Die Anatomie der Melancholie by A Philospher with a Pen

von Tungul
GeschichteAllgemein / P12
Haruhi Suzumiya
27.12.2012
27.12.2012
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"When I go musing all alone
Thinking of diverse things fore-known.
When I build castles in the air,
Void of sorrow and void of fear,
Pleasing myself with phantasms sweet,
Methinks the time runs very fleet.
All my joys to this are folly,
Naught so sweet as melancholy.
. . .
'Tis my sole plague to be alone,
I am a beast, a monster grown,
I will no light nor company,
I find it now my misery.
The scene is turn'd, my joys are gone,
Fear, discontent, and sorrows come.
All my griefs to this are jolly,
Naught so fierce as melancholy."
~ from The Anatomy of Melancholy by Robert Burton

Ich verstecke die Zeitungsartikel in einem alten Manga unter meinem Bett. Ich muss, oder meine Eltern würden mich zwingen sie wegzuwerfen. "Lass los, Haruhi. Das ist nicht gesund."

Ich habe sie das tausende Male sagen hören.


Haruhi liegt auf ihrem Bett in ihrem Zimmer, starrt zur Decke hinauf. Das Haus ist vollkommen still, das einzige Geräusch ist der Straßenlärm, der durch das offene Fenster dringt. Sie ist allein zu hause.

Sie setzt sich auf, greift mit dem Arm unter ihr Bett und zieht ein Buch hervor. Sie hat es schon vor Jahren gelesen und dann beiseite geworfen, aber nun spielt es eine anderer wichtigerere Rolle. Sie öffnete es und eine Sammlung schwarz-weißer fällt auf ihre Bettdecke.

Sie hebt das zuoberst liegende, das wichtigste, auf und starrt das Bild an. Es ist das Bild eines braunhaarigen Jungen, der sich, mit einem albernen Lächeln auf dem Gesicht, durch einen Haufen Sand auf dem Spielplatz schaufelt. Der Name unter dem Bild ist mit einem schwarzen Marker übermalt. Darüber steht, in der kritzeligen Handschrift einer Jugendlichen, ein Wort: "Kyon".

Der Artikel ist ein Nachruf.

Meine Eltern meinen ich sollte loslassen. "Du kanntest ihn nur einen Monat lang. Ihr wart noch Kinder und es ist drei Jahre her."

Sie haben Recht, in allen drei Punkten. Ich traf ihn im Park als ich gerade zwölf war und einen Monat lang spielten wir dort miteinander. Das passierte der Unfall und er tauchte nie wieder auf.

Er war ein solcher Trottel, aber vielleicht hatten wir gerade deshalb so viel Spaß. Er gab mir immer eine komische Antwort, auf alles was ich sagte. Er wurde nie langweilig.

Einmal erzählte ich ihm, ich hoffte der Weihnachtsmann würde mir dieses Jahr zu Weihnachten ein Fahrad bringen und er antwortete er glaube nicht an den Weihnachtsmann. Er meine die Idee von einem Mann der nur einmal in Jahr arbeited wäre dämlich.

" Aber ich habe immer an Dinge wie Aliens Zeitreisende und Esper geglaubt." sagte er.

Es war eine kindische Idee, aber es stört mich nicht mehr so sehr wie es damals tat.

"Warum glaubst du an solche Dinge aber nicht and den Weihnachtsmann?" hab ich ihn gefragt.

"Weil ich welche treffen und mit ihnen zusammen Spaß haben möchte."

Un ich nehme an, das war was ich für ihn tun wollte als ich es geschrieben habe.


Sie wendet sich ab und wirft einen Blick auf das in gelben Draht gebundene Notizbuch auf ihrem Bett. "Die Melancholie der Haruhi Suzumiya" steht der Selben kritzeligen Handschrift auf dem Deckblatt.

Die schaut zurück auf das Bild und den Namen den sie darunter geschrieben hat.

