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Breathless 1 - 4  (Roswell Version)

GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Maria deLuca Michael Guerin
23.12.2012
23.12.2012
4
27.344
 
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23.12.2012 6.465
 
Disclaimer: Roswell und deren Charaktere gehören The WB, Jason Katims und Melinda Metz!

Spoiler: ein paar Monate nach Breathless
Anmerkung: Lyrics von The Corrs - "Breathless"
Short-Cut: Alltagsleben für Maria und Michael, die in Barrows ein neues Leben angefangen haben...

Erstveröffentlichung: 08. April 2007



Breathless again


"Mackenzie Amy Whitt, komm her oder es setzt etwas!", rief Maria durch den Supermarkt und blickte in den Gang, wo ihre Tochter stand und sie stur ansah, was ihr gar nichts brachte.

Maria wusste sich gegen ihre Tochter durchzusetzen, die sie immer wieder herausforderte, mit ihren drei Jahren, sie war nämlich gerade in dem Trotzalter, wo sie glaubte alles machen zu können.

"Sei doch nicht so streng mit ihr", meinte die Kassiererin und lächelte Maria an. "Oh doch, sie kann nicht alles haben und ich habe nicht immer ewig Zeit hier zu sein!", entgegnete Maria.

"Mommy", flüsterte Mackenzie leise und zupfte an Marias Hose. Maria blickte auf ihre Tochter hinab und ging in die Hocke. "Tut mir leid, Mommy", nuschelte die Kleine.

"Versprich mir, dass du den restlichen Tag brav bist, dann vergessen wir das alles okay!", sagte Maria sanft und blickte in die braunen Augen ihrer Tochter.

"Okay, Mommy", flüsterte Mackenzie und rieb sich müde die Augen. Maria nahm ihre Tochter auf den Arm, wo sich die Kleine sofort an ihre Schulter kuschelte.

"Bis morgen, Lucy", verabschiedete sich Maria und verließ mit Mackenzie und dem zwei Monate alten Mathew den kleinen Supermarkt, um endlich nach Hause zu kommen.

*******

Maria parkte den Wagen vor dem Haus und sah auf die Rückbank, wo ihre Kinder friedlich schliefen. Sie liebte ihre Kinder abgöttisch und war jeden Tag aufs Neue dankbar, dass sie die zwei hatte.

Leise stieg sie aus dem Auto und ging auf Mackenzies Seite. Maria brachte es nicht übers Herz ihre Tochter aufzuwecken und nahm sie deswegen vorsichtig aus dem Sitz.

Die Kleine seufzte leise und kuschelte sich an Maria. Mit Mackenzie am Arm ging Maria ums Auto herum und öffnete die Tür bei Mathews Seite. Maria löste den Gurt und hob den Maxi-Cosi vorsichtig hinaus.

*******

Leise schloss Maria die Tür zum Kinderzimmer und ging zum Auto, wo noch die Einkäufe waren. Alleine mit zwei kleinen Kindern war es schon hart, aber zum Glück kam Michael bald nach Hause.

Sie holte die Einkäufe aus dem Auto und verstaute sie in den Küchenschränken. Nach einer Ewigkeit wie ihr schien, war sie damit fertig und sie ließ sich auf einen Küchenstuhl plumpsen.

Genau in dem Moment läutete das Telefon und sie hob ab. "Whitt", meldete sich Maria müde und unterdrückte ein Gähnen. "Hey, ich bin's", antwortete Michael am anderen Ende.

"Spaceboy, wann kommst du nach Hause?"

"Es könnte spät werden, mein Schatz, wir brauchen länger als gedacht, es tut mir wahnsinnig leid", antwortete Michael. "Wie lange denn?", fragte Maria leise.

"Vielleicht zwei oder drei Stunden, nicht mehr, ich komme so schnell ich kann, versprochen, mein Schatz", sagte Michael. "Okay", murmelte Maria in den Hörer.

Sie wollte gerade auflegen, als Michael sich noch einmal meldete. "Maria", sagte er leise. "Hmmm" "Ich liebe dich, mein Schatz", flüsterte er ins Telefon.

"Ich liebe dich auch, Spaceboy, beeil dich!", entgegnete Maria müde und legte auf. Sie stellte das Telefon in die Ladestation und ging in den ersten Stock.

Maria sah nach Mackenzie und Mathew, die beide friedlich in ihren Betten schliefen und leise vor sich hin seufzten. Ein Blick auf die Uhr verriet Maria, dass ihre Kinder noch mindestens eine Stunde schlafen würden.

Leise verließ sie das Zimmer und betrat nur wenigen Sekunden später das Badezimmer, sie brauchte jetzt erst mal eine schöne, warme Dusche, damit sie wieder in die Gänge kam.

*******

Müde öffnete Michael Stunden später die Haustür und trat leise ein, er wollte schließlich niemanden wecken. Er ließ seine Sachen neben der Tür stehen, zog sich die Schuhe aus und ging ins Wohnzimmer.

Dort brannte noch Licht und er war sich sicher, dass Maria auf der Couch eingeschlafen war. Leise ging er um die Couch herum und lächelte, als er seine schlafende Frau sah.

Vorsichtig nahm er ihr das Buch aus der Hand, das sie gelesen hatte und legte es auf den Tisch. Sanft hob er Maria auf seine starken Arme und trug sie ins Schlafzimmer.

