Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Breathless 1 - 4  (Roswell Version)

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Maria deLuca Michael Guerin
23.12.2012
23.12.2012
4
27.344
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
23.12.2012 6.455
 
Disclaimer: Roswell und deren Charaktere gehören The WB, Jason Katims und Melinda Metz!

Spoiler: zehn Jahre nach dem dritten Teil
Anmerkung: Lyrics von S Club 7 - "Perfect Christmas"
Short-Cut: Wieder einmal steht Weihnachten vor der Tür...

Erstveröffentlichung: 24. December 2010



Breathless forever


*Barrows, Kanada 2023*
Der Schnee rieselte lautlos auf die Landschaft und ließ alles aussehen, als würde es in Watte gepackt sein. Noch jedes Jahr war es aufs Gleiche faszinierend.

Stundenlang konnte Maria auf dem Fensterbrett sitzen und dabei zusehen, wie alles noch weißer wurde. Als sie hier herkam hatte sie es gehasst, aber nun konnte sie sich einen Winter ohne Schnee schon gar nicht mehr vorstellen.

In eine dicke Decke gehüllt saß sie da und sah aus dem Fenster. So sehr sie das hier alles liebte, es war nach wie vor nicht ihr zu Hause. Noch immer war es nur ein Ort an dem sie lebte.

"Hey", flüsterte Michael, der zu seiner Frau ins Wohnzimmer gekommen war und nun neben ihr stand. Maria drehte den Kopf zu ihm und lächelte ihn liebevoll an.

"Kannst du nicht schlafen?", fragte Michael besorgt. Maria lehnte ihren Kopf gegen seinen Bauch und seufzte leise. Sanft strich Michael über ihre blonden Haare und wusste die Antwort.

Er nahm Marias Hand und zog sie an sich. Sogleich kuschelte sie sich fest an seine starke Brust und atmete tief durch. Beide vermissten ihre Familie sehr und zur Weihnachtszeit noch mehr.

"Ich wünschte, es hätte endlich ein Ende", flüsterte Maria an seiner Brust. Michael strich über ihren Rücken und drückte ihr einen Kuss auf den Kopf. Nicht nur sie wünschte sich das, auch er.

"Ich weiß, ich sage es dir schon so lange und du kannst es nicht mehr hören, aber irgendwann können wir nach Hause", flüsterte Michael. Maria nickte nur.

Sie hatte diesen Satz wirklich schon satt, denn sie glaubte inzwischen nicht mehr daran, aber dennoch gab sie nicht die Hoffnung auf, zurück nach Roswell zu können!

Maria blickte zu Michael, der über ihre Wange strich. "Lass uns schlafen gehen, es ist schon spät", sagte Michael leise und küsste ihre Stirn. Seine Frau nickte und nahm seine Hand.

*******

"Mom, Roger ist da!", rief Mackenzie, als sie die Tür geöffnet hatte und den alten Freund ihrer Eltern sah. Er lächelte sie freundlich an und betrat das Vorzimmer.

Mit einem Geschirrtuch in der Hand kam Maria aus der Küche und lächelte Roger an. Alle paar Wochen kam ihr guter Freund vorbei und sah bei den vieren nach dem Rechten.

"Hallo", lächelte Maria und umarmte ihn. "Hallo, du! Ich habe Neuigkeiten, ich dachte mir, ihr wollt sie persönlich hören", sagte Roger und ging mit ihr ins Wohnzimmer.

"Über Neuigkeiten freue ich mich immer", meinte Maria und setzte sich auf den Couchsessel. Auch, wenn Roger in den letzten Jahren nie mit den wirklich wichtigen Nachrichten kam.

Roger war genauso wie Michael, Max und Isabel im Jahr 1947 von Antar auf die Erde gekommen. Er war ein Formwandler, der im Dienste der Königsfamilie gestanden hatte.

Genauso wie die königlichen Vier und Nasedo hatte er den Crash überlebt. Jedoch litt er Jahrelang unter schwerer Amnesie und konnte sich an nichts erinnern.

Vor etwa acht Jahren hatte er, als er in Kanada unterwegs war Michael und Maria kennen gelernt. Es war auch die Zeit in der sein Gedächtnis auf einmal wieder zurückkam.

Natürlich war Michael misstrauisch gewesen und vertraute ihm nicht. Doch Maria vertraute Roger und schließlich erfuhren alle drei, wer Roger wirklich war.

In den letzten Jahren war er zu einem guten Freund geworden und war aus ihrem Leben nicht mehr weg zu denken. Auch Rogers Frau Fran war öfters bei ihm, wenn er sie besuchte.

Maria und Fran hatten sich von Anfang an sehr gut verstanden, lagen somit auf einer Wellenlänge und telefonierten ein paar Mal im Monat miteinander, wenn sie sich nicht gerade E-Mails schrieben.

Fran wusste, wer die drei wirklich waren und akzeptierte es. Sie war zwar ziemlich geschockt gewesen, aber bei ihr war das Geheimnis der Aliens sicher.

Roger setzte sich auf die Couch und grinste. Er kannte Maria inzwischen schon so lange und so gut, dass er wusste, wie er ihr eine Freude machen konnte.

"Wo ist dein Mann? Ihm will ich es ebenfalls gleich mitteilen", sagte Roger. "Er müsste gleich kommen, er ist mit Matt nur im Supermarkt", antwortete Maria.

"Willst du etwas trinken?"

"Cola wäre klasse", nickte Roger. Maria wollte gerade in die Küche gehen, als Mackenzie schon mit einem Tablett ins Wohnzimmer kam. "Danke, mein Schatz", lächelte Maria.

