Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Because you're different-Weil du anders bist!

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
30.12.2012
03.02.2015
13
21.599
 
Alle Kapitel
21 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
03.02.2015 1.416
 
,, Hier Marry fange.“ Nick schmiss mir eine Handfeierwaffe entgegen. Ich legte sie in den Schrank und streckte mich genüsslich. ,, Hoffentlich sind wir hier bald fertig. Den Waffenbestand zu zählen ist echt langweilig.“ Der junge Mann machte eine überschwängliche Geste und schmiss dieses Mal ein Gewehr zu. Ich strich über das Metall und lief um eine Regalreihe der Waffenkammer. Mein Lachen hallte durch die hohe Decke. ,, Das gehört nun einmal zu unseren Aufgaben.“ Als ich wieder zu ihm trat, lehnte er sich gegen den Tisch, auf den die Waffen liegen. Er griff nach meiner Hand und zog mich zu sich. ,, Wenn wir hiermit fertig sind, könnten wir doch was machen.“ Provokant sah ich ihm in die Augen und stützte mich gegen seine muskulöse Brust. ,, Das kannst du vergessen.“ Er hatte jetzt ein schmales Lächeln aufgesetzt. Sein Gesichtsausdruck war nicht mehr ganz so charmant und ich versuchte die Distanz zwischen ihm und mir zu vergrößern. Die Aufdringlichkeit die er an denn Tag brachte löste in mir stetig mehr Abneigung ihm gegenüber aus. Er könnte nett sein, aber sein Drang zur Nähe und Sexualität machte ihn unattraktiv. ,, Lass mich los Nick.“ Er machte eine resignierte Geste und ließ mich los. ,,Es ist manchmal so abturn wie du dich benimmst.“ Ich griff nach einem Gewehr und legte es in den nächst besten Schrank. ,, Das einzige was ich zurzeit will, ist der Sieg über diese abscheulichen Biester. Ich habe weder an dir, noch an Nähe Interesse. Das solltest du langsam bemerkt haben.“ Er drehte sich wieder zu mir um und lächelte abschätzend. Ich schenkte ihn weitergehend keine Aufmerksamkeit und packte weiter die Waffen in die passenden Regale.

,, Das wird mich nicht hindern, Schätzchen.“ Sein heißer Atem streifte meine Haut und seine Hand glitt meine Hüfte hinauf. Er war mir so nah. Ich spürte seine Präsenz so stark hinter mir. Seine Lippen berührten mein Ohr und der Abstand zwischen uns nahm immer mehr ab. Ich schluckte hart und stieß ihn etwas von mir. Ruckartig drehte ich mich um und holte mit meiner Faust aus. Seine Hand schloss sich um mein Handgelenk und hinderte mich so, ihn zu treffen. Ein stechender Schmerz löste seine Berührung aus. Sein Griff war so hart, dass ich spürte wie meine Finger langsam taub wurden. Er schnürte mit seinem Griff mein Blut ab. ,, Nana was soll den das?“ Ich sah in herausfordernd an. Meine Stimme zitterte vor Wut und Schmerz. Ich verfluchte mich schon innerlich, da ich, seit ich den Rebellen angehörte, ein richtiges Weichei, in Sachen Schmerzen geworden war. ,, Das weist du ganz genau und jetzt lass mich los.“ Er machte kein Geheimnis daraus, dass er auch Gewalt anwenden würde, um mich ansatzweise an ihn binden zu können. Es war für mich schleierhaft, wie dieser Mann in diesem Stadium der verrotteten Welt, nur so eine Macht, unter seiner eigene Spezies, verlangte. Aber irgendwie konnte man es ihm nicht verübeln. Die Aliens hatten ihn verändert. Sie hatten jeden, ob gezeichnetes Kind oder normaler Mensch, geprägt. Er war weder Mensch noch vollwertiges Alien. Dieser Mann, war wie viele andere einfach nur ein Sklave einer anderen Spezies gewesen. Auch wenn er auf der Seite der Rebellen stand, verachteten ihn die Menschen trotzdem. Es gab nur zwei Wege denn Menschen wie wir gehen konnten. Entweder wir versuchen weiter ein Mensch zu sein und geben uns nicht auf, oder wir verlieren uns selber und unsere ganze Menschlichkeit und kämpfen gegen das, was wir eigentlich beschützen sollten.
Ich könnte nicht sagen was seine Ziele in dieser Welt waren. Er hatte keine scheu Gewalt anzuwenden, nicht einmal gegen sein eigenes Team. Er war aggressiv seiner Seite gegenüber und es würde mich nicht wundern, wenn er die Rebellen verlassen und sich alleine durch diese Welt schlagen würde.
Der blonde Mann kam mir immer näher. Es waren nur noch wenige Zentimeter zwischen seinen und meinen Lippen. Ich schloss die Augen und drehte mich provokant weg. Ich konnte sein abfälliges Grinsen spüren. Ein Lufthauch streifte meinen Hals als er mich endlich losließ und sich von mir abwandte. ,, Warum du dich nur so zierst.“ Er hatte mir denn den Rücken zugedreht und sich auf einen Tisch gestützt. Durch sein T-shirt hindurch, könnte ich die Konturen seiner Muskeln sehen. Er bemerkte meinen Blick und drehte sich wieder halb zu mir. Er lächelte schräg. Ihm war bewusst das er gut aussah. ,, Nick, in dieser Welt zählen deine damaligen Wert- und Machtvorstellung nicht. Ich habe nichts gegen dich, ich arbeite gerne mit dir und obwohl du so eine forsche und groteske Art hat, bilden wir ein gutes Team. Du solltest nur manchmal lieber deine Klappe halte und lernen das Gewalt und Aggressivität dich zurzeit in den Tod stürzen. Und tu mir den Gefallen und lass diese behinderten Anspielungen. Ich werde mich nie auf dich einlassen!“ Meine Stimme klang stärker als gedacht. Sie hatte einen scharfen Unterton und es gefiel mir zu sehen, wie meine Worte bei ihm ankamen und seine Gesichtszüge sich veränderten. Ihm entglitten für kurze Zeit seine Emotionen bis er sich wieder fing und wieder ein missbilliges Lächeln aufsetzte. ,, Du wirst dich nie auf jemanden einlassen und das wird dein Leben ganz schön trostlos machen. Was sollte daran falsch sein Spaß zuhaben? Du tust so, als wäre Spaß eine Sünde.“ Ein abschätziges Geräusch drang durch meine Kehle. ,, Mit solche Lappalien kannst du kommen, wenn dieser Albtraum vorbei ist.“ Ich hatte meine Dominanz in diesem Gespräch verwirkt und war für ihn nur noch ein kleines Mädchen, dass nach ihren Idealen strebte und sich nicht um sich selber kümmerte. Er hatte recht, aber ich war nicht gewillt das jetzt zu ändern. Er lachte leise als ich mich in Bewegung setzt und die Tür ansteuerte. ,, Was ist daran so lustig? Du hast doch keine Ahnung wovon ich rede. Ich sehe das alles nicht als Spiel, wie du vielleicht. Mir geht es nicht darum, so viele Viecher wie möglich zu töten. Ich will das alles beenden und dafür muss ich mich und mein Verlangen für einige Zeit in die Ecke drängen.“ Als ich die Tür erreicht hatte, gluckste er wieder vor sich hin. Ich blieb vor der Tür stehen, meine Hand schon auf der metallenen Türklinke. Er wand noch einmal das Wort an mich. ,, Ich liebe denn schmerzverzerrten Blick einer Frau, wenn sie anfängt sich selber aufzugeben.“ Meine Augen weiteten sich. Wie konnte er es wagen, so etwas zu sagen. Ich war schockiert von seinen Worten. Ich war nicht in der Lage etwas darauf zu antworten. Schlagfertigkeit war mir bei seinen Worten ausgegangen. Ich öffnete, mit Nicks Lachen im Rücken, die Tür und verschwand in denn leeren Gängen des Bunkers.