Michael bettete sie auf ihrer Seite des Doppelbettes und deckte sie zu, dabei gab er ihr einen Kuss auf die Stirn und lächelte glücklich. "Träum was Schönes, mein Schatz", flüsterte Michael.

"Michael", nuschelte Maria verschlafen, als er gerade auf dem Weg ins Badzimmer war. "Schlaf weiter, ich komme gleich", entgegnete Michael und betrat das Badezimmer.

*******

Kurz darauf kuschelte er sich neben seine Frau ins Bett und strich ihr ein paar blonde Strähnen aus dem Gesicht. "Wann musst du morgen los?", fragte Maria und schlug die Augen auf.

"Gegen neun, ich habe den Jungs gesagt ich werde später kommen", antwortete Michael. Maria lächelte und kuschelte sich näher an ihren Mann. Sie seufzte leise und schlief wieder ein.

Michael drückte ihr einen Kuss auf die Stirn und schlief ebenfalls ein. Sein Job war zurzeit sehr anstrengend und wenn er mal zu Hause war, wollte er nur noch schlafen.

Aber zum Glück waren die Umbauarbeiten im Restaurant bald erledigt und er konnte seiner normalen Tätigkeit, als Koch nachgehen und hatte wieder mehr Zeit für seine kleine Familie.

*******

Michael wurde durch das Weinen seines Sohnes aufgeweckt und stieg noch etwas verschlafen aus dem Bett. Leise betrat er das Kinderzimmer und nahm Matt aus dem Gitterbett.

Der Kleine beruhigte sich etwas und nuckelte wie verrückt an seinem Schnuller. Michael lächelte, denn er wusste was dies hieß, sein Sohn hatte Hunger und zwar mächtig Hunger.

So leise wie er das Zimmer betreten hatte, verließ er es auch, denn er wollte auf gar keinen Fall Mackenzie aufwecken, die friedlich in ihrem Bett schlief.

Michael legte Matt in die Mitte des Doppelbettes und hatte nun die undankbare Aufgabe Maria zu wecken. Er wollte zwar nicht, aber er musste, Matt hatte Hunger.

"Maria, Schatz", sagte Michael leise und strich sanft über ihren Arm. Sie grummelte etwas und schob seine Hand weg, doch er machte weiter, sie musste leider wach werden.

"Wach auf, Matt hat Hunger", versuchte es Michael weiter und strich nun über ihre Wange. Nur Augenblicke später schlug sie die Augen auf und sah ihn verschlafen an.

"Matt hat Hunger, Schatz und ich würde dir das Stillen abnehmen, wenn ich könnte", sagte Michael und lächelte sie an. Maria sah zu ihrem Sohn, der dicht neben ihr lag und fröhlich quietschte.

"Na, mein Kleiner", sagte Maria leise und strich ihm sanft über die rote Wange. Vorsichtig nahm sie ihn auf den Arm und blickte in seine braunen Augen, die wie die von Michael aussahen.

Michael setzte sich dicht zu ihnen und drückte Maria einen Kuss auf die Stirn. Sie lächelte und stillte Matt in aller Ruhe, der sich mit seiner kleinen Hand an ihren Finger klammerte.

*******

Michael spazierte mit Matt im Zimmer auf und ab, damit er sein Bäuerchen machen konnte, Maria sah ihm dabei lächelnd zu. Gerade als Matt sein Bäuerchen gemacht hatte, ging die Tür auf und Mackenzie kam herein.

"Mac, was machst du denn auf?", fragte Maria verwunderte und strich über das verschlafene Gesicht ihrer Tochter, die sich in die Polster neben sie kuschelte.

"Matt war nicht mehr da", nuschelte die Kleine hinter ihrem Schnuller und sah Maria aus ihren braunen Augen an. Michael, der mit Matt zum Bett gekommen war setzte sich zu ihnen.

Sofort setzte sich Mackenzie auf Michaels Oberschenkel und strich ihrem Bruder über das Gesicht. Ein heller Lichtstrahl umgab das Baby kurz und Mac lächelte.

Maria und Michael sahen sich verwundert an. "Was hast du da gemacht?", fragte Michael seine Tochter leise, da er seinen Sohn nicht wecken wollte, der wieder eingeschlafen war.

"Ich habe ihm einen Traum geschickt", lächelte die Kleine ihren Dad an und kuschelte sich an ihn. "Seit wann kannst du das denn?", fragte Michael weiter.

"Seit ein paar Tagen", antwortete Mac und schloss müde die Augen. Maria nahm ihre Tochter auf den Arm und drückte sie an sich. "Ihr beiden geht jetzt wieder schlafen", sagte Maria sanft.

Gemeinsam brachten sie ihre Kinder ins Bett und sahen ihnen einige Minuten beim Schlafen zu. Leise schloss Michael die Tür und ging mit Maria ins Schlafzimmer.

*******

"Mackenzie hat auf einmal Kräfte, aber sie war doch ganz normal", sagte Maria leise, als sie kurz darauf mit Michael wieder im Bett lag. "Ich weiß, es ist sehr komisch!", entgegnete Michael.

"Was machen wir denn jetzt?", fragte Maria besorgt. "Lass uns morgen darüber sprechen, wir sollten erst mal darüber schlafen", sagte Michael und zog sie fest an seine starke Brust.

Maria seufzte leise und kuschelte sich an ihn.

Er hatte Recht, sie sollten erst einmal darüber schlafen und morgen in Ruhe sprechen, denn es war äußerst wichtig, dass sie einen kühlen Kopf bewahrten.

*******

"Daddy, spielen wir heute am Abend zusammen?", fragte Mackenzie und blickte ihren Dad mit leuchtenden braunen Augen an. Michael brach es das Herz, seine kleine Tochter enttäuschen zu müssen.

"Heute Abend geht es nicht, mein Schatz", antwortete Michael und sah sofort, dass die Kleine sehr traurig wurde. Er stand auf und ging um den Tisch herum.

Sanft nahm er sie auf den Arm und ging mit ihr zur Hintertür hinaus in den Garten. Michael setzte sich mit ihr auf die Treppen, der Veranda und sah Mackenzie an.

"Ich verspreche dir, mein Schatz, wir können das ganze Wochenende zusammen spielen und du darfst alles mit Daddy machen, was du willst, okay", schlug Michael ihr vor.

"Warum heute nicht?", fragte Mackenzie traurig und sah ihn aus ihren braunen Augen noch immer verletzt an. "Ich muss heute ganz lange arbeiten, damit wir bald fertig sind!", erklärte Michael.

"Wie lange dauert das noch?", fragte seine kleine Tochter.

"Wenn wir ganz schnell sind und ganz viel arbeiten, dann nur noch ein paar Wochen und wenn wir fertig sind, kann ich jeden Abend mit dir spielen!", meinte Michael.

"Zeigst du es mir auf dem Kalender?", fragte Mackenzie schon etwas fröhlicher und lächelte ihren Dad an. "Ja und du kannst jeden Abend ein Kreuz machen!", lächelte Michael.

"Okay Daddy, ich habe dich lieb", lächelte Mackenzie und umarmte ihn ganz fest. "Ich habe dich auch sehr lieb, mein Schatz", antwortete Michael und drückte seine Tochter an sich.

"Gehen wir zurück zu deiner Mommy und Matt, die warten sicher schon auf uns", meinte Michael und stand mit ihr am Arm auf. "Ja, Daddy", grinste Mackenzie

*******

"Na, was habt ihr zwei besprochen?", fragte Maria, als Michael und ihre Tochter wieder in die Küche zurückkamen. "Unser Geheimnis", grinste Mackenzie sie an.

Maria lächelte und nahm die Kleine auf den Arm. "Ach und das wollt ihr mir auf gar keinen Fall verraten?", fragte Maria. "Nein, wir verraten nichts", antwortete Mac.

"Na dann, muss ich mir wohl mit Matt ein Geheimnis ausdenken", grinste Maria sie an. "Der ist viel zu klein dazu", protestierte Mac und sah zu ihrem Bruder, der im Max-Cosi saß und fröhlich lachte.

"Für Geheimnisse ist man nie zu klein, mein Schatz", sagte Maria und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. "Geh brav spielen, Daddy und ich kommen gleich nach!"

Sie ließ ihre Tochter wieder auf die Beine, die sofort ins Wohnzimmer stürmte und mit ihren Sachen spielte. Maria wandte sich an Michael, der sich mit Matt beschäftigte.

"Was hast du herausgefunden?", fragte Maria und sah ihren Mann dabei besorgt in die braunen Augen. Michael legte einen Arm um sie und zog sie fest an sich.

"Sie hat das gleiche Blut wie du, also nicht das von mir, ich weiß nicht, wie sich ihre Kräfte entwickelt haben!", sagte Michael und strich über ihren Rücken.

"Versprich mir, dass alles wieder in Ordnung kommt, Spaceboy", flüsterte Maria an seiner Schulter. "Das wird es, keine Angst, mein Schatz", entgegnete Michael und gab ihr einen Kuss.

*******

"Bist du sicher, dass wir hier richtig sind, Jim?", fragte Amy Valenti und sah sich in der Gegend um. "Ja natürlich, ich habe mich an den Stadtplan gehalten und auch an das GPS-System", entgegnete ihr Mann.

"Okay, okay, ich glaube dir ja schon, auch, wenn hier die Einöde pur ist, das ist ja schlimmer als in Roswell", grummelte Amy und blickte weiter aus dem Fenster.

"Schatz, du wolltest in eine sehr ruhige Gegend außerhalb des Landes und das war das Einzige, was ich finden konnte", meinte Jim und klopfte ihr aufs Knie.

"Du hast ja Recht, entschuldige bitte, Jim", entgegnete Amy leise und seufzte. Seit Maria vor vier Jahren weggegangen war, war Amy nicht mehr die Gleiche.

Sie vermisste ihre einzige Tochter sehr und sie wartete jedes Jahr gebannt auf Weihnachten, bis sich Maria wieder meldete und ihr sagte, dass es Michael und ihr gut ging.

Amy hätte sie so gerne wieder in den Arm genommen, sie fest an sich gedrückt, zuerst ein wenig geschimpft und ihr danach gesagt, wie sehr sie sie liebte.

"Irgendwann wirst du sie wieder sehen", sagte Jim und fuhr an dem Straßenschild 'Barrows' vorbei. "Wir sind übrigens gleich da, dort vorne sehe ich schon Häuser!"

Amy blickte zu ihrem Mann und lächelte schwach, ja irgendwann einmal würde sie Maria wieder sehen, sie hoffte es zumindest, denn sie vermisste sie mit jedem Tag mehr.

*******

Etwa eine halbe Stunde später hatten Jim und Amy in ihrem Hotel das Zimmer bezogen und das Koffer auspacken auf später verschoben. Es war so ein schöner Sommertag, den wollten sie an der frischen Luft genießen.

Hand in Hand schlenderten sie über die Hauptstraße und sahen sich die vielen kleinen Geschäfte an. "Sieh nur, da ist ein Restaurant, da können wir heute Abend essen gehen!", meinte Amy.

Jim nickte, trat näher mit seiner Frau an das große Fenster und blickte hindurch. "Ich glaube das wird nichts mit dem Essen", sagte Jim und sah zu Amy.

"Wohl wahr", entgegnete Amy seufzend.

Das Restaurant wurde gerade renoviert und hatte noch ein paar Wochen geschlossen. "Komm, es gibt sicher noch ein anderes Restaurant hier", meinte Jim.

Amy nickte geistesabwesend und sah aus dem Augenwinkel einen jungen Mann, der durch das Restaurant lief. "Michael!", sagte Amy und drehte sich wieder in Richtung des Fensters.

"Komm, Schatz", sagte Jim sanft, der genau wusste, dass da nicht Michael durch das Restaurant gelaufen war. Seine Frau hatte in den letzten Jahren oft Maria und Michael irgendwo gesehen, aber es waren nur Phantome.

"Aber er war es wirklich", hielt Amy dagegen und drückte sich dabei fast die Nase an der Scheibe platt. "Amy", sagte Jim und zog sie endgültig von dem Fenster weg.

Traurig sah sie ihren Mann an und kuschelte sich an ihn. "Sollen wir zum Hotel zurückgehen?", fragte Jim leise. "Nein, lass und noch eine Weile hier draußen bleiben", antwortete Amy.

*******

"Mackenzie, komm bitte her!", rief Maria wieder einmal durch den kleinen Supermarkt und blickte in den Süßigkeitengang, wo ihre Tochter mit einer Packung Keksen stand und sie anlächelte.

"Mommy, bitte darf ich die haben?", fragte die Kleine.

"Du hast zu Hause noch Kekse, die musst du erst mal alle aufessen", entgegnete Maria. "Aber das hier sind andere", versuchte Mackenzie es noch einmal.

"Mac, ich sagte nein und nun komm bitte her", sagte Maria und blickte ihre Tochter streng an. Mackenzie legte die Kekse zurück ins Regal und trabte zu ihrer Mom und ihrem Bruder.

"Darf ich die Milch tragen?", fragte Mackenzie, als Maria den Einkauf bezahlt hatte. "Ja, darfst du, aber sei vorsichtig und lass sie bitte nicht fallen", antwortete Maria.

"Okay, Mommy", lächelte die Kleine sie an und drückte die Milchpackung fest an ihren zierlichen Körper. Maria lächelte ebenfalls und strich ihr über den blonden Kopf.

"Sag auf wieder sehen zu Lucy", meinte Maria und nahm den Kindersitz mit Matt, der friedlich schlief. "Bye Lucy", grinste Mackenzie und lief aus dem Laden.

"Bis morgen", verabschiedete sich auch Maria und folgte ihrer Tochter, die vor dem Geschäft wartete. "Na komm, ab nach Hause und dann kannst du Daddy etwas zeichnen, mein Schatz!", lächelte Maria.

"Oh ja, klasse!", strahlte ihre Tochter über das ganze Gesicht und lief mit der Milch in der Hand vor ihr her. Maria folgte ihr und musste schmunzeln, ihre Tochter war genauso wie sie selbst als Kind.

Sie konnte sich noch wage daran erinnern, dass sie ihre Mom auch immer wieder an den Rand des Wahnsinns getrieben hatte mit ihren Fragen, Maria wollte einfach alles wissen.

Mackenzie war genauso, sie wollte alles wissen, fragte ständig und sprang wie ein Flummi ständig auf und ab. Aber, wenn sie schlief, dann glich sie Michael.

Total ausgeglichen, total zufrieden und so ruhig, das man sie überhaupt nicht wieder erkannte. Das sie im Sternzeichen Steinbock war und nicht Zwilling war ihr ein Rätsel, ihre Tochter hatte eindeutig zwei Seiten.

*******

"Mommy, darf ich Winnie Pooh anschauen, bitteee?", fragte Mackenzie, als sie mit ihrer Mom das Haus betrat und die Milch vor den Kühlschrank gestellt hatte.

Maria stellte den Maxi-Cosi auf den Küchentisch und strich ihrem Sohn über die Wange, der noch immer friedlich schlief. Sie wand sich an ihre Tochter, die neben dem Kühlschrank saß und sie ansah.

"Zuerst, gehst du dir die Hände waschen, danach wird zu Mittag gegessen und dann wirst du genauso wie dein Bruder etwas schlafen", sagte Maria, die sich zu Mackenzie hinunter gehockt hatte.

"Aber ich bin doch gar nicht müde, Mommy", antwortete Mac und gähnte dabei herzhaft. Maria lächelte und nahm sie fest in den Arm. "Ich weiß, das erzählst du mir jeden Tag!", flüsterte Maria.

"Aber ich bin wirklich nicht müde", nuschelte Mackenzie und holte ihren Schnuller aus ihrem Hosensack, den sie immer bei sich hatte. Liebevoll strich Maria ihr über die Haare und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

Maria wollte etwas darauf sagen, als sie bemerkte, dass Mac eingeschlafen war, wie fast jeden Tag. Lächelnd nahm sie den Maxi-Cosi und ging in den ersten Stock.

Sie zog ihrer Tochter die Schuhe und die Latzhose aus und legte sie in ihr Bett. Mackenzie seufzte leise im Schlaf und kuschelte sich in ihren Polster, samt ihrem Winnie Pooh.

Maria nahm den schlafenden Matt aus dem Maxi-Cosi und legte ihn vorsichtig auf die Wickelkommode. Er brauchte sicher eine frische Windel und wenn er schlief, dann war es ein Kinderspiel ihn zu wickeln.

Wenn er wach war, zappelte er ständig herum und quietsche vergnügt vor sich hin und Maria hatte immer größte Mühe ihm eine frische Windel hinauf zu geben.

*******

Maria hatte sich auf der Couch ausgestreckt und genoss ein wenig die Ruhe, die im Moment herrschte. Die Kinder würden sicher noch zwei Stunde schlafen und die Zeit nutzte sie.

Etwas müde schloss sie die Augen und atmete tief durch. Diese Stille war so herrlich, dass es schon fast wieder unheimlich war. In den letzten vier Jahren war es kaum still im Haus gewesen.

Maria öffnete die Augen wieder und blickte in die sanften, braunen Augen von Michael, der über ihrem Gesicht war. Sie war nicht erschrocken, da sie immer spürte, wenn er in ihrer Nähe war.

Sanft strich sie über seine Wange und lächelte. "Was machst du hier?", fragte Maria leise, da sie diese herrliche Stille nicht durchbrechen wollte.

"Die Jungs kommen den restlichen Tag ohne mich aus, deswegen bin ich schon zu Hause, mein Schatz", antwortete Michael ebenfalls lächelnd. Er legte sich dicht zu Maria und strich über ihre Haare.

"Hey", flüsterte Michael. "Selber hey", entgegnete Maria lächelnd und stupste seine Nase mit ihrer an. Schelmisch grinste er sie an und küsste sie leidenschaftlich.

*******

Go on
Go on
Leave me breathless
Come on
Yeah

The daylight's fading slowly
But time with you is standing still
I'm waiting for you only
The slightest touch and I feel weak

I cannot lie
From you I cannot hide
And I'm losing the will to try
Can't hide it
Can't fight it


*******

Maria erwiderte den Kuss und kuschelte sich näher an ihn. Seine Küsse brachten sie um den Verstand und sie konnte auf gar keinen Fall genug davon bekommen.

Michael erging es nicht anders, seit ihrem ersten Kuss vor einigen Jahren im Crashdown war er süchtig nach ihren Lippen. Sie waren so voll und weich, dass er ständig daran denken musste, sie zu küssen.

Langsam löste sich Maria von ihm und blickte ein weiteres Mal an diesem Tag in seine Augen. "Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich dich liebe", flüsterte Maria.

Michael lehnte seine Stirn gegen ihr und sah in ihre grünen Augen, die jeden Tag mit ihr noch wunderbarer machten, denn diese Augen waren einfach nur atemberaubend.

*******

So go on, go on,
Come on leave me breathless
Tempt me, tease me,
Until I can't deny this loving feeling
Make me long for your kiss
Go on, go on, yeah
Come on

And if there's no tomorrow
And all we have is here and now
I'm happy just to have you and
You're all the love I need somehow

It's like a dream
Although I'm not asleep
And I never want to wake up
Don't lose it
Don't leave it


*******

"Ich liebe dich, mein Schatz", flüsterte Michael und küsste sie noch einmal auf die Lippen. Maria zog ihn fest an sich und erwiderte den berauschenden Kuss, der nicht enden sollte.

Sie spürte, dass seine Hand sanft unter ihr Shirt über ihren Bauch strich und immer weiter nach oben wanderte. Ihre Finger krallten sich in seine braunen Haare und sie seufzte leise an seinen Lippen.

Sanft löste Maria den Kuss und blickte in Michaels Augen. "Ich will ja, aber nicht jetzt, lass uns noch etwas warten", sagte Maria leise und sah ihn bittend an.

Michael lächelte und nickte mit dem Kopf. Ja, er würde noch warten so lange sie wollte, schließlich wollte er sie zu nichts drängen, dazu lieber er sie einfach viel zu sehr.

Maria zog sein Gesicht dicht an ihres und blickte in seine braunen Augen, die sie musterten. "Ich habe nicht vom küssen gesprochen", flüsterte Maria und schon waren ihre Lippen wieder miteinander verschmolzen.

*******

So go on, go on,
Come on leave me breathless
Tempt me, tease me,
Until I can't deny this loving feeling
Make me long for your kiss
Go on, go on, yeah
Come on

And I can't lie
From you I cannot hide
And I've lost my will to try

Can't hide it
Can't fight it

So go on, Go on,
Come on leave me breathless
Tempt me, tease me,
Until I can't deny this lovin' feeling
Make me long for your kiss

Go on, go on, come on leave me breathless
Go on, go on, come on leave me breathless
Go on, go on, come on leave me breathless

Go on, go on


*******

"Jimmy, hast du alles?", fragte Maria ihren Mann und sah ihn liebevoll aus ihren grünen Augen an. Michael, der mit seinem Arbeitskollegen in der Tür stand nickte.

"Alles bei mir, mein Schatz", lächelte er sie an und gab ihr einen sanften Abschiedskuss. Maria lächelte glücklich an und schloss hinter ihm die Haustür.

Leise seufzend ging sie in die Küche, wo Mackenzie beim Tisch saß und zeichnete. "Willst du noch einen Kakao?", fragte Maria und blickte in die Wiege, wo Matt schlief.