Kyon. Ich weiß es ist ein Spitzname für ein Kind, aber ich brachte es nie übers Herz ihn anders zu nennen. Er sagte mir sein Name wäre Kyon als ich das erste Mal traf und machte sich danach nie die Mühe mir seinen richtigen Namen zu nennen. Es war nicht wirklich wichtig. Man muss nicht jemandes vollen Namen kennen um mit ihm zu spielen.

Ich fand seinen richtigen Namen erst heraus, als er bereits tot war. Ich strich ihn aus und schrieb Kyon darüber. Der Name war gut genug für unsere Spiele und er ist jetzt immernoch gut genug.


Sie legt das Bild des Jungen zurück in das Buch. Der nächste Ausschnitt zeigt ein Mädchen mit kurzen Haaren und einer schwarz-gerahmten Brille. Das Mädchen lächelt nicht, auch wenn es offensichtlich ist, da das Bild in einem Fotostudio gemacht wurde.

Unter dem Bild steht der Name Yuki Nagato.

Ich wette sie war ein ruhiges Mädchen, zumindest stelle ich sie mir so vor. Ihr Nachruf sagt sie war ihm selben Alter wie Kyon als sie starben. Er sagt auch das sie gerne Bücher gelesen hat, was glaubhaft ist. Diese Brille schreit gerade zu nach Bücherwurm.

Für einen Moment erinnert sich Haruhi an einen anderen Ausschnitt (einen den sie nicht behalten hat) der einen Tag nach dem Busunfall herauskam. In dem Artikel war ein Bild von dem Unfall. Der großteil des Fotos war einen schwarz-weiß Darstellung von zerbrochenem Glas und verbogenem Metall mit dem überschlagenen Bus im Hintergrund.

Aber in der Ecke des Fotos, neben der Bordsteinkante lag die zerschmettere schwarz-gerahmte Brille.

Sie legt das Yuki Nagatos Foto ebenfalls weg. Der nächste Artikel zeigt ein anderes Mädchen, dieses lächelnd, angetan mit einem Kleid und Sommerhut.

Ihr Name ist Mikuru Asahina.

Sie war älter als Kyon,wenn auch nur um ein Jahr. Ich wünschte die Zeitung hätte ihr Foto in Farbe gedruckt. Schwarz-Weiß steht ihr nicht. Ich bin sicher das ursprüngliche Foto war zum bersten voll mit Farben. Ich wette sie hatte in ihrem Alter schon tonnenweiße hübsche Kleider in allen möglichen Stilen.

In ein paar Jahren wäre sie sicher ganz moe moe geworden.


Nachdem sie das Foto von Mikuru weggelegt hat, hält sie den letzten Artikel hoch. Über dem Namen Itsuki Koizumi prangt das Bild eines lächelnden Jungen mit längeren, braunen Haaren.

Er ist ein bisschen mysteriös. Dieses breite Lächeln auf seinem Gesicht, Ich wette er war ein verschlagenes Kind. Trotzdem, er wäre jetzt warscheinlich ziemlich gutaussehend, ein Schönling schon fast.

Sie steckt das Foto weg und legt den Manga auf den Tisch neben ihrem Bett.

Ich bin mir nicht sicher warum ich die Bilder der Drei behalte. Ich weiß nicht ob ich an ein Jenseits glaube, aber ich würde gern glauben, das er dort ein paar Kinder in seinem Alter hat, ein paar Freunde die in dem Bus waren, als es passierte.

Und ich schätze das ist der Grund warum sie immernoch bei ihm sind.


Sie hebt das gelbe Notizbuch auf öffnet es aber nicht. Stattdessen starrt sie auf den Titel und lacht ein wenig über sich selbst.

Die Melancholie der Haruhi Suzumiya . . .

