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Because you're different-Weil du anders bist!

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
30.12.2012
03.02.2015
13
21.599
 
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30.12.2012 1.401
 
Ich spürte den metallischen Geschmack in meinem Mund. Ein Würgereiz überkam mich. Mir war so schlecht doch ich musste standhaft bleiben. Ich schluckte doch es brannte fürchterlich. Meine Stacheln schmerzten unaufhörlich. Ich spuckte Blut. Mir kamen die Tränen während ich mir das Blut vom Mund wegwischte. Karen lachte auf. ,, Hör doch auf zu kämpfen. Du wirst sowieso nicht gewinnen, sieh doch, du kannst dich kaum auf den Beinen halten. Wie willst du jemanden retten, wenn du nicht einmal dich selbst retten kannst.“ Ich rang nach Luft. Das Stechen in meinem Rücken würde mit jedem Schritt den Karen auf mich zukam, schlimmer. An ihrem Lächeln erkannte ich das sie es genoss. Sie genoss es mich körperlich und psychisch zu quälen. Meine Sicht schwand. Es bildete sich ein Schleier. Ich durfte jetzt keine Schwäche zeigen. Ich musste weiter Widerstand leisten. Ich hatte keine andere Wahl und ich wollte auch keine andere Option wählen, den sterben stand nicht mehr auf der Liste der möglichen Fluchtwege. Karens kalte Hände griffen in meine Haare und zwangen mich mit der Wucht in die Knie. Ich schrie auf. Der Schmerz brachte mich fast um den Verstand. Ich spürte ihren heißen Atem an meinem Ohr. Sie drückte mich weiter auf den kalten Boden. Ich spürte wie es meine Knie aufschürfte. ,,Willst du jetzt endlich aufgeben oder reicht dir das noch nicht?“ Sie riss an meinen Haaren. Es tat höllisch weh, doch ließ ich keinen Laut von mir. Ich würde dieser blöden Kuh nicht die Genugtuung geben. Sie starrte mir in die Augen. Sie suchte nach Leere. Diese Leere die mich dazu gebracht hatte ein willenloser Zombie zu werden, die die mich dazu brachte kein Mensch mehr zu sein und die bei der ich mir kein Leben mehr gewünscht hatte. Sie würde diese Leere aber nicht finden. Nie wieder. Nie wieder würde ich einer dieser tötenden Monster sein. Das wollte ich nicht mehr und würde ich weiter ein kleinen Fünkchen Hoffnung sehen, würde ich auch nie wieder so werden wie ich damals war. Ich müsste keine guten Menschen mehr töten. Auch wenn ich von der Gesellschaft meist nichts hielt, mochte ich es nicht andere zu töten. Außerdem hasste ich es nicht Heer der Lage zu sein. Ich brauchte Kontrolle.
Mein Blick verschleierte sich, doch ich lächelte. ,,Vergiss es.“ Ihr Gesicht verdunkelte sich und über ihre Augen legte sich ein dunkler Schatten. Ein sadistisches Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Ich konnte ihre Arme vor Anspannung zittern spüren. Ein Ruck durchzuckte meinen Körper. Alles schmerzte. Es zerfraß mich förmlich. In meinen Rücken bohrte sich ein Teil des Schrotthaufens auf dem ich gerade gelandet war. Langsam rutschte ich die Karosserie herunter und saß auf dem kalten Boden. Der Boden kühlte meine Wunden und gab mir die Kraft wieder aufzustehen. Ich spürte meine Beine nicht mehr, aber sie hielten mich. Schwer atmete ich. Ich zitterte am ganzen Körper, aber machte weiter Schritte auf Karen zu.
Ich sah kurz zum Captain mit dem ich jetzt auf einer Höhe war. Krampfhaft hielt ich meinen blutenden Arm. ,, Tut mir leid.“ Ich lachte leicht, verschluckte mich jedoch und hustete. ,, Ich wollte nicht das es so endet. Ich hatte eigentlich vor gehabt bei euch zu bleiben, auch wenn mein Plan vorerst anders war, aber ich denke daraus wird nichts mehr. Ich will euch auch nicht unnötig in weitere Schwierigkeiten bringen, schlimm genug das es hierzu gekommen ist. Einmal kämpfe ich aber noch für euch.“ Ich stockte. ,,Schade das einen die Vergangenheit immer einholt. Ich habe sie eigentlich echt gerne gehabt.“ Meine letzten Worte waren nur noch ein murmeln zu mir selber. Ich spuckte wieder Blut. In mir zog sich alles zusammen. Vernebelt drehte ich mich zu Karen. Sie lachte. ,,Warum Menschen nie wissen wann das Ende ist.“ Sie lachte wieder. ,,Stimmt ja, du bist ja kein Mensch mehr.“ Ihr Worte halten in meinem Kopf wieder. Es fühlte sich an, als würde ich in einem großen Saal stehen in dem ihre Worte an den Wänden wieder halten. Ich kniff meine Augen zusammen. Es tat weh so etwas zu hören. Ich habe mich damals dafür gehasst ein Mensch zu sein und in dieser Gesellschaft zu leben, doch jetzt würde ich am liebsten zu den Menschen zählen. Ich wäre gerne einer dieser starken Kämpfer. Heute war nicht damals und auch wenn es jetzt schwer war zu leben, hatten sich die Menschen geändert. Sie waren anders geworden, ich konnte es sehen. Ich konnte Hoffnung sehen. Die Hoffnung die sie sich gegenseitig geben.
,,Mensch sein, Karen, hat nichts damit zu tun, was du bist. Es geht nicht darum, wie du aussiehst, ob du schwarz oder weiß bist, ob man Angst hat oder nicht oder ob du Metall in deinem Rücken zu stecken hast, das dir ungeahnte Kräfte schenkt. Ein Mensch bist du dann, wenn du ein Herz hast und nicht aufgibst und liebst.“ Sie zog herausfordernd ihre Augenbrauen hoch und lächelte arrogant. ,, Ich will dich ja ungern korrigieren, aber du hast schon vor langer Zeit aufgegeben.“ Ich lächelte. ,, Ich rede ja auch nicht von mir. Wahrscheinlich bin ich kein Mensch mehr, aber es gibt andere mit Steuerung die mehr Mensch sind als alle anderen.“ ,,Woher willst du das wissen?“ ,,Ich kann es sehen.“ Ich konzentrierte mich und blendete meine Schmerzen größtmöglich aus. Meine Stacheln brannten höllisch bis die Schmerzen ruckartig vergingen. Ich fühlte mich wie auf Ecstasy, aber es fühlte sich gut an. Ich atmete tief ein und richtete mich auf. Ich konnte spüren wie Karen ihre Muskeln anspannte. Sie spürte das sich etwas in mir verändert hatte.
Ich riss meine Augen auf als mich Karens Faust direkt in den Magen traf. Sie holte mit ihrer zweiten Faust aus, als ich mich drehte und ihre linke Hand auf ihren Rücken drehte. Mit der anderen Hand zog ich mein Messer aus meinem Stiefel und hielt es ihr an die Kehle. Sie schrie vor Schmerz auf.
,,Wenn du jetzt nicht sterben willst, würde ich dir raten, du lässt die zweite Massachusetts gehen und dafür verschone ich dein Leben. Außerdem verspreche ich dir das deinem Heeren nichts passiert.“
Ich spürte die Schritte der Mechs die sich entfernten und ihre Waffen deaktivierten. ,,Gut.“ Ich sah kurz zu Weaver nach hinten. Er nickte mir zu. Anerkannte nickte ich zurück. Ich nahm meine G36C in die Hand und stach Karen damit schon fast in den Rücken. ,,Ich bringe dich zu ihm.“

Genervt lehnte ich mich an die Wand und starrte Karen und den Overlord an. Sie würde nicht probieren sich zu befreien. Das Alien war schon verletzt und es standen immer noch zwei weitere Soldaten der zweiten Massachusetts im Raum die auf sie zielten. Zumindest hätte die zweite Mass jetzt die Chance zu flüchten. Ich würde warten bis sie verschwunden waren. Wenn ich dann von Karen getötet werden würde, wäre das auch nicht so schlimm, den dann könnte ich zumindest mit einem gutes Gewissen sterben, auch wenn das nicht der Plan war. Der Plan war zu leben. Weaver, Tom und Ben betraten den Raum. Ich versuchte Augenkontakt zu vermeiden. Ich denke sie würden mir das Angebot machen, zu bleiben und das konnte ich nicht. Ich konnte nicht zulassen das ihnen wegen mir was passierte. ,,Soldaten macht euch bereit, wir werden in fünf Minuten abrücken.“ Die beiden Soldaten salutierten und verschwanden. Tom und Weaver begangen ein Gespräch mit dem Overlord, dem Karen als Sprecher diente. Ich spürte wie sich Ben neben mich stellte. ,,Du könntest mit uns mit kommen.“ Ich starrte eisern den Boden an und schüttelte den Kopf. ,,Ich bleibe und passe darauf auf das ihr fliehen könnt. Außerdem denke ich nicht das die zweite Mass mich noch will, ich habe euch alle angelogen.“ Ich flüsterte. ,, Aber du hast uns gerettet.“ Ich schüttelte abermals den Kopf. ,,Bitte lass es.“ Er atmete geräuschvoll aus, nickte jedoch. Die Widerstandskämpfer beendeten das Gespräch und drehten sich zu Tür. Ich sah Tom an und nickte. Mein Blick wanderte weiter zu Ben, der sich gerade abwandte, sich jedoch noch einmal umdrehte als ich ihm am Arm festhielt.
Ich lächelte ihn ehrlich an. ,,Du bist ein gutes Herz, Ben.“ Ich flüsterte. Er lächelte und folgte, nach einer weiteren Aufforderung seines Vaters, den Männern.
Ich konnte draußen die Motorgeräusche hören, bis sie irgendwann immer leiser wurden. Ich starrte noch nach mehreren Minuten die Tür an.,,Ach wie rührend.“ Ich sah zu Karen. ,, Karen du solltest lernen deine Klappe zu halten. Ich sage dir irgendwann bringt dich die noch um.“ Ich sah sie verachtend an und ging.
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