"Ja bitte", antwortete Mac und zeichnete weiter auf dem Blatt Papier, welches vor ihr lag. "Mommy, warum hast du gestern zu Daddy Michael gesagt?", fragte Mac auf einmal.

Verwundert drehte sich Maria um und sah ihre Tochter an. "Wie kommst du denn darauf?", fragte sie. "Als Daddy gestern nach Hause kam hast du Michael gesagt, nicht Jimmy", fuhr Mackenzie fort.

"Da hast du dich sicher verhört, mein Schatz", meinte Maria und widmete sich wieder dem Kakao für ihre Tochter. "Ich hab's aber gehört", flüsterte Mac vor sich hin.

Maria musste Grinsen ihre Tochter wollte genauso wie ihr Dad immer das letzte Wort haben. Noch dazu machte sich Maria Gedanken darüber, was Mac gerade gesagt hatte.

Als Michael und sie vor vier Jahren nach Barrows kamen, hatten sie beschlossen, dass sie Amy und James heißen würden und so nannte sie auch jeder.

Eigentlich waren sie es beide gewohnt in der Öffentlichkeit ihre Decknamen zu benutzten und auch vor den Kinder sagten sie Amy und Jimmy, so das Mac und Matt nicht verwirrt waren.

Hatte sie Michael gestern wirklich mit seinem richtigen Namen angesprochen? Wenn es so war, dann musste sie in Zukunft sehr vorsichtig sein, denn niemand durfte das jemals erfahren!

*******

"Mac, Schatz", sagte Maria, als sie ihrer Tochter den Kakao hinstellte und sich neben sie setzte. Die Kleine sah auf und lächelte ihr Mom aus ihren braunen Augen fröhlich an.

"Du hast doch letztens gesagt, dass du deinem Bruder einen Traum geschickt hast, kannst du sonst noch Sachen, die man sonst nicht macht und nur im Fernsehen sieht?", fragte Maria vorsichtig.

Mackenzie rutschte auf ihrem Stuhl nervös hin und her und traute sich nicht ihre Mom anzusehen. Maria merkte dies und nahm ihre Tochter liebevoll in dem Arm.

Schließlich setzte sie Mac vor sich auf den Tisch und hielt ihre kleinen Hände in ihren eigenen. "Mackenzie, Schatz, du weißt, dass du mit Mommy und Daddy über alles reden kannst!"

"Wir haben dich sehr lieb und wir sind dir nicht böse, wenn du Matt einen Traum schickst oder sonst irgendetwas machst, was nicht ganz so normal ist, was andere Kinder machen!"

"Ganz sicher?", fragte die Kleine vorsichtig.

Maria hob Mackenzies Kinn an und blickte in die Augen ihrer Tochter. "Sag mir, was du noch alles kannst, dir wird nichts passieren, versprochen", sagte Maria.

Nervös spielte Mac mit ihren Finger und blickte ängstlich in die Augen ihrer Mom. "Als du und Daddy euch mal gestritten habt, habe ich vor lauter Schreck ein Glas explodieren lassen", flüsterte Mackenzie.

"Wann war das? Hast du dir wehgetan?", fragte Maria besorgt. "Es war als Matt noch in deinem Bauch war, ich habe mir nicht wehgetan, ich habe das Glas wieder zusammengebaut", antwortete Mac.

"Wie lange kannst du das schon?", fragte Maria.

"Ich weiß nicht, als Matt in deinem Bauch war, da habe ich es auf einmal gekonnt und ich habe immer gespürt, dass es Matt gut geht", sagte die Kleine.

"Mommy, ich wollte das Glas nicht kaputt machen, es tut mir leid", flüsterte Mackenzie. Sanft zog Maria ihre Tochter auf ihren Schoß und drückte sie fest an sich.

"Es ist alles gut, du brauchst dich nicht entschuldigen, mein Schatz", flüsterte Maria. "Du hast nichts falsch gemacht, gar nichts, du bist ein liebes Mädchen und du hast überhaupt nichts Falsches getan!"

Mac löste sich sein Stück von ihrer Mom und blickte sie an. "Wirklich?", fragte sie leise. Maria strich ihr die Tränen von den Wangen und lächelte sie an.

"Ich habe dich lieb, Mackenzie und du hast überhaupt nichts falsch gemacht!", versicherte Maria ihr noch einmal und drückte sie wieder fest an sich.

*******

"Weißt du was, Amy", sagte Jim lächelnd. "Nein, aber du wirst es mir sicher gleich erzählen", antwortete seine Frau ebenfalls lächelnd. Jim grinste, seine Frau erwiderte immer das Gleiche.

"Wir holen uns jetzt eine ganze Packung Eis, kehren damit ins Hotel zurück und werden uns auf der Terrasse bräunen lassen", schlug Jim ihr vor. "Das hört sich wirklich großartig an", lächelte Amy.

Jim drückte ihre Hand und zog sie in den nächsten Supermarkt, der nur wenige Schritte entfernt war. Sie betraten den klimatisierten Supermarkt und suchten die Eistruhe auf.

Ein kleines Mädchen stand vor der Truhe und sah begeistert hinein, sie wollte sicher auch ein Eis haben. Amy lächelte das Mädchen an und blickte in ihre braunen Augen.

Von irgendwoher kannte sie die Augen und die Gesichtszüge waren ihr auch ein wenig vertraut. Aber trotzdem wusste Amy nicht, wo sie die Kleine einordnen sollte, schließlich machte sie hier nur Urlaub.

"Mac, nimm dir ein Eis und komm bitte!", rief Maria und quatschte weiter mit Lucy. "Mommy, da sind so viele", antwortete ihre Tochter und hopste vor der Eistruhe auf und ab.

Amy, die noch immer mit Jim vor der Eistruhe stand blickte noch einmal auf das kleine Mädchen und es traf sie nur Momente später wie ein Blitz! Es war unglaublich.

"Maria", flüsterte Amy.

Jim hatte es gehört und legte eine Hand auf ihre Schulter. "Das ist ein kleines Mädchen, Amy, das ist nicht Maria", sagte Jim sanft und drückte sie an sich.

Mackenzie hopste noch einmal an der Eistruhe hoch und holte sich ihre Eis heraus. Zufrieden lief sie damit zu ihrer Mom, die schon an der Kasse wartete.

"Gehen wir jetzt auf den Spielplatz?", fragte Mac fröhlich, als sie an ihrem Eis schleckte. "Ja, wir gehen auf den Spielplatz", antwortete Maria lächelnd und schob den Kinderwagen zum Ausgang.

"Klasse!", rief Mac quietschvergnügt und zog damit noch einmal die Aufmerksam von Amy auf sich. "Maria", sagte sie noch einmal traurig und starrte in die Eistruhe.

Jim legte einen Arm um sie zog sie fest an sich. "Es ist besser wir gehen zum Hotel zurück, du solltest dich ausruhen", sagte Jim und ging mit ihr Amy zum Ausgang.

*******

"Jimmy, der Abfluss ist mal wieder verstopft, kannst du dir das bitte ansehen?", fragte Maria, als sie am Abend von der Küche ins Wohnzimmer trabte und dabei leise seufzte.

Michael sah von dem Brettspiel auf und nickte. "Gleich, Schatz", antwortete er und würfelte. Mackenzie sah gebannt auf die Würfel und freute sich, dass ihr Daddy gerade verlor.

"Ich bin gleich wieder da, nichts umwerfen", sagte Michael liebevoll und ging mit Maria in die Küche. Michael beugte sich über das Waschbecken und beäugte das dunkle Rohr vor sich.

Michael machte eine Handbewegung und setzte seine Kräfte dabei ein, nur Sekunden später hörte man, dass das Rohr gereinigt war und dass das Wasser wieder ablaufen konnte.

"Danke, du bist ein Schatz", lächelte sie ihn an und gab ihm einen Kuss auf die Wange. "Kein Schatz, ich bin ein Genie", grinste Michael sie schelmisch an.

Maria lachte herzhaft und kuschelte sich an ihn. "Na dann bist du halt ein Genie, mein Schatz", entgegnete Maria und küsste ihn dieses Mal auf die Lippen.

Michael zog sie fest an sich und erwiderte den Kuss. Gott er liebte sie so sehr, das war kaum auszuhalten. "Daddy!", rief Mackenzie plötzlich, die in der Tür stand.

Erschrocken fuhren Michael und Maria auseinander und sahen zu ihrer Tochter, die sie anlächelte. "Was hast du denn, mein Zwerg?", fragte Michael liebevoll.

"Ich will weiter spielen, ich muss doch gleich schlafen gehen" antwortete Mackenzie und lief zurück ins Wohnzimmer. Maria sah zu Michael und strich über seine starke Brust.

Schnell drückte er ihr einen Kuss auf die Lippen und folgte danach seiner Tochter. Maria legte das Geschirrtuch auf den Tresen und ging ebenfalls ins Wohnzimmer.

Mackenzie lachte herzhaft und hatte sich an Michael gekuschelt, sie hatte das Spiel gewonnen und freute sich darüber. Ihr Dad drückte sie an sich und freut sich mit ihr.

Maria setzte sich auf die Couch und lächelte die Beiden an. "Mommy, ich habe Daddy besiegt", lächelte Mac und krabbelte zu ihr auf den Schoß, wo sie es sich gemütlich machte.

"Schatz, dein Daddy und ich müssen mit dir reden", sagte Maria sanft und strich über die blonden Haare der Kleinen. "Du hast doch gesagt, ich habe nichts falsch gemacht!", schluchzte Mac und wollte flüchten.

Doch Maria hielt sie fest und blickte in ihre Augen. "Shhh, ganz ruhig, Mackenzie, es ist alles in Ordnung", sagte nun Michael sanft und nahm sie in den Arm.

"Mac, du kannst mit diesen Kräften sehr vieles machen, das hast du Mommy erzählt und sie hat es mir erzählt. Du darfst aber niemanden sonst erzählen, dass du so etwas kannst!"

"Nur wir dürfen das wissen und du darfst diese Sachen auch nur machen, wenn wir dabei sind. Mac, du musst sehr gut aufpassen, dass niemand sieht, wie du deine Kräfte einsetzt!"

Michael hatte ganz ruhig und auch langsam gesprochen, damit seine Tochter alles auch wirklich verstand. Er wusste, dass sie ein sehr schlaues Kind war und damit umgehen konnte.

"Wenn du einmal deine Kräfte unabsichtlich einsetzt, dann tust du so als wäre nichts passiert, das ist in Ordnung, wir sind nicht böse auf dich, okay?", fragte Maria.

"Ja, Mommy", antwortete Mackenzie leise und kuschelte sich näher an ihren Dad. Maria lächelte ihre Tochter an und strich über ihre Wange. "Ich habe dich lieb, Mac!"

"Ich habe dich auch lieb, Mommy und dich auch Daddy", entgegnete Mackenzie und gähnte herzhaft. Michael drückte seine Kleine an sich und war froh, dass sie so ein braves und liebes Mädchen war.

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"Sie schlafen alle beide ganz friedlich", sagte Michael, als er etwa zwei Stunden später ins Wohnzimmer zurückkam. Maria, die auf der Couch lag lächelte ihn an und streckte die Hand nach ihm aus.

Michael nahm sie und ließ sich von seiner Frau auf die gemütliche Couch ziehen. "Hey", grinste Michael. "Selber hey, Mr. Guerin", lächelte Maria und küsste ihn.

Michael erwiderte den Kuss und zog Maria fest an sich.

"Ich liebe dich", nuschelte er an ihren Lippen und strich über ihren Bauch. "Dito, Spaceboy", flüsterte Maria und zog an seinem T-Shirt, sie war bereit...

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"Amy, ich habe dich schon überall gesucht", sagte Jim besorgt, als er seine Frau endlich auf dem Kinderspielplatz fand, wo sie hinter einem großen Baum stand und auf den Spielplatz sah.

Amy stand einfach nur da und starrte in eine Richtung. "Was hast du denn?", fragte Jim. Doch sie gab ihm keine Antwort, also musste er selbst danach suchen und er fand sie auch.

Einige Meter von ihnen entfernt auf einer Parkbank saßen fest aneinander gekuschelt Maria und Michael. Sie hatte ihren Arm auf seiner Brust liegen und er strich über ihre blonden Haare, sie sahen glücklich aus.

Jim zog seine Frau ebenfalls fest an sich und drückte ihr ein Kuss auf die Stirn. Er wusste, dass Amy nur allzu gerne hinüber gegangen wäre, aber das durfte sie nicht.

Als die Kinder Roswell verließen, hatten sie Regeln aufgestellt, die keiner brechen durfte, denn sonst könnte es passieren, dass ihre Tarnung aufflog und sie wurden wieder gejagt.

"Sieh nur, das kleine Mädchen aus dem Supermarkt", lächelte Jim und zeigte auf das kleine blonde Mädchen, das jetzt zu Michael und Maria lief. "Das ist ihre Tochter!", stellte Amy fest.

Sie war Großmutter von so einem bezaubernden Mädchen, das Maria von ihrer Art her sehr glich. Jedoch hatte sie Michaels Augen und auch seine Gesichtszüge.

Deswegen war ihr das Kind im Supermarkt auch so vertraut vorgekommen, sie war ihre Enkelin. Jim lächelte und blickte zu dem Kind, das fröhlich etwas erzählte.

Michael hatte die Kleine auf seinen Schoß gesetzt und mit einer Hand schob er einen Kinderwagen vor und zurück, so dass das Baby darin friedlich einschlief.

Jim blickte zu der kleinen Familie und wünschte ihnen für die Zukunft nur das Beste, denn das hatten sie auch verdient. Maria und Michael sollten mit ihren Kindern in Frieden hier leben.

"Ich wünschte, ich könnte ihr sagen, wie sehr ich sie liebe", flüsterte Amy an Jim Schulter. "Das weiß Maria, komm, wir sollten gehen", antwortete ihr Mann sanft.

Amy drehte sich ein letztes Mal in die Richtung ihrer Tochter und schluchzte leise. "Bis bald, Maria", flüsterte Amy und stille Tränen liefen über ihre Wangen.

Gemeinsam stiegen sie in den Mietwagen und machten sich auf den Weg zum Flughafen. Sie hatten nur eine Woche Urlaub gehabt und mussten nun wieder zurück nach Roswell.

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Maria klammerte sich fest an Michael und vergrub ihren Kopf in seinem Nacken. Beruhigend strich er über ihren Rücken und drückte Maria an sich, die sein T-Shirt durchnässte.

Sie hatte Amy bei einem Baum stehen gesehen und wäre am liebsten zu ihr gelaufen, aber sie durfte nicht, ihre Tarnung durfte auf gar keinen Fall auffliegen.

"Du wirst sie eines Tages wieder sehen", flüsterte Michael.

Maria schluchzte und klammerte sich immer mehr an ihren geliebten Mann. Ihre Mom zusehen und wieder gehen zu lassen, tat noch mehr weh als vor vier Jahren.

"Mommy, hier Blumen für dich", sagte Mackenzie und streckte ihr einen kleinen Strauß Gänseblümchen entgegen. Maria wischte sich die Tränen weg und sah ihre Tochter an.

Die Kleine strahlte über das ganze Gesicht und freute sich, als ihre Mom den Strauß in die Hand nahm und sie anlächelte. "Danke, mein Schatz", sagte Maria und drückte ihrer Tochter einen Kuss auf die Wange.

Die Kleine blickte kurz in den Kinderwagen, wo Matt friedlich den Schlaf der Gerechten schlief und lief danach wieder zur Sandkiste, wo ihre Freunde auf sie warteten.

Michael zog Maria noch ein Stück näher an sich und gab ihr einen Kuss auf die Lippen, der sie atemlos machte. "Ich liebe dich und eines Tages wird alles gut werden!"

"Ich weiß, Spaceboy, ich weiß!", antwortete Maria und legte ihren Kopf zurück an seine Brust, während sie leise seufzte und ihrer Tochter beim Spielen zusah.


- The End -
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