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Die Abenteuer des Lebens

von Sara2000
GeschichteKrimi, Familie / P12 / Gen
Alex Johannson Benjamin Asmus Kai Norge Saskia Berg Thure Sander Wolfgang Unterbaur
01.01.2013
15.06.2017
16
12.480
 
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Dieses Kapitel
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01.01.2013 1.991
 
Hallo, hallo jetzt geht’s weiter :-)

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Thure lächelte und rief dann:,,Herein!“ Kurz darauf öffnete sich die Tür und ein riesiger Blumenstrauß verdeckte das Gesicht der Person. Doch als die Person den Blumenstrauß zur Seite nahm, konnte Thure das Lächeln seiner Mutter sehen. Er begann zu strahlen und stand auf. ,,Mama!“ Er ging zu ihr und nahm sie in den Arm. Hinter seiner Mutter stand sein Vater und lächelte, aber nicht so sehr wie seine Mutter. Aber er kannte seinen Vater und wusste, dass er Gefühle nie so wirklich offen zeigte. In dem Punkt war er Saskia sehr ähnlich. Thure ließ seine Mutter los, die sofort zu Saskia lief. ,,Hallo du musst Saskia sein! Ich hab schon SO viel von dir gehört, er hat immer erzählt wie wunderschön du doch wärst, wie anmutig und...“ ,,Mama, das will sie nicht hören!“ schnitt Thure ihr das Wort ab und wurde knallrot im Gesicht. Saskia schmunzelte. ,,Doch das will sie... Erzählen sie weiter“ ,,Du! Bitte sag Du zu mir, ich bin Maike. Er hat immer bei mir rumgejammert, wie sehr er dich will und wie verboten das doch wäre und wie weh das tun würde, zu wissen, dass er dich niemals haben könnte...“ Bei jedem Wort schien Thure röter zu werden. ,,Mama..“ Saskia lachte, doch als sie Thures Vater sah, der ein Schrank von einem Mann war, musste sie schlucken und tastete nach Thures Hand. Dieser setze sich neben Saskia und half ihr sich aufzusetzen. Dann nahm er ihre Hand und hauchte einen Kuss darauf. Er sah sie liebevoll an und Saskia wusste, dass sie keine Angst zu haben brauchte. Also reichte sie seinem Vater ihre Hand. ,,Schön sie kennenzulernen, Herr Sander..“ ,,Marvin ist mein Name, bitte nenn mich doch bei meinem Vornamen“ Dabei lächelte er sanft, so wie Thure es gar nicht von ihm kannte. Saskia fand ihn sofort sympathisch und entspannte sich sichtlich.
,,Also Saskia erzähl mal was von dir. Du arbeitest ja auch in diesem gefährlichen Beruf wie mein kleines Bärchen.“ fragte Maike und sie klang besorgt. ,,Bist du die einzige Frau da??“ Saskia war erst überrumpelt, doch dann antwortete sie:,,Na ja ich bin nicht die einzige. Bei der Küstenwache arbeiten viele Frauen, aber auf Thures Schiff gibt es nur Alex und mich..“ ,,Aha und wie fühlst du dich da?? Fühlst du dich da manchmal unterdrückt?“ Thure musste bei dieser Frage grinsen, wie ein kleiner Junge, der seine Kekse bekam. Als ob seine Saskia irgendwo unterging. Mit ihrer großen Klappe war sie bekannt wie ein bunter Hund. Und da bretterte Saskia auch schon los:,,Nein gar nicht, im Gegenteil. Ich finde es sehr wichtig, dass auch Frauen in männerdominierten Berufen arbeiten und meine Mitarbeiter respektieren das auch. Ich fühle mich sehr wohl bei der Küstenwache. Und da hab ich ja auch Thure kennen und lieben gelernt.“ Sie sah verliebt zu Thure. Doch Maike Sander war noch nicht fertig. ,,Und könntest du dir vorstellen irgendwann mal dort aufzuhören und zur Hausfrau und Mutter werden?“ Saskia lachte auf. ,,Aufhören möchte ich auf keinen Fall. Das ist mein Traumberuf und ich finde Kind und Karriere kann man durchaus unter einen Hut kriegen. Ich möchte nicht einfach als Hausfrau und Mutter abgestempelt werden, nur weil ich ein Kind habe. Ich möchte Karriere machen und Thure akzeptiert das.“ Wieder wanderte ein verliebter Blick zu Thure. ,,Das finde ich toll! Wirklich toll! Und was sagen deine Eltern dazu?“ wollte Maike wissen. Saskias Blick wechselte vom Verliebtem zum Traurigen. ,,Na ja nichts...“ ,,Wie nichts???“ ,,Haben sie schon mal ein Grab reden hören?“ Gequält lächelte Saskia. Maike entgleisten alle Gesichtszüge und ihre Kinnlade fiel nach unten. ,,Deine Eltern sind tot?? Oh Gott das tut mir leid!“ ,,Ja, sie starben bei einem Autounfall, als ich 10 Jahre alt war...“ Weiter konnte sie nicht reden, denn Maike zog sie in eine feste Umarmung. ,,Gott wie furchtbar..