Ihre Tochter nickte, gab Roger und ihr ein Glas und setzte sich selbst mit einem Glas neben den Kamin. "Gibst du uns schon mal einen kleinen Tipp?", fragte Mackenzie.

Roger schüttelte den Kopf.

"Ich muss mit deinen Eltern kurz alleine sprechen, dann werden sie es euch sagen", entgegnete Roger. Mackenzie verschränkte die Arme vor der Brust und schmollte.

Maria sah kurz zu ihrer Tochter und musste schmunzeln. Sie hatte so viel von ihr selbst, aber dennoch war Mackenzie in manchen Situationen wie Michael und das machte sie einzigartig.

Alle wurden aus ihren Gedanken gerissen, als die Haustür aufging und ein kalter Luftzug ins Haus kam. Nur Augenblicke später stand Matt in der Wohnzimmertür und grinste.

"Wir sind zurück", sagte Matt und hielt eine Einkaufstüte in die Höhe. "Das ist klasse, Mackenzie wird dir beim Einräumen helfen und dann geht bitte für ein paar Minuten nach oben", antwortete Maria.

Ihr Sohn nickte, zog sich seine Sachen aus und ging gefolgt von seiner Schwester in die Küche. Michael gab seiner Frau einen Kuss und bemerkte dann auch Roger.

"Hey, was machst du denn hier?", fragte Michael lächelnd und gab ihm die Hand. "Ich habe Neuigkeiten für euch", antwortete der Formwandler und lächelte ihn an.

"Wirst du auch endlich Vater", grinste Michael und setzte sich neben seine Frau auf den Couchsessel. Roger grinste und nickte Michael zu. "Nein, noch lange nicht", antwortete er schließlich.

"Schade, du wärst sicher ein toller Dad", meinte Maria und lächelte. Davon war Roger zwar nicht so überzeugt, aber anscheinend einstimmig Maria, Michael und auch Fran.

"Es geht um das FBI", sprach Roger weiter. Sofort wurden Michael und Maria hellhörig. Schon lange waren keine Neuigkeiten gekommen und sie waren gespannt, was Roger zu erzählen hatte.

"Ihr könnt nach Hause", sagte Roger schließlich kurz und bündig und lächelnd dabei. Sprachlos saßen die Beiden vor ihm und wussten nicht, ob sie sich gerade verhört hatten.

"Du meinst, nach Hause, nach Roswell?", fragte Maria atemlos nach. Noch immer lächelte Roger und nickte. Maria nahm Michaels Hand und wusste nicht, was sie sagen sollte.

Sekunden später brach sie in Tränen aus und wurde von Michael in den Arm genommen. Unaufhaltsam schluchzte Maria und konnten noch nicht realisieren, was gerade vor sich gegangen war.

Roger stand auf und legte eine Hand auf Marias Schulter. "Glaube es ruhig, du darfst endlich deine Mom wieder sehen und das werden die besten Weihnachten überhaupt!", sagte Roger lächelnd.

"Wann können wir los?", fragte Michael. "Schon bald könnt ihr wieder Michael und Maria Guerin sein. Ich werde mich wieder auf den Weg machen", sagte Roger.

Michael nickte und lächelte Roger freundlich an. Alles Weitere würden sie in den nächsten Tagen erfahren. Roger ließ die Beiden erst mal alleine, damit sie es den Kindern erzählen konnten.

Nach ein paar Minuten hatte sich Maria so weit gefangen, dass sie aufhörte zu weinen. Sie löste sich ein Stück von Michael und blickte in seine strahlenden Augen.

Sanft strich er ihr die Tränen weg und lächelte, bevor er sie leidenschaftlich küsste. "Wir dürfen nach Hause", flüsterte Maria und nun lächelte sie ebenfalls.

Noch einmal küsste Maria ihren Mann und war überglücklich. "Ich liebe dich", flüsterte Maria. Michael drückte sie fest an sich und strich über ihren Rücken.

"Wieso ist denn Roger schon wieder weg?", fragte Mackenzie, die mit ihrem Bruder zurück ins Wohnzimmer gekommen war. Ihre Eltern, die sich nach wie vor im Arm hielten, drehten sich zu ihnen.

"Was ist los?", fragte Matt, als er sah, dass seine Mom geweint hatten. Auch Mackenzie machte sich sogleich Sorgen und setzte sich mit ihrem Bruder auf die Couch.

"Wir müssen euch etwas sagen", antwortete Maria, als sie sich zusammen mit Michael wieder setzte. "Geht es um das, was Roger euch erzählt hat?", fragte Mackenzie.

"Ja", antwortete Michael.

"Wir müssen euch etwas sehr Wichtiges sagen und wir hoffen, ihr versteht, dass wir bis jetzt nicht wirklich darüber sprechen konnten", sprach Michael weiter.

"Schießt los, was ist es denn?!", meinte Mackenzie mit ihrer lockeren Art. Auch ihr Bruder nickte und sah seine Eltern erwartungsvoll an. Die Beiden hatten ja keine Ahnung, was sie nun erfahren würden.

"Ihr könnt euch doch noch an die vielen Geschichten erinnern, die wir euch vor ein paar Jahren immer beim zu Bett gehen erzählt haben", fing Maria langsam an.

"Oh ja, die waren klasse. Mom, du hast eine wirklich blühende Phantasie", grinste Matt. Mackenzie nickte ebenfalls, sie fanden die Geschichten immer total spannend.