Ich verabscheute Nick dafür, was er gesagt hatte. Er hatte unrecht. Ich war nicht dabei mich aufzugeben. Ich kämpfte doch. Ich setzte mich für die Befreiung der Menschheit ein. Ich wollte wieder denn sogenannten Frieden, den die Menschen vor dem Angriff der Aliens hatten. Frieden war subjektiv, aber alles war besser als das hier. Warum hatten mich seine Worte nur so getroffen?
Ich öffnete die Tür, die nach draußen führte und streckte mich der Nachtluft entgegen. Der Mond stand hoch am Himmel und spendete dämmernden Licht. Ich zündete mir eine Zigarette an und wand mich dem Geräusch, dass zwanzig Meter neben mir aufgetaucht war. Ein leises Knurren erklang und ich hockte mich hin als Manson auf mich zukam. Ich lächelte und vergrub meine Hand in seinem Fell, als er sich freudig an mich kuschelte. ,, Hallo mein Kleiner. Schön das du wieder da bist.“ Der Schäferhund bellte leicht und sprang von einer Seite zur Anderen. Ich zog an meiner Zigarette und blies denn Rauch in die Luft. Manson schubste mich spielerisch um und ich setzte mich auf denn harten Boden. Der Hund legte seine Schnauze auf mein Knie und sah mich mit einen freudigen Blick an. Ich strich ihm über den Kopf. ,, Heute war nicht mein Tag, Kleiner.“ Er fiepte leicht und legte seine Pfote über die Schnauze. ,, Du findest doch nicht auch, dass ich mich aufgeben oder?“ Er legte seinen Kopf schräg bis er sich dann näher an mich ran legte. Ich lächelte leicht. Auch wenn er meine Worte nicht verstand, er bemerkte meine bedrückende Stimmung und versuchte mich zu beruhigen. Schon ein Grund, das Er mir lieber war als menschliche Nähe. ,, Ich habe dich lieb, mein Kleiner.“ Er kuschelte sich noch näher an mich und schloss seine Augen. Ich lächelte selig und steckte mir eine neue Zigarette an. Er atmete sanft und gleichmäßig. Ich konzentrierte mich auf seinen Atem und entspannte mich. Es wird Zeit, dass sich was ändert.
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast