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“Your lips are like wine and I want to get drunk. (William Shakespeare”)

von TABIlove
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Big Bang
03.01.2013
27.02.2013
3
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Dieses Kapitel
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03.01.2013 1.797
 
Die Nacht war kalt und schien herzlos. Jiyong fror, selbst das Feuer schien in nicht zu wärmen.
Er dachte darüber nach wie es wäre wieder Seunghyun in seinen armen zu halten.
Er schaute Seunghyun an, der friedlich auf dem Boden schlief.

Er war froh das wenigstens einer der beiden zur ruhe kam. Trotzdem, wie kann man in so einer Eiseskälte nur  in der Lage sein so friedlich zu schlafen?!Auf Seunghyun´s Lippen war sogar ein leichtes grinsen zu sehen und er kuschelte sich noch mehr in den kalten Boden.

Jiyong konnte nur lächelnd den Kopf schütteln, Seunghyun war schon immer komisch und unberechenbar gewesen.Und schon immer war er sein Freund. So kam es Jiyong zumindest vor, aber in Wirklichkeit kannte er ihn erst seit 2 Jahren.

Sie sahen sich zum ersten mal als Seunghyun neu in die schule kam.

Jiyong war einsam und alleine, niemand wollte etwas mit dem Jungen zu tun haben. Jiyong traute sich nie zu fragen warum sie ihn alle ignorierten und belächelten.Er wusste schon die Antwort:  er war anders. Seine Gesichtszüge waren weiblich und sanft, seine Augen groß, seine Lippen hatten eine schöne natürliche pinke Farbe, im Prinzip war er also wirklich Hübsch, das einzige Problem ist, er war ein junge und kein Mädchen.

Er war schrecklich, wie konnte man nur so schwach sein? Er war doch ein junge! Wieso konnte er nicht wie alle anderen auch sein?

In seiner Vergangenheit fragte Jiyong sich mehrmals, nein tausendmal, diese fragen aber nie bekam er eine Antwort. Er selbst war sich unsicher, er fand es nicht schlimm anders zu sein.
Aber wieso quälten ihn dan die grinsenden Gesichter der Schüler so sehr?

Jiyong selbst sah kein Grund mehr zu leben, aber er wusste das er seine Familie nie traurig machen könnte, so beschloss er einfach zu leben, sich von dem Fluss mitreisen zu lassen. Keine Ziele oder träume.

So lebte er bis er Seunghyun traff, der ihn aus den reißenden wellen herauszog und ihn auf seinen eigenen Weg brachte.
~
Es war ein normaler Tag wie jeder andere auch, Jiyong setzte sich an die frische Luft und aß sein Kimichi, das seine Mutter ihm liebevoll verpackt mit in die schule gab.

Die Schüler um ihn herum beäugten ihn mit ihrem immer präsenten lächeln auf den Lippen. Jiyong schaute sich um, er spürte wie sie ihn alle anschauten. Normalerweise waren es nicht so viele und aufdringliche blicke.

Jiyong wurde nervös, ein Junge schaute auf ihn und sein Kimichi.

Jiyong streckte seine Box mit dem Kimichi nach ihm aus, wortlos. Er hätte nichts dagegen es zu teilen, seine Mutter packte ihm sowieso immer zufiel ein, sie dachte Jiyong hätte freunde und wollte das ihr Sohn zusammen mit ihnen isst, so wie sie es früher mit ihren Freundinnen auch tat.

Der Junge fing an laut zu lachen und schrie: „Haha tut mir leid, aber ich möchte nicht das meine Freundin eifersüchtig wird!“

Jiyong verstand diese scherze nicht und fand sie auch kein Bisschen komisch oder witzig.

Er zog seine Box wieder zurück mit blick auf den Boden, der ganze Schulhof brach in Gelächter aus.
Jiyong spürte wie ihm die Tränen ins Gesicht schossen. Er drückte die Box fest auf seinen schoss und versuchte sich auf das Gefühl, des immer noch warmen Kimichi´s, auf seinem schoss zu Konzentrieren.

Jiyong´s Muskeln fingen an zu verkrampfen, er hielt die Box so fest wie er konnte.

Plötzlich verstummte das Gelächter und es wurde ruhig. Jiyong lauschte, sein Blick immer noch auf den Boden Gerichtet. Er hörte wie schritte auf ihn zu kamen.Die schritte kamen immer näher, Jiyong spürte seinen Herzschlag.

