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Because you're different-Weil du anders bist!

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
30.12.2012
03.02.2015
13
21.599
 
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30.12.2012 1.383
 
Ich vernahm ein lautes Geräusch in der Nähe, das mich dazu zwang aus dem Land der Träume zu springen und wieder in der Realität zu landen. Ich blinzelte einige Male bevor ich mich an die Helligkeit gewöhnt hatte. Komisch. Mein linker Arm fühlte sich an als wäre er gerade ausgerissen worden. Ich zog scharf die Luft ein. Vielleicht hätte ich mir doch helfen lassen sollen, aber nur vielleicht. Gequält stützte ich mich auf meinen scheinbar gesunden Arm und setzte mich gerade auf. War die Decke des Sani-Busses nicht gelb gewesen? Diese aber da gleichte eher eines weißen Himmelbettes. Kurz sah ich mich um.
Das Zimmer in dem ich mich jetzt befand war spärlich eingerichtet. Die Tür war aus dicken Metall und bot keinen Ausbruch. Das ganze erinnerte mich an ein Zimmer einer Klapsmühle. Tja scheinbar hatten sie gemerkt das ich nicht mehr ganz dicht war. Ich gehörte schon immer in so ein Ding.
Vorsichtig sah ich mir meinen schmerzenden Arm an. Um diesen war ein sauberer Verband gewickelt. Außerdem trug ich nicht mehr meine normale Kleidung.Sanft schob ich die Bettdecke weg und erkannte das all meine Wunden verbunden oder geheilt waren und ich jetzt eine Jogginghose und einen grauen ausgewaschenen Pullover trug.

Die Frau hatte es doch tatsächlich gewagt.

Okay eigentlich sollte ich ihr dankbar sein, das sie meinen Arm nicht noch als Rache abgeschnitten hatte, doch war die Tatsache das ich mir von der Ärztin helfen lassen musste nicht so prickelnd. Ich musste aber zugeben das ich ihr dank schuldete. Vielleicht wäre ich durch meine Sturheit doch noch krepiert. Dies war aber nicht die einzige Frage dich mich quälte. Noch mehr interessierte es mich, wo ich jetzt genau war. ,, Du siehst süß aus, wenn du denkst.“ Genervt fuhr ich mir mit meiner Hand über mein Gesicht, bis ich die Brünette ansah. Genervt zog ich eine Augenbraue hoch. ,, Guck nicht so. Auch Mädchen wie du können so aussehen.“ Lourdes war schon ein nettes Mädchen. Sie kannte mich nicht, doch sah sie in jeder Person das beste. Sie war sozusagen der Optimist und ich dieser verkorkste Pessimist. Wir waren viel zu unterschiedlich als das sie solche Dinge sagen sollte. Aber schieben wir das beiseite, es würde sowieso nichts bringen mit ihr darüber zu reden. Sie würde es nicht verstehen. ,, Is klar  Lourdes.“ Sanft lächelte mich das Mädchen an. ,, Hier! Ich habe etwas zu esse für dich.“ Mit einen Lächeln bedankte ich mich bei ihr. Vorsichtig stellte sie die Schale auf meine Beine und gab mir den Löffel in die Hand. Zaghaft löffelte ich die erste Fuhre Suppe in meinen Mund, während sich die Brünette neben mir auf einen Stuhl gemütlich machte. sie sah mir bedacht zu, wie ich die Hälfte der Suppe zu mir nahm und dann das Besteck in die Schale fallen ließ. Kurz sah ich  Lourdes an. ,,Wo sind wir?“Zögernd fing die an zu erzählen.,, Na ja wir sind jetzt irgendwie ein paar hundert Meilen vor Carlston. Wo genau weiß ich nicht, aber wir haben vor ein paar Tagen hier angefangen zu rasten. Captain Waever meinte das allen das gut tun sollte.“ Verstehend nickte ich. ,,Und was war mit mir ?“ ,, Deine Wunden hatten sich entzündet und bist durch hohes Fieber nicht mehr zurechnungsfähig gewesen. Doch muss ich sagen das du  dir das selber zuzuschreiben hast.“ Desinteressiert pustete ich meinen Pony aus dem Gesicht. ,, Ich weiß!“ ,, Okay jetzt wo du wach bist, kann ich dich ja untersuchen.“ Mit festen Schritten kam Dr. Glass an mein Bett geschritten. Aus Gewohnheit meiner Phobie presste ich mich immer weiter gegen die Wand hinter mir und kniff die Augen zusammen.Behutsam legte sie eine Hand auf meine Schulter. ,, Du brauchst keine Angst haben.“ Ja klar, das sagen sie so. Ich will sie mal sehen, wenn ihnen eine Knarre an den Kopf gehalten wird, den haben sie genau so ne Angst wie ich vor Spritzen und Ärzten. Noch das behielt ich für mich, stattdessen ließ ich ein knurren von mir. Mit geschlossenen Augen ließ ich die Untersuchung über mich ergehen. Bei jeder Berührung ihrer kalten Hände lief es mir kalt den rücken runter.
Ein kleiner Stick in meinem Arm und ich spürte sie nicht mehr neben mir stehen. ,, So fertig. Siehst du das war doch gar nicht so schwer.“ Genervt rümpfte ich die Nase. ,, Schon klar.“ Suchend sah ich mich um. Ich wollte aus dieser Klapsmühle raus. Unbedingt an die frische Luft, den der Geruch nach Desinfektionsmittel machte mich krank. Wo waren nur meine Schuhe? ,,Hier.“ Spielerisch schmiss mir die Doktorin meine Schuhe entgegen. Gekonnt fing ich diese, schlüpfte schnell hinein und schnürte sie zu. Jetzt kam ich endlich hier raus. Mit schnellen Schritten ging ich zu der knastmäßigen Metalltür, doch bevor ich ganz dahinter verschwand wand ich mich noch einmal um. ,,Danke Dr. Glass.“ Ich erkannte nur noch ihr sanftes Lächeln, bevor die Tür ganz ins Schloss viel.Planlos sah ich mir den Flur auf den ich gelandet war an. Scheinbar hatte die zweite Massachusetts ein Krankenhaus als Unterkunft gefunden. Ich entschied mich einfach mal nach rechts zu gehen und zu gucken ob ich irgendwo einen Ausgang fand. Wenn nicht, würde ich einfach jemanden fragen müssen oder ich stieg einfach aus einem Fenster.