Zugegeben, Ich war ziemlich hinüber nachdem es passiert war. Er war die erste Person in meinem Leben, die starb und ich war noch nicht bereit dafür. Ich hing tagelang deprimiert und weinend im Haus herum und meine Eltern machten sich sorgen. Sie nahmen mich ein paar Wochen später zu einem Baseballspiel mit, in der Hoffnung es würde mich aufmuntern, aber es hatte die gegenteilige Wirkung.

Wärend ich mich in der großen Menge umsah, stellte ich ihn mir vor, irgendwo in ihrer Mitte. Und ich erkannte, das all diese  Menschen mit ihrem Leben fortfahren würden, nie wissend, nie kümmernd, nie seine Existens in irgendeiner Weise anerkennend. Und was wäre mit mir?Würde ich eines Tages auch so sein?

Ich weinte lange bevor das Spiel zuende war. Ich hatte die kleine Baseballkappe die mir meine Eltern gekauft hatten tief ins Gesicht gezogen, damit sie es nicht merkten. Sie dachten ich schliefe.


Sie öffnet das Notizbuch, blätterd durch die Seiten. Es ist alles handgeschrieben und die Seiten sind gefüllt mit Abenteuern, Abenteuern mit Aliens, Zeitreisenden, Espern und einem normalen, braunhaarigen Teenager namens Kyon.

Das Baseballspiel hat nicht gewirkt. Nichts hat gewirkt. Ich schätze meine Eltern dachten ich würde irgendwann aus der Sache rauswachsen. Doch als dem nicht so war und ich immernoch mit der selben Last auf der Seele herumlief, entschieden sie etwas dagegen zu tun.

Also brachten sie mich zu einem Psychater.

Ich hasse Dr. Onakawa. Ich hasse Dr. Onakawa weil er versucht mich zu verstehen und dann wenn er falsch liegt, falsch darüber, warum ich etwas getan habe, oder warum ich mich so verhalte wie ich es tue, versucht er mir zu erzählen es sei unterbewusst.

Ich weiss was falsch ist. Es ist dumm mir zu erzählen ich wüsste es nicht.

Meine Eltern machen einen großen Wirbel um die Sache. Ich erinnere mich in Onakawas Büro sitzend, während sie über mich redeten. Ich war zu dieser Zeit bereits Fünfzehn, aber sie behandelten mich als wäre ich garnicht da.


"Wir wissen einfach nicht was wir tun sollen Doktor. Sie ist in jeden Klub der Schule ein- und wieder ausgetreten. Sie sagt sie wären alle langweilig."

Warum sollte ich Zeit in diesen Klubs verschwenden? Es gibt andere, bessere Dinge in die ich meine Zeit investieren kann.

"Sie ist einmal durch eine Phase gegangen, in der sie jeden Tag ihr Aussehen geändert hat."

Meine Mutter übertreibt. Es war nicht mein "Aussehen" nur mein Haar und das ist nichts worüber man sich so aufregen muss. Ich gebe sogar zu, das ich es wegen Kyon getan habe. Er hatte mir einmal im Park gesagt, das ihm mein Pferdeschwanz gefällt also fing an ihn auf unterschiedliche Weisen zu tragen und fragte mich dabei, welche davon ihm am besten gefallen hätte. Ich hab darin keinen Schaden gesehen und es gab mir etwas zum nachdenken.

Aber meine Eltern waren damit nicht einverstanden und zwangen mich es kurzschneiden zu lassen.

"Sie zeigt kein interesse an Jungs in ihrem Alter."

Ich weiss nicht einmal warum das ein Problem ist. Ich werde nicht mit jemandem ausgehen, der mich nicht interessiert.

"Und sie hat keine Motivation irgendetwas zu tun. Es ist als hätte sie keine Energie."

Oh, ich habe beides Energie und Motivation. Ich habe eine ganze Menge davon, nur ich hier in diesem Ort, dieser . . . Welt.

Meine Mutter schloss ihre Bitte an Dr. Onakawa ab mit den Worten: "Bitte Doktor können sie uns nicht helfen diese . . . Melancholie unserer Tochter zu heilen?"