Sein Herz raste unglaublich schnell, er hörte wie die schritte vor ihm anhielten. Bevor er sich noch weitere Gedanken machen konnte spürte er einen hauch von Wind, und der unbekannte setzte sich neben ihn auf die Bank, seine Beine streiften Jiyong´s.

Jiyong schaute sofort auf, neben ihm saß ein Junge der in aller Ruhe eine Banane aß die er von allen Seiten betrachtete.

Jiyong starrte den Jungen der wohl in seinem alter sein muss erschrocken an. Was da neben ihm saß war kein Mensch sondern ein Kunstwerk. Er beobachtete wie sich sein Mund bewegte als der junge immer noch auf sein Obst schaute.

Er hatte wunderschöne Katzenlippen und seine Nase war perfekt, das ganze Gesicht harmonisch und rein.

Jiyong schaute wieder auf den Boden, ein leichtes rot auf seinen backen. Hatte er gerade einen Jungen abgecheckt?  Er hatte den Jungen davor noch nie gesehen. Er musste wohl neu sein, wer würde sich sonst freiwillig neben ihn setzten? Sollte er aufstehen und gehen? Er hatte Mitleid mit dem Jungen, wenn er neben ihm saß denken manche vielleicht sogar das sie befreundet  seien.

Jiyong wurde aus seinen Gedanken Gerissen als irgendetwas vor seinen Augen auftauchte. Erschrocken sprang er zurück und schaute neben sich.

Der Junge hielt ihm seine Banane vors Gesicht und nickte gelassen. Was wollte er? W-was, wollte er etwa das er abbeißt?!

Jiyong wich zurück und schüttelte mit verblüfften blick seinen Kopf. Die beiden kannten sich nicht mal und er wollte schon sein essen mit ihm teilen? Der Junge schaute unbeeindruckt in Jiyong´s Augen und lehnte sich weiter vor und hielt ihm sein essen diesmal direkt vor dem Mund, bevor er mit vollem Mund nuschelte „Seunghyun.“

Jiyong gab nach, er beugte sich nach vorne und biss ab, seine Augen fixiert auf den Jungen. Als Jiyong wieder zurück lehnte hielt er sich seine Hand vor dem Mund, er hatte zu fiel abgebissen und  musste den Rest in seinen Mund schieben.

Der Junge schaute jetzt auf sein Kimichi.
Jiyong war sich nicht sicher  was er wollte, als er davor versuchte zu teilen wurde er ausgelacht und verspottet, aber irgendwas sagte ihm das es ok ist ihm zu vertrauen und er reichte ihm das Kimichi.

Die Augen des Jungen fingen an zu funkeln er legte Jiyong´s Kimichi in seinen schoss und lächelte zufrieden mit dem Deal.

Jiyong wusste nicht was so toll an seinem essen war, aber der junge schien überglücklich zu sein. Jiyong konnte nicht anders und lächelte Glücklich, wenn das seine Mutter sehen könnte. Jiyong betrachtete den Jungen beim Essen, was ihm  aus irgendeinem Grund unglaubliche Freude bereitete.

„ ich heiße Jiyong“

Der Junge schaute verwirrt auf, ´als hätte man ihn gerade aus seiner Welt gerissen´ dachte Jiyong vergnügt und lächelte.

Als der verwirrte Junge ihn anschaute hörte er auf zu kauen und starrte mit geöffneten Mund auf Jiyong. Jiyong wusste nicht was den Jungen so zu staunen brachte. Hatte er noch nie jemanden lächeln gesehen? Jiyong sah den ganzen Tag nur Leute die ihn anlächelten und es machte ihn verrückt.

Sie lachten ihn alle nur aus.

Denkt er ich lache ihn auch aus? Jiyong bekam Panik er mochte den Komischen Jungen er wollte ihn nicht verärgern.

Jiyong zeigte auf sein Kimichi „D-du kannst den Rest haben, ich hab kein Hunger mehr.“


Eine Woche verging und jeden Tag kam Seunghyun zu Jiyong und setzte sich neben ihn auf die Bank. Sie teilten ihr essen und redeten über ihren Tag. Seunghyun kam immer ein wenig später, er fragte jeden Tag in der schule herum nach essen, selbst Leute die er Nichtmals kannte. Jiyong fand es amüsant wie ernst Seunghyun wurde wenn es um essen ging. Er war  unglaublich herzlich und süß aber er konnte auch ernst sein. Jiyong liebte seine Persönlichkeit, einfach unberechenbar und so ehrlich. wenn es um Essen ging wurde er zum Eiskalten Geschäft´s Mann. Mit Jiyong´verhandelte´ er nie. Er teilte nur seine beute gegen sein Kimichi. Egal wie beschäftigt Seunghyun auch war seine Routine vor der Pause abzuziehen, (wobei er hauptsächlich Erfolg beim weiblichen Geschlecht hatte ) kam er jedes mal zu Jiyong.