Die hatten einfach alles, was man sich so vorstellte. Romantik, Action, Spannung, Trauer, Freunde und so vieles mehr, dass Mackenzie und Matt es gar nicht aufzählen konnten.

Maria sah zu ihren Kindern und lächelte. "Diese Geschichten, das war unser beider Leben", sagte Maria schließlich. Verblüfft sahen Mackenzie und Matt sie an.

Im ersten Moment glaubten die Beiden sie hätten sich verhört, doch als sie in das Gesicht ihrer Mom sahen, wurde ihnen klar, dass es die reine Wahrheit war.

"Du bist Maria", sagte Mackenzie.

*******

Sam Silver hielt ihr Pferd vor den Reitkreisen an und stieg ab. "Braver Junge", lächelte sie und klopfte ihrem Pferd auf das braune Fell, welches in der Sonne glänzte.

Rocky wieherte und drehte den Kopf zu ihr. Sam lachte und gab ihm ein Stück Apfel. "Manchmal, wenn du so dahin reitest siehst du aus wie deine Mom", sagte Amy.

Sam sah zu Amy und lächelte. "Erzähl mir etwas, Amy", forderte sie sie auf und setzte sich auf die alte Holzbank. Amy nahm neben ihr Platz und blickte in die Ferne.

Amy kannte Sam schon ihr Leben lang, sie war die Tochter einer sehr engen Freundin. Susan Silver und ihr Mann starben vor acht Jahren bei einem Autounfall und seitdem lebte Sam bei Amy.

Denn Susan und ihr Mann hatten in ihrem Testament festgelegt, dass ihre damals acht Jahre alte Tochter bei Amy aufwachsen sollte. Gemeinsam meisterten sie nun den Schmerz über den Verlust.

Die Beiden fuhren ein paar Mal die Woche zu den nahe gelegenen Reitställen und ritten mit den Pferden aus. Heute aber war nur Sam geritten, da Amy keine große Lust dazu hatte.

Nach dem Ausreiten saßen sie noch einige Zeitlang auf einer alten Holzbank und erzählten sich Geschichten. Amy erzählte von Maria, Michael und den anderen, während Sam an ihre Mom dachte.

Natürlich hatte Amy kein Wort über die Aliendinge gesagt, sie wollte Sam damit nicht erschrecken. Sie selbst hatte lange gebraucht, bis sie begriffen hatte, was das eigentlich hieß.

"Nun, wir haben ja bald Weihnachten", fing Amy an und klopfte ihr aufs Knie. Sam lächelte, Geschichten zu besonderen Anlässen waren immer die Besten.

"Es war das Weihnachten zwei Jahre bevor Maria und Michael weggingen. Die Beiden hatten sich wieder einmal gestritten", fing Amy an zu erzählen. Sam hörte ihr gespannt zu.

Sie hatte selten eine Geschichte gehört, in der Maria und Michael sich nicht gestritten hatten. Aber das gehörte bei den Beiden dazu, es machte sie zu etwas besonderem.

"Maria wollte nie wieder mit Michael reden, so wie eigentlich jeden zweiten Tag. Als sie erfuhr, dass er ihr eine elektrische Zahnbürste kaufen wollte, drehte sie fast durch", lachte Amy.

"Aber als sie dann die Ohrringe sah, hatte sie alles vergessen. Ich erinnere mich, dass sie bis spät in der Nacht im Wohnzimmer ferngesehen und die ruhigsten Weihnachten überhaupt gefeiert hatten", beendete Amy.

"Keine Sorge, du wirst Maria wieder sehen", machte Sam ihr Mut. Vor ein paar Jahren hatte ihr Amy, die Geschichte mit Maria erzählt und seitdem hoffte auch Sam sie einmal zu sehen.

Amy legte einen Arm um Sam und lächelte. "Ich werde die Hoffnung nie aufgeben", antwortete Amy und ließ Sam danach alleine bei ihrem Pferd, das genüsslich Gras fraß.

*******

Spät abends, des gleichen Tages kuschelte sich Michael zu seiner Frau ins Bett und schlang seine Arme um ihren Körper. Das Feuer im Kamin prasselte vor sich hin und warf Schatten an die Wand.

Leise seufzte Maria und verhakte ihre Finger mit denen von Michael. Sanft drückte er ihr einen Kuss auf die Schulter und zog ihren Duft ein. "Wir dürfen nach Hause", flüsterte Maria.

Michael zog sie ein wenig näher an sich und seufzte leise. "Dürfen wir, endlich ist es vorbei", entgegnete er. Die große Last auf ihren Schultern war ihnen endlich genommen worden.

"Was wirst du an Kanada vermissen?", fragte Michael leise. "Schneeschaufeln", antwortete Maria prompt. Michael musste leise Lachen und drückte ihr noch einen Kuss auf die Schulter.

"Du hast doch nur geschaufelt, damit du nachher wieder ins Bett gehen und meine Schlafsachen anziehen kannst, da ich arbeiten musste", entgegnete Michael amüsiert.

"Ja", lächelte Maria.

Sie liebte es, seine Schlafsachen anzuziehen, da sie immer noch ganz warm waren und nach ihm rochen. Auch, wenn Michael schon arbeiten war hatte sie das Gefühl, dass er bei ihr war.

"Aber keine Sorge, ich mache das Zuhause auch, nur gehe ich da einfach die Zeitung holen", sprach Maria leise weiter. "Gut zu wissen, mein Schatz", antwortete Michael.

Auch, wenn er immer so tat als hätte er etwas dagegen, dass sie seine Sachen anzog, liebte er es. Vor allem liebte er es, wenn sie sein Lieblingsshirt anzog und am liebsten gar nicht mehr ausziehen würde.

"Ein wenig werde ich unsere Freunde hier vermissen, aber zum Glück gibt es ja E-Mail", meinte Maria. Michael nickte hinter ihr und drückte ihr einen weiteren Kuss auf die Schulter.

Maria drehte sich in seinen Armen und strich über seine Wange. "Ich liebe dich", flüsterte Maria. Michael blickte in ihre grünen Augen, die sogar noch im Dunkeln strahlten und küsste sie.

Schließlich kuschelte sich Maria fest an seine starke Brust und schloss müde die Augen. Michael spielte mit ihren blonden Haaren und dachte daran, wie schön es Zuhause sein würde.

"Ich liebe dich", flüsterte Michael.

Doch Maria hatte es nicht mehr gehört, sie war schon tief und fest eingeschlafen. Lächelnd drückte er ihr einen Kuss auf die Stirn, zog die Decke hoch und schlief ebenfalls ein.

*******

Maria sah sich ein letztes Mal im Wohnzimmer um und lächelte. Seit sie vor etwa drei Wochen erfahren hatten, dass ihr Versteckspiel nun endgültig vorbei war, hielt sie hier kaum etwas.

Michael und sie hatten ihren Kindern erklärt, dass Barrows zwar eine nette, kleine Stadt im Norden von Kanada war und sie sich hier immer in Sicherheit, aber nie Zuhause gefühlt hatten.

Ihr Zuhause blieb für immer Roswell. Sie wollten wieder zurück und ihnen alles zeigen. Maria wollte, dass ihre Kinder dort groß wurden, wo sie aufgewachsen war.

Auch, wenn Mackenzie und Matt inzwischen fünfzehn und zwölf Jahre alt waren und bald schon ihren eigenen Weg gingen. Die Beiden stimmten ihren Eltern ohne zu zögern zu.

In all den Jahren hatten sie immer gefühlt, dass ihre Eltern hier nur wohnten und nicht richtig lebten. Nun verstanden sie auch warum das so war und wollten die Beiden glücklich sehen.

"Maria", sagte Michael leise und holte seine Frau so aus ihre Gedanken. "Hmmm?", fragte sie und sah zu ihm. Michael hatte einen Arm um sie gelegt und küsste ihren Kopf.

"Wir sind fertig, wir warten nur noch auf dich", sagte Michael. Maria nickte und kuschelte sich an ihn. "Ich kann mich noch genau erinnern, als wir hier zum ersten Mal standen!"

"Ich habe es gehasst und du hast in kürzester Zeit ein gemütliches Wohnzimmer daraus gemacht. Ich war glücklich, dass wir in Sicherheit und zusammen waren", sagte Maria.

"Daran erinnere ich mich auch und es war eine schwere Zeit für uns, aber wir haben es gemeistert. So wie alles andere auch und nun ist es vorbei, wir können nach Hause", antwortete Michael.

Sie sah zu ihm und lächelte.

"Lass uns gehen", sagte Maria und nahm seine Hand. Michael nickte und folgte seiner Frau zur Haustür. Im Auto saßen ihre Kinder, die wieder eingeschlafen waren.

Es war zwar mitten in der Nacht, aber sie mussten los, sonst würden sie ihre Flüge nicht bekommen und nicht rechtzeitig zum Weihnachtsfest in Roswell sein.

Michael sperrte die Haustür zu und gab Maria den Schlüssel, die hinter ihm stand und lächelte. "Auf nach Hause", sagte Michael grinsend und nahm ihre Hand fest in seine.

Ein letztes Mal sah Maria auf das Haus und lächelte. "Auf wieder sehen", flüsterte Maria. Nur Augenblicke später stiegen die Beiden ins Auto und fuhren in ihr altes Leben.

*******

Je näher sie Roswell kamen umso hibbeliger wurde Maria, die am Beifahrersitz saß. Michael, der das Auto lenkte konnte seine Frau sehr gut verstehen.

Mackenzie und Matt, die hinten saßen sahen sich die Landschaft an und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie kannten Roswell nur von Fotos und von den Erzählungen und hätten es sich nicht so wundervoll vorstellt.

Die Beiden waren so baff, dass es ihnen die Sprache verschlug. Immer wieder sahen sie sich an und zeigten dem jeweils anderen, was sie gerade auf der anderen Seite sahen.

"Warum halten wir?", fragte Mackenzie, als ihr Dad auf einmal stehen blieb. "Deswegen", antwortete Michael und zeigte auf das Schild, welches vor ihnen war.

Maria öffnete die Beifahrertür und ließ die Füße langsam auf den Boden. Ein Lächeln machte sich auf ihrem Gesicht breit und sie flüsterte 'Roswell' vor sich hin.

Strahlend blickte sie auf das Schild, das den Weg zeigte. Es hatte sich ein wenig geändert, aber nicht zum negativen. Maria fand es einfach nur klasse gemacht.

"Na komm, Maria, lass uns weiter fahren!", rief Michael. Seine Frau drehte sich mit Tränen in den Augen um und nickte. Mackenzie und Matt lächelten von der Rückbank.

Die Beiden erinnerten sich an den Morgen nachdem sie erfahren hatten, wer ihre Eltern wirklich waren und warum sie nach Kanada kommen waren. Selten hatte sie ihre Eltern so glücklich gesehen.

*******

"Zwick mich, ich glaube ich träume immer noch", sagte Maria, die beim Herd stand und Frühstück machte. Michael, der neben ihr stand piekste ihr in den Oberarm und bekam einen strafenden Blick.