Melancholie? Ha! Natürlich musste meine Mutter do ein Wort benutzen, anstatt einfach geradeheraus "Depression" zu sagen.

Und das ist der Grund warum ich es auf das Deckblatt des Notizbuchs geschrieben habe. Es ist ein Witz, ein Weg meine Eltern für die Art, wie sie sich wegen mir benehmen, zu verspotten: Die Melancholie der Haruhi Suzumiya. Das Notizbuch ist meine Geschichte. Es ist die Geschichte meiner Melancholie.

Ich verbrachte die ganze erste Sitzung bei Dr. Onakawa damit, mir andere Phrasen auszudenken, die meine Mutter benutzen könnte, um meinen Zustand Freunden und Familie zu erklären.


Der übermäßige Kummer der Haruhi Suzumiya . . .

Die eindeutige Trauer der Haruhi Suzumiya . . .

Ich verspotte Dr. Onakawa oft, nicht laut, aber in meinem Kopf. Ich hatte mit dem Gedanken gespielt ihn in "Die Melancholie der Haruhi Suzumiya" einzubauen, aber mir ist noch keine gute Rolle für ihn eingefallen. Ich würde ihn zu einem der Bösen machen, aber er ist nicht finster genug. Ich denke nicht, das Kyon ihn ernst nehmen würde.

Er stellt mir Fragen währen der Sitzungen. Ich antworte für gewöhnlich nicht und wenn ich es tue, ist es für gewöhnlich gelogen. Unnötig zu sagen, das wir keinen sonderlichen "Fortschritt" bei der Heilung meiner Melancholie machen. Er hat nicht viel womit er arbeiten kann, und dennoch meint er zu verstehen.

Eine gute Sache ist aus unseren Sitzungen hervorgegangen. Er gab mir das gelbe Notizbuch und wies mich an, etwas hineinzuschreiben, aber seine Idee war lächerlich. "Setz dich jeden Morgen auf und schreib nieder, wie du dich fühlst. Du kannst dich so selbst davon reinigen. Es wirkt katharsisch."


Die Katharsis der Haruhi Suzumiya . . .

Ich hatte am Anfang vor zu tun was Dr. Onakawa mir geraten hatte, wenn auch nur, weil ich hoffte es würde mir helfen ihn loszuwerden. Also stand ich am nächsten Morgen auf und machte mich daran zu schreiben, aber ich starrte nur auf das Papier und wusste nicht was. Ich wollte nicht so etwas dumme schreiben wie: "Ich fühle mich heute sehr melancholisch. Es liegt wahrscheinlich daran das mein Freund vor Jahren gestorben ist."

Stattdessen, entschied ich mich ein paar schöne Erinnerungen niederzuschreiben. Er meinte es würde reinigen, ich dacht ich könnte mal versuchen. Ich fingt mit der Geschichte an, wie Kyon mir erzählte, das er nicht and an Weihnachtmann glaubt.

Aber ich konnte mich nicht mit der Idee anfreunden, das dies die Worte eines toten Zwölfjähren waren, also schrieb ich es so, als wäre er noch am Leben und lies die Geschichte von dort an weiterlaufen, allerdings musste ich einige Details ändern, damit es funktionierte.

Ich wusste das es nicht gesund war und das meine Eltern und Dr. Onakawa einige harsche Worte darüber zu sagen haben würden (und hatten). Aber wie gesagt ich hatte es schon tausende Male gehört.


Die ewige Wiederholung der Haruhi Suzumiya . . .

Und ganz ehrlich, ich glaube die Geschichten haben gewirkt. Nach dem schreiben fühlte ich mich besser. Es freute mich Kyon, eine älteren Kyon, zusammen mit den übernatürlichen Wesen zu sehen, mit denen er Spaß haben wollte. Und Ich war da und habe über alles gewacht, sowohl im wörtlichen als auch im bildlichen Sinne.

Und dann, als meine Eltern das Notizbuch fanden und sahen wofür ich es benutzte, gaben sie es Dr. Onakawa, wie als Beweis für meinen Wahnsinn.


Der unerschütterliche Wahnsinn der Haruhi Suzumiya . . .

Heute verbrachte ich unsere Sitzung damit zuzuhören, während Dr. Onakawa jede Seite von Kyons Abenteuern durchkämmte, sie erklärte, analysierte und sie allesammt mit Interpretationen, die sie weder brauchten noch verdienten, ruinierte.

"Deine Eltern sagten mir, das die anderen Charaktere, diese Kinder mit Superkräften, alles Kinder sind, die in dem Bus mit deinem Freund starben."

Kinder mit Superkräften? Das ist kein Manga.

" Erkennst du, das du dardurch, das du dich unter den Toten, in dieser SOS Liga plazierst, deine Unfähigkeit sie loszulassen offenlegst?"

Die ewige Sturheit der Haruhi Suzumiya . . .

Ich ingnorierte, das er es eine Liga statt eine Brigarde genannte.

"Nein Doktor, das ist mir nie in den Sinn gekommen."

Meine Antwort gefiehl ihm nicht und krizelte hastig etwas. Später hatte ich Gelegenheit einen Blick auf seinen Block zu werfen, er hatte geschreiben: "Möglicherweise selbstmordgefährdet."


Die selbstmörderischen Tendenzen der Haruhi Suzumiya . . .

Ich bin nicht selbsmordgefährdet. Es wäre dumm mein Leben wegzuwerfen, für jemanden der seines schon verloren hat.

" Mir ist aufgefallen, das du und dein Freund in deiner Geschichte eine implizierte Beziehung habt, in der ihr beide zögert, einander zu nahe zu kommen. Ist das der Grund warum es dir wiederstrebt mit Jungs in deiner Schule auszugehen? Fühlst du dich, als würdest du ihn dadurch betrügen?"


Die posthume Hurerei der Haruhi Suzumiya . . .

Was für eine dämliche Frage. Es ist nicht so als hätte ich Kyon geliebt. Ich meine, wir waren nur Kinder.

Mir ist aufgefallen, das er nie Kyons Namen benutzt. Er sagt immer "Dein Freund." Er glaubt wahrscheinlich es würde mir helfen schneller darüber hinwegzukommen, aber eigentlich stört es mich nur. Man muss nicht jemandes Namen kennen um ihn zu betrauern.

"Ausserdem wäre da noch ein durchlaufendes Thema, das ganze "Vor drei Jahren"-Ereigniss, das du deinem Freund noch offenlegen musst. Natürlich ist das Ereignis das vor drei Jahren passierte, hier in der richtigen Welt der Tod deines Freundes und deine Entscheidung es geheim zu halten zeigt das du seinen Tod immernoch nicht wirklich akzeptiert hast."

Darauf hatte ich nichts zu sagen.

Ich hatte es oft in Erwägung gezogen Kyon, in der Geschichte, über seinen Tod zu erzählen, einfach zu schreiben: "Und dann drehte sich Haruhi zu mir um und sagte:'Kyon, du bist tot. Die bist vor drei Jahren in der realen Welt gestorben und das alles hier, ist eine fiktionale Welt, die ich erschaffen habe, um dich, in gewisser Weise, am Leben zu halten.'" Aber ich tue es nie.

Yuki, Mukuru und Itsuki sprechen immer wieder von dem Ereigniss vor drei Jahren, als ich die Welt "neu erschaffen" habe aber ich weiss nicht, ob ich es je über mich bringe es ihm zu sagen


Die göttliche Feigheit der Haruhi Suzumiya . . .

"Ich habe auch bemerkt, das du dich zum Gott dieser finktionalen Welt gemacht hast. Das spricht für zweierlei, für ein Gefühl der Hilflosigkeit, das du höchstwahrscheinlich verspürst und für den Wunsch das Unkontrollierbare zu kontrollieren, um sicherzustellen, das etwas wie der Tod deines Freundes nie wieder passieren kann."

Falsch.

Wie fast alles was Dr. Onakawa missinterpretiert, fing die Gottsache als Witz an. Ich baute es in die Geschichte ein, weil ich in gewisser Weise ein Gott in dieser Welt bin. Immerhin bin Ich diejenige die alles schreibt, Ich erschaffe alles in dieser erfundenen Welt. Sie funktioniert nach meiner Laune. Jede Veränderung liegt in meiner Macht.

Aber die Idee funktionierte. Es war witzig, wurde Teil der Handlung und erklärte, warum ein normaler High School Schüler in all diesen Abenteuer endete. Und dadurch das Ich mich dessen unbewusst machte konnte ich sichergehen, das Kyon derjenige war, der die Abenteuer erlebte, das sich die Geschichte wirklich um ihn drehte und nicht um mich.


Der fiktionale Altruismus der Haruhi Suzumiya.

Haruhi sitzt auf ihrem Bett, liesst durch das gelbe Notizbuch. Sie liesst die Geschichten die eigentlich dafür sorgen sollten, das sie sich besser fühlt, das sie wieder glücklich wird, aber sie fühlt sich genau wie vor drei Jahren.

Sie weint, keine heftigen Schluchzer, nur dünne Tränen die ihr Gesicht herunterrinnen, ohne von ihr  beachted zu werden.

"Und zum Schluss möchte ich eine besondere Stelle besprechen. An dieser Stelle sind du und dein Freund vom Rest der Welt abgekapselt und es wird offenbart, das du vorhast eine neue Welt zu erschaffen und ihn mitzunehmen. Dennoch, selbst in deiner Vorstellung, weist der dich zurück. Die Idee das er nicht mit dir zusammen sein wollen würde, selbst in deiner eigenen Erzählung, deuted an, das du dir unterbewusst für seinen Tod die Schuld gibst. Es war nicht deine Schuld. Ich will das du das verstehst. Sag es mit mir . . ."

Er ist so ein verdammter Idiot.

Natürlich hat Kyon mich zurückgewiesen! Natürlich hat er mich keine neue Welt für uns beide erschaffen lassen! Und das liegt nicht daran das ich mir die selbst Schuld gebe!


In einem Anflug von Wut wirft Haruhi das Notizbuch durch den Raum. Es klatscht gegen die Wand und klappt auf, so das alle Seiten zu Boden flattern. Sie hält das Schluchzen immer noch zurück, aber die Tränen strömen schneller denn je. Sie quetscht ihren Bettpfosten.

Sie weiss nicht was sie sonst tun soll.

Er hat mich zurückgewiesen, weil er es musste. Er hat mich zurückgewiesen, weil ich keine neue Welt für und beider erschaffen kann. Ich bin nicht wirklich Gott. Ich bin nur eine High School Schülering, die Geschichten über einen Kerl schreibt der vor drei Jahren gestorben ist. Er existiert nicht mehr. Er ist nur ein paar Bleistiftstriche auf Papier. Er ist nichts.

Er hat mich zurückgewiesen, weil er es musste.


Sie gibt auf, und legt sich zurück auf das Bett. Das Haus ist immernoch leer. Der Lärm ergießt sich immernoch von der Straße her. Das Notizbuch liegt immernoch auf dem Boden nahe der Tür.

Die Melancholie der Haruhi Suzumiya . . .

Ich bin nicht wirklich Gott.


Nun, das wars. Alles Lob bitte an den eigentlichen Author der Geschichte hier http://www.fanfiction.net/s/5185574/1/The-Anatomy-of-Melancholy ich habe sie lediglich ins Deutsche übersetzt. Wer mir dafür allerdings Lob geben will, nur immer her damit. Ich werde alle Reviews selbstversändlich an den Author übermitteln.
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