Jiyong fing schnell an sich in Seunghyun´s Umgebung wohl zu fühlen. Es hörte sich dumm an aber, Seunghyun hat in dazu bewegt wieder zu träumen. Ob Seunghyun wusste was er ihm schenkte? Er schenkte ihm wieder Sinn am leben. Jiyong konnte nicht ausdrücken wie dankbar er ist das er einfach nur bei ihm sein kann. Er beschloss Seunghyun zu beschützen, aber es schien als hätte Jiyong es nötiger beschützt zu werden, viele Mädchen auf der schule wurden neidisch auf ihn und machten ihm das leben zur Hölle.

Er erzählte Seunghyun nichts davon, er wusste nicht ob Seunghyun ihn genau so sehr mag und es ihn interessiert was mit ihm passiert.

Eines der Mädchen verlor nach einer Auseinandersetzung die Kontrolle. Sie verlangte das Jiyong von Seunghyun Fern  bleibt aber Jiyong wusste, selbst wenn er es versuchen würde, Könnte er es nicht. So bekam er seine Strafe, seine Lippen waren Geschwollen und aufgekratzt.

Er konnte sich noch genau an das wütende Gesicht von Seunghyun erinnern als er mit der Wunde in die schule kam. Seunghyun wollte keine ruhe geben bis Jiyong ihm sagt was passiert ist. Er hat selbst seinen ´Beutezug´ durch das Schulhaus  vergessen.

Den ganzen Tag blieb Seunghyun an Jiyong´s Seite. Jiyong versuchte ihn dazu zu bringen aufzuhören, was alles keinen Sinn hatte. Seunghyun konnte verdammt stur sein! Am ende begleitete er Jiyong sogar nachhause bis an seine Haustür.

Schlussendlich wie jedes mal setzte Seunghyun sich durch und Jiyong erzählte ihm die ganze Geschichte, wie sie ihn anbrüllte und beleidigte als Missgeburt.

Jiyong wollte stark bleiben damit Seunghyun sich keine sorgen machen musste aber als er die Geschichte erzählte und ihm die ganze Bilder durch den Kopf gingen konnte er nicht anderst und fing an zu weinen. Jiyong bekam Angst das seine Mutter ihn sieht. Jiyong versuchte sich die tränen aus dem Gesicht zu wischen und wollte wortlos nachdem er die Geschichte erzählt hat ins Haus zurück.

Bevor er auch nur die Türklinke berührte zog Seunghyun Jiyong am Handgelenk zu sich und umarmte ihn.

Die beiden standen so eine lange Zeit vor Jiyong´s Haustür. Seunghyun´s Kopf lag auf seiner Schulter, er drehte seinen Kopf so das sein Mund nur noch wenige Zentimeter von seinem Ohr entfernt  war. Jiyong konnte seinen Atem spüren und bekam Gänsehaut.

„es tut mir so leid das du wegen mir verletzt wurdest, bitte Jiyong, verzeih mir, ich werde dich immer beschützen“ Seunghyun stimme klang schwach und zitternd.

Jiyong wollte ihm sagen das er sich nicht die schuld geben muss, aber Seunghyun kam ihm zuvor

„und du bist wunderschön.Niemand hat das recht dich eine Missgeburt zu nennen!“
Der letzte teil klang unglaublich sauer, aber Jiyong konnte sich nur noch darauf konzentrieren was Seunghyun davor gesagt hatte.

´wunderschön´ Jiyong lächelte und drückte Seunghyun noch fester an sich ´ich bin wundeschön´

Jiyong flüsterte „danke, Seunghyun...vielen dank“

´Ich liebe dich´

~

Jiyong lächelte, er war so froh das er Seunghyun kennengelernt hat. Bevor auch er einschlief  schaute er noch ein letztes mal auf seinen Freund, schloss seine Augen  und versuchte sich auf das leise Knistern des Feuer´s zu Konzentrieren.
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