"Doch nicht in echt", beschwerte sich Maria. Ihr Mann lachte leise und legte einen Arm um ihre Hüfte. "Du träumst nicht, mein Schatz", sagte Michael lächelnd.

"Hast du Amy angerufen?", fragte er weiter und gab ihr den geschnitten Paprika. Maria sah zu ihm und schüttelte den Kopf. "Nein, ich will sie überraschen", antwortete Maria.

"Sie wird aus allen Wolken fallen", meinte Michael. "Nur ein klein wenig", grinste Maria und nahm die Pfanne vom Herd. Sie hatten nun genug Pfannkuchen für alle.

Michael blickte in ihre grünen Augen und lächelte. Sanft strich er über ihre Wange und küsste sie schließlich leidenschaftlich. "Ich liebe dich", flüsterte Maria, als sie sich von ihm löste.

"Bis ans Ende meines Lebens", entgegnete Michael ebenfalls flüsternd und küsste sie noch einmal. Die Beiden vergasen einfach alles um sich herum, wenn sie sich küssten.

So bekamen sie auch nicht mit, dass ihre Kinder lächelnd in der Küchentür standen. Erst als Matt ein Niesen nicht mehr zurückhalten konnte, waren sie wieder in der Realität.

"Guten Morgen", lächelte Mackenzie und betrat zusammen mit ihrem Bruder die Küche. Maria und Michael lächelten ihre Kinder an und nahmen sie liebevoll in den Arm.

"Guten Morgen, ihr Beiden", lächelte Maria ihre Kinder an und drückte jedem einen Kuss auf den Kopf. "Lasst uns frühstücken", lächelte Michael und schob die drei zum Tisch.

Seine Frau und seine Kinder setzten sich und luden schon ihre Teller voll. Michael holte die letzten Pfannkuchen und Toasts und stellte sie in die Mitte vom Tisch.

Schließlich setzte er sich neben Maria und legte einen Arm um ihre Schulter. Maria kuschelte sich an ihn und strahlte mit der aufgehenden Sonne um die Wette.

Mackenzie und Matt beobachteten ihre Eltern lächelnd.

So glücklich hatten sie die Beiden noch nie gesehen und nun wussten sie auch warum. Die Beiden wussten auch, dass sie sich von Barrows verabschieden mussten.

Natürlich würde es ihnen schwer fallen, da alle ihre Freunde hier waren, doch sie sahen wie glücklich ihre Eltern waren, endlich wieder in Freiheit zu sein.


*******

Eine halbe Stunden später hielt Michael den Wagen vor dem DeLuca Haus. Maria sprang schon fast aus dem Auto und sah sich in ihrer alten Straße um, die sie wie ihre Westentasche kannte.

Lächelnd stellte sie fest, hier hatte sich in all den Jahren nichts verändert. Alles war dort, wo es schon immer stand und auch immer stehen bleiben würde.

Michael und die Kinder folgten ihr und sahen sich ebenfalls um. Maria schlang ihre Arme wieder um Michael und glaubte noch immer zu träumen. "Michael, ist das wirklich wahr?", fragte Maria.

Er blickte zu ihr und lächelte. "Ja, mein Schatz!", antwortete Michael und drückte ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen. "Ich frage mich, ob Mom schon auf ist?", meinte Maria.

"Ich denke schon, es ist schon fast acht", antwortete Michael, der auf die Uhr gesehen hatte. Maria nickte, er hatte sicher Recht. Amy liebte Weihnachten und stand immer schon ganz früh auf.

Die Beiden gingen in den kleinen Vorgarten, wo ihre Kinder schon standen und sich die Gartenzwerge ansahen, die Amy nach all den Jahren noch immer sammelte.

"Kann ich Ihnen helfen?", fragte auf einmal eine Stimme hinter Maria und Michael. Sofort erkannte Maria die Stimme und wieder liefen Tränen über ihre Wangen.

Langsam drehte sie sich um und blickte in das Gesicht ihrer Mom, das nur ein paar Meter von ihr entfernt war. "Maria", brachte Amy nur noch über die Lippen, bevor sie in Tränen ausbrach.

Momente später lagen sich Mutter und Tochter weinend im Arm und waren überglücklich sich nach so langer Zeit wieder zu sehen. Michael blickte zu ihnen und lächelte.

Mackenzie und Matt kamen zurück und lächelten, als sie ihre Mom und ihre Grandma sahen. Michael, der zwischen seinen Kindern stand legte je einen Arm um sie.

"Maria", weinte Amy und konnte noch nicht glauben, dass sie ihre Tochter wieder im Arm hielt. "Ich habe dich lieb, Mom", entgegnete Maria unter Tränen.

Langsam löste sich Amy von ihr und nahm ihr Gesicht in ihre Hände. "Ich habe dich auch lieb, Maria!", lächelte Amy und umarmte sie noch einmal. Beiden waren überglücklich sich wieder zu haben.

"Es ist vorbei Mom, wir dürfen für immer nach Hause!", sagte Maria leise. Amy schluchzte und drückte Maria fester an sich. Ihr sehnlichster Wunsch war endlich in Erfüllung gegangen.

Amy bemerkte nun auch Michael und ihre Enkel, die lächelnd ein paar Meter entfernt standen. Sie winkte ihnen und schon liefen Mackenzie und Matt auf sie zu.

Maria löste sich von Amy und wurde sogleich von Michael in den Arm genommen. Amy hielt ihre Enkel im Arm und lachte glücklich. "Frohe Weihnachten, Grandma!", riefen sie lachend.

Auch, wenn die Beiden ihre Grandma eigentlich nur von den Erzählungen kannten, hatten sie sie sofort ins Herz geschlossen. Dass sie Amy schon mal getroffen hatten, daran konnten sie sich nicht mehr erinnern.

Amy strich ihnen über ihre Wangen und strahlte.

"Ich wünsche euch auch frohe Weihnachten", antwortete Amy und drückte sie wieder an sich. Maria und Michael lächelten und nahmen die drei schließlich in den Arm.

*******

"MARIA!", kreischte Liz, als diese das Crashdown Café betrat. "LIZ!", entgegnete Maria ebenfalls laut kreischend und schon lagen sich die Beiden weinend und lachend gleichzeitig im Arm.

"Frohe Weihnachten, Lizzy!", sagte Maria glücklich. Liz drückte ihre beste Freundin fest an sich und lächelte. "Die wünsche ich dir auch, Maria, von ganzen Herzen", antwortete Liz.

Isabel, die aus den hinteren Räumen kam lächelte und nahm Maria als nächste in den Arm. "Schön dich zu sehen", sagte Isabel. "Frohe Weihnachten", antwortete Maria.

"Dir auch, Maria", entgegnete Isabel lächelnd und löste sich wieder von Maria, die sogleich wieder einen Arm um Liz legte. Es war so toll sich nach so langer Zeit wieder zu sehen.

"Wo hast du Michael und die Kinder gelassen?", fragte Liz aufgeregt. "Die sind draußen bei Max, Kyle und euren Kindern", antwortete Maria und setzte sich mit den Beiden in eine Nische.

"Dann kommen sie sicher gleich", meinte Liz.

Sogleich waren die drei damit beschäftigt, sich ausführlich von den letzten Jahren zu erzählen. Denn obwohl Roger mit allen Kontakt hatte, erzählte er nie viel.

Roger wusste, dass alle sehr darunter litten so weit von Zuhause weg zu sein und ständig Angst hatten, vom FBI geschnappt zu werden. So erzählte er nur einmal im Monat allen, dass es den anderen gut ging.

Kurz darauf betrat Claire, die Tochter von Liz und Max das Café und setzte sich zum Tisch. Gleich danach lief Isabels und Kyles Sohn Xander ins Café und nahm lachend neben seiner Mom Platz.

Schließlich kamen auch Amy, Jim und Sam ins Crashdown. Nancy und Diane schenkten jedem Kaffee ein und waren genauso wie Amy überglücklich das ihre Kinder wieder zu Hause waren.

Zum Schluss kamen noch Michael, Max und Kyle ins Café und setzten sich zu ihrer Familie. Alle hatten sich viel zu erzählen und freuten sich sehr, wieder vereint zu sein.

*******

"Guten Morgen", flüsterte Michael, als Maria die Augen aufschlug und ihn verschlafen ansah. Sie kuschelte sich näher an ihn und gähnte dabei herzhaft.

Michael strich über ihre Wange und lächelte. "Sag mir, dass ich nicht träume und wir wirklich in Roswell sind", flüsterte Maria. "Du träumst nicht, wir sind Zuhause", antwortete Michael.

Maria öffnete die Augen wieder und sah in sein fröhliches Gesicht. "Guten Morgen", lächelte nun auch Maria. Michael drückte seine Lippen sanft auf ihre und hörte sie seufzen.

"Wie spät ist es?", fragte Maria, als sie sich ein Stück von ihm löste. "Du wirst es nicht glauben, aber es ist erst kurz nach vier Uhr früh", entgegnete Michael.

"Weißt du, das ist mir so was von egal! Ich bin so unendlich glücklich wieder Zuhause zu sein!", antwortete Maria. Michael strich ein weiteres Mal über ihre Wange und lächelte.

Auch er war unheimlich glücklich darüber, dass sie nun wieder in Freiheit leben konnten, die Kinder die Wahrheit kannten und sofort damit einverstanden waren nach Roswell zurück zu kehren.

Er liebte es, wenn seine Frau und seine Kinder glücklich waren und sich jeden Morgen lächelnd über den neuen Tag freuten. Das machte ihm zum glücklichsten Mann auf der ganzen Welt.

"Lass uns runter gehen", sagte Maria und schlug die Bettdecke schon weg. Michael stand ebenfalls auf und zog die Vorhänge auf die Seite. Maria stellte sich neben ihn und sah aus dem Fenster.

Michael nahm Marias Hand in seine und drückte sie leicht. "Wir sind Zuhause", lächelte Maria glücklich. Ihr Mann drückte ihr einen Kuss auf den Kopf und lächelte ebenfalls.

*******

Maria setzte sich lächelnd auf die alte Hollywoodschaukel auf der Terrasse und blickte zum Horizont. Michael nahm neben ihr Platz und legte einen Arm um sie.

Augenblicke später waren am Horizont die ersten Sonnenstrahlen zu sehen. Die Sonne begrüßte den ersten Weihnachtstag wie jedes Jahr freundlich und ließ alles noch wundervoller aussehen.

Michael blickte zu ihr und lächelte. So lange er Maria kannte hatte er sie nur ein paar Mal so sehr strahlen sehen und er wusste, dieses Mal würde das Strahlen nie mehr weggehen.

Sanft drückte er ihr einen Kuss auf die Schläfe und zog sie noch ein wenig näher an sich. Maria bettete ihren blonden Kopf auf seiner Schulter und seufzte zufrieden.

Beide konnten ihr Glück gar nicht richtig in Worte fassen und genossen so in aller Stille diesen einzigartigen Moment, auf den sie lange hatten warten müssen.

"Können wir das jetzt jeden Morgen machen?", fragte Matt.

Michael und Maria drehten sich um und lächelten ihre Kinder an, die bei der Terrassentür standen und noch immer über diesen unglaublichen Sonnenaufgang staunten.

Mackenzie und Matt gingen zu ihren Eltern und setzten sich zu ihren Füßen auf die Terrasse. "Was macht ihr denn schon auf?", fragte Maria verwundert und strich durch Matts verwuschelte Haare.

"Wir konnten nicht mehr schlafen und dachten wir sehen uns den Sonnenaufgang an, von dem du immer gesprochen hast", antwortete Mackenzie. Maria lächelte und strich ihr über die Wange.

"Es ist noch schöner, als ich es mir vorgestellt habe", strahlte Mackenzie. "Oh ja, es war so toll, ich will mir das jeden Tag ansehen", bestätige auch ihr Bruder.

"Na ich bin gespannt, ob du jeden Tag aufstehst", entgegnete Maria. Matt nickte eifrig und grinste seine Mom fröhlich an. Noch einmal strich Maria ihm durch die Haare und nickte.

"Lasst uns wieder ins Haus gehen und noch ein wenig schlafen", schlug Michael vor. "Es ist ja doch noch sehr früh und außerdem ist ein Feiertag, den wir alle genießen sollten!"

Mackenzie und Matt nickten, rappelten sich auf und gingen gutgelaunt hinein. Arm im Arm folgten Maria und Michael ihren Kindern. "Das halten die nie durch", meinte Michael.

Maria sah zu ihm auf und grinste. Oh ja, ihre Kinder schliefen viel zu gerne, als das sie jeden Tag um kurz nach vier aufstanden und sich den Sonnenaufgang ansahen.

Lächelnd erinnerte sich Maria an ein Weihnachten vor ein paar Jahren, als Mackenzie und Matt noch klein waren und unbedingt auf den Weihnachtsmann warten wollten.

*******

Maria und Michael schlichen ins Wohnzimmer und lugten über die Couch. Der fünfjährige Matt und die drei Jahre ältere Mackenzie lagen aneinander gekuschelt in eine Decke gehüllt auf der Couch und schliefen.

Lächelnd ging Maria um die Couch herum und hockte sich neben die Kinder. Michael legte im Kamin Brennholz nach, damit es weiterhin schön warm im Wohnzimmer war.

"Bis drei haben sie also durchgehalten", grinste Maria und sah zu Michael. "Man sieht, der Guerin Sturkopf kommt immer mehr durch", entgegnete Michael und grinste breit.

"Ha, ha", antwortete Maria flüsternd. Noch immer grinste Michael, holte die Geschenke aus dem Vorzimmerkasten und platzierte sie unter dem geschmückten Baum.

"Hast du Buzz Lightyear besorgt?", fragte Maria leise. Michael, der fertig war mit den Geschenken nickte. "Ja, war der Letzte", entgegnete er und hockte sich neben seine Frau.

Zufrieden nickte Maria und sah zu ihrem Sohn, der friedlich schlief. Schon seit Wochen sprach der Kleine nur von dem Spaceranger aus Toy Story und wünschte sich diesen vom Weihnachtsmann.

Die Beiden sahen ihren Kindern eine Weile beim Schlafen zu und lächelten. Mackenzie und Matt wollten unbedingt auf den Weihnachtsmann warten und ihn einmal in echt sehen.

Natürlich hatten Maria und Michael versucht ihnen klar zu machen, dass der Weihnachtsmann nur kam, wenn alle schliefen, aber das wollten Mackenzie und Matt nicht hören.

Stur wie Guerins nun einmal waren bestanden sie darauf aufbleiben zu dürfen. Ihre Eltern hatten schließlich nachgegeben, in dem Wissen, dass die Beiden sicher bald einschliefen.

"Komm, lassen wir sie schlafen", sagte Michael leise. Maria nickte und drückte ihren Kindern je einen Kuss auf die Stirn. "Gute Nacht, ich habe euch lieb", flüsterte Maria.

Michael strich ihnen über die Köpfe und lächelte glücklich. Schließlich nahm er Marias Hand und ging mit ihr hinauf. Die Beiden waren ebenfalls bis jetzt wach geblieben und hundemüde.


*******

Die Familien hatten den ganzen Nachmittag damit verbracht die letzten Vorbereitungen für Weihnachten fertig zu machen. Da sich alle zur Hand gingen, war das schnell erledigt.

Da Amy und Jim das größte Haus hatten, wurde Weihnachten kurzerhand dorthin verlegt. Vor allem Amy freute es, dass das Haus endlich mal wieder so richtig voll war.

Mackenzie, Matt, Sam, Claire und Xander backten die letzten Weihnachtsplätzchen und naschten zwischendurch immer wieder davon, wenn Amy nicht hinsah.

Salate und Beilagen wurden von Amy zubereitet, die auch auf die Kekse aufpasste, damit diese im Ofen nicht anbrannten und schwarz wieder heraus kamen.

Die Kinder erzählten sich allerhand Weihnachtsgeschichten und lachten fast ununterbrochen. Sogar die sonst ziemlich ruhige Sam erzählte fröhlich mit und lachte herzhaft.

Amy war froh, dass Sam ein wenig abgelenkt war. Es war immer schwierig für Sam, die ihre Eltern so sehr vermisst, aber an Weihnachten war es doch am schwersten.

Claire erzählte von Argentinien, wo sie bis vor kurzem mit ihren Eltern gelebt hatte und brachte den anderen spanisch bei. Xanders Versuche waren dabei am witzigsten.

Währenddessen schmückten Liz und Isabel den Baum fertig und legten die Geschenke darunter. Einstweilen hatte Maria die Weihnachtssocken vom Dachboden geholt und an den Kamin gehängt.

Vor einigen Jahren hatte Amy auch vier Socken für Maria, Michael und die Kinder gekauft und die Namen darauf gestickt. Sie hatte immer gewusst, dass die Vier zurückkommen würden.

Maria füllte die Weihnachtssocken mit Naschsachen und half danach Liz und Isabel beim Baum, der einfach nur wundervoll aussah und sogar die kleinen Alienfiguren gefielen Maria.

Michael, Max und Kyle hatten so schnell wie möglich die Getränke bereitgestellt und sich dann vor die X-Box zum Zocken gesetzt. Kopfschüttelnd hatten die Frauen das zur Kenntnis genommen.

Jim, Phillip und Jeff hatten sich zu den Männern gesetzt und sahen ihnen beim Zocken zu. So ganz konnten sie sich mit diesen Spielen nicht anfreunden.

Diane und Nancy halfen Amy einstweilen in der Küche.

*******

"Pffuu, ich bin satt", sagte Maria und setzte sich auf die Couch im Wohnzimmer. Michael pflanzte sich mit einem Teller Kekse neben sie und grinste mit vollem Mund.

"War klar, dass du das noch nicht bist", meinte Maria lächelnd und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Michael nickte nur und trank einen Schluck Milch nach.

"Dürfen wir die Geschenke aufmachen?", fragte Mackenzie begeistert. Ihr Bruder, Sam, Claire und Xander nickten eifrig mit den Köpfen und strahlten ihre Eltern an.

"Na los", meinte Liz und kaum hatte sie die zwei Wörter ausgesprochen ging das Gerangel unter dem Weihnachtsbaum schon los. "Ist das herrlich", lachte Amy und setzte sich neben Maria.

Die grinste ihre Mom glücklich an und nahm ihre Hand. "Frohe Weihnachten, Mom", flüsterte Maria. Amy sah zu ihrer Tochter und lächelte. "Frohe Weihnachten, Maria!"

*******

Doo, doo, doo
Doo, doo, doo
Ya, ya
Doo, doo, doo
Doo, doo, doo

Hello friend, it's me again
I just called to tell you
Even though I miss you so
I've been thinking of you
All my dreams are coming true, at last ...ooh
The perfect ending to a beautiful year
Will be to celebrate the good times with you here
Cuz I know For sure

I never wanted anything more
The greatest gift that there could be
Wrapped underneath my Christmas tree
Would be the same my whole life through

I'd spend the perfect Christmas with you
Though the winter seems too long
My faith in love has kept me strong
So if I had a wish come true
I'd spend the perfect Christmas with you

I can't wait
Till the day
When I finally see you
So hold on
I won't be long
Got so much to show you
All our dreams are coming true, at last...oooh

The perfect ending to a beautiful year
Will be to celebrate the good times with you here
Cuz I know For sure
I never wanted anything more
The greatest gift that there could be
Wrapped underneath my Christmas tree
Would be the same my whole life through
I'd spend the perfect Christmas with you
Woah...woah...

So when you ask me what I mean
To me the Christmas is complete
Boy can't you see
You're the one thing missing for me

And if I had one wish comes true...
I'd spend the perfect Christmas here...
With you

Doo, doo, doo
Doo, doo, doo
Doo, doo, doo... to fade


*******

Später an diesem Abend betrat Michael leise das Wohnzimmer und setzte sich neben Maria auf die Couch. Es war schon weit nach Mitternacht, aber dennoch war seine Frau noch munter.

Nachdem alle ihre Geschenke ausgepackt hatten saßen sie noch lange im Wohnzimmer und quatschen fröhlich. Als Amy dann auch noch Weihnachtsgeschichten von früher erzählte, hatten die Kinder ihre Decken und Polster geholt.

Sie hatten es sich vor dem Kamin gemütlich gemacht und hatten Amy gespannt zugehört. Nach der Reihe waren sie schließlich eingeschlafen und keiner hatte es übers Herz gebracht sie zu wecken.

Deswegen lagen die fünf noch immer vor dem Kamin und schlummerten friedlich. So ein gemütliches Matratzenlager vor dem Kamin war doch etwas Schönes.

Maria schlang ihre Arme um Michael und bettete ihren Kopf an seiner starken Brust. "Das waren die schönsten Weihnachten, die wir je hatten", flüsterte Maria.

Michael zog die Decke um ihre Körper und lehnte seine Wange an ihren Kopf. "Das waren sie wirklich und es werden noch viele weitere kommen, mein Schatz", entgegnete er leise.

"Ja!", flüsterte Maria. Sanft küsste er sie und hörte sie leise seufzen. "Ich liebe dich, Maria", sagte Michael leise und strich dabei über ihre Wange.

Maria legte ihren Kopf zurück an seine Brust und betrachtete im sanften Licht des Kamins ihre Kinder, die friedlich schliefen. Ein überglückliches Lächeln machte sich in ihrem Gesicht breit.

Zufrieden kuschelte sich Maria fester an ihn ihren Mann und zog seinen verdammt guten Duft nach Mann und Duschgel ein. Michael hielt sie fest und strich über ihren Rücken.

"Ich liebe dich, Michael!", flüsterte Maria, bevor sie tief und fest einschlief. Michael lächelte glücklich und drückte ihr einen sanften Kuss auf den blonden Kopf.


-The End-
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast