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Because you're different-Weil du anders bist!

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
30.12.2012
03.02.2015
13
21.599
 
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30.12.2012 1.343
 
Seit einer gefühlten Stunde saß ich im Schneidersitz auf meinem Bett und starrte die Wand an. Nachdem ich mich von dem Schock mit Karen sehr schnell wieder erholt hatte, hatte ich endlich das Zimmer gefunden. Doch auch wenn ich verdaut hatte das sie hier war, wanderten meine Gedanken immer und immer wieder zu den Aliens und ihrer Verbindung zu Karen. Das alles würde noch verdammte Probleme geben. Klar glaubte ich das die Leute der zweiten Massachusetts schlauer waren, und nicht gleich auf jeden Mist den ihnen ein Mensch, den sie trafen, rein fielen, doch bei Karen war anders. Sie hatte den Bonus schon mal zu der Gruppe gehört zu haben, und so hatte sie bei manchen diesen Vertrautheits Status. Das könnte aber auch zu ihrem Verhängnis werden. Dadurch könnte sie sich auch verraten.
Ich hatte sowieso keine andere Wahl. Ich musste auf ihren eigenen Fehler, den sie hoffentlich machte, bauen. Wenn sie mich dadurch in den Abgrund stürzte, wäre das okay, doch nicht wenn sie die ganze zweite Mass mitnahm!

Gequält erhob ich mich und ging an das geöffnete Fenster. Dort setzte ich mich auf das Fenstersims und sah in den angrenzenden Wald hinab. Ich hatte keine Lust mehr hier rum zu sitzen und Däumchen zu drehen, ich musste mich unbedingt bewegen. Schon seit geraumer Zeit war ich nicht mehr wie eine Irre durch den Wald gehetzt um meine überschüssige Energie los zu werden, da wurde es jetzt langsam Zeit. Mit Leichtigkeit sprang ich aus dem Fenster und drehte mich dann nochmal um, und sah zu meinem Zimmer im zweiten Stock. Ich musste spätestens in drei Stunden wieder da sein, den dann würde die Sonne untergehen und Lordes würde mich zum Abendessen holen.

Blitzschnell drehte ich mich um und fing an durch den Wald zu hetzten. Es war ein wunderbares Gefühl den Wind auf meiner Haut zu spüren, die Bäume an einen vorbeirauschen zu hören und zu spüren wie das Moos unter den Füßen ein kleines bisschen Nachgab. Es gab mir in dieser verkorksten, ums Leben kämpfenden Welt, doch noch etwas Freiheit. Im Enddefekt kämpften wir alle ja um Freiheit, doch bis wir diese endgültig besaßen, brauchte es noch mehr Zeit und diese konnte ich nicht abwarten. Ich war schon immer jemand der ohne viele Regeln lebte, und deshalb brachte es mich fast zur Weißglut wenn mich jemand einzwängte! Um meine Gedanken zu lockern schüttelte ich einmal kräftig meinen Kopf und blieb stehen. Mit einem kleinen verstohlenen Lächeln zog ich die frische Waldluft ein. Schön mal in einem heilen Wald zu stehen!
Wieder nahm ich Anlauf und sprang auf einen der vielen Bäume.

Gemächlich ging ich die Straße zu dem Krankenhaus, indem wir untergekommen waren, hoch. Ich hatte mich doch verspätete und da sie jetzt sowieso wussten das ich nicht mehr in meinem Zimmer war, konnte ich auch aus dem Wald kommen. Ich ging an den diversen Fahrzeugen vorbei und lief zielstrebig auf das Versorgungszelt zu. Doch verlangsamte ich meine Schritte wieder als ich Lordes, in einer Gruppe aus vielen bekannten Gesichtern, sah. Man konnte schon aus dieser Entfernung sagen, das sie aufgeregt war. Das sie sich wahrscheinlich wegen mir so einen Kopf machte, war mir kühl gesagt echt egal. Was meine Laune sinken ließ war eher das sich Karen aus dem Bett bewegt hatte und sich wieder in die zweite Massachusetts integrierte. Ich hörte sie gespielt zu den anderen sagen: ,,Ist sie das?“ und schon lag die Aufmerksamkeit mal wieder auf mir. Yey I love to entertain you! ,, Da bist du ja! Ich habe mir Sorgen gemacht. Wo warst du und was hast du da gemacht?“ Lordes kam auf mich zugelaufen und sah mich etwas entgeistert an. Ich hatte mir bei einer Aktion im Wald einen kleinen Schnitt am Hals geholt. Nicht weiter schlimmes um hier so einen Aufstand zu veranstalten. ,, War spazieren.“ Kurz sah ich sie an, ließ sie dann jedoch stehen. Als ich an Weaver, Karen, Hal, Ben und Tom vorbei gehen wollte, wurde ich vom Captian aufgehalten, indem er mich am Arm festhielt. ,, Was denkst du dir eigentlich? Mit solchen Aktionen bringst du nicht nur dein, sondern das Leben von uns allen in Gefahr!“ Forsch sah er mich an. Ich brach den Blickkontakt ab. Darüber hatte ich noch nicht nachgedacht. Leicht wand ich mich aus seinem festen Griff  und ging an allen vorbei, nur Karen warf ich einen giftigen Blick zu, den sie mit einem selbstsicheren Lächeln quittierte. Das würde ihr noch vergehen.

