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Ertappt

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Alberta Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
27.12.2012
27.12.2012
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Ich genoss es, den Kopf auf seiner Brust gebettet zu haben. Er strahlte eine solche Wärme aus, dass ich gar nicht mehr aufstehen wollte. Ich wollte hier für immer liegen bleiben.
Ich meine, wer würde das nicht wollen, angesichts der Tatsache mit einem heißen russischen Wächter im Bett zu liegen? Mit dem man zuvor geschlafen hatte, wohlgemerkt.
„Ich liebe dich, Roza.“ Er küsste mich wieder. „Ich werde immer für dich da sein. Ich werde nicht zulassen, dass dir etwas geschieht“
Diese Worte erwärmten mein Herz und ich kuschelte, wenn überhaupt möglich, noch enger an ihn.
Nichts konnte diesen vollkommenen Moment kaputt machen, nichts außer....
Draußen war es bisher still gewesen, doch ich konnte plötzlich Schritte hören.
Wie von der Tarantel gestochen, setzte ich mich auf und starrte das grobe Holz der Tür an. Dimitri blieb liegen, folgte aber meinem Blick.
„Was zum...?“, brachte er heraus, da wurde die Tür auch schon aufgerissen. Es war Alberta.
Als sie uns erblickte, erstarrte sie, wobei ihr die Kinnlade herunter klappte.
Hastig schnappte ich mir ein herumliegendes Kleidungsstück und hielt es schützend vor meinen Körper. Ich begann zu frösteln, trotz der Wärme, die Dimitri's Körper immer noch ausstrahlte.
„Dimitri?“, keuchte sie mit hochgezogenen Augenbrauen. Ihr Blick fiel auf mich. „Rose?“
Ich hätte jetzt gerne diesen typischen Es-ist-nicht-das-wonach-es-aussieht-Satz gesagt, aber der schien mir im Moment einfach nicht passend.
„Würde mir bitte mal einer erklären, was hier vorgeht?“ Alberta verschränkte die Arme vorm Körper und blickte uns ungeduldig an.
Lag die Erklärung für diese Situation nicht auf der Hand? Ich meine, was sollte man denn sonst denken, wenn man zwei Personen nackt in einer Hütte antrifft? Woher wusste sie überhaupt von dieser Hütte?
Dimitri hatte sich nun ebenfalls aufgesetzt und griff nach seinen Boxershorts, um zumindest das zu bedecken, was man nicht sehen sollte.
„Alberta, ich....Wir haben nur“
„Dimitri hör mal, sie ist deine Schülerin. Ihr dürft das nicht“ Als ob uns das nicht bewusst wäre.
„Ich weiß“, Dimitri rieb sich mit einer Hand den Nacken und suchte offenbar nach den richtigen Worten.
„Und was soll ich deiner Meinung nach jetzt tun? Soll ich einfach wieder gehen und so tun, als ob nichts gewesen wäre? Oder soll ich hier stehen bleiben und auf eine Erklärung warten?“
Schweigen legte sich über uns. Die Tatsache, dass Dimitri und ich immer noch nackt waren, verbesserte die Situation auch nicht gerade.
„Was habt ihr euch nur dabei gedacht?“
„Nichts“ Dimitri und Alberta sahen mich irritiert an. Ich hatte meine Sprache wiedergefunden.
„Was sollen wir uns denn bitte dabei gedacht haben? Man denkt nicht mehr, wenn man...zumindest nicht mehr richtig“ Okay, diese Äußerung war jetzt auch nicht wirklich hilfreich gewesen.
„Was machst du überhaupt hier?“, fragte Dimitri schließlich, wobei er mir einen kurzen, tadelnden Blick zuwarf, der mir zu verstehen geben sollte, dass es besser war, die Klappe zu halten.
„Ich habe nach dir gesucht. Du warst einfach verschwunden“
„Ist irgendetwas nicht in Ordnung?“, erkundigte er sich und war sofort wieder der Alte. Immer wachsam.
„Nun ja, die Sache ist die....“
Plötzlich hörten wir draußen Geschrei. Alberta zuckte zusammen und drehte sich um.
Ich brauchte keine Gedanken lesen zu können, um zu wissen, was das bedeutet. Wir waren in Gefahr.
„Strigoi“, rief Alberta entsetzt und verließ blitzschnell die Hütte.
„Scheiße“
 
 
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