Alice: Doubling of Madness

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
Alice Grinsekatze Verrückter Hutmacher Weißer Hase
20.12.2012
12.04.2013
3
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[Da ich seit Langem mal wieder in so einer verdammten "Alice-Phase" bin, möchte ich die Gelegenheit für eine eigene Story nutzen. Als Vorlage hilft mir dabei, das Computerspiel "Alice: Madness Returns", was aber nicht heißt, dass alles den Zuständen entspricht, wie es am Ende dieser Geschichte war. Ich versuche natürlich, es so gut wie möglich beizubehalten. Da es aber schon wieder ein Weile her ist, seit dem ich es gespielt habe, sind meine Erinnerung etwas ergraut. Und um ehrlich zu sein, bin ich ein bisschen zu faul, nochmal alles rumzurecherchieren. xD So... Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hoffe ihr habt viel Spaß beim Lesen. Konstruktive Kritik erwünscht. :) lG Valilolette]



Prolog

Die Sonne scheint am wolkenlosen Himmel und es sieht so aus, als wolle sie alle am heutigen Tage einladen. „Hereinspaziert, hereinspaziert !“ Das saftig grüne Gras wiegt im seichten Wind, auf der eine riesige gedeckte Tafel mit einer überragenden Torte, Plätzchen und dampfenden Tee steht. Auch sie scheinen geduldig auf die Gäste zu warten. „Hereinspaziert, hereinspaziert. Wo bleibt denn die Teegesellschaft ?“ Und endlich, da kommen sie ! Der Märzhase, der Hutmacher und ganz unscheinbar: die kleine Haselmaus. „Tee, Tee, Tee ! Wer will Tee ?“, schreit der Hutmacher und lässt sich auf einem Platz am Tisch nieder. „Lieber Hutmacher, wir sind die Teegesellschaft. Das bedeutet, dass wir alle Tee wollen.“, entgegnet der Märzhase, der nicht mehr viel mit einem Hasen gemein hat.
Immerhin waren er und die arme Haselmaus Versuchsobjekte des Hutmachers geworden. Er hatte ihre organischen Körperteile durch mechanische Teile ersetzt. So kam es, dass der Märzhase statt seines linken Armes samt Hand nun eine lange Spitze mit sich führte. Des weiteren ist sein rechtes Bein komplett und ebenfalls sein rechter Unterschenkel bearbeitet, wobei sein rechter Fuß noch organischen Ursprunges ist. Die Haselmaus besitzt keine Füße mehr, sondern hat stattdessen Räder, vergleichbar mit Hamsterrädern. Eigentlich waren die beiden schon einmal tot, da Alice sie getötet hatte, weil sie sich gegen sie verteidigen musste. Doch nachdem der Hutmacher sie erneut wieder zusammengeflickt hatte, was natürlich auch beim zweiten mal nicht schmerzfrei blieb, unterzog er ihnen eine Gehirnwäsche, sofern sie denn überhaupt eines besitzen. Der Hutmacher selbst ist nicht mehr komplett aus organischem Material. Er  ist ein einziger Mechanimus: Er ist in der Lage seinen Kopf sowie seine Gliedmaßen zu deaktivieren, um dabei  trotz allem noch leben, denken und reden zu können. Außerdem ragt ihm aus irgendeinem Grund ein Teil eines Zahnrades aus dem Rücken.

Noch immer bezeichnet er sich als Genie, auch wenn er damit aufgehört hat, seinen Freunden quälerischen Versuchen zu unterziehen.
Der Hutmacher schenkt der verrückten Teegesellschaft nun etwas Tee in die Teetassen und entgegnet dem Märzhasen: „Weise Antwort.“ - „Entschuldigt mich, liebe Gesellschaft, aber wäre jemand so freundlich, mich auf den Tisch zu heben ? Meine nicht vorhanden Beine machen das Klettern nicht möglich.“, fragt die Haselmaus und wirft dem Hutmacher einen vorwurfsvollen Blick zu. „ Vielleicht hätte ich dir die Beine eines Storches anschrauben sollen.“, überlegt der Hutmacher und hebt die Haselmaus auf den Tisch. „Du weißt hoffentlich, dass das nicht besonders nett war.“, mischt sich der Märzhase dazwischen. Der Mann mit dem Hut lässt den Kopf hängen und macht eine entschuldigende Geste. „Es tut mir Leid, meine Freunde. Mein Geist war gänzlich vernebelt. Ich wusste nicht, was ich da tat.“, erwidert dieser und schenkt dem Hasen und der Haselmaus etwas Tee ein. Die Haselmaus räuspert sich und fragt: „Weißt du das denn jetzt, lieber Hutmacher ?“ Dieser entgegnet nichts, sondern schaut gedankenverloren in seine Tasse mit Tee. Da beginnt sich auf einmal der Himmel zu verdunkeln. Die helle leuchtende Sonne verschwindet hinter den plötzlich aufgetauchten, dicken grauen Wolken, die sich wie Vorhänge vor die gelbe Kugel legen. Während diesen Momentes kommt das weiße Kaninchen an ihnen vorbeigeschossen. „Kaninchen ! Möchtest du vielleicht etwas von unserem köstlichen Tee ? Keine Angst ! Der ist wirklich gesund, kommt aus biologischem Anbau !“, ruft ihm der Hutmacher nach. Das weiße Kaninchen, dass kaum noch zu sehen ist, hinterlässt bloß ein hektisches „Keine Zeit, keine Zeit !“ Die drei zucken mit den Schultern und denken sich nichts weiter dabei, schließlich ist das weiße Kaninchen immerzu so hektisch. „Tee wächst an Bäumen ?“, fragt der Märzhase. Der Hutmacher will gerade zu einer Antwort ansetzen und sagen, wie prächtig doch seine Teebäume seien, als ihm die Haselmaus ins Wort fällt: „Macht mal die Lampe an, es ist ganz schön dunkel.“ Erst jetzt werden sich die anderen beiden auch der Dunkelheit bewusst. „Irgendetwas sagt mir, dass das nicht gut ist.“, sagt der Hutmacher und schaut in den Himmel. Der Märzhase beäugt ihn skeptisch und fragt: „Etwa Stimmen in deinem Kopf ?“ - „Instinkt !“, antwortet dieser. Plötzlich knackt es und jemand kommt zwischen den Bäumen des Waldrandes hervor...