Ich hatte scheinbar ziemliches Glück, den ich hatte die richtigen Ausgang gefunden. Tief einatmend ging ich nach draußen. Eine leichte Brise wehte und spielte mit meinem blonden Haar. Mit einem seufzten legte ich meinen Kopf in den Nacken und wand mein Gesicht der Sonne zu. Es war so ein herrliches Gefühl wieder die Sonne zu sehen. Es kam mir so vor, als wäre es schon ewig her gewesen, das der Feuerball sich gezeigt hatte. Wer weiß? Ich hatte ja sowieso keine Ahnung wie lange ich geschlafen hatte, doch ein paar Tage mussten es schon gewesen sein. Meine Wunden hatten mir wirklich übel mitgespielt. Na ja jetzt brachte es auch nichts mehr, ich konnte nur, auch wenn ich nicht wollte, nach vorne sehen.

Genüsslich streckte ich mich der Sonne zu, was ein kleines Stück meines Bauches entblößte. Ich sah auf als ich jemanden meinen Namen rufen hörte. ,, Marry!“ Verwundert wand ich mich der kindlichen Stimme zu. Ich entdeckte Matt unter einem großen Aufstellzelt, das eher einem großen unterstand ähnelte, der mich fröhlich zu sich hin rief. Überrascht zuckte ich mit den Schultern, vergrub meine Hände in den Hosentaschen der Jogginghose und lief zu dem kleinen Jungen rüber. Kurz vor dem Zelt blieb ich jedoch stehen. An dem Tisch an dem der Wuschelkopf saß, saßen auch Tom, sein Sohn, die zwei Typen deren Namen ich noch nicht kannte und Weaver. Misstrauisch kniff ich meine Augen leicht zusammen, legte dennoch all meine Aufmerksamkeit auf den Jungen. ,,Was gibts Kleiner?“ Der kleine fing an leicht zu lächeln. ,, Nichts. Ich freue mich einfach das es dir besser geht. Du bist vor ein paar Tagen einfach nicht mehr aufgewacht, das hat mir ein bisschen ….. Angst gemacht, aber ich darf keine Angst haben!“Unruhig fing er von einem Fuß auf den anderen zu treten. Nervös sah er nach unten. Kurzerhand hockte ich mich vor dem Kleinen hin. ,, Warum darfst du keine Angst haben?“ unsicher kaute er auf seiner Lippe. Ich war mir nicht sicher ob er antworten würde, also nahm ich seine Hand und flüsterte ihm zu:,, Hey kleiner Angst zu haben ist etwas ganz normales. Jeder hat Angst und es ist dein Recht den anderen deine Angst zu zeigen. Du musst dich dafür nicht schämen, klar?“ Er sah mir wieder fest in die Augen und nickte eifrig.

Lächelnd stellte ich mich wider aufrecht hin. Nachdem er sich jedoch wieder umgedreht hatte, verblasste dieses Lächeln wieder. ,, Guck mal. Ich möchte dir meine Familie vorstellen. Das da ist mein Dad. Die beiden da sind meine Brüder Ben und Hal.“ Stolz zeigte er auf jeden einzelnen. ,, Sind sie nicht toll? Du musst erst sehen wie stark sie im Kampf sind!“ Ich sah den Jungen an. Klar erwartete er das ich ihm auf diese Frage antwortete, doch wusste ich nicht genau was. Ich musste eine Antwort formulieren, die keinen beleidigen und ihn zufriedenstellen sollte. ,, Natürlich! Ich kenne sie zwar alle nicht, doch bestimmt sind sie alle total klasse!“ Er schenkte mir ein zuckersüßes Lächeln. ,,Tom! Sie ist aufgewacht!“ Ein Schrei übertönte den Platz und hecktig kam auf. Schon nach kurzer Zeit blieb ich mit der Frage wer aufgewacht sei alleine.
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