden zu schwitzen.

Seine Haut war weich, wurde nur da unterbrochen, wo weiches Haar über meine Knöchel strich und ich versuchte so zu tun, als bemerkte ich es nicht, als er sich auf einmal verspannte, sein Kopf ruckartig hoch schoss, um zu sehen, dass seine Finger meine noch immer festhielten, bevor er sie fallen ließ wie heiße Kohlen, seinen Kopf herumriss und wieder geradeaus starrte.

Ich versuchte den Absturz meines Herzens zu verhindern, bevor er mich erstickte, aber das Stirnrunzeln kroch dennoch in mein Gesicht, bildete eine tiefe Furche zwischen meinen Augenbrauen.

Ganz ehrlich, es war mir nicht einmal in den Sinn gekommen, dass Alec mich nicht so mögen könnte, wie ich ihn. Dass er nicht mein Freund sein wollte.

Nicht, da seine Hand so gut in meine gepasst hatte und er so süß auf einer alten Couch geschlafen hatte.

„Ich denke, du müsstest vielleicht gehen und deinen Freund retten.“ Alex‘ Stimme schnitt durch meine durcheinandergeratene Gedanken und ich blickte zu ihm hinab, fühlte mich ein wenig benommen vom Schlafmangel.

„Huh?“

Er antwortete nicht, zeigte nur zur Stirnseite des Raumes und ich fluchte, als ich sah, dass Julian jetzt seine letzte Socke in die kreischende Menge verschwitzter Körper warf und anfing seine Finger unter den Bund seiner Unterhose gleiten zu lassen.

Irgendjemand musste seinen verbliebenen Stolz erhalten.

Körper pressten sich gegen mich wie eine feste Mauer als ich versuchte mir einen Weg nach vorne zu bahnen, bevor es zu spät war.

Hände strichen über meine Arme und Finger griffen in die Gürtelschnallen meiner Jeans, hielten mich auf, während betrunkenes Kichern meinen Kopf umgab.

Das Gefühl war erstickend und ich zog fester, jetzt ebenso aus Verzweiflung wie aus Loyalität.

Julian hatte seine Pants inzwischen gefährlich weit heruntergezogen, als ich ihn erreichte und seinen Arm erwischte, zog ich ihn vom Tisch, sodass er auf mich fiel und uns beide mit einem überraschenden Luftzug zu Boden gehen ließ.

Ein kollektives Stöhnen der Enttäuschung wurde laut, als ich begann die Umgebung nach seinen Kleidern abzusuchen und ich hielt ihn fest um die Hüfte gepackt, um ein Entkommen zu verhindern.

Ein paar Leute riefen Beleidigungen und ich verzog mein Gesicht, als die Masse sich langsam zerstreute, gelangweilt von dem --- Jungen, der versuchte die Jeans seines Freundes zu finden.

"Du bist laaangweilig, Flick." Jules lehnte sich gegen meine Seite, hing unglücklich über meine Schulter als ich mich nach unten beugte, um unter die Couch zu sehen, seine Beine schlingerten unbeholfen, als er um mich herumstolperte.

"Hassu gesehen wie sie mich angesehen hat?" Er klang selbstzufrieden trotz der Betrunkenheit und ich wimmerte, als ich aufblickte und sah, wie er versuchte quer über den Raum hinweg zu blinzeln, nur um dann zu bemerken, dass sein Gesicht nicht ganz so reagierte, wie er es wollte.

Seine Hände fühlten sich nicht so gut an, wie Alex' entschied ich, als ich es schaffte einen von Julians Schuhen vom Kaminsims zu holen und einen Bilderrahmen gerade zu rücken, außerdem roch er nur halb so gut.

Ich schaute mich im Raum um, konnte aber kein rotes Haar sehen, nur Dave, als er auf uns zu trottete, Jules' Jeans. in einer Hand und ein schadenfrohes Grinsen auf dem Gesicht.

"Klasse Jules, du hast die Ladies ver-rückt gemacht." Er schnaubte und half mir mich aufzurichten und die Kleider an die richtige Stelle zu ziehen, bevor er eines von Jules' Beinen anhob, sodass ich seinen Fuß in seine Hose schieben konnte.

"Erzähl mir davon." Julian bekam Schluckauf, als er lachte und ich verdrehte meine Augen in Daves Richtung, welcher wieder grinste, als er die Jeans mit größeren Schwierigkeiten an den Beinen unseres Freundes hochzog. "Gott Jules! Wie eng sind deine Hosen eigentlich, hast du überhaupt noch einen Blutkreislauf in deinen Kronjuwelen?"

Julian machte einen Schmollmund und ich lachte auf seiner anderen Seite, zog meine Augenbraue hoch. "Kronjuwelen?"

Ich erntete einen Tritt gegen das Schienbein.

"Kommt schooon." Julian zappelte jetzt ungeduldig, als Dave sich weiterhin abkämpfte. "Beeeeilt eeeuuuch."

Er wurde ignoriert und eine Minute später hatten Dave und ich es geschafft seine Hose hoch genug zu ziehen, dass sie das meiste bedeckte und gingen in Deckung vor unserem Freund, der mit den Armen ruderte.

Ich tat so, als wischte ich mir Schweiß von der Stirn und das Mädchen von vorhin bemerkte meinen Blick, lächelte mir aus einer dunklen Ecke zu.

Sie war es nicht, nach der ich Ausschau hielt; ich wollte meinen schlafenden Jungen noch nicht verlieren, nicht, wo ich noch nichts über ihn wusste.

Ich wollte ihn so viele Dinge fragen; warum seine Fingerspitzen so rau waren, welche Farbe sein Haar wirklich hatte und was er in den Minuten zuvor geträumt hatte.

Ich blickte sinnlos im Raum umher, suchte umsonst nach diesem blassen Gesicht, dem roten Haar, das sich um diese grauen Augen kringelte; nur ein flüchtiger Blick, das war alles, was ich brauchte; nur einen Blick, um zu beweisen, dass er real war.

"Mir ist übel." Das Stöhnen an meiner Schulter brachte mich dazu zerstreut nach unten zu blicken, Julian hatte sein Gesicht gegen mein Shirt gelehnt, sein Gesicht nahm eine krankhaft bleiche Färbung an.

Ich wechselte einen weiteren Blick mit Dave und er zog Julian schnell von mir weg, lenkte ihn hastig zur Tür.

Ich folgte ihm mit schwerem Herzen, sammelte auf dem Weg nach draußen den anderen Schuh und einen von Julians Socken ein, und blickte dabei noch immer verzweifelt umher.

Ich war bereits an der Tür, als ich ihn ausmachte; sein Kopf gebadet in einem glühenden Orange von dem grellen Licht über ihm. Es warf Schatten auf sein Gesicht, und seine Augen waren geschlossen, als er sich gegen die Wand lehnte.

Eine Sekunde lang dachte ich, dass er wieder eingeschlafen war, aber dann öffnete er die Augen und ich wusste, dass ich mich geirrt hatte.

Er hatte mich beobachtet.

Die Erkenntnis brannte auf meiner Haut wie kochendes Wasser und ich sog die Luft ein, als er seine Hand langsam zum Abschied hob, sein Gesicht vollkommen leer.

Meine Finger zuckten, und ich hob meine eigene Handfläche, sodass wir uns über den ganzen Raum hinweg gegenüberstanden wie zwei perfekte Spiegelbilder.

Ich hatte gedacht, dass mein Gesicht ebenso ausdruckslos war, aber etwas musste darin gelegen haben, denn seine Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, das meine Knie zum Zittern brachte.

"Flick, komm schon!" Daves Ruf wurde begleitet von Würgen und einem Stöhnen, als ich meinen Kopf langsam von Alex wegdrehte. Mein Blick klebte so lange wie möglich an seinem Gesicht, bevor ich bestimmt den Raum verließ.

Ich bedauerte es nicht wirklich ihn zurücklassen zu küssen; ich wusste, ich würde ihn wiedersehen.

Meinen schlafenden Jungen.

Zu sagen, dass meine Freunde Interesse an meiner neusten Verliebtheit zeigen würden, wäre eine schwere Übertreibung.

Im besten Falle zog Dave eine Augenbraue hoch und ignorierte Julians Bitte um mehr Müsli, während er mich anstarrte. was, wenn ich vollkommen ehrlich war, wirklich überhaupt nicht untypisch war.

Ich presste, wie ich hoffte, dramatisch meine Handfläche auf die Tischplatte. "Ich sagte, ich glaube, dass ich gerade die Liebe meines Lebens gefunden habe! Hörst du mir zu?"

Die Krümel, die von meinem Toast übrig waren klebten an meiner Haut, aber ich widerstand dem Zwang sie wegzuwischen, weil das vermutlich die Geste zerstören würde.

Julian weitete ein wenig seine Augen und summte auf seinem Platz neben dem Fenster, während Dave langsam seinen Stuhl drehte, um mich von vorne sehen zu können.

Sein Gesichtsausdruck war müde und ich biss mir auf die Lippe als ich in seine ausdruckslosen, geröteten Augen starrte.

Armer Dave, er war die ganze Nacht wachgeblieben, während Julian sich seine Seele aus dem Leib gekotzt hatte; der seltsam mütterliche Dave, der mich festhielt während ich um mich biss und trat.

"Das freut mich so für dich, Flick." Er seufzte und schob seine benutzte Tasse zu mir, ließ sie über den Tisch kratzen. "Hol mir mehr Kaffee."

Ich nahm den Becher mit einem schwachen Lächeln und stand auf, ich kannte Dave gut genug, um zu wissen, wann er wirklich dreist war und wann er nur so tat.

Irgendetwas war vor nur einer Sekunde in seinem Gesicht aufgeflackert, und das war mehr als genug für mich.

Wir waren ein seltsamer Haufen, dachte ich und presste mein Hände gegen das kalte Aluminium des Waschbeckens während der alte Kessel Wasser kochte; was für eine merkwürdige Zusammenstellung von Zurückgelassenen.

Da war Julian, der dämliche, lächerliche Julian, der Junge, der meine Freunde zu schnell machte, um sie je wirklich zu halten.

Sein Mund bewegte sich immer, ob er summte oder auf seinen Lippen herumkaute; um seinen Kopf herum schimmerte die Luft, was mein Herz zum Springen und Stocken brachte, wenn ich müde war.

Es war schwer zu sagen, wann wir Freunde geworden waren; er war plötzlich einfach da gewesen, hatte Toast in meiner Küche gegessen und sich mit meiner Mutter unterhalten.

Und mit Julian kam Dave, der schweigsame Dave, der ein Bücherwurm war und eine Nase hatte, die ein wenig zu groß war für sein Gesicht.

Ich erinnerte mich an meinen ersten Eindruck von ihm, wie ich ihn einmal verhöhnt hatte, sein Kopf mit den durcheinandergeratenen Haaren zu tief in den Seiten eines so veralteten Buches, dass man es nicht mal mehr wahrnahm, vergraben.

Ich hatte ihn für erbärmlich gehalten, eine lächerliche Meinung für jemanden wie mich, und ihn abgeschrieben, bevor ich je wirklich mit ihm gesprochen hatte.

Das war ein Fehler.

Einen Monat später waren wir drei unzertrennlich, beendeten die Sätze der anderen und verbrachten jede freie Sekunde miteinander.

Vielleicht waren wir uns zu nah, aber es störte mich nie wirklich, nicht, wenn sie meine tretenden Beine stillhielten und nie ein Wort darüber verloren, wenn die Sonne aufging.

Wir waren gefangen in der Partyszene; in einem Zustand, von dem wir wussten, dass er uns langsam zerstörte, aber es war schwer uns daraus zu befreien, wenn die Mädchen so hübsch, so willig waren.

In einem Jahr hatten wir uns verändert, vom seltsamen Felix, dem kindischen Julian und dem streberhaften Dave zu etwas Anderem.

Wir waren nicht beliebt, aber wir waren auch nicht unbeliebt; wir gingen sicher, dass wir die richtigen Plätze aufsuchten, die richtigen Leute kannten.

Ich glaub nicht, dass das etwas war, das wir entschieden hatten, aber irgendwann hatte es sich von einem lockeren Spiel zu einem zerstörerischen Lebensstil gewandelt.

So war es für keinen meiner Freunde eine Überraschung, dass ich meine Liebe zu einem völlig Fremden am Frühstückstisch bekundete, da es schließlich kein wirklich unübliches Ereignis war.

Der Kessel pfiff und ich strich mit dem Finger durch den Dampf, der sich in der kalten Luft kräuselte, während ich mit einem kleinen Lächeln daran dachte, wie Alex' Wimpern über seine Haut gestrichen waren.

"Habt ihr ihn nicht gesehen? Er hat auf der Couch geschlafen, die mitten im Raum."

Ich versuchte die Provokation aus meiner Stimme herauszuhalten  und als ich mit einer frischen Tasse Kaffee zum Tisch umwandte, erntete ich nur ein Augenrollen von Dave, seine Lippen waren ein wenig verzogen.

"Tut mir so leid, dass ich nicht auf Beutezug war- halt!" Er rutschte auf seinem Stuhl herum und hielt sich am Tisch fest, um nicht auf den Boden zu landen, während er mich aufmerksam musterte. "Er?"

Julian schnaubte laut auf seinem Fensterplatz und ich hob fragend eine Augenbraue. "Ist das ein Problem?“

Ich versuchte die Frage fest und sicher klingen zu lassen, aber sogar ich konnte die Ader der Unsicherheit hören, die sich durch die Silben hindurchwand.