“ Saskia presste hervor:,,Wenn du noch fester drückst, könnt ihr mich gleich auch zu meinen Eltern stecken..“ Erschrocken ließ Maike Sander los und schlug sich die Hände vor den Mund. ,.Tut mir leid! Heute geht alles schief, ich weiß nicht was los ist!“ Thure legte einen Arm um Saskia und küsste sie aufs Haar. Saskia lächelte. ,,Es ist schon okay.. Es ist lange her, ich hab es verarbeitet..Es war ein ziemlicher Schock, doch Thure hat mir geholfen alles aufzuarbeiten.“ Trotzdem konnte sie es nicht verhindern, dass ihre Stimme immer brüchiger wurde und eine Träne aus ihrem Augenwinkel kullerte. Marvin Sander hatte sich in eine Ecke ans Fenster verzogen. Ihm war das zu viel Gefühlsduselei, das war nichts für ihn. Maike setze sich an Saskias andere Seite und streichelte ihren Arm. ,,Oh Süße! Nicht doch weinen, tut mir leid, ich hätte nichts sagen sollen!“ ,,Nein, nein das konntest du ja nicht wissen, es ist in Ordnung wirklich.“ Sie schenkte der völlig aufgelösten Maike ein ermunterndes Lächeln. ,,Oh Saskia du bist so tapfer, ich könnte mir gar keine bessere Frau für mein Bärchen vorstellen!“ ,,Mama..“ meldete sich Thure beschämt wieder. ,,Ja was denn??“ hakte seine Mutter nach. ,,Nenn mich nicht immer Bärchen, ja??“ ,,Oh tut mir leid Bärchen...ich meine Thure..“ Thure lächelte und sah Saskia an. ,,Sollen wir es ihnen sagen??“ Saskia wusste sofort was er meinte und lächelte. Sie nickte und sah zu seiner Mutter. Diese starrte erwartungsvoll zu den beiden. Auch Marvin Sander, der sich dezent im Hintergrund gehalten hatte, kam neugierig näher. Thure blickte von seinem Vater zu seiner Mutter und wieder zurück. ,,Na ja, also, wir.. ihr.. ihr werdet in neun Monaten Großeltern.“ Er strahlte übers ganze Gesicht. In Maikes Augen sammelten sich Tränen und sie umarmte Saskia und Thure zusammen. Tränen tropften auf das Bettlaken und als sie sich wieder lösten, putzte sie sich geräuschvoll die Nase. Thures Vater kam noch näher und auch er lächelte. ,,Herzlichen Glückwunsch!“ wünschte er ihnen und es folgte eine kurze steife Umarmung, genauso wie Thure ihn kannte und liebte. Auch Saskia wurde kurz umarmt. Dann klopfte es an der Tür und ein Arzt trat ein. ,,Na Frau Berg..“ er sah auf. ,,Oh entschuldigen sie, ich wusste nicht, dass sie Besuch haben.“ Er bewegte sich zum Gehen, doch Saskia hielt ihn auf. ,,Nein, nein ist schon in Ordnung. Worum geht’s?“
Der Arzt lächelte. ,,Na ja es geht um ihre und die Entlassung von Herr Sander. Sie beide müssen hier unterschreiben und dürfen dann in 2-3 Stunden nach Hause gehen. Aber..“ Er hob mahnend den Zeigefinger. ,,Schonen sie sich bitte noch und arbeiten sie bitte noch nicht. ,,Keine Sorge wir werden schon aufpassen“ meldete sich Maike. Der Arzt lächelte. ,,Na dann muss ich mir ja keine Sorgen machen.“ Er händigte Thure und Saskia die Entlassungspapiere aus und verließ dann das Zimmer. ,,Endlich darf ich hier raus..“ murmelte Saskia. Und handelte sich strenge Blicke von Maike und Thure ein. ,,Ja ja.. ich schon mich ja..“ Zufrieden und auch ein bisschen triumphierend blickten sich Thure und Maike an. Marvin schmunzelte nur und schlenderte durch das kleine Zimmer. Die nächsten Stunden wurde noch viel geredet und auch gelacht.
Nach etwa 2 Stunden wurden Saskia und Thure beide entlassen und Thures Eltern fuhren sie zu Saskias und Thures gemeinsamen Häuschen.
Und dort wurden beide erst einmal auf das große Sofa verfrachtet, doch Saskia stand natürlich sofort wieder auf und lief herum. Maike setzte sich zu Thure und Marvin musste geschäftlich irgendwo hinfahren. Irgendwann kamen Maike und Saskia auf die Idee, etwas zu kochen und nun standen sie zusammen in der Küche und zankten sich darum, dass Saskia sich eigentlich ausruhen sollte. Doch wie immer gewann Saskia mit ihrem Sturkopf  und so kam es das sie zusammen kochten. Thure schmunzelte, als er so seine beiden wichtigsten Frauen in seinem Leben in der großen, offenen Küche beobachtete. Jede winzig kleine Bewegung von Saskia beobachtete er und nahm in sich auf. Wieder spürte er diese enorm große Liebe, die er für sie empfand. Und wieder starrte er auf ihren Bauch und wieder war er frustriert, als er nichts erkannte. Seine Mutter und Saskia unterhielten sich gerade über Babykleidung, über Babymöbel und die Schwangerschaft. ,,Viel Spaß Saskia!