Ich saß auf einem Baumstamm in der Nähe des Krankenhauses. Und konzentrierte mich auf die umliegenden Geräusche und Gespräche.Ich bekam alles mit. Ich konnte hören was zwischen Ben und Karen passierte. Ich konnte hören wie Hal seinen Bruder anschrien. Ich konnte hören wie kritisch Weaver´s Zustand  auf einmal geworden war. Und ich erfuhr das das Benzin bald aus ging. Ich bekam das alles mit, wusste immer mehr und mir viel auf das sie mir genauso viel vertrauten wie ich ihnen, nämlich gar nicht, doch aus Karens Verhalten wurde ich immer schlauer, vor allen Dingen nach dem Gespräch mit Maggie.

Ruckartig öffnete ich die Augen und fing an zu Tom zu hetzen.Ich wusste das er bei Weaver war und rannte zu dem Abteil in dem Dr Glass die Patienten behandelt. Als ich jedoch in den Raum wollte hielt mich ein kräftig gebauter Mann auf. ,, Lassen Sie mich durch!“ Mit voller Kraft stieß ich in weg. Mit einem scheppern landete er an der Wand. Hecktisch wurde die Tür von Weaver`s Zimmer aufgerissen und Tom kam hinaus gestürmt. Mit aufgerissen Augen sah er mich und dann den Mann, der sich gerade aufrappelte, an.,,Was...“ Ich schüttelte den Kopf. ,, Tom Sie müssen aufs Dach!“ Fragend sah er mich an. ,, Es geht um Hal!“ Der kräftige Typ stand wieder auf seinen Beinen und sah Tom an. ,,Das muss warten! Pope will sie sprechen. Er meinte es geht um Leben und Tod!“ Mason nickte mir und folgte dem Dicken. Ich lief ihnen hinterher. Bei Pope angekommen, schrie dieser schon den Untergang der zweiten Mass herbei. ,, Was meinst du damit, das wir hier nicht sicher sind?“ Ich hatte mich neben Tom gestellt und hörte dem Gespräch aufmerksam zu. ,, Sie sind hier! Diese Fischköpfe haben mich überrannt, eingekesselt und wollten wissen, wo ihr seit. Das war voll krass. Ich hab diesem einen Ding in die Augen gestarrt und kam von diesen nicht mehr weg. Und sie hatten noch so eine komisch Tussi dabei. Diese da mit Steuerung  die auf deinen Sohn scharf war. Sie suchen dich, oder wohl eher gesagt Ben und sie suchen...“ Er sah mich gequält an. ,, Sie suchen dich Marry oder sollte ich wohl eher Madelyn!“ Die vier Männer in diesem Raum starrten mich an. Ich sah auf den Boden. Wie dumm von mir zu denken, das nichts von meinem alten Leben herauskommen würde. Verachtend schnaubte ich und verließ das Zimmer.
Ich wurde seit der Sache eben im Zimmer erst einmal nicht beachtet. Der Professor war danach wie ein Irrer aus dem Zimmer gerannt und hatte somit Maggie, in Karens Zimmer und Hal auf dem Dach gefunden. Jetzt waren sie auf dem Weg aufzubrechen und Ben zu helfen. Mir wurde gesagt, das ich den Befehl bekommen hab, hier zu bleiben, was mich so was von abnervte. Die eine Sache war zwar das sie mir nicht vertrauten, doch hatte ich im Kampf mit ihnen zusammen, viel potenzielle Kraft gezeigt. Ich denke sogar das Tom weiß, das ich ihnen allen nichts tun würde, doch war das Gespräch mit diesem Pope für mich nicht besonders gut ausgegangen. Ich hoffte nur das sie Ben finden würden, den wenn er von Karen und den Aliens in Besitz genommen werden würde, wäre das wahrscheinlich das Ende des Wiederstandes. Des Wiederstandes der Menschen und der Skitters! Irgendwie tat mir der junge schon leid. Es war im normalen Fall immer gut viel zu wissen, doch sein Wissen würde ihm noch eine Kugel in den Kopf jagen!

Ich stand mit Maggie an einem Fenster als Tom, mit Ben und einem Overload wieder zurück kam. Kurz sah ich Maggie an. Das konnte noch heiter werden.
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