Dave setzte sich in seinem Stuhl aufrecht hin und nahm den Kaffee mit warmen Fingern aus meiner Hand, akzeptierte das Getränk und meine Worte mit einem schmalen Grinsen. "Ich weiß es nicht. Sag es mir, schwuler Junge."

Ich lächelte zurück; etwas löste sich in meiner Brust, obwohl ich den Knoten, der sich gebildet hatte nicht einmal bemerkt hatte; Julian schlurfte zum Tisch, sein Haar stand vom Schlaf in alle Richtungen, als er mich anblickte.

Er stupste mein Gesicht mit einem knochigen Finger an und ich verzog meine Nase, schlug ihn genervt weg. "Was machst du da?"

Er zuckte nur mit den Achseln, lehnte sich zurück gegen den Tisch, sein Kopf war ein wenig zur Seite geneigt. "Ich weiß nicht, es fühlt sich so an, als müsstest du doch irgendwie verändert haben." Seine Augen verengten sich abschätzend. "Aber das hast du nicht, oder?"

Diesmal zuckte ich zur Antwort mit den Achseln und strich mir das Haar aus dem Gesicht, als sie mich beide genau beobachteten.

Dave verlor als erstes das Interesse, konzentrierte all seine Aufmerksamkeit auf den warmen Becher in seiner Hand und Julian folgte ihm sofort.

Ich erhob mich von der Bank, balancierte zitternd auf meinen verräterischen Füßen, mein Kopf schwindelte irgendwo über meinen Schultern.

„Ich gehe nach Hause.“ Meine Augen brannten wieder und ich rieb sie; ein Lastwagen fuhr auf der Straße vorbei, ließ einen der Bilderrahmen zittern.

„Ich muss noch ein paar Sachen erledigen.“

Julian grunzte unverbindlich und biss noch ein Stück Toast ab, während Dave resignierend zu mir aufsah und dabei wie so oft viel zu alt für seine Jahre aussah.

Unter seinen Wangenknochen war ein Schatten, ein hoffnungsloser Schatten in seinen Augen, der zeigte, dass die besten Momente seines Lebens bereits vorbei waren.

„Soll ich dich fahren?“  Auf einem seiner Eckzähne war ein brauner Kaffeefleck und ich schüttelte meinen Kopf, nahm meine Jacke von, dort, wo ich sie in der Nacht über den Kühlschrank gehängt hatte.

„Ne, frische Luft und so.“ Ich zog das verlassene Kleidungsstück über und Dave nickte leicht, drehte wandte seinen Kopf wieder seinem Getränk zu.

„Ja, okay.“

Mein Haus war nicht allzu weit weg von Daves, vielleicht zehn Minuten zu Fuß, und ich hatte genug Gedanken zu sortieren in meinem Schädel, um mich ein Jahr lang zu beschäftigen.

Julian sagte, dass ich zu sehr über Dinge nachdachte, und vielleicht hatte er recht, aber Dave lächelte nur liebevoll und nannte es Unkrautjäten.

Ich mochte es, wenn Dave so lächelte, ein junger Gesichtsausdruck auf seinem zu erwachsenen Gesicht, intelligente Worte die immer über seine Lippen kamen.

„Ich denke, wir sehen uns.“ Julian protestierte nicht so sehr wie erwartet, als ich sein letztes Stück Toast von seinem Teller stibitzte.

Er sah so lächerlich wie nie aus an diesem Morgen, seine enge Jeans lag irgendwo im Wohnzimmer herum und seine dünnen Beine ans Kinn gezogen, das Morgenlicht verwandelte sein Haar in weißes Feuer.

Ich grinste ihn an, als ich den Raum verließ, ließ die Finger über die Tapete gleiten, als ich einen Schrei aus der Küche hörte, der mich anhalten und zurückblicken ließ, um Dave auf seinem Stuhl schaukeln zu sehen.

Sein Arm war ausgestreckt, er hielt sich an der Bank fest, um zu verhindern, dass der Stuhl unter ihm hinweg glitt, hob eine Augenbraue und schürzte seine Lippen. „Du hast uns den Namen von deinem Süßen nicht verraten.“

Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass ich noch breiter lächeln könnte, als ich es in diesem Moment tat; mein Kiefer fühlte sich an, als würde er zerbrechen.

„Alex.“ Ich sah mein Spiegelbild im Spiegel über dem Kamin und grinste so sehr, dass meine Zähne wehtaten. „Sein Name ist Alex.“

Ich würde ihn schon finden.
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