“ ließ sie gerade verlauten. ,,In den ersten Monaten darfst du nur noch ständig kotzen, dann hast du riesigen Heißhunger auf die wildesten Kreationen, die jeden Nicht-Schwangeren im Umkreis von 100 Kilometern anwidern, dann werden Kopfschmerzen, Empfindlichkeit, Gereiztheit, Hormonschwankungen, Rückenschmerzen und und und dein Leben bestimmen. Aber wenn du dein Kind nach dieser äußerst schmerzvollen, langen und nervenauftreibenden Geburt in deinen Armen hälst, ist alles vergessen!“ Sie strahlte. ,,Na toll..“ murmelte Saskia sarkastisch. Thure musste sich das Lachen verkneifen, denn Saskias Gesichtsausdruck war einfach zum Schießen. Saskia warf ihm einen Blick zu, der so viel bedeutete wie: 'Wenn du jetzt lachst, darfst du heute auf der Terrasse schlafen.' Deswegen wandte sich Thure lieber ab und schaltete den Fernseher ein. Er hatte Glück und es lief gerade ein spannendes Basketballspiel. Als nach ein paar Minuten der köstliche Duft von überbackenen Canneloni durch das ganze Haus zog, konnte Thure sich nicht mehr auf das Spiel konzentrieren und er humpelte zum Tisch. Erwartungsvoll setzte er sich und blickte ganz bedröppelt als Saskia und Maike nur mit zwei Tellern kamen und sich schwatzend an den Tisch setzten. Saskia brach in lautes Gelächter aus, als sie Thures Gesicht sah. ,,Das war meine Rache, mein Schatz!“ Lachend lief sie in die Küche und holte Thures Portion und stellte sie vor ihn. ,,Da mein hungriges Bärchen“ Sie lachte laut mit Maike los. Zwischen den beiden Frauen hatte sich eine Freundschaft entwickelt. Thure verschränkte beleidigt die Arme vor seiner Brust. ,,Das ist nicht lustig“ maulte er. ,,Ich dachte ernsthaft ihr wollt mich verhungern lassen.“ ,,Ohhhhh. Aber nicht doch mein süßes Bärchen“ Schon wieder kicherte Saskia los und Thure widmete sich verärgert seinem Essen zu. Ein paar Minuten waren nur die Stimmen von Maike und Saskia und ab und zu mal ein paar Lacher zu hören. Als alle fertig gegessen hatten, räumte Saskia den Tisch ab und ab in die Spülmaschine damit. Sie setzte sich danach wieder zu Thure und Maike und es wurde noch viel gelacht. Irgendwann am späten Abend kam auch Marvin wieder. Total übermüdet, das sah man ihm schon an. Schnell stand Saskia auf und richtete das Gästezimmer für die beiden Besucher. Kurz darauf ging Marvin schlafen und auch Maike wünschte eine gute Nacht.  Saskia half Thure nach oben, wegen seinem verletzten Knie und ins Bett. Sie küsste ihn und kletterte dann auch ins Bett. Kurz darauf erlosch das Licht und Stille breitete sich im Haus aus. Und das blieb auch so. Jedenfalls bis nachts um drei Uhr rum. Saskia wälzte sich von einer Seite auf die andere und murmelte aufgebracht Wörter ohne Bedeutung. Und plötzlich begann sie wie am Spieß zu schreien. Sie trat wild um sich, brüllte was das Zeug hielt und strampelte die Decke weg. Aufgeweckt von diesem Geschrei saß Thure senkrecht im Bett und rüttelte Saskia vorsichtig an der Schulter. ,,Hey..Shhh ganz ruhig. Ich bin bei dir“ Panisch schlug Saskia die Augen auf und blickte sich um. Als sie Thure sah, begann sie hemmungslos zu weinen. Thure zog sie zu sich und nahm sie in den Arm. ,,Was ist los???“ Maike stand in der Tür zu Saskias und Thures gemeinsamen Schlafzimmers und schaute erschrocken drein. ,,Nichts, nichts, Saskia hatte nur ein Alptraum.“ beruhigte Thure seine Mutter und strich sanft über Saskias Rücken. Er wollte ihr nicht den Grund für den Alptraum verraten und sie so völlig verängstigen. Und es war seiner Meinung nach auch in Saskias Interesse, wenn er das Geschehene nicht laut aussprach. ,,Geh wieder schlafen Mama.“ Beruhigt durch seine Worte, verließ Maike das Schlafzimmer und legte sich wieder schlafen. Thure legte sich wieder hin und zog Saskia ganz eng an sich. Eng umschlungen schliefen sie wieder ein.
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So das war's wieder :-) danke für's Lesen, hoffe es hat euch gefallen, lasst es mich in Form von Reviews wissen, was euch gefallen hat und was nicht :-)

Rechtschreibfehler dürft ihr behalten und an eure Freunde verschenken :-) ;-)

LG Sara
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